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Hyperimpedanz
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Die Hyperimpedanz, oder hyperphysikalische Impedanz, ist der Wissenschaft schon länger bekannt. Dieser Wert ist keine Konstante, sondern abhängig von einer ganzen Reihe weiterer Randbedingungen. So wiesen Gebiete mit hoher Sternendichte, z. B. ein Milchstraßenzentrum, von jeher lokal erhöhte oder stark schwankende Werte auf.

Ähnlich wie in der konventionellen Physik, wo die Impedanz ein frequenzabhängiger Widerstand ist, gilt vergleichbares für die Hyperimpedanz. Die Erhöhung des hyperphysikalischen Widerstand betrifft in erster Linie den Bereich des hyperenergetischen Spektrums bis knapp unterhalb des ultrahochfrequenten Bereichs. Der superhochfrequente Bereich des hyperenergetischen Spektrums ist von der Hyperimpedanz nicht oder nur wenig betroffen.

Erste Anzeichen einer bevorstehenden Erhöhung des Widerstandes sind vermehrt auftretenden Hyperstürme von zunehmender Stärke. Um andere Galaxien (namentlich genannt werden die Magellanschen Wolken, Andromeda, Hangay, Pinwheel, Gruelfin, M 87, die Galaxien der ESTARTU-Mächtigkeitsballung, DaGlausch, Plantagoo, Tradom, und weitere) zu warnen, sendet Rhodan Dutzende Fernexpeditionen (Anmerkung: Bis zu deren Eintreten gelten rund die Hälfte der Raumschiffe als überfällig oder verschollen.). Von denen die zurückkamen berichten die Besatzungen, dass bei den Reaktionen meist Skepsis und Zweifel überwiegen.

Der Hypersturm, der am 06.02.1331 NGZ in Thantur-Lok den Transmitterverkehr zum Erliegen bringt, ist nur der Anfang. Im Laufe der Monate nehmen die Hyperstürme an Anzahl und Stärke zu (ein Sekundäreffekt der Erhöhung). Zu Beginn des Aprils 1331 NGZ ist schon die ganze Milchstraße betroffen. Mit einer Heftigkeit, wie es sie seit den Archaischen Perioden nicht mehr gegeben hat.

Ende August 1331 NGZ nehmen diverse hyperphysikalisch bedingte Probleme beständig zu. Raumschiffe fallen ohne ersichtlichen Grund aus dem Hyperraum zurück. Hyperkristalle zerfallen frühzeitig zu Staub. Terranische Wissenschaftler bezeichnen den Vorgang neuerdings als hyperphysikalische Impedanz oder Hyperimpedanz.

Einhergehend mit der Hyperimpedanz verändern sich gewisse Naturkonstanten des Hyperkontinuums. Es zeichnet sich ab, dass in Zukunft für die Erzeugung von hyperenergetischen Wirkungen unterhalb des ultrahochfrequenten Bereichs des hyperenergetischen Spektrums deutlich mehr Energie aufgewendet werden muss. Gleichzeitig laugen die bisher verwendeten Hyperkristalle schneller aus. Mitunter kann es zum Spontanzerfall von Hyperkristallen kommen.

Aus Tradom werden die hyperphysikalischen Veränderungen bestätigt. (Anmerkung: Dies lässt darauf schließen, dass große Teile des Standarduniversums, vermutlich sogar das gesamte Universum, betroffen sind.)

Am 11.09.1331 NGZ pendelt sich die Hyperimpedanz auf ihren neuen Höchstwert ein. Danach beginnt sich die Lage langsam zu beruhigen. Doch die Hyperstürme flauen nur langsam ab und immer wieder muss mit neuen Stürmen gerechnet werden. Die Erhöhung hat folgende Auswirkungen:

Viele galaktische Zivilisationen müssen unter den neuen hyperphysikalischen Bedingungen erst einmal Grundlagenforschung betreiben. Zu den gravierendsten Veränderungen gehören:

