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1990
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01.01.1990:

Nach Bildung einer Weltregierung wird auf der Erde das Solare Imperium ausgerufen, das gleichzeitig Rechtsnachfolger der Dritten Macht ist. Als Erster Administrator steht Perry Rhodan diesem Imperium der Menschheit vor.

19.01.1990:

18 Tage nach der Proklamation des Sonnensystems zum Solaren Imperium kehrt der kleine Forschungsraumer INVEST I vom Planeten Tramp zur Erde zurück. Rhodan hat diese Expedition ausgeschickt, um mehr über die Herkunft der merkwürdigen, Haß ausstrahlenden Roboter zu erfahren, auf die die Terranern im Jahr 1975 bei ihrer ersten Landung dort stießen. Rhodan ist einerseits interessiert daran, die Gefahr auszuschalten, die von einem Volk ausgeht, das offenbar blind vor Haß ist. Andererseits interessiert ihn die Technologie, die Gehirne über einen Zeitraum von mehreren zehntausend Jahren am Leben erhalten kann. Die Transplantation des Gehirns eines sterbenden Körpers in einen gesunden könnte der Medizin neue Impulse geben.

Die Landung der INVEST I geht fast unbemerkt vonstatten, denn die Bevölkerung von Terrania feiert noch immer ihren neuen Ersten Administrator Perry Rhodan. Doch Rhodan vergißt die Ankunft der INVEST I nicht, verschiebt einige Termine, und läßt sich vom Chef der Expedition, Dr. Small, die Ergebnisse berichten.

Unverhofft ist das Wissenschaftlerteam auf Tramp tatsächlich fündig geworden, als sie die Kraftstation der Stützpunktanlage untersuchten. Allerdings gelang es erst mit Hilfe der Astronomen, durch den Fund auf den Herkunftsort der Anlage zu schließen. Sie liegt 13.542 Lichtjahre von der Erde entfernt in Richtung der äußersten Randzonen der Milchstraße. Laut arkonidischem Sternkatalog steht dort aber nur ein unsichtbarer Radiostern, entdeckt vor etwa 6.000 Jahren.

09.02.1990:

Mehr als ein halbes Dutzend wissenschaftlicher Spezialgruppen wertet die Ergebnisse der Tramp-Expedition sorgfältig aus. Dennoch ist man nicht in der Lage auch nur zu vermuten, was das Zielgebiet wirklich enthält. Selbst die große Ortungsstation auf dem Planeten Pluto hat nur einen unsichtbaren Punkt anmessen können, der ununterbrochen als kosmische Radiostation arbeitet. Alle Versuche, diesen Punkt sichtbar zu machen, sind mißlungen. Ob im Zielgebiet Planeten existieren, konnte ebenfalls nicht festgestellt werden.

Schließlich wird das Forschungsschiff INVEST II für eine Expedition zu dem merkwürdigen Stern ausgerüstet. Perry Rhodan, Reginald Bull und die Mutanten John Marshall, Fellmer Lloyd, Gucky, Tako Kakuta und Ras Tschubai befinden sich ebenfalls an Bord, als das Schiff in 45 Lichtminuten Entfernung vom Ziel materialisiert. Sofort wird ein außergewöhnliches Schwerefeld mit harter, unbekannter Strahlung angemessen. Als sich das Schiff bis auf 15 Lichtminuten nähert, entdeckt man auch einen Planeten: Talu. Sechs Sonden werden ausgeschickt, um den Planeten zu erkunden. Die Ergebnisse sind wenig aussagekräftig und bestätigen bereits die Beobachtungen aus dem Raum - der Planet ist von einer gleichmäßig starken, acht Meter dicken Schicht aus kosmischem Staub bedeckt, und er ist außerdem exakt kugelförmig. Es kann keine Abplattung der Pole festgestellt werden. Fellmer Lloyd und John Marshall gelingt es außerdem nicht, Lebensimpulse von dem Planeten zu empfangen. Sie haben jedoch den Eindruck, daß die Welt abgeschirmt wird.

