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MATERIA
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MATERIA
Cover Band 1950

Allgemeine Informationen

Hefte: 1950 - 1999 Erstveröffentlichung: Januar 1999 - Dezember 1999 Handlungszeit: 1290 - 1291 NGZ Schauplätze: Galaxis Chearth, Thagarum, Sonnentresor, Galaxis Algion, Galaxis Karakhoum, Galaxis DaGlausch, Kessel, Milchstraße, Schwarzes Loch Dengejaa Uveso, Terra Völker: Algiotische Wanderer, Tazolen, Wlatschiden, Cartagener, Gharrer, Gestalter, Terraner (Alashan) Hauptpersonen: Rhodan, Atlan, Mondra Diamond, Alaska Saedelaere, Eismer Störmengord, Mhogena, Fee Kellind, Monkey, Blo Rakane, Tautmo Aagenfelt, Kaif Chiriatha, Shabazza, Torr Samaho, Hismoom, Lotho Keraete Wissenschaft und Technik: Sonnentresor, Yaronag, Virtuelle Schiffe, Kosmische Fabriken, Ultimater Stoff, Virtuelle Quanten

Abstract:

Perry Rhodan erobert im Hoheitsgebiet von Shabazza das Fernraumschiff SOL und gelangt nach Dengejaa Uveso, dem zentralen Schwarzen Loch der Milchstraße. Dort macht die Kosmische Fabrik MATERIA unter dem Kommando von Torr Samaho, des "Meisters" von Shabazza, Jagd auf die Superintelligenz ES. In MATERIA wird der Ultimate Stoff gesammelt, der für die Kosmokraten von überragender Bedeutung ist. In einer gigantischen Raumschlacht gelingt es den Galaktikern, die Kosmische Fabrik zu zerstören.

In der Galaxis Chearth sind im Sonnentresor die Guan a Var, die Sonnenwürmer, gefangen. Diese können Sonnen zu Novae verwandeln und haben bereits die Galaxis Louipaz verwüstet. Die Algiotischen Wanderer aus der Nachbargalaxis Algion wähnen im Sonnentresor ihren Gott Gaintanu und wollen ihn befreien. Massive kriegerische Auseinandersetzungen mit den einheimischen Gharrern (das fünfte Thoregon-Volk), die von galaktischen Schiffen unterstützt werden, sind die Folge. Der Yaronag, ein Generator hyperphysikalischer Strahlung, sowie die Öffnung der Gomrabianischen Hyperraumhügel bringen die Entscheidung zugunsten der Gharrer. Doch die Sonnenwürmer dürfen nicht zerstört werden, denn sie sollen die Energien des Kessels in Zukunft auf sinnvolle Weise kanalisieren oder vertilgen und den Energiehaushalt Thoregons regulieren.

Alaska Saedelaere bricht an Bord eines Virtuellen Schiffs zu einer kosmischen Mission auf. In der Galaxis Karakhoum wirken die Gestalter, das erste Thoregon-Volk. Aus den Gestaltern war einst Shabazza hervorgegangen. Ziel des Virtuellen Schiffes ist der Kessel.

Dem Kessel droht ein Superbeben, das die beiden Galaxien DaGlausch und Salmenghest zerstören würde. Die Nation Alashan ist somit ebenfalls gefährdet. Diverse Superintelligenzen werden in dieser Region aktiv, und schließlich tauchen sechs dieser Überwesen auf, unter anderem ES, Nisaaru und Wechselbalg. Sie repräsentieren die sechs Völker der Koalition Thoregon und bilden den Rat von Thoregon. Ihre mentalen Energien und die Anwesenheit von 18 Virtuellen Schiffen sind notwendig, um ein extrauniversales Gebilde zu aktivieren, den PULS.

Die Kosmokraten wollen diese Aktivierung mit allen Mitteln verhindern. Deswegen setzen sie Kosmische Fabriken wie MATERIA ein, die von den "Dienern der Materie" kommandiert werden. In den Fabriken wird der Ultimate Stoff konserviert, das wichtigste Trägermedium kosmokratischer Macht. Der Ultimate Stoff wird aus den Virtuellen Quanten des universellen Vakuums gewonnen. Die Diener der Materie sammeln den Ultimaten Stoff, und ihnen obliegt es, die Entstehung von Thoregon verhindern.

Thoregon ist der Versuch von sechs Superintelligenzen, sich aus der kosmologischen Zweiteilung von Ordnung und Chaos zu lösen. Hin und wieder entsteht auf natürliche Weise im Universum ein "Absolutes Vakuum", eine Zone frei von Quantenfluktuationen und virtuellen Quanten. Diese "blinden Flecken" des Multiversums sind extrauniversale Zonen, die den Kosmokraten verschlossen sind; auch Kosmonukleotide und das GESETZ haben hier keinen Zugriff. Koppelt sich eine solche Zone vom Multiversum ab, so entsteht ein völlig eigenständiges Universum - die Geburtsstunde einer wirklichen Dritten Kraft neben der von Ordnung und Chaos.

Der Puls könnte sich vergrößern und vermehren und zu einer wirklichen Gefahr für die Kosmokraten werden. Da jedoch die Kosmokraten mit einer Zerstörung der Galaxien der Koalition Thoregon oder gar einer terminalen Symmeixis von Tarkan und Meekorah drohen, muss Perry Rhodan einen Pakt mit dem Teufel schließen; er handelt mit dem Kosmokraten Hismoom einen Kompromiss aus: Die Kosmokraten lassen dieses Universum und die Thoregon-Galaxien bestehen, üben keinen Einfluss mehr darauf aus, sei es durch Virtuelle Materie, DORIFER, Kosmische Fabriken, Diener der Materie, andere Helfer oder sonst wie, und der Rat von Thoregon verpflichtet sich, den Puls nicht auszuweiten und auch keine neuen Thoregons zu schaffen.

Hismoom prophezeit den Mitgliedsvölkern von Thoregon ein Jahrtausend der Kriege...

