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Ritter der Tiefe
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Im Laufe der Jahrmillionen entstanden mehrere Organisationen mit dieser Bezeichnung. Zuerst erhielten die Terraner Informationen über die Ritter der Tiefe, dessen Zentrum auf dem Planeten Khrat, in der Galaxis Norgan-Tur, stand.

Die Ritter der Tiefe gehören zu den Streitern für die Kosmokraten. Moralisch gelten sie als über alle Zweifel erhaben. Ziel ihres Wächterordens war die Schaffung und Bewahrung einer harmonischen kosmischen Ordnung.

Vor rund 21,1 Mio. Jahre entstand der Dom Xanthar auf dem Planeten Xanth, in der Galaxis Xantharaan (Anmerkung: Es handelt sich herbei um die dritte Vorläuferorganisation der Khrat-Ritter).

Gegründet wurde der Orden des Doms auf Khrat vor etwa 2,2 Millionen Jahren durch Terak Terakdschan - sein Sitz ist der Dom Kesdschan in der Galaxis Norgan-Tur. Dieser Ritterorden trat die Nachfolge der Porleyter an, die selbst keine Ritter der Tiefe waren.

Jeder Ritter der Tiefe bekämpfte mit seinen Helfern, den so genannten Orbitern, die Bestrebungen der negativen Mächte im Universum. Nach seinem Tod gab er einen Teil seines Geistes in den Dom Kesdschan ab. Etliche Ritter der Tiefe des Doms Kesdschan stammten aus der Mächtigkeitsballung der Superintelligenz ES [PR-2193, Seite 24]. Viele kamen aus dem Volk der Hathor. Zeitweise trugen auch Perry Rhodan und Atlan den Titel eines Ritters der Tiefe. Die beiden sagten sich aber Im Jahr 429 NGZ von den Kosmokraten los und wurden in der Folge aus der Mächtigkeitsballung von ES verbannt. Die Verbannung wurde aufgehoben, Ritter der Tiefe sind sie allerdings nach wie vor nicht mehr. Bis heute besitzen sie aber noch die Ritter-Aura, die sie damals verliehen bekommen haben.

Symbol des Ritterordens

Eine stilisierte, flackernde Flamme, die von zwei Händen auf silbrigem Grund beschützt wird.

Ergänzung von Daniel Winkler:

Häufig ist nur die Rede von "Ordnungswächtern", wenn über die Ritter der Tiefe gesprochen wird. Der Begriff entstammt dem Großen Galaktischen Krieg, der etwa 1.115.000 Jahre vor der Zeitenwende hauptsächlich in der Milchstraße ausgetragen wurde. Angeblich versuchten die Ordnungswächter eine Art Muster, eine kosmische Ordnung, zu formen. Dagegen wollten ihre Gegenspieler ihre Unabhängigkeit von allem bewahren; sie waren der Ansicht, daß die Ordnung die Offenheit einschränken, und letztlich in einer erstarrenden Struktur enden würde. Symbol des Wächterordens sind zwei Hände auf silbernem Grund, die eine stilisierte Flamme beschützen.

Den meisten Völkern lagen und liegen über die Ordnungswächter nur sehr dürftige Informationen vor. Sie sollen versucht haben, das kosmische Informationsnetzwerk zu festigen, dessen Ausläufer unregelmäßig verteilte Knoten und Ballungen bilden. Dieses Netzwerk wurde einst von den Sternjuwelen bzw. der Vrisha-Kollektivintelligenz angezapft (vgl. auch Kosmonukleotide ).

Auch das Volk der Cyén arbeitete ursprünglich für die Ordnungswächter, doch im Zuge der Entdeckung der Erweckerin des Wissens Ipotherape wandten sie sich von der Ordnung ab, und begannen, die Reine Lehre zu verbreiten.

