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Solare Flotte
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Die Gründerjahre:

Mit der Gründung des Solaren Imperiums im Jahr 1990 gehen die Einheiten der Dritten Macht in die Solare Flotte ein. Da das Geld, das früher für die Rüstung der einzelnen Nationen gegeneinander nun in die Kasse der aufzubauenden Solaren Flotte fließt, beginnt ein wirtschaftlicher Aufschwung ersten Grades. Bereits im Jahr 2030 stehen erste Werften auf dem irdischen Mond. Bedeutungsvoll ist in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass viele Teile der wachsenden Raumfahrttechnik aus Silber hergestellt werden. Der Silberpreis bestimmt daher im 21. Jahrhundert immer stärker den Preis der Raumfahrt. Silberminen auf der Venus und den Monden des Jupiter entstehen, um den riesigen Bedarf zu decken.

Im Jahr 2044 existiert im und um das Sol-System ein dicht gestaffeltes Warn- und Suchsystem, dem kaum ein Insekt entkommen könnte. Für den Fall, daß der Robotregent oder eine andere feindlich gesinnte Macht die Erde finden und angreifen könnte, wird der Katastrophenplan "Kolumbus" entwickelt. In jahrzehntelanger Arbeit entstehen unter der Oberfläche der Erde Befehlszentren, die mit all ihren großen und kostspieligen Automatgeräten das Nervenzentrum des Solaren Imperiums und der Solaren Flotte bilden. Terra besitzt ein derart dichtes Bunkernetz, das alle Bewohner aufnehmen kann. Letztlich resultiert dies auch aus der terranischen Geschichte; früher hatte man Angst vor einem drohenden Atomkrieg, dann vor einem Schlag gegen die fast wehrlose Erde. So gingen alle Bestrebungen zunächst auch dahin, im Katastrophenfall möglichst vielen Menschen ein Überleben zu sichern - um jeden Preis. Nur fünf Stunden nach Ausrufen des "Fall Kolumbus" gleicht die Erde einer von Menschen nahezu entblößten Festung. Das Leben spielt sich nun weitgehend unterirdisch in den Bunkern ab.

Jenseits des Jupiter werden im 21. Jahrhundert mehrere Wachgürtel gebildet, auf denen die Schiffe der Heimatflotte ständig patrouillieren, und für den Fall der Vernichtung des äußersten Planeten Pluto sollen sich die dort stehenden Flottenteile der Mittelsektorflotte auf Höhe der Saturnbahn anschließen.

Das Personal der Solaren Flotte wird tausendfach gesiebt. Von 100 Männern und Frauen, die sich bei der Raumflotte bewerben, erreicht nur ein einziger sein Ziel. Auf Akademien werden die Leute ausgebildet und beginnen dann als einfache Kadetten ihren Dienst. Wenn sie sich bewähren, können sie bis zum Offizier aufsteigen und irgendwann eigene Raumschiffe befehligen. Anfangs darf jedoch nur ein unverheirateter Offizier das Kommando über ein Schiff übernehmen.

Und auch die zivile Raumfahrt entwickelt sich. Durch die Gründung von neuen Kolonien und Rohstoffminen innerhalb des Sol-Systems beginnen die größten Konzerne der Erde mit dem Aufbau eigener kleiner Handelsflotten. Als besonderer Exportschlager erweisen sich Coca Cola und irdischer Kaffee - noch im Jahr 2043 besitzt die Erde auf letzteren praktisch ein Monopol. Dies ist um so erstaunlicher, als bereits ein zwar nicht besonders starker, aber regelmäßiger Handelsverkehr zwischen dem Solaren Imperium und arkonidischen Welten stattfindet. Natürlich machen längst auch Urlaubsreisende von der Erde die Milchstraße unsicher.

Inzwischen machen auch Urlaubsreisende von der Erde die Milchstraße unsicher. Rhodan sieht ein, dass er den Menschen das Reisen nicht verbieten kann, und da sie die galaktonautische Position der Erde ohnehin nicht kennen, besteht auch kein Risiko - wenigstens nicht für die Erde. Nachweislich wurde zwar einmal ein Reisender von der Erde vom Robotregenten verhört, jedoch musste die Positronik einsehen, daß sie auf diese Art keine neuen Erkenntnisse gewinnt. Eine Reisebeschränkung ist aber selbstverständlich allen Geheimnisträgern auferlegt. (Anmerkung: Letztere Angabe ist eine Vermutung, stellt jedoch die logische Schlussfolgerung dar. Als Vergleich kann auch die frühere Praktik gelten, wie sie bei Reisen in den Ostblock stattfand. Hierbei musste stets genau das Reiseziel und die Rückkehr angegeben werden, und ein bestimmter Personenkreis erhielt vorsichtshalber keine Reiseerlaubnis.)

Der Verkehr zu anderen Sonnensystemen unterliegt strengen Regeln. Die Piloten müssen eine umfangreiche Ausbildung vorweisen können. Die Hauptsorge der Regierung gilt außerdem den Transitionen, die allzu leicht den Standort der noch immer als vernichtet geltenden Erde verraten könnten. Daher muß ein privates Raumschiff mit Überlichtantrieb nicht nur über einen funktionstüchtigen Strukturkompensator verfügen; meldet der Kompensator irgendeinen Defekt, verhindert er automatisch jede Transition. (Anmerkung: Diese Annahme ist nur indirekt durch einzelne Romane gedeckt, erscheint jedoch logisch.) Außerdem gestaltet sich der Funkverkehr außerhalb des Sol-Systems sehr kompliziert, denn auch er darf auf keinen Fall arkonidische oder ähnlich unerwünschte Schiffe auf die Erde aufmerksam machen.

Im Jahr 2040 ist die Solare Flotte eine beachtliche militärische Macht. Handelsrouten führen in verschiedene Sonnensysteme und werden von ihr überwacht. Die Handelsflotte hat eine stattliche Größe erreicht. Technisch ist man auf einigen Gebieten bereits über die Arkoniden hinausgewachsen; so sind die verwendeten Kraftstationen des Jahres 2042 leistungsstärker bei gleichzeitig einfacherer Grundkonstruktion. Auch die sanitären Einrichtungen terranischer Schiffe sind so peinlich sauber und erstklassig, wie es nicht einmal zu Atlan's Zeiten auf arkonidischen Einheiten der Fall war. Außerdem sind wenigstens die größeren Kampfschiffe mit Transmittern nach dem Vorbild der Geräte der Ferronen ausgerüstet. Damit erhöht sich die Überlebenschance der Besatzung im Fall der Zerstörung des Schiffes wesentlich. Die Transmitter, die nach und nach in immer mehr Schiffe und auch in größerer Zahl eingebaut werden, stellen aber auch eine Erleichterung der Versorgung dieser Einheiten dar; eine Landung oder das Ausschleusen von Beibooten ist nun nicht mehr in jedem Fall erforderlich, wenn es um den Kontakt zu den eigenen Stützpunkten geht.

Der Kampf gegen die Druuf:

Noch immer ist Rhodans Hauptsorge die Entdeckung der Erde durch den Robotregenten oder die Druuf, die sich heftige Kämpfe mit den Robotflotten Arkons liefern. Die Solare Flotte besitzt inzwischen ein Netz von Funkrelaisstationen, um durch Anpeilung von Funksprüchen eine Entdeckung des Sol-Systems zu vermeiden. Dabei ist es möglich, einen Hyperfunkstrahl so zu fokkussieren, daß er auf eine Entfernung von 2.000 Lichtjahren nur einen Durchmesser von 30.000 km erreicht.

Als weiteres Element des ständigen Wettstreits, Transitionserschütterungen zu absorbieren und wieder anzupeilen wird im Jahr 2042 der Eigenfrequenzdämpfer eingeführt. Wenige Monate nach seiner erfolgreichen Erprobung wird als Gegenstück der Frequenzpeiler in Auftrag gegeben, damit die Raumflugüberwachung ihrer Arbeit wieder vollständig nachkommen kann. Doch selbst im Jahr 2044 verfügen nur die Kreuzer der Solaren Raumjagdverbände, sowie die schweren Trägerschiffe über diesen empfindlichen Feintaster.

Die zivile Raumfahrt entwickelt sich angesichts dieser Schwierigkeiten nur zögerlich, doch immerhin wird bereits ein Liniendienst zwischen dem Sol- und dem Wega-System unterhalten. Der Passagierverkehr nimmt infolge der regen Handelsbeziehungen immer weiter zu.

Ein anderes Problem ist mehr materieller, als hochtechnischer Natur. Obwohl die Bandstraßen auf Terra und Luna Tag und Nacht laufen, ist auch im Jahr 2043 noch allen Verantwortlichen klar, daß das potentielle Übergewicht eines jeden Gegners - Arkons wie der Druuf - für die Erde geradezu erdrückend ist. Daran ändert auch die Tatsache nichts, daß man von den Druuf ein funktionsfähiges Modell eines Lineartriebwerks erbeutet. Dies wird zwar der Solaren Flotte in Zukunft einen weiteren Vorteil verschaffen, doch im Augenblick steht es nicht zur Verfügung. Zwar besitzt die Solare Flotte zahllose Kleinraumer, vor allem in Form von Zerstörern und Raumjägern - doch es fehlt an modernen Trägerschiffen, mit denen diese Einheiten schnell genug zu den Brennpunkten gebracht werden könnten. Selbst die Tatsache, daß die terranischen Raumfahrer ihren Kollegen aus dem Großen Imperium weit überlegen sind (diesbezügliche Schießübungen arkonidischer Kolonialtruppen reißen terranische Offiziere schon einmal zu Gelächter hin), kann die nackten Zahlen nicht ausgleichen.