Rhodan entschließt sich zur Landung, während derer die INVEST II plötzlich von einer starken Kraft (keine Traktorstrahlen) angegriffen wird. Nach einer etwas harten Landung gelingt es selbst mit 120 % Triebwerksleistung nicht, das Schiff wieder abzuheben. Der Versuch, einen Notruf abzusetzen, scheitert ebenfalls.

In den nächsten sechs Stunden wartet die Besatzung der INVEST II auf eine Reaktion von außen und unternimmt noch zwei weitere Startversuche, die aber ebenfalls scheitern. Schließlich verläßt Reginald Bull mit acht Männern und einigen Arbeitsrobotern das Schiff, um die nähere Umgebung vom Staub zu befreien. Dabei wird festgestellt, daß unter der Staubschicht offenbar eine Art Schutzschirm existiert. Da Impulsstrahler mittlerweile ebensowenig funktionieren wie die Impulstriebwerke, wird ein Arbeitsroboter mit einem Desintegrator auf die Oberfläche geschickt, um damit zu versuchen, den Schirm zu durchbrechen. Doch obwohl diese Waffe noch funktioniert, mißlingt der Versuch. Ein Grund für das Versagen der Technik ist nicht ersichtlich.

Nachdem drei weitere Versuche, die Oberfläche Talus zu durchdringen fehlgeschlagen sind, und die INVEST II mittlerweile seit 30 Stunden auf dem merkwürdigen Planeten festsitzt, meldet Fellmer Lloyd plötzlich, daß der von Tramp bekannte Haß auftritt - dann verliert er das Bewußtsein. John Marshall gelingt es, den Ausgangspunkt der Haßstrahlung mit etwa 300 Kilometern unter der Oberfläche zu lokalisieren. Die Strahlung stammt von einem Objekt, das sich offenbar der Oberfläche nähert, denn die Haßimpulse werden immer stärker. Gleichzeitig beginnen die Scheinwerfer des Schiffes zu versagen, die Außenbeobachtung reagiert nur noch auf Infrarot. Als das Objekt schließlich auf der Oberfläche erscheint, erwacht Lloyd, erleidet jedoch sofort einen Rückfall. Man entdeckt, daß das Objekt in Wirklichkeit aus drei Personen besteht, die Haß ausstrahlen, aber auch Neugier.

Als die drei Personen die INVEST II erreichen, verlassen Rhodan, Bull und Marshall unbewaffnet das Schiff - alle Waffen haben sich bislang ohnehin als wirkungslos entpuppt. Da eine Verständigung nicht möglich ist, läßt Rhodan die drei Fremden schließlich an Bord. John Marshall versucht eine Kontaktaufnahme über Telepathie, doch die Gedanken der Fremden sind nicht zu erfassen. Ihre Gehirnwellenmuster unterscheiden sich grundlegend von denen der Roboter auf Tramp. Immerhin kann er die anderen warnen, daß die Fremden selbst Telepathen sind und ihrerseits versuchen, die Gedanken der Terraner zu erfassen. Die Terraner schirmen sich daraufhin ab. Sie ahnen nicht, daß es dafür bereits zu spät ist; inzwischen wissen die Priester von Talu längst alles über die Terraner.

Dann meldet der Chefingenieur, daß die Impulstriebwerke plötzlich wieder funktionieren. Einer der drei Fremden macht dazu eine unmißverständliche Geste - die Terraner sollen Talu verlassen. Doch Rhodan möchte noch einen letzten Verständigungsversuch unternehmen - er zeigt den Fremden Bilder von Tramp und der Station dort. Die Fremden erschrecken und verlassen das Schiff wieder.