Wer tiefer in das Wissen um die kosmologischen Zusammenhänge vorgedrungen ist, der erfährt, daß die Ordnungswächter im wesentlichen identisch sind mit den Rittern der Tiefe. Dieser Wächterorden erhält seine Anweisungen mehr oder weniger direkt von den Mächten jenseits der Materiequellen. Er entstand, als der Hathor Terak Terakdschan nach dem Rückzug der Porleyter von diesen den Gedanken des Wächterordens übernahm. Der Hathor wurde so zum ersten Ritter der Tiefe. Auch andere Hathor fühlten sich von der Idee des Ordnens angesprochen und wurden zu Rittern.

Die Mitgliedschaft im Wächterorden ist durch die Herkunft aber nicht beschränkt - und so werden im Lauf der Zeit ganz unterschiedliche Intelligenzen zu Rittern der Tiefe. Ihnen gemeinsam ist, daß sie als Individualisten gelten, was ihre Aufgabe beinahe zwangsläufig mit sich bringt.

Sobald jemand die Ritterweihe erhalten hat, hat er das Recht, alle ihm gut dünkenden und bereitwilligen Wesen als Orbiter zu rekrutieren. Er wird in die Lage versetzt, im Sinne einer kosmischen Harmonie zu handeln. Während der Weihe reden die Bewußtseine längst nicht mehr existierender Ritter der Tiefe zu ihm. Sie alle sind in der stählernen Hülle des Doms Kesdschan verankert. Es gab schon sehr viele verschiedene Wesen, die Ritter wurden - teilweise mit unaussprechlichen Namen und teilweise kaum als intelligente Lebewesen zu identifizieren. Bei sporadischen Treffen der Ritter tauschen sie flüsternd Kenntnisse über die höheren Mächte aus. Die Mitglieder des Wächterordens kommen weit herum im Universum, erschauen dessen Wunder, Rätsel und Geheimnisse und häufen im Verlauf ihres langen Lebens immenses Wissen an.

Für Ritter ist die Körpertarnung obligatorisch, ein Verfahren, um die wahre Identität vor jedem Feind zu verheimlichen. Nicht einmal neu rekrutierte Orbiter wissen, wie ihre Ritter aussehen, bevor sie voll und ganz auf ihre Aufgabe eingestimmt sind. Denn erst dann, wenn sie in Gedanken und Gefühl eins mit ihrem Ritter sind, sind sie als Orbiter perfekt und können ihren Herren von Angesicht zu Angesicht gegenübertreten.

Die Lichtkombination der Ritter, genannt "Kahalab", besitzt die silbernen Fäden des "Guten Geistes". Sie wirken als semiorganisches Gewebe wie ein Vitalkraftspender, der biologisch unsterblich macht. Sie führen dem Träger auch physische Energie zu und können ihm in Notfall Unsichtbarkeit verleihen.

Geweiht werden die Ritter, wie schon erwähnt, im Dom Kesdschan auf dem Planeten Khrat. Der Dom ist uralt. Eine Legende besagt, daß die Sterne verlöschen werden, wenn der letzte Ritter der Tiefe stirbt. Viele Ritter halten diese Aussage für übertrieben und schätzen sie als verbrämte Mär ein, deren tieferer Sinn verborgen bleibt. Doch der Ritter Armadan von Harpoon weiß es besser, seit er gegen den Dekalog der Elemente gekämpft hat (siehe dort). Der letzte bekannte geweihte Ritter war Igsorian von Veylt - etwa 1,3 Millionen Jahre vor der Zeitwende.

Angesichts der Tatsache, daß die Zahl der Ritter der Tiefe allmählich immer weiter abnimmt, überlegen die Mitglieder des Wächterordens irgendwann zu Recht, wer nach ihnen für die Ordnung kämpfen wird, schließlich steht ihnen die Ablösung der Porleyter mit jedem Besuch Khrats vor Augen. Schon vor langem haben die Ritter deshalb begonnen, die Entstehung verschiedener Wesen und Völker zu lancieren, aus denen wiederum, so die Hoffnung, Nachkommen entstehen werden, die die Aufgabe der Ritter irgendwann fortsetzen. In der Milchstraße ist auch Armadan von Harpoon bei der Konstruktion der ANLAGE diesen Weg gegangen; sein Erbe wird irgendwann in die Völker einfließen, die in der Milchstraße entstehen. Initiiert von den Rittern entstehen außerdem auch verschiedene "Orte der Kraft" in der Milchstraße in Form von je zwölf kreisförmig angeordneten Steinquadern. Sie stehen stellvertretend für die Steinerne Charta von Moragan-Pordh, die unter dem Dom Kesdschan aufbewahrt wird.