Zu besseren Beobachtung der Druuffront wird im Jahr 2044 ein neuer Typ Raketensonden eingeführt. Von den bisher verwandten Modellen kamen bestenfalls 7,38 % zurück. Die neuen Modelle lassen sich dagegen nicht mehr so einfach orten und abschießen, wie ihre Vorgänger; die Rückkehrquote verbessert sich auf 21,83 %. Die Ausbeute an optischem Beobachtungsmaterial kann außerdem um 1.000 % gesteigert werden, was einer verbesserten Magnetfeldoptik zu verdanken ist, die in ihrer Wirkungsweise eine verblüffende Ähnlichkeit mit der längst veralteten Gummilinse besitzt

Im Mai 2044 kommt es durch einen künstlich stabilisierten Entladungstrichter zu einer Invasion des Sol-Systems durch die Druuf. Eine Flotte von etwa 13.000 Schiffen fällt über die Terraner her, die mit ihrer Flotte verzweifelt versuchen, ihre Heimat zu retten. Als aber trotz großer eigener Verluste abzusehen ist, daß dies nicht gelingen wird, beschließt Rhodan, Atlan und die arkonidische Flotte um Hilfe zu bitten. Wenig später ist der Angriff zurückgeschlagen, die letzten Druufverbände fliehen. Doch nun ist das Versteckspiel der Terraner endgültig vorbei. Auch als Ausgleich für ihre Verluste erhalten die Terraner von Arkon etwas später eine Flotte von 1.000 werftneuen Schiffen; immerhin verdankte Arkon dem Abwehrkampf der Terraner auch nicht unwesentliche Verluste bei den Druuf. (Anmerkung: Aus der Handlung gehen keine genauen Verlustzahlen hervor; in der Wertetabelle wurde daher mit Schätzungen gearbeitet. Es ist jedoch bekannt, daß auch größere Schiffe verloren gingen. Dies wurde umgesetzt, indem auch einige Schlachtkreuzer auf die Verlustliste gesetzt wurden. Die Vernichtung größerer Einheiten dürfte den Druuf dagegen kaum gelungen sein.

Ebenfalls unklar bleibt, ob die 1.000 arkonidischen Schiffe in terranisches Eigentum übergehen, oder nur ein Nutzungsrecht vereinbart wurde. Es wird angenommen, daß die Terraner die Einheiten behalten dürfen. Die Zusammensetzung wird wie folgt geschätzt: 10 Superschlachtschiffe, 90 Schlachtschiffe, 200 Schlachtkreuzer, 600 Schwere Kreuzer, 100 Leichte Kreuzer. All diese Einheiten entsprechen natürlich arkonidischem Standard, sind aber nicht mit Beibooten usw. ausgerüstet, da die Terraner hier andere Zusammenstellungen benutzen.

In TB-5 wird beschrieben, daß das Flottenkommando neuerdings einen großen Teil der Beiboote und sogar mehrere Superschlachtschiffe der IMPERIUM-Klasse mit Spezialrobotern neuester Konstruktion ausrüstet. Sie haben lediglich registrierende Funktionen zu erfüllen und entlasten damit den Ortungsoffizier, dem die Auswertung und Weitergabe der Meldungen obliegt. Diese Entwicklung trifft aber nicht bei allen Ortungsleuten auf Verständnis. Unklar bleibt, wieso spezielle Roboter eingesetzt werden - und nicht einfach entsprechende Elektronik in den Pulten. Daher wird diese Angabe ignoriert.)

Fall Laurin

Im Rahmen des Falls Laurin wird die terranische Raumflotte am 20.10.3430 dezentralisiert. Nur 10.000 Kampfschiffe verbleiben im Sol-System. Über 40.000 Raumschiffe verteilen sich über die Sektoren der Milchstraße. Entlegene Planeten entpuppen sich als geheime Funkstationen und Ausrüstungsdepots.

Frachtschiffe mit besonders wertvollen Ladungen werden ins Sol-System beordert [PR-400, Seite 47].

Seit dem vermeidlichen Ende des Solaren Imperiums gilt die Raumflotte des Solaren Imperiums für einige Zeit als überwiegend zerstört. In der ersten Januarwoche des Jahres 3432 wird der Milchstraßenbevölkerung offenbart, dass die solare Flotte weiterhin existiert, nun aber unter dem Kommando des Kaisers Argyris steht (Anmerkung: Dabei handelt es sich natürlich um eine Täuschung. In Wahrheit untersteht die Flotte weiterhin dem Solaren Imperium.).

Schwarmkrise

Während der Verdummung bewegen sich die 50.000 Einheiten der Heimatflotte mit stillgelegten Anlagen auf Notparkbahnen innerhalb des Sol-Systems. Die 20.000 Einheiten umfassende Innensektorflotte verteilt sich innerhalb einer Raumkugel von 50 Lichtjahren um das Sol-System. Seit etwa Oktober 3441 bemüht sich ein Sonderkommando aus Immunen und Spezialrobotern darum, die verdummten Besatzungsmitglieder auf die geplante Bergung vorzubereiten.

Nachdem die Terraner durch das GrIKo-Netz ihre Handlungsfähigkeit zurückerhalten, beginnen sie Ende September 3442 mit der Bemannung der Raumschiffe der Heimat- und der Innensektorflotte zu bemannen und diese innerhalb des Sol-Systems zu verstecken [PR-550].

Praktische Ausbildung:

Mit dem Aufbau einer terranischen Raumflotte galt es auch Möglichkeiten zu schaffen, um angehenden Raumfahrern Praxiskenntnisse des Dienstbetriebes an Bord eines Raumfahrzeugs zu vermitteln. Erst wenn grundlegende Fähigkeiten vorhanden waren, konnte man zukünftige Besatzungen auf die normalen Schiffe der Flotte schicken - und damit erstmals in den realen Einsatz. Anfangs blieb keine andere Möglichkeit, als zeitweise ganze Abteilungen eines Kreuzers zu beurlauben, um dann in einem Sondereinsatz dieses Personal durch Kadetten der Raumakademie zu ersetzen. Lediglich die Führungsoffiziere der ursprünglichen Besatzung blieben an Bord.

Mit Einführung des Zerstörers eröffneten sich dann weniger "gefahrvolle" Einsätze. So wurden zahlreiche Zerstörer für den Schulungsbetrieb aus- bzw. umgerüstet. Ein Lehrer und zwei Kadettenschüler bildeten hier die Besatzung, und mit Hilfe der umschaltbaren Steuerkonsolen konnten die Schüler völlig frei agieren, als wären sie selbst Kommandanten dieser Einheiten. Gleichzeitig boten Zerstörer mit ihren Räumlichkeiten auch Gelegenheit zu längeren Einsätzen. Dennoch konnte der Lehrer sofort eingreifen, falls dies nötig war. Seine Aufgabe bestand auch darin, eine Reihe von Szenarien zu erstellen, um die "Frischlinge" auf alle Eventualitäten vorzubereiten.

Doch der Einsatz von Zerstörern konnte nicht alle nötigen Bereiche abdecken. Um auch den Dienst auf einem größeren Raumfahrzeug zu erlernen wurden daher einige Standard-Kaulquappen völlig dem Schulungsbetrieb zur Verfügung gestellt. Da die Kugelraumer der terranischen Raumflotte unabhängig von ihrer Baugröße stets bestimmten Konstruktionsprinzipien folgten, konnte so eine nahezu optimale Vorbereitung der Kadetten erreicht werden. Lange Zeit konzentrierte man sich auf diese beiden Varianten der praktischen Ausbildung; teilweise wurden auch Gazellen in die Pläne einbezogen.

Die stetig wachsende Solare Flotte verlangte im 21. Jahrhundert aber immer schneller nach immer mehr Nachwuchs. Junge Menschen zu finden, die sich für den Dienst in der Flotte interessierten, war nicht schwer - und für ihre theoretische Ausbildung wurden vorhandene Akademien erweitert und auch neue errichtet. Für die praktische Ausbildung wurden nach und nach immer mehr der zuvor selbständig agierenden Kaulquappen dem Schulungsbetrieb übergeben, doch gleichzeitig suchte man nach neuen bzw. ergänzenden Lösungen.

Nach dem Überfall der Druuf auf das Sol-System im Jahr 2044 hatte es unter den Kampfschiffen der Solaren Flotte nicht nur Totalausfälle gegeben; unter den größeren Einheiten gab es einige Schiffe, die aufgrund schwerer Beschädigungen eigentlich aufgegeben oder zu Frachtschiffen umgerüstet werden sollten. Im Fall des Schlachtkreuzers GOSHUN entschloß man sich jedoch zur Wiederherstellung. In Zukunft sollte die GOSHUN eine Besatzung bekommen, die bis auf die Führungsoffiziere jeweils komplett aus Kadetten bestand. So besitzt die GOSHUN als erster großer Ausbildungskreuzer der Solaren Flotte neben den leitenden Offizieren eine Besatzung von annähernd 1.000 Kadetten. An Bord dieses Schiffes können sämtliche Szenarien durchgespielt werden, auf die die zukünftigen Raumfahrer vorbereitet sein sollten. Erstmals können im freien Raum auch umfangreiche Beiboot-Manöver erprobt und Langzeiteinsätze durchgeführt werden. Darüber hinaus bleibt die GOSHUN aber auch Teil der regulären Flotte. Sie wird daher mit Missionen leichterer Natur betraut, und mancher Kadett landet mit diesem Schiff beispielsweise erstmals auf den arkonidischen Synchronwelten, dem Herz des arkonidischen Imperiums, wo man Angehörigen unterschiedlichster Völker begegnen kann. (Anmerkung: Die Angaben über Schulungs-Zerstörer und -Kaulquappen stammen aus dem ersten Zyklus. Das Auswechseln von untergeordnetem Abteilungspersonal ergibt sich ebenfalls aus einigen Angaben dieser Zeit. Die Existenz der GOSHUN ergibt sich aus TB-5 mit einem Handlungszeitraum um das Jahr 2050. Die "Entstehungsgeschichte" dieses Schiffes stellt dagegen reine Spekulation dar.)

Flaggschiffe:

Datenlücke

Im 30. Jahrhundert wurde mit der CREST XII die Benennung nach dem Arkoniden aufgegeben. Die weiteren Flaggschiffe bekamen individuelle Namen (INTERSOLAR, MARCO POLO; PR-2126, Seite 40)

Planetoidenstützpunkte:

Mit dem Beginn des 21. Jahrhunderts beginnt das Solare Imperium mit der Einrichtung einiger Stützpunkte auf heimatlosen Planetoiden, die durch den Weltraum treiben. Sie dienen verschiedenen Zwecken, vor allem auch der Unterbringung von einsatzbereiten Kolonistenschiffen. Diese sollen, sobald die Erde ihr bislang betriebenes Versteckspiel mit den galaktischen Mächten aufgegeben hat, eingesetzt werden. (Anmerkung: Dies wäre im Jahr 2044 der Fall. Bisher liegen aber keine weiteren Berichte über diese Stützpunkte vor.)

