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Große Feuermutter
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Dabei handelt es sich um einen Blockverbund von Einzelbewußtseinen, auch als "Chor" bezeichnet, der in der Geschichte des Großen Imperiums acht Imperatoren zur Verfügung stand - zuletzt Gonozal VII.. im Jahr 2047. Letztlich hervorgegangen ist das Prinzip der Großen Feuermutter aus den Lehren des arkonidischen Dagor. Unter Imperator Barkam I. wurde unter Beteiligung des arkonidischen Paraphysikers Belzikaan und einigen Medospezialisten, die als die Urahnen der Aras angesehen werden können, eine modifizierte Art des Dagor-Mystizismus benutzt, um Feuerfrauen auszuwählen, die an geheime Orte gebracht und in eine Stasis-Konservierung versetzt wurden. Sie übertrugen ihr Wahres Sein auf eine stabilisierte Körperprojektion - erstmals kam es zur Materialisation eines Scheinkörpers aus Geisteskraft, und die erste Große Feuermutter entstand.

Ursprünglicher Anlaß für die Große Feuermutter war der Wunsch, den stets männlichen Imperator des Großen Imperiums um jene Seite zu ergänzen, die dem Urweiblichen entstammt. Er sollte als oberstes Exekutivorgan des Reiches mit ihr unabhängig von Entfernung und Ort in paranormaler Direktverbindung stehen, mit ihrer Hilfe und über sie zu den Bewohnern des Reiches eine unmittelbare, quasi geistige Beziehung aufbauen. In der Folge legitimierte sie Adelstitel und Lehen, denn über sie konnte der jeweilige Imperator zu einer objektiven Beurteilung von Personen kommen, und soweit bekannt ist, wurde sie von allen Imperiumsbewohnern anerkannt, akzeptiert, respektiert und verehrt.

Alle an der Blockbildung beteiligten Feuerfrauen, die eine spezielle Ausbildung auf dem Planeten Zhygor absolvieren müssen, besitzen paranormale Kräfte - wenngleich diese i.d.R. nicht offen zutage treten. Es ist bekannt, daß viele Lebewesen solche latente Begabungen in sich tragen, ohne sich ihrer jedoch bedienen zu können oder auch nur bewußt zu sein; die betreffenden Gehirnteile entziehen sich ihrer Kontrolle. Durch die Bildung eines Parablocks aus solchen Personen lassen sich aber diese latenten Kräfte nicht nur verstärken - dem Verbund erschließen sich auch völlig neue Parabereiche. Hinzu kommt als weiterer Aspekt, daß bis zu einem gewissen Grad eine Trennung von Körper und Bewußtsein herbeigeführt werden kann. Nichts anderes wird bei der Großen Feuermutter angestrebt:

Durch Versetzung in Stasis auf der arkonidischen Totenwelt Hocatarr werden die Körper von 191 Feuerfrauen komplett ruhiggestellt, die freigesetzten Bewußtseine formen einen Block, ein Kollektiv, für das gilt, daß es mehr ist, als die bloße Summe der einzelnen Teile. Als Vergleich könnte man das Verhältnis vom Radius zum Volumen einer Kugel verwenden, die bekanntlich in der dritten Potenz zueinander stehen. Drei Personen, zum Bewußtseinsblock vereint, werden demnach hinsichtlich der Intensität ihrer Parakräfte, den parallel ablaufenden Bewußtseinsprozessen und dergleichen nicht verdreifacht, sondern erreichen das drei-hoch-drei-fache - also das 27fache. Lediglich das dominanteste Bewußtsein des Blockverbundes wird zumindest vorläufig nicht in Stasis versetzt; es dient gewissermaßen als vorübergehender Stabilisator und Koordinator des gesamten Vorgangs (das Kollektiv besteht also aus insgesamt 192 Frauen). Sie ist auch Ansprechpartner des zukünftigen Partners der Großen Feuermutter, und nach bisherigen Erkenntnissen stets identisch mit der jeweiligen Hohepriesterin der arkonidischen Totenwelt Hocatarr. Die Feuerfrauen selbst können jedoch aus verschiedenen Völkern stammen - Arkonidinnen, Orbeki-Frauen oder Longhoninnen beispielsweise.