Handlung

Die Sonnenwürmer

Während die Milchstraßenvölker, darunter sogar die Terraner, sich nicht dazu durchringen können, den Gharrern zu helfen, beteiligen sich die Maahks aus Andromeda mit zehn Kampfschiffen an der Expedition nach Chearth, 15 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt. Das stärkste Schiff der Flotte ist die GILGAMESCH, das offizielle Flaggschiff der Aktivatorträger.

Rings um den Sonnentresor tobt ein galaktischer Krieg, an dem sich Raumschiffe zahlreicher Völker aus Chearth und der Nachbargalaxis Algion beteiligen. Hauptkontrahenten sind die Gharrer und die Algiotischen Wanderer. Die Verbündeten aus der Milchstraße und Chearth setzen alles auf eine Karte, und Atlan gibt den Befehl, die zentrale Schaltwelt Thagarum anzugreifen. Doch die Algioten belagern weiterhin den Sonnentresor und versuchen mit allen Kräften, die Sperren zu beseitigen, die die Guan a Var gefangen halten.

Die Algioten sind von ihrem Glauben getrieben, ihren Gott Gaintanu befreien zu wollen und erhoffen sich Unsterblichkeit, wenn erst einmal das "Tor der Erleuchtung" geöffnet ist. Der erste Vorstoß wurde von den psi-reflektorischen Kräften der Gharrer abgewehrt; der zweite begann mit Shabazzas Hilfe mit einem Vormarsch über die bestehende "Sternenbrücke" im Leerraum in Form der Verbindungsbahnhöfe: die Algioten setzten eine Invasionsflotte von 200.000 Raumern ein und besaßen ein Gegenmittel gegen die Psi-Reflexion der Gharrer.

Es kam zum Widerstand der Gharrer und Wlatschiden und anderer Chearth-Völker. Die Gharrer wollen ihre Fähigkeit der Psi-Reflexion mit Hilfe des Netz-Neutralisators wieder herstellen.

Der Sonnentresor besteht aus 61 Sonnen, die in annähernder Kugelform angeordnet sind; das Gebilde hat die Form eines gigantischen Fullerens. Die einander überlagernden Hyperenergiefelder der einzelnen Sonnen bilden eine Hülle, die die Guan a Var, die "Monster von Louipaz", nicht durchbrechen können. Sie sind auf dem zentralen Stern des Sonnentresors, dem roten Überriesen Skoghal, gefangen.

Die GILGAMESCH kann gegen die Übermacht von 200.000 Raumschiffen der Algiotischen Wanderer wenig ausrichten. Deswegen kontaktieren die Galaktiker die Superintelligenz Nisaaru, zu deren Mächtigkeitsballung Chearth gehört. Doch Nisaaru erklärt, dass sie nicht helfend eingreifen kann, weil große, kosmische Aufgaben auf sie warten. Die Galaxis Chearth mit ihren Bewohnern, den Gharrern, Wlatschiden oder Cartagenern, scheint auf sich allein gestellt.

Auch Vincent Garron ist am Sonnentresor mit anwesend. Die Hyperraumstrahlung der 61 Sonnen des Sonnentresors macht Garron zu schaffen. Der Todesmutant verändert sich körperlich und psychisch und versinkt in Trance.

Der ehemalige Anführer der Algioten, Vil an Desch, läßt sich von den Fakten der Galaktiker überzeugen, nachdem diese ihn gefangengenommen haben. Er entwickelt sich zum Ketzer der Tazolen, eines Volkes der Algiotischen Wanderer. Für die Zivilisation der Tazolen ist die Substanz Elcoxol unverzichtbar, sie würden sonst austrocknen.

Ein kleines galaktisches Kommando unter Ronald Tekener stößt in das Innere des Sonnentresors vor und erfährt dort Details aus der Vergangenheit der Guan a Var:

In ferner Vergangenheit entwickelten sich In der Galaxis Louipaz die Joridaer zum wichtigsten Volk. Die begabten Gen-Konstrukteure entdeckten auf einer Extremwelt Würmer, die sich von Sonnen- und Hyperenergien ernährten. Sie begannen diese Würmer zu züchten und zu manipulieren, bis sie eine Größe von hundert Metern erreichten. Weitergehende Manipulationen wandelten diese Würmer in intelligente Wesen um, die als organische Raumschiffe einzusetzen waren. Diese Symbiontenschiffe wurden als Guan a Var bezeichnet.

Im Laufe der Jahrtausende mutierten die Guan a Var, sie benötigten immer mehr Hyperenergie und verloren den Kontakt zum Standarduniversum. Die Joridaer wurden getötet. Die Guan a Var, Sonnenwürmer, entwickelten sich zu fünfdimensionalen Wesen. In Rudeln fielen sie über Sonnen her, zapften diesen Energie ab, bis sie kollidierten und zu Novae wurden. Sie wurden zu den Monstern von Louipaz und verwandelten die ganze Galaxis in eine Sterneninsel des Todes. Als die Nonggo den Sonnentresor in Chearth errichteten, sprangen die Guan a Var dahin und wurden dort für Jahrtausende gefangengenommen.

Die Guan a Var sind also Hyperraumwesen, sie ernähren sich von Hyperenergien. Dazu reicht die normale Hyperenergieproduktion eines Sterns nicht aus - also wird die Fusionsreaktion von den Sonnenwürmern intensiviert und beschleunigt, und als Hyperraumwesen haben sie dazu die Kräfte. Die mit dem Wasserstoffbrennen verbundenen hyperenergetischen Emissionen stellen die eigentliche Nahrung dar. Die Monster springen zum nächsten Sonnenhappen oder haben sich zum Teilungsprozeß im Hyperraum verkapselt, während der von ihnen vergewaltigte Stern explodiert und zur Nova wird.

Drei Sonnenwürmer brechen aus und bedrohen die Sonnensysteme der Galaxis Chearth. Das Eleprysi-System mit dem Planeten Holter geht unter.