Basis 9 - Dabei handelt es sich um den einzigen bislang bekannten Planetoidenstützpunkt. Er existiert wenigstens seit dem Jahr 2035, denn in diesem Jahr wurde hier das fertiggestellte Kolonistenschiff PROSPERITY abgestellt. Erst im Jahr 2040 kommt es schließlich zum Einsatz. Die galaktische Position des Stützpunktes ist unbekannt.

Bekannte Schiffstypen

Superschlachtschiff:

Als die DRUSUS, das neue Flaggschiff der Solaren Flotte, fertiggestellt wird, weist sie bereits einige Veränderungen gegenüber dem arkonidischen Vorbild auf. Neben der Ausstattung mit den beiden Fiktivtransmittern wurde besonderes Augenmerk auf die Belastbarkeit der Energieerzeuger gelegt. Zwar liegt die Abwehrkapazität des terranischen Schutzschirmes nicht höher als die des arkonidischen Modells, doch fallen überbeanspruchte Aggregate wesentlich später aus - im Gefecht könnte ein Schiff wie die DRUSUS damit trotz bis zur Grenze belasteter Schirmfelder wohl eine Breitseite mehr anbringen, als ein arkonidisches Superschlachtschiff. Darüber hinaus besitzt die DRUSUS einen von den Swoon eigens für das Flaggschiff entwickelten Ortungsschutz, womit die Entdeckung des Superriesen so gut wie unmöglich wird. (Anmerkung: Aus der Handlung ergibt sich nicht, ob dieser Ortungsschutz später in die Serienproduktion eingeht. Daher wird vorläufig angenommen, daß es sich um eine Spezialanfertigung für das Flaggschiff handelt.)

Schlachtschiff:

[PR-Glossar 2439] STARDUST II, ein Schlachtschiff der IMPERIUMS-Klasse und das erste große arkonidische Raumschiff der Terraner. Das 800 Meter durchmessende Kampfraumschiff erbeuteten die Terraner 1975 von den Topsidern, die auf ungeklärte Weise in seinen Besitz gekommen waren und es dazu verwendeten, das Wega-System heimzusuchen. Zur STARDUST II gehörten zwölf Ultraleichtkreuzer der GOOD HOPE-Klasse als Beiboote.

Nach Umrüstungen in den Jahren 1985 und 1989 wird das bislang einzige Schlachtschiff der Solaren Flotte, die STARDUST II, im Jahr 2036 noch im Bereich der Beibootflottille auf den neuesten Stand gebracht. Und nun beginnt man auch mit der Produktion weiterer Einheiten, da schwere Trägerschiffe dringend benötigt werden. Dennoch erreicht die Produktionskapazität vorläufig nicht annähernd diejenige der schwersten Einheiten.

Die STARDUST II bleibt trotz ihrer Anpassungen noch rund elf Jahre ein Relikt aus alten Tagen. Die Deckverteilung innerhalb der Schiffszelle, Aggregathallen, Hangars und teilweise auch die Statik entsprechen nicht jenen Standards, welche die Solare Flotte etwa von den Konstruktionen der SOLAR-Klasse her gesetzt hat - oder in den Neubauten der STARDUST-Klasse realisiert. Obwohl dies an der Kampfkraft des früheren Flaggschiffes nichts ändert, erfolgt im Jahr 2047 auch hier eine Anpassung. Die STARDUST II wird als "Dienstfahrzeug" zur terranischen Botschaft auf Arkon abgestellt, und im Rahmen dieser Aktion kommt es zu einem längeren Werftaufenthalt auf der Rüstungswelt Arkon III. Die grundlegenden Umbauten, die hier vorgenommen werden, hätten im Sol-System monatelang eine Werft blockiert - im Arkon-System ist es dagegen nur eine Frage des Geldes.

Mit der Sammelbezeichnung Schlachtschiff werden zur aktuellen Handlungszeit (1311 NGZ) terranische Kugelraumschiffe mit 800 Metern Durchmesser bezeichnet.

In der aktuellen PERRY RHODAN-Handlung setzt die Flotte der Liga Freier Terraner in dieser Kategorie vor allen Dingen die NOVA-Klasse ein, die durch die neue, mit Aagenfelt-Generatoren ausgerüstete WÄCHTER-Klasse ergänzt wird [PR-Glossar 2096].

Schlachtkreuzer:

Trotz der hervorragenden Eigenschaften der Schlachtkreuzer muß die Produktion anfangs gering bleiben - noch steht keine Industrie wie etwa auf Arkon III zur Verfügung. Dennoch bilden die Schlachtkreuzer nach Rückkehr der Erde auf die galaktische Bühne im Jahr 2040 ein nicht zu unterschätzendes Machtpotential.

Leichter Kreuzer:

In der PERRY RHODAN-Serie verbirgt sich hinter dem Begriff Leichter Kreuzer die Sammelbezeichnung für terranische Kugelraumschiffe mit 100 Metern Durchmesser. Dabei gibt es natürlich verschiedene Arten von Leichten Kreuzern; zur aktuellen Handlungszeit gibt es innerhalb dieser Kategorie die STÄDTE-, STAATEN-, PLANETEN-, CERES- und VESTA-Klasse.

Im Jahr 1990 beginnt auf der Erde die Produktion der Leichten Kreuzer, Aufklärungsraumern mit 100 Metern Durchmesser. Sie dienen in erster Linie der Überwachung der Grenzen des neu gegründeten Solaren Imperiums, aber auch der Überwachung der Vorgänge im Kugelsternhaufen M-13.

Die Leichten Kreuzer der STÄDTE-Klasse wurden nicht für offensive Zwecke konzipiert, sondern sind spezialisiert auf "Heimlichkeit"; übliche Taktik ist es, nach Erreichen des Einsatzgebietes die meisten Maschinen abzuschalten und zu beobachten. Im Falle eines Angriffes soll der Kommandant eines solchen Schiffes möglichst schnell verschwinden, um die gewonnenen Informationen ins Sol-System bringen zu können. Daher wurde die Antriebssektion so verändert, daß vom Kaltstart der Triebwerke bis zur vollen Manövrierfähigkeit weniger als acht Minuten vergehen. Die erforderlichen Aggregate für einen Hypersprung sind sogar in nur 30 Sekunden einsatzbereit.

Im Jahr 2031 wird die Beibootausstattung der STÄDTE-Klasse verändert. Die bisher mitgeführten Raumjäger werden gestrichen, die Fluggleiter auf einen reduziert. Dafür nimmt man eine Gazelle an Bord, da dieser Fernaufklärer einen Leichten Kreuzer ideal ergänzt. Die neuen Kreuzer werden zunächst vornehmlich zur Unterstützung von terranischen Agenten auf dem Gebiet des Großen Imperiums eingesetzt, später auch an den Grenzen des Solaren Imperiums. Die bisher verwendeten Einheiten werden jedoch nicht umgerüstet.

(Anmerkung: Die bis dato nur geschätzten Angaben über Hyperfunkreichweite und Sprungweite werden in HC-7 durch die LOTUS bestätigt; hier ergibt sich eine Sprungweite von mind. 1.433 Lichtjahren und eine Funkweite von über 4.000 Lichtjahren. Die Angabe einer Gazelle als Beiboot wird aufgrund der noch vorhandenen Einheiten vor Produktionsbeginn der Space-Jet beibehalten, solange dies möglich ist. Die Angaben sind diesbezüglich gerade bei Leichten und Schweren Kreuzern ohnehin meist widersprüchlich.)

Im Jahr 2042 wird dank der Unterstützung der Swoon der erste STÄDTE-Kreuzer fertiggestellt, der über ein verbessertes Hypertriebwerk verfügt, wodurch sich seine Sprungweite von 1.500 auf 3.000 Lichtjahre verdoppelt. Alle anderen technischen Daten bleiben gleich, die bis dahin vorhandenen Einheiten werden nach und nach umgerüstet, da ohnehin die neuen Eigenfrequenzdämpfer installiert werden müssen.

Schneller Kreuzer:

Mitte des Jahres 2043 beginnt die Produktion einer neuen Reihe von Leichten Kreuzern. Es handelt sich dabei um blitzschnelle Aufklärer, deren Panzerung und Bewaffnung zugunsten der überdimensionierten Triebwerke und Kraftstationen arg vernachlässigt werden mußte. Diese Aggregate besitzen eine Größe, die zwischen denen der Schweren und der Schlachtkreuzer liegt. Trotzdem sind die Schiffe mehr als nur ein Kompromiß; ihre Aufgabe ist klar umrissen. Sie sind in der Lage, unerhört schnell aufzutauchen, aktiv zu werden, und schnell wieder zu verschwinden. Dabei kann die durchgeführte Aktion ebensogut in einer Breitseite bestehen, wie auch darin, Einsatzkommandos auszusetzen. Die Schnellen Kreuzer sind damit Fernaufklärer im eigentlichen Wortsinn. Je nach Auftrag können die Raumtorpedos der Standardausstattung auch gegen einige Shifts ausgetauscht werden.

Die hundert Meter durchmessenden Kugelraumer besitzen nur dünne Schutzschirme, dafür steht jedoch ein Beschleunigungsvermögen von 1.000 km/sec˛ zur Verfügung. Damit sind sie allen bislang bekannten Schiffen anderer Milchstraßenvölker und auch der Druuf weit überlegen. Mit Notleistung kann dieser Wert sogar auf 1.008 km/sec˛ gesteigert werden. (Anmerkung: Diese Angabe beruht auf einer Aussage in HC-9 beim ersten Einsatz der CALIFORNIA. Dabei wurde noch davon ausgegangen, daß 1 g = 1 km/sec˛ bedeutet.) Um diese Leistungen erreichen zu können, enthalten vier der fünf großen Laderäume ausschließlich Tanks für die Stützmassenvorräte. Pro Sekunde verbraucht ein solches Schiff immerhin etwa 45 Tonnen Wismut, das nach seiner Einspritzung in die Impulskonverter ein besonders dichtes und schubstarkes Plasma ergibt. Zusätzlich zu ihren enorm starken Impulstriebwerken verfügen diese neuen Kreuzer der Solaren Flotte auch über Plasmatriebwerke zur Lagekorrektur; für Start oder Landung genügen sie jedoch nicht.

