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 Perry Rhodan
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Raumflotte des Westblocks
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Die für den Mondflug konzipierten Schiffe - oder speziell im Fall der STARDUST die Art, sie zu starten - war selbst kurz vor dem Start zum ersten bemannten Mondflug der USA noch umstritten. Es ging dabei um den Unterschied zwischen einem Start von der Erde aus bzw. von der bereits existierenden Raumstation der USA, FREEDOM I. Bei einem Start von der Erde gilt es schließlich nicht nur den Luftwiderstand zu überwinden; man muß auch noch zusätzlich jene Geschwindigkeit erreichen, die bei einem Abflug von der Raumstation überflüssig wäre. Das sind 7,08 km/s oder 25.488 km/h.

Unter Führung von Prof. Dr. Lehmann hat sich jedoch die Ansicht durchgesetzt, daß die Bahngeschwindigkeit der bemannten Raumstation in diesem Fall nicht ausschlaggebend ist. Er gab die Schwierigkeiten zu bedenken, die sich beim Zusammenbau vorgefertigter Einzelteile im freien, schwerelosen Raum ergeben. Damit hatte die Space-Force damals bereits trübe Erfahrungen gesammelt. Es erwies sich als wesentlich einfacher, ein Raumschiff auf der Erde zu bauen, als hunderte oder gar tausende Kilometer über der Erdoberfläche. Darüber hinaus rechnete Lehmann in der Hauptstadt Washington der Regierung vor, daß beim Start von der Erde aus mehr als 350 Mio. Dollar eingespart werden könnten - und zwar pro Schiff. Von diesen Argumenten geleitet, wurde die STARDUST schließlich als von der Erde startende Rakete konzipiert, wie bereits die vorher eingesetzten Schiffe, mit denen die Raumstation erbaut und versorgt wurde, und mit denen auch schon mehrere Mondumkreisungen durchgeführt worden waren.

Die Zellen der Schiffe sind trotz aller Dämpfungen Resonanzkörper; daran ändert auch die mehrstufige Anordnung nichts.

Die Astronauten der US-Space-Force sind leicht an ihren zartblauen Kombinationen zu erkennen.

Wie der Ostblock verfügt auch der Westblock im Jahr 1980 bei Rhodans Rückkehr von Wanderer über eine Station auf dem Mond. Diese wurde zwischen 1975 und 1980 errichtet.

STARDUST:

Die STARDUST ist eine dreistufige Rakete, deren Einzelzellen wesentliche Neuerungen gegenüber den alten Versorgungs- und Mondumkreisungsraketen enthalten. Vier Risikopiloten bilden die Besatzung. Kommandant der ersten Mondlanderakete ist Major Perry Rhodan. Außer ihm nehmen Captain Reginald Bull, Captain Clark G. Flipper und Leutnant Dr. Eric Manoli an der Expedition teil. Es handelt sich um ein militärisch-wissenschaftliches Spezialteam. Jeder dieser Risikopiloten hat die Diplome für zumindest zwei abgeschlossene Studiengebiete in der Tasche. Es ist also eine sog. Ergänzungsmannschaft. Alle Namen sind Kennern der US-Raumfahrt bekannt. Sie gehören zu den besten Spezialisten der westlichen Welt. Sie sind fachlich und psychisch aufeinander eingespielt, der Raum ist ihre zweite Heimat geworden.