Die Haluter aus der Milchstraße treffen in Chearth ein - mit dem "Yaronag". Das Gerät besteht aus einer großen Zentraleinheit, dem Nagidor, und insgesamt 60 Modulen. Jedes Modul verfügt über einen Hypertrop und einen Hyperenergie-Speicher, über einen Umformer, der herkömmliche Hyperraumstrahlung in ultrahochfrequente Signale umwandeln kann. So dient der Yaronag zur Erzeugung und spezifischen Projektion von ultrahochfrequenten Emissionen des hyperenergetischen Spektrums.

Durch die UHF-Energie wird im Sonnentresor einerseits der Hyperenergiekäfig erzeugt, dem die Sonnenwürmer nicht entweichen können. Zum anderen läßt sich durch Variation der Emissionen ein Beschuß erzielen, der für die Guan a Var tödlich wirkt.

Nachdem 100.000 Haluter in Chearth eingetroffen sind, kommt es zu einer verheerenden Raumschlacht, die mit hohen Verlusten für die Algioten zu Ende geht.

Doch die Manipulationen der Algioten haben gefährliche Folgen. Längst ist das hyperphysikalische Gleichgewicht im sogenannten Sonnentresor aufs höchste gefährdet. Die Sonnenwürmer könnten freigesetzt werden.

An den "Gomrabianischen Hyperraumhügeln" erfüllt sich fast das Schicksal der kompletten Invasionsflotte der Algioten. Die Hyperraumhügel umgeben das eigentliche Tor zum "Tiefen Tal", zur Dimension der Tiefe, der n-dimensionalen Trennschicht zwischen den Universen. Dieses Tor ist ein schüsselförmiges Gebilde, bei dem es sich um einen unsachgemäß behandelten "Bahnhof in die Tiefe" und gleichzeitig Ausgangspunkt einer die Raum-Zeit-Struktur verzerrenden, n-dimensionalen Strahlungsquelle handelt.

Die Öffnung der "versiegelten" Gomrabianischen Hyperraumhügel würde den Tod von Abermillionen von Algioten bedeuten. Zur Aufhebung eines Siegels sind normalerweise viele Meister des Grauen Sandes notwendig. Die Haluter hatten sich allerdings im Rahmen des Yaronag-Baus mit künstlicher UHF-Erzeugung beschäftigt, als Abfallprodukte standen dann Projektoren und Transformer zur Verfügung, die zumindest unmoduliert-ungerichtete UHF-Emissionen erzeugen können - und diese tangieren auch das Spektralband des Paranormalen. So kommt Mhogena die Aufgabe eines Katalysators zu: er nimmt die von den Halutern erzeugte UHF-Emissionen auf und benutzt seine Gabe der Psi-Reflexion, um ihnen ein spezifisches Muster aufzuprägen. Das Siegel wird gelöst und die Algioten stürzen zu Tausenden ins Tiefe Tal. Doch bei Mhogena treten Schuldgefühle auf, geplagt von der Stimme seines Schattenbruders, des Totlings, und mit letzter Kraft schließt er das Siegel.

Zugleich ist der Zusammenbruch des Sonnentresors nur noch eine Frage der Zeit. Zwar besitzen die Haluter mit dem Yaronag über ein wirkungsvolles Gerät, um alle Sonnenwürmer töten zu können. Doch Sirku, der Splitter der Superintelligenz Nisaaru, rät davon ab.

Es kommt zu internen Streitereien unter den algiotischen Invasoren. Die Tazolen meutern. Mit Dro Ga Dremm war auf der Seite der Algioten ein Scoctore an die Macht gekommen, dem die Befreiung des angeblich im Sonnentresor gefangenen Gottes nicht genug ist: er wollte die Macht über zwei Galaxien.

Doch die Algioten können den verbündeten Flotten der Chearther und Haluter sowie den Netz-Neutralisatoren nicht lange standhalten. Die Algioten unter Vil an Desch ziehen sich in ihre Heimat zurück, und in Chearth endet der Krieg.

Die Energiegitter des Tresors erlöschen, und in den Sternen des Tresors und seiner Umgebung halten sich keine Sonnenwürmer mehr auf. Die Guan a Var kommen ihrer Bestimmung nach: "Gan Grango Ranka" - der Sprung durch das Große Nichts.

Die Sonnenwürmer sollen die Kräfte des Kessels bändigen und das Superbeben verhindern. Die Aufgabe der Guan a Var wird es sein, den Energiehaushalt der entstehenden Koalition Thoregon zu regulieren.

Das Virtuelle Schiff

In ferner Vergangenheit konstruierten die Baolin-Nda eine Fabrik, in der spezielle Raumschiffe hergestellt wurden, die Virtuellen Schiffe. Ein wichtiges Bauteil war der K-Faktor. Mit Hilfe der Virtuellen Schiffe sollte eine energetische Manipulation vorgenommen werden. Die Baolin-Nda glaubten, dass damit eine Eigenschaft des Raums selbst verändert werden sollte, und zwar auf einem sehr hohen, kosmischen Niveau.

Alaska Saedelaere gelangt an Bord eines dieser Virtuellen Schiffe. Es handelt sich um eine etwa 450 Meter lange Walze mit silberner Hülle und einem Durchmesser von annähernd 250 Metern. Über die silberne Außenhaut verläuft ein Netz von Rohren, die im Durchschnitt anderthalb Meter dick waren, so dass es aus der Ferne aussah, als sei die Walze von diesem Geflecht eingesponnen. Die Rohre kreuzen und verzweigen sich in verschiedenen Winkeln. Mit Hilfe des Rohrnetzwerks können sechsdimensionale Zustände erzeugt werden.

Die "VIRTUA/18", auf der sich Alaska befindet, ist das letzte Virtuelle Raumschiff, das den Baolin-Deltaraum vor der Katastrophe verlassen konnte, als Nano-Kolonnen in diese Sphäre eindrangen. Das Schiff besitzt eine gigantische technische Packungsdichte. Der Raumer ist in seinen Teilbereichen mit seinen entsprechenden Aggregaten räumlich manipuliert worden. Folglich konnten riesige Gebilde auf engstem Raum untergebracht werden, ohne dass sie dabei ihre Funktionsfähigkeit verloren. Wäre die VIRTUA nach normalen Methoden konstruiert worden, hätte sie die Dimensionen eines Sporenschiffs erreicht hätte.