(Anmerkung: Die Angabe in HC-9 und später, diese STAATEN-Klasse besäße 150 Mann Besatzung, ist für ein derartiges Schiff eindeutig zu hoch gegriffen. Sie wird daher als Stammbesatzung der normalen Leichten Kreuzer angenommen. Stattdessen werden 50 Mann als realistisch betrachtet.

Darüber hinaus wurden im Jahr 2044 auch einige technische Angaben gemacht, die im Verhältnis zu anderen Schiffstypen so nicht übernommen werden konnten. Beispielsweise eine Sprungweite von 8.500 Lichtjahren, viele Beiboote, Schutzschirme von derart schwacher Leistung, daß schon ein Raumjägergeschütz ausreichen würde, sie zu durchschlagen.)

Spezial-Kaulquappe:

Ausgehend vom Standardmodell des größten terranischen Beiboottyps wird im Jahr 2030 eine Variante mit überdimensioniertem Sprungtriebwerk gefertigt. Dieses Aggregat verfügt über eine Sprungweite von 1.500 Lichtjahren, also immerhin den dreifachen Wert der üblichen Ausstattung. Es werden nur wenige Einheiten produziert; gerade genug, um die großen Trägerschiffe mit jeweils einer dieser Einheiten ausrüsten zu können, und noch einige für Sondereinsätze zur Verfügung zu haben. Die Idee, die hinter dieser Konstruktion steckt, ist folgende: Oft genug gibt es Fälle, in denen bei Einsätzen von Schlacht- oder Superschlachtschiffen wichtige Nachrichten anfallen, deren Übermittlung man nicht dem Hyperfunk anvertrauen will. Oder es sollen Personen oder kleinere Frachten transportiert werden. Genau für diesen Zweck kann man dann auf die Spezial-Kaulquappe zurückgreifen. Äußerlich unterscheidet sie sich kaum vom Standardmodell. Die Bewaffnung ist identisch, lediglich die Beibootausstattung wurde reduziert. Die Zentrale bildet einen etwas ungewohnten Anblick; der Kommandostand befindet sich hier auf einer mehrere Meter hohen, von einem Geländer begrenzten Empore, zu der eine Treppe hinaufführt.

(Anmerkung: Die Existenz eines solchen Typs ergibt sich zunächst aus der Handlung um die Swoon im Jahr 2040, als ein solches Beiboot ausgesandt wird, um weitere Superschlachtschiffe zur Verstärkung zu holen. Im Jahr 2043 ergeben sich durch die FAUNA weitere Hinweise auf die Existenz eines Sondermodells mit hoher Reichweite und reduzierter Besatzung. Die dortige Angabe von etwa 2.500 Lichtjahren Sprungweite kann technisch aber nicht umgesetzt werden, da dies weitere Einschränkungen mit sich bringen würde, etwa bei der Bewaffnung. Dadurch würde eine solche Konstruktion aber nicht mehr sinnvoll sein.)

Kaulquappe:

Der Schutzschirm dieses bereits seit den Zeiten der Dritten Macht verwendeten Beibootes besitzt einen Durchmesser von fast 200 Metern. Die Reaktoren liefern eine Leistung von rund 27.000 Megawatt.

Zerstörer-Space-Jet:

Mit der Serienproduktion dieser Geheimkonstruktion eines kompakten, schnellen Kampfschiffes wird im Jahr 2045 begonnen; selbstverständlich werden die im Jahr 2044 hergestellten Prototypen dem Endmodell angepaßt und ebenfalls weiterverwendet.

Diese Space-Jet stellt eine Kombination der Technologien und Erfahrungen aus dem Einsatz verschiedener Modelle der Solaren Flotte dar. Dazu gehören neben dem Raumjäger, dem Zerstörer, den Gazellen und Space-Jet’s auch die Schnellen Kreuzer der STAATEN-Klasse.

Die Zerstörer-Variante hat - wie auch die weiterhin produzierte Standard-Space-Jet - einen Durchmesser von 35 Metern. Sie kann auch bei Überlicht-Manövern einwandfrei von nur einem Piloten über das Hufeisen-Schaltpult beherrscht werden. Im Kampf sind allerdings zwei Mann Besatzung unbedingt erforderlich, da die Geschützbedienung volle Konzentration erfordert. Als Bewaffnung dient ein in Flugrichtung starr eingebautes Impulsgeschütz, sowie sechs kleinere Geschützkuppeln auf der Oberseite der Diskushülle. Zur Übernahme des vom Raumjäger bekannten, starren Geschützes entschied man sich, weil dieses eine höhere Treffgenauigkeit aufweist. Es ist erforderlich, mit dem ganzen Schiff zu zielen, während eine drehbare Geschützkuppel zusätzlich dem Einfluß des sich bewegenden Schiffskörpers unterliegt.

Probleme bereitete den Konstrukteuren der Antrieb des Schiffes. Da das überschwere Impulsgeschütz die Flug- und Kampfausrichtung des Schiffes klar definiert, mußte bei den Triebwerken ein völlig neuer Weg eingeschlagen werden. Erste Prototypen enthielten noch starke Ringwulstaggregate. Die Umlenkung des Schubs in die richtige Richtung erforderte jedoch ein kompliziertes System, das schließlich als zu störanfällig und wartungsintensiv gestrichen wurde. Stattdessen ziert das "Heck" dieser Space-Jet nun die Ausströmöffnung eines großen Impulsaggregats. Damit läßt sich die Leistung eines STAATEN-Kreuzers von 1.000 km/sec˛ erreichen. Vier kleine Düsen im Ringwulst dienen der Lagekontrolle und besserer Manövrierfähigkeit. Dennoch besitzt dieser Zerstörer eine Schwäche - aus technischen Gründen ist die Stützmasseneinspritzung, die normalerweise bei 75 % der Beschleunigungsleistung einsetzt, bei der Schubumkehr nicht möglich. Die Verzögerung kann daher nur mit maximal 750 km/sec˛ erfolgen. (Anmerkung: Die gesamte Triebwerkskonstruktion basiert mit Ausnahme der Beschleunigungsleistungen (auch für die Verzögerung) letztlich nur auf Vermutungen und der Tatsache, daß die betreffenden Autoren sich bei Einführung dieses Modells niemals genauere Gedanken über den Antrieb gemacht haben. Ursprünglich geht die Handlung davon aus, daß lediglich vier Ringwulstaggregate zur Verfügung stehen, doch damit ließe sich die Geschützkonstruktion nicht vereinbaren.)

Ein weiteres Defizit betrifft die Tatsache, daß keine Traktorstrahler installiert werden konnten, was bei Verfolgungsjagden durchaus von Vorteil wäre. Und daß diese Space-Jet-Version für die Verfolgung konzipiert ist, wird an einer neuartigen Schaltung deutlich, die man der Hypersprung-Automatik hinzugefügt hat. Sie erlaubt eine Verfolgung durch den Hyperraum, ohne daß der Jäger erst auf den Eintauchimpuls des Flüchtenden warten muß, um dann hieraus dessen Zielkoordinaten zu errechnen. Vielmehr empfängt das Gerät schon bei Beginn der Transition entsprechende Hyperimpulse. Die Synchronautomatik arbeitet aber nur dann zuverlässig, wenn das gejagte Schiff nicht weiter als zehn Lichtjahre zurücklegt; darüber hinaus werden die ermittelten Werte zu ungenau. Die eigene Transition erfolgt 0,3 Sekunden nach der des Flüchtenden; dies ist die Zeitspanne, die die vollpositronische Automatik benötigt, um mit den georteten Energieechos die eigenen Sprungwerte festzulegen.

Der kleine Laderaum besitzt Klappschotten, um seinen Inhalt entlassen zu können, der meist aus einem Shift besteht. Je nach Einsatz kann sowohl der Typ des Shifts, wie auch die Fracht grundsätzlich stark variieren. (Anmerkung: Die Angabe, daß der Laderaum sich hinter der Zentralkabine befände, muß ignoriert werden. Denn bekanntermaßen liegt die Zentrale einer Space-Jet auf der oberen Polkuppel des Schiffes. Insgesamt wird sehr deutlich, daß die Beschreibung eigentlich auf einen akonischen Aufklärer hinweist, der aber erst in den Jahren ab 2102 auftaucht, und somit streng genommen nicht als Vorbild gedient haben kann.)

Trotz der höheren Kampfkraft besitzt auch die herkömmliche Space-Jet weiter ihre Berechtigung als Teil des terranischen Beiboot-Konzepts. Während die Zerstörer-Variante eindeutigen Kampfcharakter hat, ist die Space-Jet zur Unterstützung von Einsatzkommandos konzipiert. Sie transportiert auch umfangreichere Ausrüstung und besitzt Analyse- und Forschungseinrichtungen, die dem Zerstörer aus Platzgründen nicht zur Verfügung stehen.

Space-Jet:

Eine gründliche Überarbeitung der technischen Grundlagen für die bisher verwendeten Gazellen, Zerstörer und Raumjäger führt im Jahr 2030 zur Entwicklung dieses neuen Beiboottyps, der äußerlich der früheren Gazelle sehr ähnlich sieht. Die Abmessungen sind mit 35 bzw. 20 Metern nur geringfügig gewachsen.

(Anmerkung: In der Handlung von HC-7 ist im Rahmen der "Vernichtung der Erde" die Rede von Space-Jet's, die neukonstruierte Gazellen sein sollen. Tatsächlich gibt es aber keinerlei Hinweis darauf, welche Neuerungen eingeführt worden sein sollen. Bestenfalls dürften einige Systeme perfektioniert worden sein, die in den Prototypen vielleicht noch nicht wunschgemäß arbeiteten. Daher wurde die Einführung des ersten Space-Jet-Modells in das 21. Jahrhundert, noch vor Beginn des zweiten Zyklus im Jahr 2040 verlegt.)