  • Der maximal mögliche Überlichtfaktor der bisherigen Technik ist stark gesunken. Ein Übergang in den Hyperraum per Grigoroff-Schicht ist im Moment nicht mehr möglich. Damit kann die Metagrav-Technik vorerst nicht mehr eingesetzt werden. Es folgt die Rückkehr zur veralteten Technik des Linearflugs. Die Höchstgeschwindigkeit im Linearflug sinkt auf knapp eine halbe Million Licht. Mehr als 50 Lichtjahre können mit einer Etappe nicht überwunden werden.
  • Transitionstriebwerke unterliegen einem erhöhten Energieaufwand, bei gleichzeitig stark reduzierter Reichweite.
  • Jede bekannte Syntron-Technik fällt irreparabel aus, darin gespeicherte Daten gehen unwiderruflich verloren.
  • Die bisher verwendete Transmittertechnologie ist fortan extrem störanfällig. Transmitter erweisen sich zudem als enorme Energiefresser, gleichzeitig ist deren Reichweite extrem herabgesetzt worden. Unmittelbar nach der Erhöhung ist die Sprungreichweite auf rund 5 Lichtjahre begrenzt [PR-2225].
  • Was für die Transmittertechnologie gilt, gilt im Prinzip für jede Technik, die ähnlich arbeitet. Die Kernschussweite (unmittelbar nach der Hyperimpedanz 10 Lichtsekunden) der Transformkanonen wird durch den Effekt ebenso reduziert wie die Kaliberstärke.
  • Betroffen ist auch die Paratron-Technologie. Solche Anlagen benötigen nun deutlich mehr Energie als vorher. Eine Mehrfachstaffelung von Schutzschirmen, wie es bisher in vielen Schiffen der Milchstraße Standart war, ist nun wegen des hohen Energieaufwands oftmals nicht möglich. Bei der Konstruktion von Kleinfahrzeugen und Schutzanzügen muss vorerst auf die Verwendung von Paratron-Technologie verzichtet werden [PR-2211, Seite 32]. Zuerst muss eine Möglichkeit gefunden werden, die Energieversorgung sicherzustellen.
  • Nach der Erhöhung reicht der Hyperfunk nur noch ca. 5 Lichtjahre weit. Dabei ist die Stärke des Senders und die Art des Funkspruchs zu berücksichtigen. Mit einem starken Hyperfunksender und einem Richtspruch erhöht sich die Reichweite. Alle Funkverbindungen zu anderen Galaxien reißen ab.
  • Die Reichweite bisher verwendeten Ortungsanlagen reduziert sich auf einige Dutzend Lichtjahre.
  • Mit dem Zeitpunkt der endgültigen Erhöhung kommt es bei den Gravitraf-Speichern in zahlreichen Fällen, durch Verlust der Speicherfähigkeit, zur spontanen Freisetzung der gespeicherten Energien.

Zur allgemeinen Verständlichkeit noch Castors Kommentar zur Hyperimpedanz:

Der erhöhte Hyperwiderstand

Zitat PR-Kommentar 2212 und 2213, von Rainer Castor:

Eine Analogie kann den Zusammenhang vielleicht ebenfalls verdeutlichen: Wasser besteht aus Wasserstoff und Sauerstoff. Werden beide als H2- und 02-Moleküle gemeinsam in einen Behälter gefüllt, entsteht erst durch die Zufuhr einer so genannten Aktivierungsenergie, welche H2 und 02 miteinander reagieren lässt, das energetisch günstiger liegende H20. Mit anderen Worten: Beim Einsatz einer entsprechenden "Hyperaktivierungsenergie" ließen sich schon immer Effekte erzielen, die unter dem Strich eine günstigere Bilanz ergaben. Weil die zugrunde liegenden Zusammenhänge unbekannt waren, schob man es auf den Hyperraum und nannte es lapidar "Störgeräuschpegel", "Überreichweiten" oder "Hyperwiderstand".

Nun aber wird allgemein für die Erzeugung von hyperenergetischen Wirkungen im Hyperfrequenzbereich bis etwa 6,8x 1013 Kalup ein signifikanter Anstieg der dazu benötigten Energiemenge bei gleichzeitig beschleunigter Auslaugung der verwendeten Hyperkristalle festgestellt. Diese sind jedoch die Grundlage aller Geräte auf Hyperbasis und zeigen somit insgesamt einen deutlich reduzierten Wirkungsgrad. Allgemein muss mit einem größeren Energieaufwand im gesamten unteren Bereich des hyperenergetischen Spektrums ausgegangen werden, umschrieben als "hyperresistorische Energieschwelle" - wobei unklar ist, ob sich diese bei einem festen Wert einpendelt.

Absolutes Worst-case-Szenario wäre die völlige Unbrauchbarkeit der Hyperkristalle und damit das Ende aller galaktischen Zivilisation. Dass das nicht an den Haaren herbeigezogen ist, zeigt der Blick in die Vergangenheit: Vergleichbares wurde seinerzeit schon in den Archaischen Perioden beobachtet, in denen für Jahrtausende sämtliche Geräte auf Hyperbasis versagten. Aber auch die Toten Zonen der Hyperraumparese können als Vergleich herangezogen werden.

Das Grobschema des hyperenergetischen Spektrums an sich scheint - unter Berücksichtigung der mit dem Meganon-Faktor verbundenen Erweiterungen - nach wie vor gültig zu sein. Für alle unteren Bereiche auf Hef- und Kalup-Skala wird jedoch deutlich mehr Energie benötigt, während gleichzeitig die erzielbaren Effekte reduziert oder erschwert sind. Verbunden damit sind hohe Materialbelastung allgemein sowie ein beschleunigter Zerfall der Hyperkristalle. Die größere Belastung bedingt eine erhöhte Auslaugung, was wiederum Reichweiten- und eine Effektbegrenzung nach sich zieht. Leider sind Hyperkristalle die Grundlage aller Aggregate auf hyperphysikalischer Basis, die folglich einen reduzierten Wirkungsgrad aufweisen.

