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Energieschirm
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Prinzipiell basieren alle Energieschirme auf dem Prinzip extrem starker Magnetfelder, um damit auftreffende Kräfte abzuwehren. Der "klassische" Energieschirm in der Perry RHODAN-Serie besitzt normalerweise die Form einer Kugel oder einer Teilkugel (etwa bei gelandeten Raumschiffen oder Stützpunkten). Flexible Energieschirme werden normalerweise nur für Kampfanzüge verwendet, wo ein weit hinausragender Schutzschirm z.B. das Eindringen in gegnerische Gebäude erschweren würde. Die energetische Sperrmauer ist gewöhnlich durchsichtig, nur sehr starke Schirmfelder leuchten von selbst, oder erzeugen zumindest ein leichtes Flimmern. Energieschirme reichen niemals in feste Materie hinein. Würde man also beispielsweise einen Tunnel unter ein gelandetes Raumschiff graben, das seinen Energieschirm aktiviert hat, könnte man so den Schirm überwinden.

Im Jahr 1971 ist keine Intelligenz in der Milchstraße bekannt, die so leistungsfähige Energieschirme errichten kann wie die Arkoniden. Ihre Konstruktionen arbeiten teilweise fünfdimensional, normaluniverselle Energieeinheiten sind für sie ungefährlich. Es liegt in der Struktur dieser Defensivwaffe, untergeordnete Kräfte zu absorbieren oder zu reflektieren, egal, ob es sich um materiell stabile Körper oder um sonnenheiße Kernreaktionen handelt.

Spezielle Funktionen:

Je nach Einsatzzweck und abhängig davon, wie fortschrittlich die Konstruktion als solches ist, bieten Energieschirme eine Reihe von Einstellmöglichkeiten. So kann man dafür sorgen, daß Schall- oder bestimmte Funkwellen durch den Schirm hindurch gelangen können, oder auch nicht. Damit Personen oder Fahrzeuge einen Energieschirm passieren können, ist es meist möglich, Strukturlücken zu schalten, die den Schirm in einem eng begrenzten Gebiet außer Funktion setzen. Diese Lücken bezeichnet man auch als "Nullkanal".

(Anmerkung: Die Angaben, ob Beiboote oder Energiestrahlen den Schutzschirm eines Kriegsschiffes von innen nach außen auch ohne Strukturlücke passieren können, sind sehr widersprüchlich. Grundsätzlich wird daher davon ausgegangen, daß Energiestrahlen keine Strukturlücke benötigen, da sie sich von innen nach außen bewegen und durch den Schirm somit nicht behindert werden. Für Beiboote (Panzer etc.) gilt dies jedoch nicht, da sie feste Materie darstellen. Ob ein Fahrzeug mit eigenen Schutzschirmen den viel stärkeren Schirm seines Mutterschiffes ohne Strukturlücke passieren kann, ist ebenfalls unklar; hier dürfte die Tatsache, daß der kleine Schirm sehr viel schwächer ist, ein solches Manöver verbieten.)

In ihrer Konstruktion verwandte Energieschirme können sich auch gefahrlos überlappen. Es kommt dabei lediglich zu harmlosen Energiegewittern.

Die Schutzschirmanlagen von Kriegsschiffen besitzen gewöhnlich einen Robotwandler zur Dichteverstärkung besonders gefährdeter Feldausschnitte. Damit kann einer Überlastung durch Punktbeschuß wirkungsvoll begegnet werden. Wird ein Schirm überlastet, so ist dies an einer allmählichen Färbung ins Rote hinein zu erkennen, bei stärkerer Belastung wird der Schirm sogar weiß. Aber auftreffende Energie kann auch nutzbringend eingesetzt werden; dies ist möglich, wenn die auftreffende Energie den Schirm nicht zum Zusammenbruch bringen kann. Dann wird der Schirm stabilisiert, und die auftreffende Energie dann abgeleitet und speziell hierfür konstruierten Speicherbänken zugeführt. Nach Transformation kann sie im Schiff weiterverwendet werden.

Speziell für arkonidische und terranische Kampfroboter wurde ein Programm entwickelt, das es ihnen erlaubt, mehrere Schutzschirme auf eine additive Wirkung zu schalten, so daß der entstehende Schirm die Wirkung aus der Summe der Einzelschirme besitzt. Voraussetzung dafür ist, daß die Entfernung der Schutzschirmgeneratoren kleiner als der dreifache Radius eines einzelnen (bzw. des kleinsten beteiligten) Schutzschirms ist. Dadurch ist es Kampfrobotern bei Angriffen mit schweren Waffen möglich, sich vorübergehend zu schützen und weiter vorzudringen, während der Gegner erst stärkere Waffen herbeischaffen muß. Diese Taktik verwenden sowohl arkonidische Kampfmaschinen, wie auch die der Springer und der Dritten Macht. Die Dritte Macht nutzt diese Möglichkeit darüber hinaus bei Bodenkämpfen mit Panzern. Ob dieses Verfahren auch mit Raumschiffen eingesetzt werden kann, ist nicht bekannt. In jedem Fall büßt eine so zusammengeschlossene Einheit aber einen Teil ihrer Bewegungsfreiheit ein, denn die kritische Distanz der Schutzschirmgeneratoren muß eingehalten werden.