Innerlich wurde dieser Beiboottyp einer gründlichen Renovierung unterzogen. Das Impulstriebwerk wanderte nach außen und bildet nun einen Triebwerksringwulst, vergleichbar den Kugelraumschiffen. Das Transitionstriebwerk befindet sich jetzt im Zentrum des Schiffes. Die übrige Verteilung der Anlagen ist gleich geblieben. Die Zahl der Teleskoplandestützen wurde auf sechs Einheiten erhöht, außerdem verfügt das Schiff nun über eine wesentlich größere Sprungweite.

Die Space-Jet wird - wie seit 2015 bei der Gazelle - auch als Privat-Version für reiche Unternehmer hergestellt. Da die Space-Jet wesentlich bessere Leistungsmerkmale aufweist, werden die Beibootflotten der Kugelraumer nach und nach ganz auf Space-Jet's umgestellt. Lediglich die Privatversion der Gazelle wird weiterhin produziert - die Space-Jet ist anfangs wesentlich teurer als ihr Vorgänger.

Auf der Zeichnung nicht zu sehen ist das Notaustiegsluk für den Fall der völligen Zerstörung des Laderaums.

Gazelle:

Im Jahr 2030 findet bereits eine leicht modernisierte Version der Gazelle Verwendung. Die Besatzung ist durch einen hohen Automatisierungsgrad auf fünf Personen für Standardeinsätze reduziert worden. Die Bewaffnung bleibt gleich, jedoch erhöht sich die Sprungweite des Transitionsantriebs auf fünf Lichtjahre. Das Hypertriebwerk ist nunmehr so ausgelegt, dass nach nur 30 Minuten Wartezeit ein Folgesprung möglich ist. Zu Lasten der Lebensdauer des Aggregates kann die Wartezeit auch auf fünf Minuten reduziert werden.

Mit dem Modell des Jahres 2042 wird endlich die gelungene starke Miniaturisierung der Sprungtriebwerke auch in die Gazelle integriert. Diese Technik bildet gleichzeitig die Grundlage für den Antrieb der Space-Jet und fand zuvor bereits teilweise Anwendung bei der Entwicklung der Privat-Gazelle. Alte Gazellen-Triebwerke werden in die Ausrüstung der Zerstörer einbezogen (siehe dort).

Privat-Gazelle:

Im 21. Jahrhundert beginnen erste Firmen der Erde mit dem Aufbau eigener Handelsstrecken in andere Sonnensysteme. Anfangs werden die Schiffe hierfür noch ausschließlich von den Werften der Solaren Flotte hergestellt.

Als erstes Standardmodell wird die Gazelle so umgebaut, daß sie für die zivile Raumfahrt einsetzbar ist. Dieses Modell aus dem Jahr 2038 kann notfalls von nur einem Mann gestartet und gelandet werden. Es gibt zwei unterschiedliche Varianten als komfortable Jacht und leichten Transportraumer. Allerdings unterscheiden sich die technischen Details nicht.

Da die Erde in dieser Zeit noch darauf angewiesen ist, ihre galaktische Position und selbst ihre bloße Existenz geheimzuhalten, verfügt die Privat-Gazelle nicht nur über einen Strukturkompensator; dieser wurde sogar noch erweitert, damit eine Transition bei Ausfall dieses wichtigen Geräts unter keinen Umständen möglich ist. Ein Abschalten des Kompensators ist außerdem nicht ohne Eingriff in die Maschinenanlage möglich.

Im Gegensatz zum von der Solaren Flotte verwendeten Fernaufklärer besitzt dieses Modell einen wesentlich stärkeren Hyperantrieb, der in einer Transition bis zu 120 Lichtjahre überwinden kann. Das Wiederaufladen der Sprunggeneratoren nach einer Nottransition nimmt aber mehrere Stunden in Anspruch, und während dieser Zeit ist das Boot nahezu hilflos.

Trotz des zivilen Charakters dieser Gazellenversion verfügt das Boot zumindest über ein Impulsgeschütz, außerdem ist natürlich ein Schutzschirm vorhanden. Dieser besitzt jedoch keine Gefechtsstärke. (Anmerkung: Die Stärke des Schutzschirmes ergibt sich aus TB-201, wo ein Geschütz eines 300-Meter-Springerraumers ausreicht, um den Schutzschirm der Privat-Gazelle zum Zusammenbruch zu bringen.)

Nahaufklärer:

Hierbei handelt es sich um eine Konstruktion aus dem Jahr 2048, die auf dem Fernaufklärer "Gazelle" beruht. Der Nahaufklärer ist jedoch kleiner und verfügt über kein Überlichttriebwerk. Das Schiff stellt gewissermaßen ein Experiment der Solaren Flotte mit Kleinst-Beibooten dar. Es wurde entwickelt, um in Hangars, die normalerweise für Shifts oder ähnliche Beiboote vorgesehen sind, bei Bedarf ein voll raumtaugliches, schnelles Beiboot unterbringen zu können - etwa auch in allein operierenden Kaulquappen. (Anmerkung: Die Angabe des Jahres 2048 stellt nur eine Vermutung dar; erwähnt wird die Konstruktion erstmals in TB-5, dessen Handlung etwa im Jahr 2050 spielt.)

Der geduckte Rumpf des Nahaufklärers landet auf nur drei Teleskopstützen, der kleine Einstieg liegt seitlich. In der vergleichsweise winzigen Zentrale, die durch ein Panzerschott vom Rest des Schiffes getrennt wird, können alle Kontrollen von nur einem Piloten bedient werden. Insgesamt bietet das Schiff fünf Personen Platz. Trotz der Winzigkeit des Schiffes mit seinem Durchmesser von nur 18 Metern ist der Nahaufklärer aber relativ schwer bewaffnet - es stehen je zwei Impuls- und Desintegratorgeschütze zur Verfügung. (Anmerkung: Aufgrund fehlender Angaben in TB-5 konnte die Größe des Schiffes nur geschätzt werden.)

Das Innere des Schiffes ist naturgemäß nicht auf einen längeren Aufenthalt vorbereitet; es gibt daher keine einzelnen Kabinen oder vergleichbare Einrichtungen wie in einer Standard-Gazelle oder größeren Einheiten. Als Funkgerät dient ein Hyperkom mit einer Reichweite von immerhin 50 Lichtjahren - ausreichend, um im Notfall das Mutterschiff zu erreichen. Allerdings hielten es die terranischen Konstrukteure nicht für erforderlich, dieses Funkgerät mit dem bei größeren Einheiten üblichen Aggregat zur Bündelung von Funkwellen auszustatten. Ein Notruf sollte daher nur abgesetzt werden, wenn nicht die Gefahr besteht, durch einen solchen Rundruf feindliche Schiffe anzulocken. (Anmerkung: Die ursprüngliche Angabe aus TB-5, die die Reichweite des Funks mit 60.000 Lichtjahren angibt, wird als Fehler angesehen und wurde auf ein realistisches Maß reduziert. Als Vorbild gilt das Gerät der normalen Gazelle.)

Da der Nahaufklärer lediglich eine Lücke innerhalb der Solaren Flotte füllen sollte, wurde er nie in großen Stückzahlen produziert. Er zählt auch nicht zu den Standardbeibooten größerer Kriegsschiffe oder anderer Einheiten.

Zerstörer:

Mit der Einführung der Space-Jet's stehen nun auch kompakte und dennoch sehr leistungsfähige Transitionstriebwerke zur Verfügung. Aus diesem Grund kann nun daran gedacht werde, auch die Zerstörer damit auszurüsten. Gleichzeitig verliert der Zerstörer damit einen seiner Hauptnachteile, obwohl die Sprungweite nur drei Lichtjahre beträgt.

Doch wenn die Überarbeitung der Konstruktion bereits bis ins Jahr 2037 dauerte, so gestaltet sich die Umrüstung der vorhandenen Zerstörer auf die neue Ausrüstung noch schwieriger. Die Produktion "alter" Modelle wird bereits Ende 2030 eingestellt, da die Entwicklung des neuen "G-Zerstörers" bereits fest eingeplant ist. Aber erst im Jahr 2041 beginnt der Umbau der vorhandenen Zerstörer auf die neue Technik.

(Anmerkung: In PR-51 ist die Rede von einem "Touren-Boot", dessen Ausstattung - schwere Bewaffnung und gute Manövrierfähigkeit im Raum und in dichter Atmosphäre - sehr an den Zerstörer erinnert. Springerpatriarch Rohun bezeichnet dieses Boot von John Marshall außerdem als "kleines Schlachtschiff"; das ist zwar übertrieben, doch im Verhältnis zu den nur leicht bewaffneten Händlerschiffen erscheint die Angabe zumindest interessant. Daß dieses Tourenboot überlichtschnell ist, ergibt sich aus der Tatsache, daß Rohuns Schiff etwa 40 Lichtjahre von Tolimon entfernt ist, als er einen seiner Untergebenen damit beauftragt, das Schiff nach Tolimon zu fliegen.

In HC-10 erfolgt außerdem eine Alarmierung der terranischen Zerstörerverbände - da jedoch kein anderes Modell eines Zerstörers bekannt ist, kann nunmehr als sicher angenommen werden, daß die Zerstörer überlichtschnell sind. Ansonsten würde die Benachrichtigung der Mutterschiffe sinnvoller sein.

In TB-5 ist die Rede von "Zwei-Mann-Zerstörern der Raumpatrouille". Der Handlung nach müßten diese etwa seit 2047 oder 2048 existieren. Da auf eine solche Konstruktion jedoch in der Folgehandlung bis zum MdI-Zyklus nicht mehr eingegangen wird, werden die Angaben vorläufig ignoriert. Möglicherweise wurden nur normale Zerstörer nunmehr gewöhnlich von zwei Personen besetzt. Auch der Begriff "Raumpatrouille" wird nicht näher erläutert.)