Auf der INVEST II wird eine Lagebesprechung abgehalten. Die Impulstriebwerke sind inzwischen wieder ausgefallen. Rhodan vermutet, daß die INVEST II das erste fremde Raumschiff ist, das den Strahlungsgürtel passiert hat. In die Besprechung platzt die Meldung, daß sich erneut eine Person dem Schiff nähert. Der Fremde wird in Rhodans Kabine geführt, und nun spricht auch der Translator an. Rhodan möchte gern mit einem Kommando aus 22 Personen unter die Oberfläche des Planeten vorstoßen, den man inzwischen als Hohlwelt identifiziert hat. Der Fremde will aber nur 13 Personen den Zutritt erlauben. Außerdem kann der Zugang zu Talu angeblich nur für wenige Minuten freigegeben werden. Rhodan entschließt sich dennoch, Talu einen Besuch abzustatten.

Auf dem Weg ins Innere von Talu versagen schließlich auch die Scheinwerfer der Raumanzüge, nur im Infrarotbereich läßt sich noch etwas erkennen - und nach einem unmerklichen Abwärtsflug ist der Fremde plötzlich verschwunden. Dann tauchen, ebenfalls wie aus dem Nichts, 13 andere Bewohner auf. Der Nokturner Noin begrüßt die Terraner im Namen des Cant auf Talu. Danach will er erfahren, wie die Terraner den Weg nach Talu gefunden haben, und wer sie vor der Strahlenbarriere gewarnt hat. Doch Rhodan will diese Fragen nur dem Cant beantworten. Die Nokturner sind empört darüber und nicht bereit, den Tempel des Cant durch unwürdige Fremdlinge entweihen zu lassen. Die Terraner werden außerdem beschuldigt, die Gehirne in den Robotern auf Tramp ermordet zu haben.

Da greift Reginald Bull in das Gespräch ein und erklärt, daß ein Erdbeben die Anlage auf Tramp zerstört hat, die dann keine Energie mehr an die Roboter liefern konnte. Bully prägt den Begriff "Nokturner" für die Fremden, also Nachtseher, was diese aber nicht verstehen. Bully erklärt daraufhin, daß die Nokturner im Dunkeln leben, die Terraner dagegen im Licht. Bully ahnt nicht, damit gegen das älteste Tabu der Nokturner verstoßen zu haben; wer es wagt, darüber zu sprechen, daß es neben dem Infraroten noch ein anderes Licht geben soll, der wird von einem Gericht zur Enzephalisation verurteilt - der Trennung des Gehirns vom Körper.

Die 13 Nokturner verschwinden wieder. Die Terraner können noch nicht ahnen, daß das plötzliche Auftauchen und Verschwinden keineswegs eine Teleportation ist, sondern die Fähigkeit der Nokturner, beliebige Miniaturwelträume zu erstellen. Wenig später finden die Terraner sich in einer Art Zelle wieder. Gucky soll per Teleportation das Gefängnis verlassen, doch etwas schleudert ihn zurück.

Inzwischen beraten sich die 15 Lichtforscher der Nokturner. Die Bevölkerung von Talu ist entsetzt über die Handlungsweise der Fremden. Die Lichtforscher sind dagegen der Meinung, daß die Terraner das Wunder bringen, daß sie alles über das Licht wissen, während die Nokturner ahnungslos sind.

Als später drei Nokturner in der Zelle der Terraner auftauchen, überreichen sie Perry Rhodan eine Folie mit einer Anklageschrift - verfaßt in englischer Sprache. Gucky kann die Gelegenheit nutzen und teleportieren. In der Anklage berufen sich die Nokturner auf ihr ältestes Gesetz, das es bei Strafe der Enzephalisation untersagt zu behaupten, daß es außer dem "Sein" noch ein anderes "Sein" gibt. Die Verhandlung soll am nächsten Morgen stattfinden.