Die höheren Hyperfrequenzen ab dem UHF-Bereich waren auch früher schon für die terranische Wissenschaft und Technik schwer zugänglich. Diese Bereiche des Spektrums sind nun noch weit schwerer zu erreichen oder technisch auszunutzen. Bei den Parakräften und Mutantenfähigkeiten dagegen scheint alles beim Alten geblieben zu sein. Gucky, Startac Schroeder oder Trim Marath sind in ihren Talenten nicht beeinträchtigt.

Die UHF- und SHF-Technik, aber auch sechsdimensionale Anwendungen und dergleichen sind aus der High Tech weitestgehend verschwunden. Nach Myles Kantors natürlich noch nicht bestätigter Meinung wird man sie fortan wohl bestenfalls noch bei Superintelligenzen, Kosmokratenbeauftragten und ähnlichen "Hausnummern" antreffen.

Zu den allgemeinen Auswirkungen der erhöhten Hyperimpedanz gehört ein vermehrtes Auftreten deutlich stärkerer und länger andauernder Hyperstürme, die mitunter Hyperwie Normaltechnik komplett lahm legen können.

Noch auf Camelot wurde als Maß für die Hypersturmstärke als neue Einheit die nach oben offene Meganon-Skala eingeführt - "Meg" abgekürzt. Als Durchschnittswert galten bislang rund 27 Meg. Pro Jahr wurden nur wenige Hyperstürme angemessen, die Werte bis zu 50 Meg erreichten. Selbst der gewaltige Hypersturm Skorgon Taion (Verschleierter Riese) in der Nacht vom 08. auf den 09. März 1246 NGZ erreichte "eben mal" 117,4 Meg.

Seit rund einem Jahr ist dagegen eine Stärke von rund 50 bis 80 Meg schon fast "normal", während der von Thantur-Lok bis zur Milchstraßenhauptebene reichende Orkan zwischen Werten von 90 bis zu 125 Meg pendelt. Lokale Einzelspitzen erreichen sogar bis zu 150 Meg - und noch ist kein Ende abzusehen ... Myles Kantor hält die Stürme zwar eher für "Anpassungsturbulenzen", aber wie lange sie in dieser Form auftreten werden, bleibt vorerst offen. Mit einigen hundert Jahren muss jedoch durchaus gerechnet werden.

Zu unterscheiden sind die Primäreffekte der erhöhten Hyperimpedanz selbst von den Sekundäreffekten der Hyperstürme. Beide können sich gegenseitig aufschaukeln, mit der Folge, dass unter Umständen gar nichts mehr funktioniert - bis hin zu extremen Verzerrungen der Raum-Zeit-Struktur und absonderlichsten Phänomenen. "Nebenwirkungen" von Hyperstürmen gleichen mitunter einem starken EMP, also einem elektromagnetischen Puls, und können auch konventionelle Technik und Geräte lahm legen oder zerstören.

Weiterhin gibt es mit den gehäuft erscheinenden Tryortan-Schlünden ein Phänomen, das nur bei starken Hyperstürmen auftritt. Es stellt sich als eine Art "Öffnung ins Nichts" dar, durch die sämtliche Materie mit unbekanntem Ziel entstofflicht und somit einer Zwangstransition unterworfen wird oder aber in der Art eines Paratronaufrisses im übergeordneten Kontinuum "verweht". Besonders häufig wurden Tryortan-Schlünde zu Beginn und am Ende der Archaischen Perioden beobachtet; aus dieser Zeit stammt auch der Ausruf: "Bei allen Dämonen des Tryortan-Schlundes!"

Als markanteste Auswirkung der erhöhten Hyperimpedanz muss der massiv reduzierte maximal erreichbare Überlichtfaktor genannt werden. Was zunächst mit einer prozentualen, aggregatabhängigen Verringerung begonnen hatte, läuft auf einen generellen mit der vertrauten Technik erreichbaren Grenzwert hinaus - unabhängig davon, ob Metagrav- oder Lineartriebwerke zum Einsatz kommen. Auf welchen ÜL Faktor sich dieser Grenzwert einpendeln wird, ist unbekannt. Auch hier muss das absolute Worst-case-Szenario einkalkuliert werden - das völlige Versagen aller Überlichttriebwerke. Ob Forschungen zu technischen Alternativen auf längere Sicht Ersatz bieten können, muss derzeit offen bleiben. Gleiches gilt für alle anderen Behinderungen, mit denen man zu kämpfen hat und auf die noch gesondert eingegangen wird."

Ende Zitat

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 Quelle(n):  PR-2200, 2201, 2202, 2203, 2204, 2209, 2211, 2212, 2214, 2225, PRK-2212, 2213
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© Crest-Datei - Autor(en): Torsten Orth, Rainer Castor - Erstellt: - Letztes Update: 01.06.2008