Shift:

Im Jahr 2002 erfolgt eine komplette Neukonstruktion des Shifts. Zunächst ging man an die Verbesserung der aerodynamischen Eigenschaften des Fahrzeugs. Die beim bisherigen Modell sehr bullig ausgefallenen Flügelkonstruktionen wichen zwei schlanken Tragflächen, die aber selbstverständlich die gleiche Tragfähigkeit aufweisen. Die Raupenketten wurden verkürzt, um bei reinen Bodeneinsätzen noch bessere Beweglichkeit zu erzielen. Eine bessere Manövrierfähigkeit wurde aber auch für den Flugbetrieb erreicht. Die veraltete Multi-Impulsaggregat-Konstruktion ersetzten die Konstrukteure durch ein modernes Einzeltriebwerk mit Schubumkehr, dem eine Reihe von Bremstriebwerken und Zusatzboostern beigestellt wurde. Stark verbessert wurden auch die Ortungseinrichtungen des Fahrzeugs. Die kleine Mannschleuse wurde vom Bug weiter in die Mitte unter die Flügel des Shifts verlegt, wovon man sich ein höheres Maß an Sicherheit für die Besatzung verspricht.

Durch die Fortschritte der terranischen Ingenieure ist es gelungen, den Shift nun mit einer Maximal-Beschleunigung von 320 km/sec˛ auszustatten. Diese Leistung wird allerdings nur kurzzeitig durch Zuschalten der Zusatzbooster erreicht, was dann eine Verschlechterung der Manövrierfähigkeit zur Folge hat. Doch im Gegensatz zu einem echten Raumschiff wirkt sich dies in der Praxis kaum aus. Die Dauerbeschleunigung liegt weiterhin bei 200 km/sec˛.

Die Zeichnung zeigt den neuen Shift mit nur einem Impulsgeschütz; es gibt jedoch ein zweites Modell, das über zwei weitere Geschütze verfügt, die aus den konventionellen Waffensystemen beliebig gewählt werden können. Normale Ausstattung ist hierbei ein Desintegrator und eine Thermokanone.

Nach und nach werden die alten Shifts nun durch neue Modelle ersetzt, wobei die nur mit einem Geschütz ausgestatteten Einheiten bevorzugt als Ausrüstung an Schiffe gehen, die selbst Beiboote sind (z.B. Kaulquappen und Gazellen). Dennoch werden die alten Einheiten noch nicht verschrottet; mit ihnen werden Stützpunkte und Kolonien ausgerüstet.

(Anmerkung: In HC-9 wird davon ausgegangen, daß ein terranischer Shift über schießscharten-ähnliche Öffnungen für schwere Gewehre verfügt. Außerdem wird in HC-9, wie auch an anderen Stellen, davon ausgegangen, daß der Shift über eine Ladefläche verfügt. Aufgrund der Rißzeichnungen scheinen beide Angaben jedoch nicht korrekt zu sein. Sie werden daher - zumindest vorläufig - ignoriert.)

Last-Shift:

Im Jahr 2050 findet ein neues Modell des Shifts Verwendung, das reinen Last-Aufgaben dient. Es handelt sich um eine bucklige Konstruktion mit großer Ladefläche und einem Gewicht von 80 Tonnen, die gerne zum Aufbau von Stützpunktanlagen verwendet wird. Wie die normalen Shifts bewegen sie sich auf Gleisketten vorwärts, besitzen jedoch keine anderen der üblichen Einrichtungen, und sind auch nicht weltraumtauglich. Es gibt daher auch keine echte Schleuse, sondern nur eine Luke am Heck. (Anmerkung: Der Last-Shift entstammt den Angaben von TB-5. Dort wurde jedoch die hierfür falsche Bezeichnung "Schildkröte" verwendet, die eigentlich einen reinen Kampfpanzer definiert. Da es sich nicht um eine Standardausrüstung von Schiffen der Solaren Flotte handelt, geht der Last-Shift nicht in die Werte- und Produktionstabelle ein.)

Spezialforschungsraumer:

Obwohl die Forschungskreuzer der 100-Meter-Reihe seit 1986 in Serie produziert werden, gibt es wissenschaftliche Herausforderungen, die spezieller Raumfahrzeuge bedürfen. Daher werden im Lauf der Zeit verschiedene Einzelstücke hergestellt, die eigens für ganz spezielle Einsatzzwecke konzipiert sind, während die normalen Forschungskreuzer Multifunktionsfahrzeuge darstellen.

Eines dieser Schiffe ist im Jahr 2086 die LAKEHURST. Ebenfalls aufgebaut auf der Zelle eines Leichten Kreuzers von 100 Metern Durchmesser verfügt sie über eine Besatzung von 218 Mann. Ihr Spezialgebiet ist die Erforschung von Planeten mit überhoher Schwerkraft, wie etwa dem 14. Planeten des Wega-System. Tatsächlich kommt die LAKEHURST auch auf dieser "Gol" genannten Welt zum Einsatz, wird dort jedoch im Jahr 2086 zerstört. Gol war der einzige Einsatzort der LAKEHURST, denn sie wurde eigens hierfür konstruiert.

Um der mörderischen Schwerkraft von 916 g auf Gol widerstehen zu können, wurde das Schiff mit leistungsstarken Generatoren ausgerüstet, die eine Leistung von etwa 430.000 Megawatt erzeugen - zum Vergleich: Ein Schwerer Kreuzer der Solaren Flotte benötigt nur etwa die Hälfte dieser Energie für seinen Betrieb. Darüber hinaus führt das Schiff Spezialfahrzeuge für jeweils fünf Mann Besatzung mit sich, die ebenfalls den speziellen Anforderungen des Planeten Gol angepaßt sind. Auf eine Bewaffnung mußte aufgrund des Platzbedarfs für die Generatoren und leistungsstarken Schwerkraftneutralisatoren jedoch verzichtet werden. (Anmerkung: In TB-2 finden sich keine Angaben über die Größe der LAKEHURST, daher wurde die Größe der seit 1986 verwendeten Forschungskreuzer übernommen. Eine größere Bauform ist kaum möglich, da dies die Konstruktion der nachfolgenden URANUS überflüssig gemacht hätte.)

Da die Zerstörung der LAKEHURST nicht geklärt werden konnte, beschloß die Solare Administration den Bau eines weiteren, noch leistungsstärkeren Forschungsraumers, der das Schicksal der LAKEHURST aufdecken und endlich die Geheimnisse des Planeten Gol lüften sollte. So entstand die 200 Meter durchmessende URANUS.

Die URANUS unterscheidet sich in vielfacher Hinsicht von den bis dahin eingesetzten und in Serie produzierten Forschungskreuzern der Solaren Flotte. Erster Anhaltspunkt ist dabei schon die Baugröße - die URANUS stellt im Jahr 2093 das größte Forschungsfahrzeug der Terraner dar. Ein Großteil des Volumens wird - ähnlich wie bei der LAKEHURST - von leistungsstarken Energieerzeugern, Projektoren und Sicherungssystemen eingenommen, denn immerhin stellt die Landung auf einer Welt wie etwa dem Riesenplaneten Gol ein enormes Risiko für die Besatzung dar - ein Ausfall der Schwerkraftregulierung würde den sofortigen Tod der Mannschaft bedeuten. Darüber hinaus besitzt die URANUS alle Einrichtungen und Geräte, die ein Stab von Experten im Lauf der Konstruktionsarbeiten für nützlich und wirksam erachtet hat. 470 Menschen, viele davon mit hochqualifizierter wissenschaftlicher Ausbildung, bilden die Besatzung dieses teuren Schiffes, das bei seinem ersten Einsatz auf Gol noch unter dem persönlichen Kommando von Perry Rhodan und Reginald Bull steht.

Eines der wichtigsten Bestandteile der Ausrüstung der URANUS sind die sog. "Golomobile", von denen die URANUS zwölf Stück mitführt. Sie bestehen bis ins kleinste Detail aus Metallplastik und sehen umgestülpten Tellern nicht unähnlich. Der Tellerrand schwebt dabei gewöhnlich einen Meter über der Oberfläche, aber der Antigravgenerator ermöglicht es diesen Fahrzeugen auch, sich selbst auf einer Schwerkrafthölle wie Gol in größere Höhen zu begeben, wenn dies erforderlich sein sollte. Die Hälfte des Fahrzeugvolumens wird von der Schleuse und den Geräten eingenommen, die die feindliche Umwelt auf verschiedenste Arten von den Insassen fernhalten. Angesichts der gewaltigen Aufgabe erscheint dieser Platzbedarf aber immer noch recht gering. Drei bis fünf Mann bilden normalerweise die Besatzung. (Anmerkung: Die Angabe, daß die URANUS zwölf Golomobile mitführt, beruht auf einer Schätzung; in der Handlung von TB-2 lassen sich wenigstens acht tatsächlich nachweisen, es existiert aber kein Hinweis darauf, daß dies alle gewesen wären - und dies wäre angesichts der besonderen Situation zweifellos angebracht gewesen. Es wird daher von zwölf Einheiten ausgegangen.) Mehrere Golomobile sind auch in der Lage, sich zusammenzuschließen. Dazu fahren sie im Bereich ihrer Schirmfelder zwei Meter lange, starre Verbindungsschläuche aus ihren Tellerbäuchen aus und verbinden diese miteinander. Danach bilden die Fahrzeuge eine Einheit und erzeugen ein gemeinsames Schirmfeld, das alle verbundenen Mobile umfaßt. Aus dieser großen Kuppel kann danach die giftige Planetenatmosphäre abgepumpt und durch atembares Gas ersetzt werden. Hier können sich Menschen dann ebensogut aufhalten, wie im Innern der Golomobile, was naturgemäß viele Forschungsarbeiten erleichtert bzw. manche erst möglich macht.

Darüber hinaus wurden - ebenfalls eigens für die Gol-Expedition - spezielle Schutzanzüge entwickelt. Mit diesen Konstruktionen ist es Menschen möglich, sich auch ohne Fahrzeug auf der Oberfläche der Riesenwelt zu bewegen. An sich verdienen sie die Bezeichnung "Anzug" kaum, denn man ähnelt darin einem knapp zwei Meter hohen, quadratischen Klotz mit einem unförmigen, kugelartigen Aufbau, in dem der Kopf steckt. Dennoch bietet der Schutzanzug seinem Träger erstaunlich viel Bewegungsfreiheit, und als Handersatz dienen Arme mit Klauen aus Metallplastik. Konstruktionsbedingt muß der Antigrav aber schon beim Anlegen aktiviert sein, da die Last des Anzugs den Träger sonst fast zu Boden drücken würde.