Viele wichtige Teile der VIRTUA/18 waren nach der Lautareen-Methode miniaturisiert worden. Die wie kleine Insekten aussehenden "Mikroben" oder "Aggregate", die scheinbar nur die Größe einer Streichholzschachtel aufwiesen, erreichten "entzerrt" die Größe eines Raumers der alten 2500-Meter-Galaxisklasse.

Das Einsatzgebiet des Virtuellen Schiffs sollte im "Kessel" liegen, jenem Raum zwischen den Galaxien DaGlausch und Salmenghest. Dort sollte der "PULS" entstehen, der für den Aufbau der Koalition Thoregon unabdingbar ist.

Die Gestalter und Shabazza

Alaska Saedelaere bricht an Bord des Virtuellen Schiffs zu einer kosmischen Mission auf. Die Gestalter und ihre Galaxis Karakhoum sind das Ziel des Virtuellen Schiffes.

Die "Gestalter" sind das erste Thoregon-Volk. Es handelt sich um non-organische Geschöpfe, die äußerlich an Asteroiden erinnern. Sie sind vor langer Zeit aus einer Wesenheit hervorgegangen, die die "Namenlose" oder die "Vergessene" genannt wird. Die Gestalter haben die Möglichkeit, in Körper und Geist anderer Lebewesen zu wechseln, sie haben die Fähigkeit zur Seelenwanderung. Sie werden seit Äonen durch ein "gemeinsames Feld" zusammengehalten, eine Art Aura aus psionischer Energie. Aus dieser Energie speist sich auch der "Abstoßpol", der einzelnen Gestaltern ermöglicht, riesige Entfernungen mit einem Sprung zu überwinden. In unregelmäßigen Abständen hatten die Gestalter gespürt, wie psionische Wellen ihr "gemeinsames Feld" trafen - und diese Wellen waren stets aus der Galaxis Karakhoum gekommen. Die Gestalter sollten in die Virtuellen Schiffe übernommen werden und dort die K-Faktoren bilden.

Einer dieser Gestalter war Aba Ossaq, das "Licht der Sterne". Bereits seine Entstehung und Geburt verlief merkwürdig: Juhrn Anha prallte auf einer Reise zur Galaxis Karakhoum mit einer fremden Geistesmacht zusammen, die ihm böse erschien. Diese Begegnung leitete die Teilung ein, in einem sehr frühen Alter. Er entzog sich der Kontrolle seines Volkes und besaß ungewöhnliche Kräfte. Später nannte er sich Sha Bassa.

Irgendwann tauchte ein direkter Beauftragter Torr Samahos bei ihm auf, der Roboter Cairol der Zweite. Dieser versuchte Sha Bassa für Torr Samaho zu gewinnen, um gegen die Koalition Thoregon zu arbeiten. Sha Bassa lehnte ab, es kam zum Kampf gegen Cairol.

Als Sha Bassa irgendwann in den Asteroidenschwarm zurückkehrte, verspürte er eine fremde Macht, die nach seinem Geist und seinem Asteroidenkörper griff. Er würde zu einer unvorstellbaren Gefahr für die Völker von Karakhoum und sogar des gesamten Universums werden...

Perry Rhodan, die SOL und MATERIA

Perry Rhodan kann mit einem Einsatzteam auf Century I, einer Zentralwelt Shabazzas, die SOL zurückerobern, die nun zu "THOREGON SECHS" wird. Die SOL wurde umgebaut, bekam eine neue Außenhülle aus dem widerstandsfähigen Material Carit und ein neues "Hypertakt"-Triebwerk.

Der Bebenforscher Eismer Störmengord will im Ring von Zophengorn die Organisation der Bebenforscher reformieren. Der Doppelgalaxis Whirlpool droht eine kosmische Katastrophe: Der Ring-Großrechner prognostiziert den Untergang von DaGlausch und Salmenghest innerhalb eines Jahres. Das gesamte Gebiet der beiden Galaxien wird sich in eine gigantische Bebenzone verwandeln. Alashan, Zophengorn, alle Zivilisationen würden im Sog einer gewaltigen Naturkatastrophe untergehen. Nach dem Ende des Superbebens würden DaGlausch und Salmenghest Galaxien ohne Leben sein, ein im Universum einzigartiges Leuchtfeuer aus explodierenden Sonnen.

Perry Rhodan fliegt mit der SOL nach Gorhoon, der Galaxis der Nonggo. Als das Schiff das Ziel erreicht, erkennt Rhodan, daß das Bordgehirn SENECA die Besatzung die ganze Zeit getäuscht hat: die SOL ist im Sol-System angekommen, und die Besatzungsmitglieder sind Gefangene von SENECA. Das Schiff ist in der Gewalt einer Nano-Kolonne, die im Sinne von Shabazza agiert. Schließlich wird ein neues Ziel angeflogen: das zentrale Schwarze Loch der Milchstraße, Dengejaa Uveso. Die Kosmische Fabrik MATERIA ist hinter dem Ereignishorizont des Black Hole in Position gegangen, in dem sich eine Superintelligenz verbirgt. MATERIAs Absicht besteht darin, diese Entität zu lokalisieren und zum Vorschein zu bringen. Vermutlich soll sie gefangen werden.

Perry Rhodan nimmt den Kampf gegen MATERIA auf. Sein Plan ist, das Fernraumschiff SOL, den Planet Camelot mit allen verfügbaren Ressourcen und 50.000 Schlachtschiffe des Galaktikums für die Schlacht gegen die kosmische Fabrik zu rekrutieren. Außerdem sollten die Helioten, Nutzer der Brücke in die Unendlichkeit, auf Seite der Milchstraßenvölker eingreifen.