Auf seiner Flucht wird Gucky von den gleichen Kugeln angegriffen, die den Terranern schon auf Tramp zu schaffen machten. Und auch einige Roboter greifen ihn an, doch mittels Teleportation kann der Mausbiber sich immer wieder retten. Schließlich erfaßt er Gedanken, die sich mit "dem anderen Sein" befassen. Neugierig geworden, folgt Gucky der Spur und materialisiert in einem Raum, in dem es Licht und Farben gibt, außerdem brennt eine Kerze. 15 Nokturner wollen Gucky festhalten, doch Gucky stellt telepathisch fest, daß diese Nokturner Angst haben, aber auch Hoffnung und Verzweiflung empfinden. Was ihnen gänzlich fehlt, ist der in Talu allgegenwärtige Haß. Gucky wundert sich im Selbstgespräch darüber, weshalb hier Licht brennt, denn ganz Talu ist ansonsten dunkel. Als die 15 Nokturner das hören, brandet Jubel und Begeisterung auf. Die Fremden, die sich selbst als Lichtforscher bezeichnen, wollen Gucky helfen, die zwölf anderen Terraner zu befreien. Lugom, der älteste der Lichtforscher, gibt außerdem an, daß sie hier vorläufig sicher vor den Priestern sind.

Pünktlich werden die Terraner am nächsten Morgen aus ihrer Zelle geholt und sehen nun erstmals etwas vom Innern Talus. Obwohl es sich um eine Welt ohne normales Licht und ohne Farben handelt, scheinen die hier lebenden Nokturner glücklich und zufrieden zu sein. Dann erhält Marshall Kontakt zu Gucky.

Vor Gericht gibt Rhodan an, nicht über die Gesetze auf Talu unterrichtet gewesen zu sein, doch das Gericht interessiert diese Sichtweise wenig. Talu, die Welt der Welten, hat ihre eigenen Gesetze, und jeder hat sich an sie zu halten. Das Gericht ist auch informiert darüber, daß Gucky per Teleportation entkam und mit einer Gruppe "kranker" Nokturner Kontakt aufgenommen hat, die ebenfalls dem ältesten Gesetz des Cant zuwiderhandeln und behaupten, es gäbe neben dem Sein in Talu noch ein anderes Sein.

Der wenig später gefällte Urteilsspruch lautet erwartungsgemäß Enzephalisation. Und der Verdacht der Terraner wird durch die Erklärung des Gerichts bestätigt, daß die Enzephalisation gleichbedeutend ist mit der Entfernung des Gehirns aus dem Körper ist.

Plötzlich finden die 12 Gefangenen sich an einem anderen Ort wieder und treffen Gucky und die 15 Lichtforscher, die sie aus dem Gerichtssaal retteten. In den folgenden Stunden erfahren die Terraner näheres über die Geschichte der Lichtforscher und den Cant, der seit dem Bestehen von Talu diese Welt beherrscht. Außerdem wird die Theorie bestätigt, daß die Nokturner in der Lage sind, Miniaturwelträume beliebig zu schaffen. So wurde es möglich, im Innern von Talu 13 Welten unterzubringen, die alle genauso groß sind, wie Talu selbst. Dennoch gehen die Lichtforscher davon aus, daß die Priester sie früher oder später finden werden.

An Bord der INVEST II fallen inzwischen auch die letzten Systeme aus, die Luftumwälzung versagt. Das Schiff ist blind und taub geworden, kein Aggregat arbeitet mehr, die Lage wird zunehmend kritisch. Immerhin konnten die Techniker feststellen, daß der Energieabgang von den Konvertern und Generatoren durch eine allgemeine Infrarotsperre verursacht wird. Beheben können sie das Problem jedoch nicht.