Die STARDUST selbst ist für einen vierwöchigen Mondaufenthalt ausgerüstet. Entsprechend üppig war auch das ursprünglich festgelegte Forschungsprogramm für die Besatzung. Natürlich ist klar, daß der erdgebundene Start enorme Energien verschlingt, zumal die letzte Stufe mit eigener Kraft auf dem Mond landen und sich von dessen Oberfläche wieder erheben muß. Mit den herkömmlichen Triebwerken wäre das nicht möglich gewesen, wenigstens nicht mit einem nur dreistufigen Schiff von diesen relativ geringen Abmessungen. Die Gesamtlänge des Schiffes beträgt 91,6 m. Davon entfallen auf die erste Stufe 36,5 m, auf Nummer zwei 24,7 m und Nummer drei, das eigentliche Raumschiff, 30,4 Meter. Das Startgewicht beträgt vollgetankt einschließlich Nutzlast 6.850 Tonnen, die Nutzlast des Mondschiffes 64,2 Tonnen. Dennoch sieht die Mondrakete kaum größer aus als die üblichen Versorgungsschiffe. Dies wurde möglich, da nur die erste Stufe noch chemische Flüssigkeitstriebwerke besitzt. Stufe zwei und drei arbeiten erstmals mit kernchemischen Atomstrahltriebwerken.

Die erste Stufe, die zur Stabilisierung kurz nach dem Start der STARDUST noch Tragflächen besitzt, arbeitet mit dem besten im Jahr 1971 verfügbaren chemischen Kraftstoffgemisch. Es handelt sich dabei um N-Triäthyl-Borazan als Brennstoffkomponente auf der Borwasserstoff-Basis. Als Sauerstoffträger fungiert Salpetersäure, die unter einem Mischungsverhältnis 1:4,9 die selbstzündende Reaktion ergibt. Der Schubwert beläuft sich auf 180 % gegenüber dem Schub des alten Hydrazins. Die erste Stufe besitzt 42 Großbrennkammern. Schwenkbare Steuertriebwerke verhindern in einem sekundenlangen Kampf von Automatik und Hauptantrieb das Kippen des noch nahezu fahrtlosen Körpers unmittelbar nach dem Start. Es ist der gefährlichste Augenblick. Die maximale Endbeschleunigung der ersten Stufe liegt bei 9,3 g. Schließlich erreicht sie ihren Brennschluß bei einer Endgeschwindigkeit von 10.115 km/h in 88 Kilometer Höhe. Dann fällt sie ab.

Stufe zwei besitzt bereits das neue kernchemische Triebwerk, das unter Verwendung von neuen molekülverdichteten Legierungen mit einer Reaktor-Arbeitstemperatur von 3.920°C läuft. Die neuen Mikro-Reaktoren arbeiten auf der Plutonium-Basis. Ihre rein thermische Arbeitsenergie geben sie über das Arbeitsmedium an die Wärmeaustausch- oder Expansionskammern ab. Als Strahlmedium, das erhitzt und durch die Düsen als blauweißer Schubstrahl ausgestoßen wird, findet fast reiner, flüssiger Para-Wasserstoff Verwendung. Nachdem das Problem der Verdampfungsverluste gelöst wurde, eignet sich Flüssigwasserstoff in hervorragender Weise als Strahlmedium. Es waren viele Probleme zu lösen, die bereits mit dem extrem tiefen Schmelzpunkt des Wasserstoffs begannen. Flüssigwasserstoff siedet bereits bei -252,78° Celsius. Das kernchemische Strahltriebwerk läuft mit einer Ausströmgeschwindigkeit von 10.102 m/sec. Das ist ein Wert, der mit einer chemischen Reaktion unter keinen Umständen erreichbar wäre. Stufe zwei überwindet die irdische Fluchtgeschwindigkeit (11,5 km/s) und erreicht den Brennschluß bei 20 km/s. Dabei können bis zu 25,4 g auftreten.

Die Zentralkabine der dritten Stufe ist ein enger Raum, vollgepackt mit zahllosen Kabelsträngen, elastischen Rohrleitungen und eingebauten Gerätekästen. Unter der Zentrale gibt es einen winzigen Aufenthaltsraum mit Miniaturküche und sanitärer Anlage. Mehr Platz hat man den vier Risikopiloten nicht einräumen können. Beide Räume liegen dicht unterhalb der scharfen Raketennase.

Darunter liegt das Magazin für die verstaute Nutzlast. Diese Nutzlast besteht neben diversen Meßgeräten, Werkzeugen und auch tragbaren Waffen für die Besatzung vor allem aus einem Mondpanzer.