MATERIA ist die wichtigste Bastion jener Kräfte, die gegen Thoregon kämpfen. Deswegen sucht Perry Rhodan die Entscheidung am Schwarzen Loch. Der Terraner mobilisiert die SOL und ihre Besatzung gegen die Kosmische Fabrik. Mit von der Partie sind der Mausbiber Gucky, der Haluter Blo Rakane, der Oxtorner Monkey und der Hyperphysiker Tautmo Aagenfelt. Sie treffen auf den Letztgeborenen der Erranten, Ki thaRao.

Vergangenheit: Die Kosmischen Ingenieure

Der Errante Ki tha Rao offenbart den Galaktikern die Verbindungskette zwischen Porleyter über die ersten Generation der Kosmischen Ingenieure bis zu dem Nebenzweig, der ins Kollektivbewußtsein der Querionen mündete, vor 2,2 Millionen Jahren.

Damals hatten die Porleyter den Frostrubin verankert. Dieses geschah unmittelbar nach einer Heimsuchung Hathorjans (die Andromeda-Galaxis), deren Sterne von einer Explosion erschüttert wurden, welche die Leuchtkraft von mehreren Milliarden Sonnen entwickelte. Für die Hathor war dies ein traumatisches Erlebnis.

Nachdem die Porleyter spurlos verschwunden waren, übernahm der Hathor Terak Terakdschan von ihnen den Grundgedanken eines Wächterordens. Er gründete im Auftrag der Hohen Mächte auf der Welt Khrat den Orden der Ritter der Tiefe.

Die Hathor besiedelten mit ihren riesigen Silberkugeln Abertausende Sauerstoffwelten und versuchten, in Harmonie mit der Umwelt zu leben.

Von den hathorischen Rittern der Tiefe erhielten die Kosmischen Ingenieure auf ihren Werftinseln Aufträge. Als die Kosmischen Ingenieure unter dem Gewölbe des Doms Kesdschan die Steinerne Charta von Moragan-Pordh fanden, mussten sie erkennen, daß die geistigen Ursprünge ihres Volkes bei den Porleytern lagen, die in Hathorjan den Frostrubin beobachtet hatten, um seinen Kurs zu bestimmen. Diese Beobachter wurden von der Explosion förmlich zerfetzt, und aus ihren Bewußtseinsfragmenten, die mit primitiven hominiden Lebewesen verschmolzen, entstanden dann die Erranten, bekannt als die Kosmischen Ingenieure.

Fortan dienten die Kosmischen Ingenieure den kosmischen Ordnungsmächten, und sie arbeiteten häufig mit den Rittern der Tiefe und ihren Orbitern zusammen. Die Ingenieure erbauten Stützpunktanlagen, lieferten Waffensysteme, bauten Großflotten einschließlich der damit verbundenen Infrastruktur und auch nanominiaturisierte Einzelaggregate mit hoher technischer Packungsdichte und dimensionaler Größenverzerrung. Die Ingenieure lebten in großen Werftinseln und Plattformen, mit denen sie von Stern zu Stern und von Galaxis zu Galaxis zogen.

Die Hathor lebten auf hunderttausend Welten nach denselben Prinzipien; gewaltige Netze waren entstanden, robotische und biomechanische Konstrukte, die für alles sorgten. Das Hahtor-Reich zerbrach langsam.

Ein Großteil der Kosmischen Ingenieure ging daran, mit 35 anderen Völkern einen Sternenschwarm zu bauen. Dieses Projekt war als "Phase Zwei" umschrieben und auf Initiative der Sieben Mächtigen eingeleitet worden, die zuvor in der "Phase Eins" mit ihren Sporenschiffen On- und Noon-Quanten über das Weltall verstreut hatten.

Nach Fertigstellung des Schwarms vollzogen die 36 Völker, die von sich fortan als Querionen sprachen, gemeinsam die Vergeistigung.

Später wurde die Lokale Gruppe von einem aus Antimaterie bestehenden Sternenfresser, dem Suprahet, bedroht. Die Schwarmerbauer gewannen ihre körperliche Gestalt zurück und begannen mit dem Bau von Fallen in Gestalt von Weltenwallsystemen, vor allem in der Hathorjan benachbarten Sterneninsel.

Später suchten die Horden von Garbesch die Galaxiengruppe heim. In Hathorjan standen die aus den Hathor hervorgegangenen Hüter des Lichts mit wenigen Querionen und einigen Vorfahren der Erranten den Invasoren gegenüber, während in der Milchstraße der Ritter der Tiefe Armadan von Harpoon und die als Petronier bezeichneten Galaktischen Ingenieure der dortigen Querionen aktiv war.

In Hathorjan gaben die Querionen in Verzweiflung ihre körperliche Gestalt auf und erlangten in Form nonorganisch-hyperenergetischer Kugelwesen neue Gestalt und nutzten ihre Möglichkeiten, um Sonnen zu mächtigen Abwehrbarrieren zu gruppieren. Aus Kosmischen Ingenieuren wurden Sonneningenieure.

Dann kam es zu einer Invasion von Wesen aus einem anderen Kontinuum. Diese Bedrohung nahm so große Ausmaße an, daß die zwölf in Hathorjan verbliebenen Hüter des Lichts ihre ganze Macht aufwenden mussten, um sich ihrer zu erwehren. Nur zwei überlebten: Yuga und Marduk Lethos. Die wenigen noch existierenden Sonneningenieure bewegten Sonnen und rissen Planeten aus ihren Bahnen, um sich günstige Lebensbedingungen zu schaffen.

Die Kosmischen Ingenieure waren ebenfalls dezimiert. Ein Teil von ihnen wurde von walzenförmigen Mutterschiffen kleiner hominider Beauftragter (Androiden) der Hohen Mächte zu Stätten neuer Aufgaben gebracht: sie sollten eine neue Generation Kosmischer Fabriken in Dienst stellen...