Als rund 50.000 Jahre vor der ersten Ankunft des Schwarms in der Milchstraße Armadan von Harpoon stirbt, verlöschen die Sterne nicht. Tatsächlich war er der letzte Ritter - zumindest der letzte Ritter alter Art. Und so singt der Dom Kesdschan auf Khrat mit dem weithin hallenden Schlag einer mächtigen Glocke sein Lied - wie er es stets tut, wenn ein neuer Ritter geweiht wird, und auch, wenn ein Mitglied des Wächterordens stirbt.

Vielleicht erloschen die Sterne nicht, weil sich die Kosmokraten schon vor dem Tod von Harpoon entschlossen hatten, Kampf und Verteidigung gegen die Mächte des Chaos und ihre zerstörerischen Kräfte auf eine realistischere Basis zu stellen, vor allem, weil sie erkannt haben, daß ein Mythos allein nicht stark genug ist, die Ordnung aufrechtzuerhalten und auszubauen. In der Zeit kurz vor der ersten Ankunft des Schwarms in der Milchstraße scheinen die Mächte jenseits der Materiequellen jedenfalls nicht mehr sonderlich viel von diesem Orden zu halten.

Statt weitere Ritter der Tiefe zu weihen - ein ungeheurer Zwischenfall hat den Orden pervertiert und es hieß, das Schicksal Igsorian von Veylts hänge damit zusammen - wurden vermehrt andere als Beauftragte der Hohen Mächte bestimmt; kleine Humanoide und ihre Androiden - Pragmatiker und Techniker, pure Technokraten. In den Augen anderer Beauftragter der Kosmokraten gelten sie als reine Befehlsempfänger, bar jeden Verständnisses für kosmomythologische Zusammenhänge. Sie selbst schert dieser Vorwurf indes wenig. Auch nicht die Tatsache, daß ihre Art - abwechselnd herablassend, jovial oder von solch gönnerhafter Weise, als seien sie die eigentlichen Vertrauen der Kosmokraten - vor allem die Ritter der Tiefe häufig zur Weißglut gebracht hat.

Gegenwärtige Bedeutung [PR-Glossar 2452]

Dem Orden wurde stillschweigend die Unterstützung entzogen. Der letzte aktive Ritter Armadan von Harpoon starb in der Gewissheit, dass seine Nachfolger reine Techniker waren, denen jedes Verständnis für kosmomythologische Zusammenhänge abgeht. Aus Sicht der Kosmokraten stellen sie mit Verwendung von Androiden die gesamte Verteidigung gegen das Chaos auf eine realistischere Ebene als zuvor. Die Weihe von Perry Rhodan, Jen Salik und Atlan zu Rittern der Tiefe war im Grunde nichts anderes als das letzte Aufbäumen eines Ordens, der weitgehend sich selbst überlassen blieb und nicht länger auf neue Schätze der Kosmokraten zurückgreifen konnte. Andererseits wendeten sich die Knsmokraten auch niemals gegen die Ritter, sondern behielten sie nach wie vor in ihren Diensten; selbst als die Ritter den Dienst aufkündigten, blieben Zwar die Aufträge aus, die Aura eines Kosmokratendieners war jedoch davon nicht betroffen

Orbiter [PR-Glossar 2392]

Als Orbiter bezeichnet man persönliche Helfer der Ritter der Tiefe. Für gewöhnlich verfügt jeder Ritter der Tiefe nur über einen Orbiter, den er nach seiner Wahl anwerben kann. Perry Rhodan, Atlan und Jen Salik verzichteten weitgehend auf Orbiter, eine Ausnahme bildet jene Zeit, zu der sich Atlan, Jen Salik und Tengri Lethos-Terakdschan im Tiefenland aufhielten. Dort warben sie den Haluter Domo Sokrat, den psibegabten Abaker Twirl und die Spielzeugmacherin Clio vom Purpurnen Wasser als Orbiter an.