Die anderen Räume sollen von der Besatzung möglichst niemals betreten werden. Hinter den isolierten Tanks mit dem flüssigen Wasserstoff kommen die Pumpanlagen und das zusätzliche Stromaggregat. Die dicke Strahlschutzwand bedeutet praktisch das Ende der "gesunden Zone". Hinter ihr befindet sich der schnellaufende Plutonium-Reaktor, die Umformerbank zur Erzeugung des Arbeitsstroms und die monströs wirkende Expansionskammer mit ihren Hochdruckzuleitungen, Thermo-Rohrschlagen und Kühlsystemen. In ihr wird der verdampfte Wasserstoff zur Expansion gezwungen.

Das eigentliche Mondschiff besitzt nur eine einzige Hauptdüse neben vier kleinen, schwenkbaren Steuerdüsen. Die volle Schubleistung des Triebwerks beläuft sich auf 1.120 Tonnen bei einer Ausstrahlgeschwindigkeit von 10.102 m/s. Die Landung auf dem Mond erfolgt auf vier großen, per Teleskopsystem ausfahrbaren Landetellern. Jeder dieser ausklappbaren Teller besitzt eine Kontaktfläche von 4 m˛. Die Stützen streben im Winkel von 45° vom Schiffsrumpf weg und können Unebenheiten von bis zu 3 Meter bequem, bis zu 7 Meter etwas weniger bequem ausgleichen. Die Landung selbst erfolgt auf dem eigenen Gasstrahl mit max. 4 m/s.

Nach der senkrechten Landung kann die Besatzung das Schiff mittels eines weitmaschigen Transportkorbs betreten und verlassen, der an einem langen Arm aus dem Lastraum geschwenkt werden kann. Zwar besitzt das Mondschiff auch ausklappbare Leitersprossen entlang der Schiffshülle, doch müßte man dann unter den weitgespreizten Landebeinen hindurch dicht an das noch tagelang stark nachstrahlende Triebwerk treten.

Die Landung auf der Erde nach Rückkehr aus dem Raum erfolgt in Flugzeugform mittels eigener Tragflächen und ausfahrbarem Fahrwerk.

Hauptbaumaterial für Raketen diesen Typs sind MV(Molverdin)-Stahl und Plastik. Die Beharrungskräfte unterscheiden sich nicht von denen beim Start mit einem der bislang verwendeten Raumschiffe. Die Konturlager der Besatzung sind hydropneumatisch gesteuerte Konstruktionen von höchster Vollendung, deren automatische Niveauregler jede Gewichtsveränderung sofort ausgleichen, und die die Besatzung die Beschleunigungskräfte so leicht wie möglich ertragen lassen.

Während man beim Start der ersten bemannten Raumsonden die Piloten mitsamt den Raumanzügen auf die Konturlager gebettet hatte und die Männer teilweise sogar gezwungen waren, zusätzlich noch Druckhelme mit den transparenten Gesichtsscheiben zu tragen, ist man davon abgekommen. Denn natürlich hatte es bei den hohen Andruckbelastungen immer wieder kleinere Verletzungen gegeben. Perry Rhodan ist jedoch niemals mit einem Raumanzug gestartet. Es war ein Privileg, das er auf sein Team ausgedehnt hat. Die Techniker sehen es zwar noch immer als Risiko an, denn beim geringsten Riß an der Außenzelle des Schiffes muß es zu einem explosiven Druckverlust kommen. Rhodan hat jedoch gute Erfahrungen gesammelt; seine Kabinen sind niemals von Meteoren getroffen oder durch mechanische Startkräfte zerrissen worden. So liegen die vier Männer der STARDUST in ihren Universalkombinationen auf den Konturlagern. Die Raumanzüge hängen griffbereit in ihren Spezialhalterungen. Rhodan erspart den Leuten damit eine qualvolle Belastung, zumindest aber Quetschungen und schmerzhafte Druckstellen. Nach und nach wird diese Art des Starts auch auf die anderen Besatzungen ausgedehnt.