Nach mehreren Angriffen durch die Priester werden schließlich zwei Lichtforscher, darunter auch Lugom, vermißt. Außerdem werden auch Gucky, Reginald Bull und Dr. Kent entführt - und die Kerze der Lichtforscher. Gucky gelingt es jedoch, Marshall anzupeilen, und zusammen mit Bully und Dr. Kent teleportiert er unter Aufbietung seiner ganzen Kräfte. Im letzten Moment entkommt er so dem sich schließenden Raum-Zeit-Gefängnis. Doch die Priester geben nicht auf, und schließlich wird die Gruppe mit einem Zeitstrahl angegriffen. Die Terraner sollen durch eine Zeitkorrektur wieder in das Gefängnis zurückgebracht werden. Dabei erhält der Cant erstmals selbst Kontakt mit den Terranern, der jedoch sofort wieder abbricht. Er befiehlt daher telepathisch, den Zeitstrahl sofort abzuschalten, und Gucky kann diesen Befehl wahrnehmen. Daraufhin teleportiert der Mausbiber und materialisiert bei Lugom und dem anderen entführten Lichtforscher. Wenig später finden sich alle drei bei den anderen wieder - und die Priester verkünden, daß der Cant die 13 Terraner erwartet. Die 15 Lichtforscher dürfen nicht mitkommen, doch Rhodan erreicht zumindest, daß ihnen nichts geschieht.

Von Noin, dem Priester der 13. Welt von Talu, der Welt des Cant, erfahren die Terraner dann die Geschichte Talus. Und sie erfahren auch, daß die Priester planen, die Sauerstoffwelten der Milchstraße mit einer Invasion zu überziehen. Es fehlt nur noch die Fähigkeit, sich unsichtbar zu machen, damit den Nokturnern das Licht außerhalb Talus nichts mehr anhaben kann. Dann wird auch das älteste Gesetz des Cant seine Gültigkeit verlieren. Aber noch besitzt es Gültigkeit, und die Terraner müssen sich der Enzephalisation unterziehen. Die Terraner erfahren, warum nur 13 Personen das Innere Talus betreten durften: Je ein Gehirn soll in Zukunft die 13 Welten in Talu steuern. Allein für diesen Zweck legten die Priester auf Tramp eine Spur, die die Terraner nach Talu führen sollte.

Die Mutanten finden heraus, daß sich die Nokturner nicht suggestiv beeinflussen lassen. Außerdem scheinen sie - die 15 Lichtforscher ausgenommen - nur Reflektoren für den Haß des Cant zu sein, denn der Haß kommt zwar von ihnen, wird aber nicht in ihnen erzeugt. Damit bestätigt sich die Annahme, daß die 15 Lichtforscher Mutationen ihres Volkes sind.

Während des langen Wartens auf die Enzephalisation beginnen die Terraner, abgesehen von den Mutanten und Rhodan, langsam den Verstand zu verlieren. Die Angst vor der Enzephalisation schlägt um in Haß - Haß gegen alles und jeden. Rhodan schürt diesen Haß absichtlich und wird schließlich von seinen eigenen Leuten angegriffen, weil er sie in diese Lage gebracht hat. Und Rhodan schreit ihnen das Wort entgegen, das sie so fürchten: Enzephalisation. Gucky kann nur mit seinen telekinetischen Kräften dafür sorgen, daß Rhodan nicht erwürgt wird. Und dann geht Rhodans Plan plötzlich auf, seine Leute in eine Angst- und Haßpsychose zu versetzen, um damit den Cant zu rufen. Er meldet sich telepathisch bei Gucky und will Noin schicken, um Rhodan zu ihm bringen zu lassen. Nur über diese Psychose war es Rhodans Theorie zufolge möglich, die Frequenz des Cant zu erreichen. Und tatsächlich - als er sich kurz meldet, hört der Haß der Nokturner für einen Moment auf.

Lloyd befreit suggestiv die anderen von ihrer Psychose und zwingt sie, wieder friedlich zu werden. Rhodan macht sich schwere Vorwürfe wegen seiner Handlungsweise, doch er will nicht, daß sie einen Block erhalten, der sie dieses Erlebnis vergessen läßt.