Die Erranten durchstreiften mit MATERIA tausende Galaxien. Robotereinheiten brachen auf, um für Rohstoffnachschub zu sorgen. In MATERIAs Vakupressor-Domen gewonnener Ultimater Stoff, gelagert in Transdimensionalen Zustandswandlern, verließ die Kosmische Fabrik.

Irgendwann übernahm ein neuer Befehlshaber das Kommando: Torr Samaho. Später erschien der Roboter Cairol, und die Erranten verloren mehr und mehr an Einfluß. Immer weniger Kinder wurden geboren.

Der Hantelraumer SOL wurde auf MATERIA gebracht und umgebaut.

Hathor und Porleyter traten von der Kosmischen Bühne ab, die Querionen vergeistigten, einige wurden zu Gängern des Netzes, andere zu Oldtimern und Barkoniden. Die Sonneningenieure gingen im Schoß der Mütter auf. Die Paddler wurden zum großen Teil von den Meistern der Inseln vernichtet.

MATERIA versus ES

Die Grundform Kosmischen Fabrik MATERIA ist ein zehn Kilometer dickes Fünfeck mit jeweils 33 Kilometern Seitenlänge, auf dem sich bis zu 60 Kilometer hohe Aufbauten erheben. Die Außenhülle von MATERIA besteht aus golden glimmernden Carit. Kommandant von MATERIA ist Torr Samaho, ein Diener der Materie.

MATERIA gewinnt den Ultimaten Stoff aus Quantenfluktuationen des Vakuums. Ein Großteil des Ultimaten Stoffs wird hinter die Materiequellen transportiert, weil er dort aus physikalischen Gründen nicht hergestellt werden kann.

Schon ein einzelnes Quant des Ultimaten Stoffes ruft eine heftige Lichtreaktion im Vakuum hervor; dies deutete auf eine extrem exotische Struktur und enormes Energieäquivalent hin. Die Heisenbergsche Unschärferelation bezieht sich auf Ort und Impuls oder Energie und Zeit. Einer ausreichend kurzen Zeitspanne wäre demnach eine extrem große Energiemenge komplementär. Dem Extremwert von Nullzeit entspräche eine Energie von Unendlich. Jedes zeitlose Quant beinhaltet unendliche Energie, befindet sich in einem vollkommen virtuellen Zustand. So geschieht in MATERIA eine Umsetzung bzw. Ausnutzung von Quantenfluktuationen.

Bei den Vakupressor-Domen MATERIAs handelt es sich um Hohlkugeln von sechs Kilometern Durchmesser. Integriert sind diverse Generatoren und Spulen, die der Erstellung von hyperenergetischen Kraftfeldern dienen; Eingangs-Saugwirkung, Bündelung, Filterwirkung, Ausschuß-Abscheidung, Strukturstabilisation usw.

Die von MATERIA eingefangenen Quanten werden durch zeitverlustfrei zugreifende Strukturfelder, die ähnlich Fiktivtransmittern arbeiten, zu den eigentlichen Lagerhallen weitertransportiert. In der Halle sind 14 halutergroße Ellipsoide feldenergetisch verankert. Diese Kokons bestehen aus Materieprojektionen. Im Zentrum rotierten winzige Körper: transdimensionale Zustandswandler in Mikrobausweise mit extremer Packungsdichte. In diesen kleinen Kapseln wird Ultimater Stoff bis zum Abtransport hinter die Materiequellen aufbewahrt.

Unter dem Ereignishorizont des Schwarzen Lochs Dengejaa Uveso taucht ES taucht auf. MATERIA führt eine Hetzjagd gegen die Superintelligenz mit kosmokratischen Mitteln.

Der junge Terraner Lotho Keraete aus dem 26. Jahrhundert durchlebte eine merkwürdige Veränderung. Nach langen Jahren in der Galaxis DaGlausch ist er in ein neues Wesen umgewandelt worden - es ist zum ES-Boten geworden. Seinen ersten Einsatz erlebt er am Schwarzen Loch im Milchstraßenzentrum - es handelt sich um die Schlacht um Wanderer. Wanderer ist eine Kommunikationsplattform oder Kontaktstelle von ES.

Der Angriff MATERIAs läßt sich in drei Phasen untergliedern: zunächst wirkt ein Stasisfeld in großräumigem Sinne, hinzu kommt die machtvolle Bewußtseinsausstrahlung Torr Samahos, und schließlich kommen Millionen abregnender Roboter hinzu. Die in den Bewußtseinsblock von ES integrierten Teilbewußtseine werden abgestoßen. Sie treten als Kämpfer gegen die Roboter auf.

Shabazza wird auf MATERIA von Rakane, Gucky und dem Oxtorner entführt und an Bord der SOL gebracht. Shabazza ist Massenmörder, Täuscher und Lügner, ist als Gestalter gewohnt, in Maske und verdeckt zu operieren. Sein Bewußtsein nistet sich im Geist von Perry Rhodan ein und begeht in dessen Namen mehrere Verbrechen. Bré Tsinga, Lotho Keraete und Blo Rakane setzen sich auf seine Spur, und auf Lepso kämpft Rhodan gegen seinen schlimmsten Feind. Shabazza wird getötet.

Im Milchstraßenzentrum setzt Perry Rhodan gegen MATERIA eine Geheimwaffe ein - die SOL-Doublette. Das Kristallimperium macht mobil. Rhodan gibt Camelots Position bekannt. Die SOL, 20.000 Diskusschiffe der Gataser, 35.000 der übrigen Gataser, 200 Einheiten der Akonen, 1200 Kampfschiffe anderer Völker, und die SOL-Doublette gehen in Einsatz.