Problematisch beim Prozeß der Vereinigung zum Kollektiv ist nun, daß ähnlich den Protonen im Atomkern mit zunehmender Anzahl die internen Abstoßungskräfte zunehmen. Um dies zu neutralisieren, ist eine Art gegenpoliger Komponente, ein Klebstoff nötig. Dieser wird durch das Parareservoir des Cho-Käfers gebildet. Darüber hinaus sind noch eine ganze Reihe weiterer Voraussetzungen zu erfüllen, die letztlich durch verschiedene Dagor-Rituale umgesetzt werden. Die abschließende Herstellung der Verbindung von Großer Feuermutter und Imperator wird auch als "Kuß der Großen Feuermutter" bezeichnet. Dieser Prozeß ist erforderlich, um die Einzelbewußtseine zu einem ganzheitlichen Block zu verschmelzen - ohne den Imperator, der selbst eine umfangreiche Dagor-Ausbildung als Voraussetzung mitbringen muß, ist also die dauerhafte Stabilisierung einer Großen Feuermutter gar nicht möglich. Doch nicht ohne Grund unterzogen sich nur wenige Imperatoren bislang diesem letzten Ritual: Er muß nicht nur ausreichend psychisch und physisch gefestigt sein, sondern geht auch ein enormes Risiko ein - die Prüfungen können tödlich sein oder im Wahnsinn enden. Nahezu alle Imperatoren erwiesen sich außerdem von vornherein als der hohen Ehre nicht würdig. Zudem gerieten bis in die Neuzeit viele Rituale in Vergessenheit, und wurden dem bislang letzten Imperator mit Großer Feuermutter, dem ehemaligen Kristallprinzen Atlan, erst wieder von Gijahthrakos und der Hohepriesterin von Hocatarr erklärt.

Der "Kuß" ist keine körperliche Berührung, sondern eine Begegnung auf übergeordneter Paraebene; in Anlehnung an den zeremoniellen arkonidischen Adelskuß kommt er einer mystischen Initiationsweihe gleich, und danach entsteht ein Kollektivbewußtsein, das die Grenzen des Normalen sprengt. Der Abschluß dieser letzten Prüfung versetzt den Kandidaten auf die Totenwelt Hocatarr zur Arena der Großen Mutter, dem Herzstück der berühmten Heldengedenkstätte.

(Anmerkung: In Atlan-Buch-14 wird angegeben, daß diese Versetzung per Teleportation durch Angehörige des Volkes der Gijahthrakos erfolgt. Angesichts der übertriebenen paranormalen Darstellungen in diesem Roman muß dies jedoch bezweifelt werden.)

Die Kommunikation zwischen Großer Feuermutter und dem Imperator geschieht mittels Extrasinn und Cho-Käfer, den der Imperator zunächst einmal erhalten muß. Über diesen Parasymbionten erhält der Imperator auch Zugriff auf die Parafähigkeiten der Großen Feuermutter, die ihn dann zum legendären "allessehenden, millionenäugigen Imperator" machen. Dieser Titel entstand nicht ohne Grund - der Herrscher der Arkoniden erhält durch die Große Feuermutter tatsächlich die Möglichkeit, sein Reich von außen zu betrachten, zu kontrollieren, wo positive oder negative Kräfte am Werk sind, wo Vitalität herrscht, und wo Niedergeschlagenheit. Außerdem gibt die Große Feuermutter seit jeher den geteilten Kräften des Reiches ein deutliches Zeichen, daß nur gemeinsam schweren Krisen wirkungsvoll begegnet werden kann. Darüber hinaus ist die Verehrung einer großen Mutter ein archetypisches Muster, das fast universellen Charakter zu haben scheint. Ob Arkonide, Terraner, Naat, Dron oder wer auch immer - die Verehrung einer großen Mutter als Symbol des Lebensspendenden, Gebärenden, Behütenden ist offenbar allen Spezies wenigstens unterbewußt zu eigen.

Die Große Feuermutter bedient sich Materieprojektionen, um sich zu zeigen, und kann so jede beliebige Gestalt annehmen. Bis zu einem gewissen Grad ist es ihr möglich, über Raum und Zeit hinauszublicken, und dem Imperator Visionen aus verschiedenen geschichtlichen Epochen zu vermitteln.

Bei der Großen Feuermutter des Jahres 2047 kommt es zu besonderen Komplikationen, als der Kuß von Atlan vollzogen werden soll. Sein Zellaktivator besitzt naturgemäß ein riesiges Vitalkraft-Potential, was dem Kollektiv eine zu große Eigenständigkeit verleihen könnte. Dennoch kommt es schließlich zur Etablierung der bislang letzten Großen Feuermutter, die sich mit dem Namen Sinyagi da Ettorkhal ansprechen läßt.

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 Quelle(n):  Silberbände
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© Crest-Datei - Autor(en): Daniel Winkler - Erstellt: 02.01.2000 - Letztes Update: 01.06.2008