Kolonisationskreuzer:

Das Projekt "Prosperity" wurde vom Finanz- und Wirtschaftsminister des Solaren Imperiums, Homer G. Adams, bereits in den 30er Jahren des 21. Jahrhunderts ins Leben gerufen. Es handelt sich dabei um ein speziell konstruiertes Kolonisationsraumschiff, dessen Entwicklung und Ausrüstung Unsummen verschlang. Ziel war es, mit einem solchen Schiff eine geeignete Siedlungswelt anzufliegen und so schnell wie möglich autark zu machen. Zu dieser Zeit galt die Erde noch als vernichtet, ihre galaktische Position war Staatsgeheimnis. Versorgungsflüge zu der jungen Kolonie hätten nur eine ganze Schar von Interessenten angelockt. Nach Adam's Vorstellungen sollte die Kolonie sich aber im Verborgenen entwickeln, und erst dann in die Öffentlichkeit treten, wenn es bereits unmöglich wäre, sie im Handstreich zu nehmen.

Im Jahr 2035 wird das erste und bislang einzige Modell dieser Klasse fertiggestellt. Es handelt sich um einen Kugelraumer von 200 Metern Durchmesser, der sich allerdings grundlegend von den üblichen terranischen oder arkonidischen Konstruktionen dieser Zeit unterscheidet. Das Schiff ist in drei selbständige Teile gegliedert: Je zwei Halbkugeln, die den zukünftigen Kolonisten als vorläufige Basis ihrer jungen Zivilisation dienen, und ein Mittelteil. Dieser Teil enthält auch das Transitionstriebwerk und soll nach der Landung der beiden Kuppeln, die man nur NORD und SÜD nennt, als Satellit den Zielplaneten umkreisen - als Relaisstation für den Hyperfunkverkehr zur Erde.

Betrachtet man die Konstruktion als Ganzes, so stellt sich die SÜD-Kuppel als auf dem Kopf stehend dar, was durch moderne Technik aber keine Probleme bereitet. Alle drei Sektionen werden durch einen zentralen Antigravschacht verbunden, der als einziger durch alle drei Teile führt. Die Kuppeln besitzen eigene Korpuskulartriebwerke, die sie nach Sprengung der Halteklammern befähigen, selbständig zu landen. Interstellare Geschwindigkeiten lassen sich damit allerdings nicht erreichen - das wäre auch wenig sinnvoll. Die Hauptarbeit bei der Landung erledigt das Antigravsystem. Auch an knapp meterhohe, teleskopartige Landestützen wurde in beiden Kuppeln gedacht. Dagegen wurde auf den Einbau von Landestützen für die Gesamtkonstruktion verzichtet. Vor dem Start wird das Schiff von außen durch ein Gewirr aus Metallstreben in seinem Hangar festgehalten, und später werden solche Stützen nie mehr nötig sein.

Die technische Ausrüstung des Kolonistenraumers ist perfekt. Von der Sicherheitsnadel über Fertigteile für Unterkünfte bis zu Medo- und Kampfrobotern wurde an alles gedacht. Auch einige unbewaffnete Gleiter zählen zur Ausstattung. Und um der Vermehrung der Kolonisten nach der Landung auf dem Zielplaneten ein wenig nachzuhelfen, beschritt man einen ungewöhnlichen Weg. In zahllosen Kühlfächern ruhen menschliche und auch tierische Keimlinge, die zu gegebener Zeit zu vollausgebildeten Wesen heranreifen können. Eine Bevölkerung auf Abruf gewissermaßen. Selbstverständlich führt die PROSPERITY auch tonnenweise Saatgut verschiedenster Art mit, damit die Siedler möglichst frühzeitig von der eingelagerten Konzentratnahrung unabhängig werden.

Die Vielzahl der Bewerber mit vergleichbarer Qualifikation für das Projekt Prosperity zwang Homer G. Adams dazu, schließlich dem Los die Auswahl zu überlassen. In Folge davon finden sich unter den Kolonisten die verschiedenartigsten Charaktere. Als Ende des Jahres 2040 die PROSPERITY schließlich startet, wird sie an ihrem ursprünglichen Ziel, dem Planeten Simon's Corner, von Springerschiffen angegriffen und kann sich nur durch eine Nottransition in das Oasissystem retten. Es ist nicht bekannt, ob noch weitere Kolonistenschiffe diesen Typs gebaut wurden.

Ferntransporter:

Diese ab dem Jahr 2025 produzierten Frachtschiffe haben einen Durchmesser von 1.000 Metern und eine Besatzung von 150 Mann - und stellen damit lange Zeit die größten Frachtschiffe dar, über die die Solare Flotte verfügt. Notwendig wurden diese Schiffe aufgrund des sich räumlich immer weiter ausdehnenden Solaren Imperiums. Die 300 Meter durchmessenden Raumfrachter waren teilweise einfach nicht mehr in der Lage, mit einem Flug die vielen Ausrüstungsgegenstände, Fahrzeuge und Siedler auf eine Welt zu bringen, die als neue Kolonie freigegeben wurde. Aber auch der Verkehr zu anderen Sonnensystemen wurde immer intensiver und schließlich war den Planern im Flottenstab klar, daß die Erde ihr Versteckspiel nicht ewig würde aufrecht erhalten können. Für diesen Tag wollte man auch bezüglich der Transportkapazitäten gerüstet sein. Gelegentlich werden derartige Raumer auch für den Transport von Deportieren verwendet.

Die Ferntransporter sind für großes Frachtaufkommen und 30.000 Passagiere konzipiert. Sie operieren normalerweise ohne Geleitschutz, da sie selbst über eine Bewaffnung verfügen, die einem Kreuzer entspricht. Für spezielle Aufgaben, etwa den Transport von Gütern und Passagieren innerhalb des Zielsystems zu abgelegenen Planeten oder Monden verfügt der Ferntransporter außerdem über ein ebenfalls bewaffnetes, allerdings nur lichtschnelles 60-Meter-Beiboot.

(Anmerkung: Im Jahr 2044 ist nach dem Angriff der Druuf auf das Sol-System die Rede von Transportraumern, die 1.500 Meter Durchmesser haben. Derartige Schiffszellen dürften aber ausschließlich für den Bau von Superschlachtschiffen vorgesehen sein, nachdem es bereits den 1.000-Meter-Typ gibt. Die Transportkapazität mußte jedoch vom ursprünglichen Wert 8.000 auf 30.000 korrigiert werden. Einerseits erscheint auch ein derart großer Wert nicht zu groß (voll ausgerüstete Superschlachtschiffe können soviel Leute sogar noch zusätzlich an Bord nehmen), andererseits beruht die Zahl 8.000 auf einem bestimmten Ereignis, einer Deportation, bei der genau jene Zahl Verurteilte zu transportieren waren. Die neuere Angabe aus dem Jahr 2044, daß diese Schiffe in drei Stunden auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigen, wird nicht als Maximalwert angesehen, da dies nur 28 km/sec˛ entspräche.)

Passagierfrachter:

Das einzige im Jahr 2101 bekannt Raumschiff dieses Typs stellt die EDEN dar. Die EDEN war ursprünglich ein Schlachtkreuzer der SOLAR-Klasse, der während des Angriffes der Druuf auf das Sol-System im Jahr 2044 durch einen schweren Strahltreffer so stark beschädigt wurde, daß an eine weitere Verwendung im militärischen Bereich nicht gedacht werden konnte. Das Schiff wurde in der Folgezeit überholt und umgebaut. Sämtlichen militärischen Einrichtungen wurden entfernt und die großen Innenräume so unterteilt, daß der Kugelraumer schließlich mit den mehr als 3.000 Kabinen an einen Wabenstock erinnerte. Der restliche Platz diente der Unterbringung von technischem Material und landwirtschaftlichen Maschinen, einem Vorrat an Verpflegung und Saatgut und all der anderen Dinge, die zum Aufbau einer Existenz auf einer neuen Welt lebenswichtig sind. (Anmerkung: Die Existenz der EDEN geht auf die 2. Geschichte im Jubiläumsband-2 zurück. Darin wird sie als Superschlachtschiff mit Lineartriebwerk geschildert. Doch zu diesem Zeitpunkt besaß Terra noch keine Linearschiffe. Darüber hinaus ist es sehr unwahrscheinlich, daß es den Druuf gelungen sein soll, ein Superschlachtschiff bei ihrem Angriff derart schwer zu beschädigen (aber gleichzeitig nicht zu vernichten), daß es nicht mehr verwendet werden kann. Terra besaß nur sehr wenige derartige Schiffsriesen, und man hätte es in jedem Fall instand gesetzt. Daher erfolgten die Korrekturen auf die Größe eines Schlachtkreuzers sowie auf die Transitionstechnik.)

Die EDEN besitzt eine Besatzung von nur 50 Mann - die meisten davon ehemalige Offiziere der Solaren Flotte, die entweder freiwillig ausschieden, oder bereits pensioniert sind und auch weiterhin im Weltraum unterwegs sein wollen. Der Passagierfrachter ist in der Lage, bis zu 10.000 Siedler zu befördern und besitzt auch ein Beiboot in Form einer jedoch nur unterlichtschnellen Kaulquappe, wie sie auch auf den Ferntransportern eingesetzt wird.

Im Jahr 2101 führt die EDEN ihren letzten Flug durch, der sie zum Planeten Terra Nova führt, wo sie schließlich abgewrackt wird.

EP-Transporter:

Die Bezeichnung EP steht für "Exterior Planets" und beschreibt bereits das Ziel dieser Raumschiffe - nämlich die Planeten und Monde jenseits der Marsbahn des Sol-Systems. Speziell für den Verkehr zwischen der Erde und den ausgedehnten Systemen der Jupiter- und Saturnmonde wurde im Jahr 2020 dieser neue, 300 Meter durchmessende Transporter entwickelt, da das Fracht- und Passagieraufkommen kaum noch mit Planetenpendlern bewältigt werden konnte. Die Entfernung von der Erde bis zum Jupiter kann trotz vergleichsweise einfachen Antriebssystems innerhalb von 30 Stunden zurückgelegt werden.

Versorgungsschiff:

Nachdem die Erde ihr Versteckspiel nach einem Angriff der Druuf endgültig aufgeben mußte, konnte endlich ein neues, größeres Projekt in Angriff genommen werden. Die Ausdehnung der wirtschaftlichen Macht stand für das Solare Imperium stets im Vordergrund, doch diese konnte nicht allein durch staatliche Frachtrouten ausgebaut werden. Vielmehr war jetzt endgültig die Zeit der Privatwirtschaft gekommen.