Es gigantische Schlacht am Ereignishorizont entbrennt zwischen der galaktischen Flotte und MATERIA. Situationstransmitter bzw. Stoßimpuls-Generator erzeugen einen Feuerring; bei dieser Sonnenschleuder-Aktion wird eine Hypersonne ausgestoßen. Der "Zwillen-Effekt" kommt zum Tragen: extrem dicht gepackte, in sich vielfach verschlungene und verknotete ultrahochfrequente Hyperenergie formt einen Käfig, aus dem es kein Entrinnen gibt. Doch auch dieses Potential erweist sich gegen MATERIA als wirkungslos. Ausschlaggebend ist schließlich die Explosion des Transdimensionalen Zustandswandlers: das in ihm gespeicherte Energiepotentials führt zur Zerstörung MATERIAs. Doch Torr Samaho kann dank seines Anzugs der Macht entkommen.

Die Diener der Materie

Vor mehr als einer halben Million Jahren hatte ein Krieg in direkter Nachbarschaft zu der Galaxis Erranternohre getobt, angeblich in Zusammenhang mit der Materiequelle Gourdel. Die Sterneninsel Kohagen-Pasmereix war der Schauplatz einer kosmischen Auseinandersetzung, der Schlacht zwischen den kosmischen Urmächten Kosmokraten und Chaotarchen. Neun Kosmische Farbiken kämpften gegen neun Chaotender.

Am Ende der Schlacht hörte Kohagen-Pasmereix als galaktische Struktur auf zu existieren. Das System der galaktischen Schwerkraftlinien wurde zerschlagen, und die Materie des galaktischen Zentrums wurde zu mehr 90 Prozent in einen energetischen Plasmazustand umgewandelt. Naturgesetze galten nicht mehr, Kugelsternhaufen lösten sich in Energie auf, das Thermodynamisches Chaos brach aus.

Pooryga war die Nachbargalaxis von Kohagen-Pasmereix. Der Planet Crozeiro in Galaxis Pooryga war die Heimat von Samaho, dem Prinzregenten. Durch das GenOps-Programm konnte jeder Crozeire, der seine Zeit der Fortpflanzung gekommen sah, auf freiwilliger Basis eine genetische Optimierung durchführen lassen. Dem Erbgut wurden zwei künstliche Genkomplexe zugefügt.

Irgendwann wurde Samaho zum Mörderprinz: er vernichtete sein Volk. Die Kräfte in seinem Inneren, die durch die Aufnahme von vier Millionen Individuen entstanden waren, bedurften einer lange währenden Koordination. Jeder Bewusstseinsinhalt war durch sein Menta vertreten, seinen seelischen Betrag, der nach dem Tod des jeweiligen Individuums fortbestand. Samaho hegte das Gefühl, dass er auch das Wissen der Crozeiren übernommen hatte. Vier Millionen Splitter wurden integriert und zu einem Ganzen gefügt.

Samaho traf dann auf den Roboter Cairol. Cairol suchte besondere Kommandanten für die Kosmsischen Fabriken: Diese müssen im Interesse der Kosmokraten tätig werden. Sie müssen Kenntnisse über den Aufbau des Universums besitzen, die weit über das normale Maß hinausreichen. Sie müssen die Natur von Ereignissen begreifen können, die auf das GESETZ Und auf die Materiequellen Einfluss haben. Die Kommandanten sollen keine Superintelligenzen sein, aber sie , die kommenden Diener der Materie, benötigen Geistesgaben, die sie auf eine Stufe stellen mit den Mächten des Universums.

Samaho wurde in den Körper eines Maunari transferiert. In Röhren lagerten ungeschlachte, zyklopenhafte Körper. Die Schädel der Geschöpfe waren riesenhaft und liefen spitz nach oben hin zu. Die Gestalten besaßen alle nur ein Auge, ein ovales, grünes Schandmal, dreißig Zentimeter breit und zwanzig Zentimeter hoch. Es handelte sich um Maunari; einige wenige Exemplare eignen sich dafür, zu Rohkörpern umgebaut zu werden. In den Röhren wurden die Körper der Maunari optimiert.

Insgesamt erhielten neun Wesen Maunari-Körper; sie sollten zu "Dienern der Materie" werden.

Einem überzähligen Zyklopenleib kam eine spezielle Bedeutung zu: Die zehnte Konserve diente dazu, dass der Kosmokrat Hismoom herabstieg. Erst seine Zustimmung erhebt die neuen Diener zu vollwertigen Mächtigen.

Hismoom sprach: "Das Universum besteht aus einer Vielzahl von Universen. Eines dieser zahllosen gleichwertigen Universen ist das eure, ihr Diener der Materie..."

"...und über das unendliche multiversale Spektrum führen die Kosmokraten und die Chaotarchen einen Krieg. Die Kosmokraten stehen für das Kosmische Prinzip der Ordnung. Die Chaotarchen verfechten das Ende aller Struktur, die Verschmelzung des Universums zu einem thermodynamischen Chaos, in dem eine Femtosekunde vor dem Untergang das GESETZ selbst seine Geltung verliert...

Das wichtigste Hilfsmittel der Kosmokraten im Kampf gegen das Chaos ist die Intelligenz. Zu diesem Zweck setzen wir Sporenschiffe ein, deren On- und Noon-Quanten die Grundlagen des Lebens säen. Die Schwärme, von unseren Helfern erbaut, tragen Intelligenz in die so vorbehandelten Quadranten des Universums.

Wenn das Leben entstanden ist, beginnt häufig erst der Kampf. Dann erscheinen die mächtigen Chaotender, die Werkzeuge der Chaotarchen, und begeben sich in einen Kampf gegen die Kosmischen Fabriken. So geschehen im Standarduniversum, in der Galaxis Kohagen-Pasmereix...In der Schlacht von Kohagen-Pasmereix wurden sämtliche Chaotender vernichtet, die für das Standarduniversum geschaffen wurden. Auch die Diener der Materie starben in dieser Schlacht.

Aber die neun Fabriken, die sie beherrscht hatten, blieben uns erhalten. MATERIA und NAR SARENNA, WAVE, ROA KERENA und JORGON, NOCTUA und SUVARI, GUE und KYMBRIUM, sie alle existieren noch. Wir müssen sie lediglich mit neuen Diener der Materie bemannen, dann können sie ihren Betrieb zum Segen der Ordnung wiederaufnehmen...