(Anmerkung: In der Handlung wird beschreiben, daß Gucky sich als Hypno betätigt hat, aber diese Fähigkeit besitzt er nicht. Da Fellmer Lloyd dabei ist, wird ihm diese Handlung zugeschrieben.)

Schließlich kommt Noin, um Rhodan zu holen. Doch Rhodan weigert sich - er will, daß alle die Erlaubnis erhalten, zum Cant zu gehen. Wenig später kehrt Noin zurück und verkündet, daß der Cant jetzt alle erwartet. Noin verschweigt, daß die Priester die Versorgungssysteme des Cant-Gehirns inzwischen abgeschaltet haben, weil sie ihre Machtstellung in Gefahr sahen.

Nun erfahren die Terraner die Wahrheit über den Cant - die in ihrer Gesamtheit nicht einmal den 13 Priestern bekannt ist. Das Gehirn des Cant liegt bereits im Sterben, als er den Terranern und Priestern erklärt, was nun geschehen wird. Der Cant wußte seit langem, daß die Priester planten, sein Gehirn durch das Perry Rhodans zu ersetzen. Er warnte die Priester stets vor dem Versuch, die Sterne des Universum mit Gewalt zurückzuerobern. Doch mit den terranischen Gehirnen sahen die Priester die Möglichkeit, ihre Pläne in die Tat umzusetzen. Dabei übersahen sie jedoch eine uralte Überlieferung, noch älter als das erste Gesetz Talus: "Der Cant lebt, solange Talu lebt. Er stirbt erst dann, wenn Talu stirbt. Wer den Cant mordet, mordet das Volk." Niemals haben die Priester diese Prophezeiung geglaubt, doch nun wird sie Realität. Die Erbauer Talus haben dafür gesorgt, daß nur der Cant Talu beherrscht - und wenn er stirbt, wird Talu vernichtet. Es handelt sich um einen tief in der Konstruktion eingebetteten Vorgang, der nun nicht mehr aufzuhalten ist.

Der Cant fordert die Terraner auf, Talu nun zu verlassen. Niemand wird sie aufhalten, auch die Priester nicht, die wie in Entsetzen erstarrt sind. Der Oberpriester Noin führt die Terraner zurück an die Oberfläche. Auf dem Weg zurück zur INVEST II wird der Planet bereits von ersten Todeszuckungen geschüttelt. An Bord des Schiffes funktioniert inzwischen nichts mehr, und so müssen die Teleporter die Gruppe an Bord bringen, denn auch die Öffnungsmechanismen versagen. Als Talu's Oberfläche bereits einbricht, die Teleskopstützen der INVEST II nicht mehr in der Lage sind, die Schräglage zu korrigieren und das Schiff ins Innere von Talu zu stürzen beginnt, bricht die Infrarotsperre der Aggregate zusammen, und Rhodan kann das Schiff starten. Die 13 Welten des Planeten stoßen jetzt ihre Atmosphäre in den leeren Raum hinein und nehmen dabei den größten Teil des kosmischen Staubes mit. Dann führt Rhodan eine blinde Nottransition durch. Während Talu auseinanderbricht, springt die INVEST II mit hoffnungslos überlasteten und zum Teil kurz vor der Explosion stehenden Maschinen in den Hyperraum - 50 km über der Oberfläche von Talu.

Der Sprung gelingt, und die Terraner können noch die Vernichtung Talus beobachten. Schließlich erlischt auch das Schwerefeld um Talu, und nichts erinnert mehr an die Existenz des Planeten. Danach transitiert die INVEST II zurück zur Erde.

(Anmerkung: In der Handlung heißt es, daß die Terraner die Vernichtung Talus nicht beobachten können, weil es sich um einen Infrarotplaneten handelt. Dies erscheint jedoch unglaubwürdig.)

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© Crest-Datei - Autor(en): Daniel Winkler - Erstellt: 05.02.2000 - Letztes Update: 05.02.2000