Zwar waren auch vorher bereits einzelne Schiffstypen aus der laufenden Produktion an Handelsunternehmen verkauft worden, doch die Handelswege waren zu dieser Zeit stark begrenzt - unter allen Umständen war der Kontakt mit Völkern des Großen Imperiums zu meiden, um die Erde nicht vorzeitig der Entdeckung preiszugeben. Mit dem Wegfall dieses Verbots war abzusehen, daß terranische Händler bald mit den ersten Springersippen Kontakt haben würden - um ihnen ihre Handelsgebiete streitig zu machen.

Die Solare Administration gab daher ganz gezielt den Auftrag für ein Frachtschiff, das sowohl der Versorgung eigener Kolonien, wie auch der Privatwirtschaft gerecht werden konnte. Man entschied sich zunächst, Schiffszellen aus der militärischen Produktion zu nutzen, und verfiel dabei auf die Baugröße von 200 Metern. Diese bot ausreichend Raum für Frachtgut aller Art und auch Passagiere. Gleichzeitig mußte die Administration aber dafür sorgen, daß die terranischen Händler in den neuen Gefilden auch geschützt werden konnten.

Die Solare Flotte selbst war auch zu diesem Zeitpunkt noch zahlenmäßig zu klein, um einen umfassenden Schutz bis tief in unerschlossene Regionen oder das Gebiet des Großen Imperiums gewähren zu können. Da man die Galaktischen Händler als die wichtigsten Gegner auf zukünftigen Handelsrouten ansah, orientierte man sich bei der Bewaffnung des neuen Schiffstyps an deren Modellreihen. So entstand das Versorgungsschiff der PROGRESS-Klasse.

Die Versorgungsschiffe wurden vom Markt gut angenommen, und die Produktion von zwölf Einheiten pro Jahr hatte bald zur Folge, daß Interessenten sich in lange Wartelisten einzutragen hatten - trotz des nicht gerade niedrigen Stückpreises. Dies lag aber vor allem am terranischen Kolonialamt, das die Versorgungslinien für die terranischen Siedlungswelten fast vollständig auf diese Einheiten umstellte. Dagegen erwarb die eigentliche Solare Flotte nur sehr wenige Einheiten, denn ihr standen eigene Modellreihen und Produktionsstraßen zur Verfügung.

(Anmerkung: Die Existenz von 200-Meter-Kugelfrachtraumern ergibt sich aus TB-13, in dem das Versorgungsschiff PROGRESS im Jahr 2047 die Belieferung der Kolonie Troja übernimmt. Praktisch alle o.g. Angaben sind letztlich reine Fiktion; sie stellen aber eine logische Entwicklung dar, besonders im Hinblick auf die Tatsache, daß Terra sich in den folgenden Jahrzehnten zur führenden Handelsmacht am Rand der Milchstraße entwickeln sollte.)

Transporter:

Für den Einsatz in größeren Konvois wurde dieser 100 Meter durchmessende, unbewaffnete Kugelraumer entwickelt. Verbände, teilweise schon Flotten dieser Einheiten verkehren zwischen der Erde und den Sonnensystemen, mit denen besonders intensive Handelsbeziehungen bestehen - wie z.B. dem Wega-System. Auf diesen Flügen werden die Transporter i.d.R. von Schweren Kreuzern begleitet. (Anmerkung: Die Existenz dieser Art von Frachtschiffen ergibt sich aus der Handlung in HC-7, allerdings erfolgte dabei keine Größenangabe. In PR-71 wird mit der TIGRIS ein vergleichbares Schiff geschildert; allerdings ist dieses Schiff bewaffnet. Da eine Bewaffnung für den Einsatzzweck der Transporter nicht notwendig ist, wird die Ausstattung der TIGRIS als Einzelfall interpretiert.)

Obwohl die Solare Flotte auch über wesentlich größere, überlichtschnelle Einheiten der 300-Meter-Serie verfügt, setzt man für dieses spezielle Einsatzgebiet auf kleinere Schiffe. Besonders für den Verkehr Erde-Wega-System hat sich dies bewährt. Die Schiffe werden auf verschiedenen Raumhäfen der Erde beladen - je nachdem, zu welchem Hafen die kürzesten Transportwege der einzelnen Güter bestehen. Im Raum sammeln sich die Schiffe dann und begeben sich in den Schutz der Kreuzer. Gemeinsam erfolgt die Transition, und wiederum getrennt nach Raumhäfen und im Falle des Wega-Systems auch getrennt nach den Planeten 7 - 9 landen die Transporter dann in den Gebieten, in denen die Waren bestellt wurden.

Natürlich hat die Verteilung der Fracht auf mehrere kleine Raumschiffe auch den Vorteil, daß im Falle des Verlustes einiger Schiffe dieser Verlust wesentlich geringer ausfällt, als bei größeren Schiffen.

Planetenpendler:

Die Konstruktion dieser Schiffe geht auf das Jahr 2008 zurück. (Anmerkung: In HC-7 wird bei der Flucht Atlans zur Venus das Alter der GLORIA mit 30 Jahren angegeben.) Da die Menschheit ihr eigenes Sonnensystem in immer stärkerem Maße durch neue Kolonien, Minen und Militärstützpunkte in Anspruch nahm, benötigte man ein einfaches Transportsystem. So wurde die Zelle eines 50 Meter durchmessenden Kugelraumers erbaut, die über keinerlei Waffen und auch kein Überlichttriebwerk verfügt. Dafür ist der Frachtraum um so größer, der Güter verschiedenster Art aufnehmen kann, und natürlich auch Passagiere. Die Planetenserie besitzt eine Höchstgeschwindigkeit von 10 % der Lichtgeschwindigkeit. Dennoch kann man mit einem solchen Schiff die Strecke Erde-Venus in acht Stunden zurücklegen.

Die Besatzungen dieser Pendelschiffe werden von den Männern der Überlicht-Raumer von oben herab angesehen. Sie nehmen etwa die Stellung ehemaliger Flußschiffer ein, mit denen sich ein Hochseefischer auch niemals vergleichen würde.

Kleintender:

Im Jahr 2032 begann die Produktion einer kleinen Serie von Bergungs- und Reparaturschiffen. Diese Einheiten wurden konzipiert, um Beiboote aller Größen sowie Leichte Kreuzer im Raum abzutransportieren und teilweise auch zu reparieren.

Die Idee für diese Tender wurde geboren, weil die Solare Flotte im 21. Jahrhundert vor zunehmenden logistischen Problemen stand. Die Vielzahl der kleinen, schlagkräftigen Schiffe verlangte nach geeigneten Reparatur- und Bergungsmöglichkeiten vor Ort. Und so wurden die Kleintender dann auch auf den Stützpunkten der Flotte stationiert - sowohl im Sol-System selbst, wie auch außerhalb.

Äußerlich ähnelt der Kleintender einem verkleinerten Modell für Raumschiffe bis 500 Meter. (Anmerkung: Die einzige existierende Rißzeichnung für einen Kleintender dieser Art zeigt eine Konstruktion, die völlig indiskutabel ist. Sie wird daher nicht übernommen. Andere Modelle enthalten bereits Lineartriebwerke, was eine Produktion vor dem 22. Jahrhundert ausschließt.)

Funkrelaisstation:

Nur eines von zahlreichen Problemen in den Anfängen des Solaren Imperiums stellte die Nachrichtenverbindung und Raumüberwachung dar. Während man letzteres in erster Linie durch planetare oder orbitale Stationen erledigte, blieb das Problem der Funkverbindung - in erster Linie in Hinsicht auf eine mögliche Entdeckung der Erde zwischen 1984 und 2044. Planetare Relais kamen hierfür nicht in Frage; vielmehr sollten die potentiellen Gegner der Erde ins Leere laufen. Dies erreichte man durch die Verteilung von kleinen Stationen im freien Raum.

Aufgebaut auf dem Grundriß einer Gazelle schuf man im Jahr 2020 eine Einheit, die meist automatisch ihren Dienst versah. Nur wenige Stationen wurden dauerhaft bemannt, meist hielt sich nur Wartungspersonal oder ähnliches zeitweise hier auf. Das Funkrelais ist mit einem Hyperfunkaggregat ausgestattet, das über eine Reichweite von 500 Lichtjahren verfügt. Aufgrund der Winzigkeit der Diskuskonstruktion nimmt dieses Gerät mit den zugehörigen positronischen Speicher- und Verschlüsselungseinheiten fast den gesamten Raum der Station ein. Für leistungsstarke Triebwerke oder Waffensysteme blieb kein Platz. Beibehalten wurden lediglich der Standard-Energieschirm für Gazellen. Im Falle einer Entdeckung fällt ihm eine ganz besondere Aufgabe zu - er soll einen Angreifer dazu reizen, das Feuer zu eröffnen und die Station zu vernichten, anstatt sie in Ruhe zu untersuchen. Sollte diese Taktik aber fehlschlagen, verfügt die Funkrelaisstation noch über einen Sprengsatz, den die Bordpositronik im Falle des automatischen Betriebs selbst auslöst.

Später wurden die Einheiten weiter genutzt, bis sie aufgrund der Solaren Expansion und fortschreitender technischer Entwicklung ihren Dienst nicht mehr sinnvoll ausüben konnten. Einige Einheiten wurden dann an private Kommunikationsunternehmen verkauft, die meisten jedoch abgewrackt.

(Anmerkung: Die Existenz von sog. "Funkrelaisstationen" ergibt sich aus PR-61. Alle weiteren Angaben einschließlich der Baugröße konnten aufgrund fehlender Angaben nur geschätzt werden. Der Bau größerer Stationen in vergleichbarer Stückzahl erscheint aber für diese Zeit noch zu unwahrscheinlich.)

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 Quelle(n):  Silberbände, PR-400, 403, 550, 2126, PR-Glossar 2150, 2439
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© Crest-Datei - Autor(en): Daniel Winkler, PR-Exposee, PR-Redaktion, Torsten Orth - Erstellt: - Letztes Update: 26.02.2009