Bekannte Raumschiffe:

Das bekannteste ist die DYKE, das Schiff von Armadan von Harpoon. Es handelt sich dabei um eine sog. "Lichtzelle", was allerdings eine ziemlich verharmlosende Umschreibung darstellt. Es ist eines der perfektesten und wunderbarsten Raumschiffe, die die den Rittern der Tiefe zuarbeitenden Techno-Völker geschaffen haben. Die Konstruktion besteht weitgehend aus Strukturon.

Die DYKE bezieht ihre Primärenergie mit Hilfe eines permanent arbeitenden Hyperzapfers, der die an Bord ankommenden Kräfte mit Hilfe von Trafitron-Wandlern nutzbar macht. Bis zu einem gewissen Umfang ist es möglich, die Größe und Form des Raumschiffes zu variieren. Im allgemeinen handelt es sich um eine silbrig leuchtende Sphäre von bis zu tausend Metern Durchmesser, deren Konturen einem nebelhaft-diffusen, von innen her glimmendem Schleier gleichen. Im Extrem kann sich die DYKE auf einen Durchmesser von vielen Dutzend Kilometern aufblähen. Auch eine Reduktion auf kaum 50 Meter ist möglich, dann leuchtet das Schiff aber um so intensiver. Sie fliegt im Unterlichtbereich mit dem Gravohub des Hyperkon-Sublichttriebwerks. Innerhalb der DYKE bewegt sich Armadan und sein Androide mit Transmittern, die ins Strukturon eingelassen sind.

Als Beiboot kommt z.B. ein silbernes Objekt zum Einsatz, das zunächst kaum die Größe einer Faust erreicht und an einen übergroßen Quecksilbertropfen erinnert. In Sekundenbruchteilen bläht sich das Gebilde jedoch mächtig auf, umfließt die Körper der Fluggäste und läßt sie in silbriggrauem Dämmer schweben. Im Endstadium erreicht die von sanftem Leuchten und chromblitzenden Reflexen geprägte Blase, deren Wandung plötzlich transparent wird, einen Durchmesser von zehn Metern. Diese Blase dringt durch die DYKE, als handle es sich um eine unstoffliche Holoerscheinung. Die materieprojektive Struktur der projizierten Transportkugel ist bis zu einem gewissen Grad aus dem Standarduniversum entrückt, so daß sogar das passieren fester Materie möglich wird. Somit kann nicht nur aus dem Stand heraus beachtlich beschleunigt und abrupt die Bewegungsrichtung gewechselt werden, sondern äußere Materie ist, aufgrund der Entrückung dem Strukturlaufen der Erranten vergleichbar, kein Hindernis mehr, und das alles, ohne in den Hyperraum eindringen zu müssen.

Nicht ganz so stark wie die DYKE ist die NYLE, das Schiff des Orbiters von Armadan von Harpoon während der Arbeiten zu den Abwehranlagen gegen die Horden in der Milchstraße. Immerhin ist es in der Lage, 700 Garbeschianer-Wannenschiffen einschließlich des Horden-Flaggschiffes VAZIFAR standzuhalten, doch dabei müssen alle Energien auf den Schirm geleitet werden. Damit fallen Antrieb und Waffen aus; eine Aktivierung würde das Ende der NYLE bedeuten. Die NYLE wird sofort vernichtet, als noch 200 weitere Garbeschianerschiffe das Feuer eröffnen.

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 Quelle(n):  PR-2193, 2196, PR-Glossar 1987, 2111, 2392, 2452; PRK-2184
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© Crest-Datei - Autor(en): PR-Redaktion, PR-Exposee, Torsten Orth, Daniel Winkler - Erstellt: 17.09.2002 - Letztes Update: 26.02.2009