STARDUST II:

Das Nachfolgemodell der STARDUST, eines der drei Schiffe, mit dem die irdischen Machtblöcke den bewaffneten Mondflug durchführen, verfügt wieder über eine chemisch arbeitende zweite Stufe, da der arkonidische Anti-Neutronenschirm eine Kernreaktion verhindern würde. Die zweite Stufe bringt das Schiff über die Grenze der Barriere in einer Höhe von 120 km über der Erdoberfläche hinaus. Die Belastung der Piloten liegt während des Fluges mit der zweiten Stufe bei maximal 11,6 g.

[Glossar 2439]

  1. Das Schwesterschiff der STARDUST. Seine Besatzung bestand aus Risikopilot und Kommandant Oberstleutnant Michael Freyt, Waffenoffizier Captain Rod Nyssen, Ortungsoffizier Leutnant Recert und einem Waffenexperten des damaligen Westblocks. Die STARDUST II wurde zum Mond geschickt, um die AETRON zu vernichten, was auch am 26.08.1971 geschah.
  2. Schlachtschiff der Imperiumsklasse (siehe Datensatz Solare Flotte, Glossar 2439 Ende)

GREYHOUND:

Nachfolgemodell der STARDUST, das Schiff, mit dem der Westblock im Jahr 1972 den letzten Versuch unternimmt, das Wissensmonopol der Dritten Macht bezüglich arkonidischer Technik zu durchbrechen. Dazu soll die GREYHOUND auf dem Mond im Wrack des zerstörten Arkon-Kreuzers nach Überresten von Ausrüstung und anderem Material suchen. Die GREYHOUND wird auf dem Mond zerstört; während der Landung kippt das Schiff um, da eine ihrer Teleskopstützen in den Boden einbricht. Danach ist das Schiff fluguntauglich.

Die GREYHOUND besaß im Gegensatz zur STARDUST eine fest integrierte Bewaffnung mit Kampfraketen. Mindestens vier dieser Raketen führte das Schiff mit. Dafür konnte die Besatzung nur etwa zwei Wochen lang unabhängig operieren.

Mondpanzer:

Ein derartiges Fahrzeug wird von der STARDUST beim ersten bemannten Mondflug der USA 1971 mitgeführt, um Forschungsausflüge in die Umgebung des Schiffes zu machen. Es handelt sich um ein flachgebautes Raupenfahrzeug mit dünner Molverdinhaut, die jedoch selbst dem Beschuß mittelschwerer Geschütze standhalten kann. Das Kettenfahrzeug ist unter schwierigsten Bedingungen erprobt worden. Der Panzer ist ein unbewaffnetes, geländegängiges Transportfahrzeug mit einer geräumigen Viermann-Kabine, deren durchsichtige Stahlplastikkuppel nach Belieben abgedunkelt werden kann. Die kleine Ladefläche hinter der Druckkuppel dient dem Transport von Meßgeräten, Ausrüstung und Ersatzteilen.

FREEDOM I:

Diese einzige Raumstation der USA befindet sich im freien Fall 3.250 km über der Erdoberfläche. Die Station besitzt einen Großcomputer, der vor allem für die Fernsteuerung von Raumsonden und bemannten Raketen unmittelbar nach dem Verlassen der Erdanziehungskraft gedacht ist, sowie für bemannte Mondraketen. Zum Datenaustausch existiert außerdem eine leistungsstarke Funkanlage.

Beim Bau dieser Station ereignete sich der wohl bedauerlichste Fall in der Geschichte der bemannten Raumfahrt. Ein nicht genau sitzender Druckhelm verursachte bei einer Startbeschleunigung von 11,3 g einen Genickbruch.

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 Quelle(n):  Silberbände, PR-Glossar 2439
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© Crest-Datei - Autor(en): Daniel Winkler, PR-Redaktion, PR-Exposee, Torsten Orth - Erstellt: 01.09.1999 - Letztes Update: 26.02.2009