Erzeugung des Schirmfeldes:

Energieschirme, wie sie von Arkoniden und ihren Abkömmlingen, sowie von den Terranern verwendet werden, arbeiten mit sog. "sauberer" Energie, die keinerlei Strahlungsschäden verursacht, sondern rein kinetisch arbeitet. Die Energie wird vom klassischen Arkonreaktor erzeugt und über Kugelantennen, meist jedoch über eine ringförmige Projektoranlage zum eigentlichen Schirm geformt. Jeder einzelne Projektor ist dabei für die Erstellung eines wabenförmigen Schutzfeldsektors verantwortlich, der - mit anderen überlappt - die insgesamt kugelige Sphäre ergibt. Normalerweise ist die Wabenstruktur jedoch nicht zu erkennen, eine Ausnahme bildet bislang nur der sog. "Wabenschutzschirm", wie er zuerst bei der Riesenpositronik auf Arkon III beobachtet wurde.

Manipuliert man die Fourier-Frequenzen des Schirmfeldgenerators für die Zusammenstellung der rechteckig gepulsten Einzelfelder, können die Generatoren dadurch leicht ruiniert werden. Bei geschicktem Vorgehen ist es aber möglich, die Ausstrahlungen mehrerer Generatoren in Gegenresonanz zu bringen, was eine erhebliche Schwächung des Schirmfeldes zur Folge hat.

Hyperkristalle in der Projektoranlage:

Kernstück jeder Projektoranlage sind Hyperkristalle in spezifischer Anordnung, die nur eingeschränkt normaler Materie zugerechnet werden können. Hyperaktive Muster finden sich in konventioneller Materie ebenso, wie Deuterium-Isotope überall im Wasserstoff zu finden sind. Hyperkristallen ist gemeinsam, daß es sich um Minerale auf Quarzbasis handelt, also stabil kristallisiertes Siliziumdioxid. Wichtig sind die Einschlüsse von hyperenergetischer Natur, welche in ihrer pseudomateriellen Struktur mehr oder weniger Stofflichkeit erlangt haben. Weil chemische und physikalische Messungen stets zu stark schwankenden Ergebnissen führten - die Bandbreite des festgestellten Atomgewichts pendelt z.B. willkürlich zwischen 0 und 1024 - und sich die Einschlüsse nicht ins Periodische System der Elemente einordnen lassen, definieren die praktisch orientierten Arkoniden diese Hyperelemente seit langer Zeit als sog. "hyperenergetisch-pseudomaterielle Konzentrationskerne".

Weiterhin gibt es eine Klassifikation über die Effektivität des nutzbaren Hyperpotentials an Hand der Farbvarietät: Violette "Criipas" erweisen sich als am effektivsten, gefolgt von blauen "Mivelum" und grünen "Skabol". Gelbe "Losol" rufen nur katalytische Effekte hervor, während rote "Khalumvatt" ihre Hyperwirkung schon nach kurzer Verwendung verlieren. Im Gegensatz dazu lassen sich weißliche oder bergkristallklare "Kyasoo"-Mischformen multifunktionell einsetzen. Sie besitzen aber normalerweise nur eine kurze Lebensdauer, und das Verhältnis von Hyperelement zu konventionellem Quarz liegt zwischen einem und zehn Prozent. Allen gemein ist die Tatsache, daß nur konventionelle Materie zurückbleibt, wenn die Hyperwirkung verbraucht ist. Demzufolge sind die zuerst genannten Hyperkristalle naturgemäß wesentlich kostspieliger, denn sie halten sehr viel länger. Beim Ankauf von Hyperkristallen führen vor allem Großabnehmer wie Sternenreiche mit ihren Massenproduktionen von Raumschiffen strenge Prüfungen durch. Dennoch passiert es - gerade in Krisenzeiten - gelegentlich, daß minderwertiges Material sich erst im Ernstfall unter dauerhafter Belastung als solches entpuppt.

Nebenwirkungen:

Da ein Energieschirm auch stets ein energetischer Störfaktor erster Ordnung ist, werden die in seiner Nähe arbeitenden elektronischen Ortungsgeräte in ihrer Funktion unterschiedlich stark beeinträchtigt. Für Raumschiffe kann es innerhalb einer ausgedehnten Schlacht durch die miteinander reagierenden Energien des Schutzschirmes und auftreffender Waffenstrahlen im extremsten Fall zum Zusammenbruch des Funkverkehrs kommen.

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 Quelle(n):  Silberbände
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© Crest-Datei - Autor(en): Daniel Winkler - Erstellt: 10.07.1999 - Letztes Update: 01.06.2008