"Zu den Aufgaben der Kosmischen Fabriken zählt weiterhin, den Ultimaten Stoff zu sammeln. Es handelt sich dabei um eine spezielle Form von Quanten, die einmal zu Materie werden sollen; wir aber benötigen den Ultimaten Stoff hinter den Materiequellen, bevor er noch zu Materie werden kann. Sämtliche Kosmischen Fabriken sind dafür ausgerüstet, den Ultimaten Stoff einzufangen. Unserer Beauftragten werden in unregelmäßigen Abständen die gefüllten Transdimensionalen Zustandswandler abholen lassen...

Es ist damit zu rechnen, dass in den kommenden Jahrmillionen ein Thoregon errichtet werden soll. Diese Errichtung muss selbstverständlich verhindert werden. Es wird Aufgabe der Diener der Materie sein, auf die Zeichen zu achten; es ist nicht immer einfach, die Pläne von Superintelligenzen zu durchkreuzen.

Ihr werdet sehr, sehr mächtig sein, niemand in diesem Universum wird über euch stehen, ihr Diener der Materie...Die Diener der Materie können das Standarduniversum niemals verlassen. Sie können nicht in das Multiversum vordringen, sie können nicht über Kosmonukleotide wie DORIFER oder TRIICLE-9 gebieten; und sie können niemals den Weg hinter die Materiequellen gehen, wie Cairol vermag."

Cairol der Zweite stammte aus einer stationären Kosmokratenfabrik an der Materiequelle von Erranternohre.

In der Kosmische Fabrik wurden Mächtige wurden als Androiden künstlich erschaffen. Kosmokratenroboter wie Laire, Samkar oder Cairol waren ursprünglich organische Wesen, die zu Robotern transformiert wurden. Sie wurden zu biomechanischen Konstruktionen, in denen organisches Gewebe mit High-Tech-Prothesen verschmolz.

Samaho brauchte nur den Befehl zu geben: "Erbaut einen Schwarm!" Dann wurde der Schwarm zehntausend Jahre später auf die Reise geschickt.

Samaho wirkte mit an den Anstrengungen, einen neuen Orden der Ritter der Tiefe zu erschaffen, auf einem Planeten, der in ferner Zukunft Khrat genannt werden sollte. Auch überwachte er persönlich die Arbeiten der Porleyter am geheimnisvollen Frostrubin und war bei dessen Verankerung dabei.

Samaho konstruierte mit Hilfe der Erranten den Universentaucher CROZEIRO, eine Kapsel aus gestreckter Psimaterie, die ihm helfen sollte, durch Manipulation des energetischen Niveaus in benachbarte Universen überzuwechseln.

Der RUF erging an Samaho. Parr Fiorano entwarf neue Kreationen - Anzüge aller Art, seit einer Million Jahren. Die Diener der Materie erhielten jeweils einen Anzug als Präsent. Auf dem Plateau der Galaxis Erranternohre wurde der Anzugs der Macht an Samaho übergeben.

Die Diener der Materie sind als Befehlshaber anzusehen, da von ihnen der Einsatz der Sporenschiffe und Schwärme ausgeht und über sie der Kontakt zu anderen Helfern der Kosmokraten stattfindet.

Samaho war nicht der einzige, der in den umliegenden zehntausend Galaxien im Sinn der Kosmokraten tätig sein sollte. Von Khrat aus operierte der Orden der Ritter der Tiefe; die Diener der Materie hatten Sporenschiffe und Schwärme erschaffen.

Im Jahre 1291 taucht der Diener der Materie Ramihyn im Sol-System mit der Kosmischen Fabrik WAVE auf und fordert Terra zur Kapitalution auf. Zorn Jynthasso, der letzte General, rüstet sich zur großen Raumschlacht um Terra. In einer großen Raumschlacht wird die Wachflotte der Erde vernichtet; den Kämpfen fällt auch die Regierung der Liga Freier Terraner zum Opfer. Terra ist eine Geisel des Dieners der Materie

Perry Rhodan will jetzt, da die Menschheit direkt durch die Kosmische Burg WAVE bedroht ist, Antworten auf seine Fragen. Der Terraner landet auf Trokan, vor dem Pilzdom. Die Brücke in die Unendlichkeit verliert an Stabilität. Im Bereich des Proto-Tors, hinter dem er Rat von Thoregon residieren wird, wird er mit möglichen Entwicklungen der Gegenwart und Zukunft konfrontiert.

Der Diener der Materie Pan Owwe trug den Anzug der Zeit, er besaß die größte Schädelsammlung des Universums. Seine Kosmische Fabrik SUVARI war ein einziges Lager von Schädelfossilien, auch eines Ayindi-Schädels. Die letzte große Aufgabe dieses Dieners war es gewesen, für die Entsendung eines Sporenschiffs ins Arresum zu sorgen.

Die DORIFER-Pest hat alles Leben im Universum zerstört. Die Gestalter sind die einzige Lebensform, die immun gegen sie ist.

Parr Fiorano liebte es, mit den Schwerkraftlinien des Universums zu spielen. Ganze Sonnensysteme hatte er so schon in Trümmer gelegt. Sol wird zur Nova und wird auch Trokan mit dem Pilzdom vernichten.

Schließlich gelangt Perry Rhodan auf den Kunstplaneten Wanderer.

Am Kessel: Aufmarsch der Superintelligenzen

In der Galaxis DaGlausch, rund 23,5 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt, haben sich die Menschen der Kolonie Alashan ihre eigene Existenz aufgebaut. Die Nachricht der Bebenforscher vom drohenden Untergang der Galaxis kommt. Im 5.000 Lichtjahre durchmessenden Kessel zwischen DaGlausch und Salmenghest wird permanent hyperphysikalischer Überdruck produziert. Die vom Hyperraum abfließende Energie wurd in Gestalt von Kesselbeben freigesetzt. Beim erwarteten Superbeben droht Billionen von Lebewesen der Tod. Mit zwei Korrago-Raumschiffen dürfte es kein Problem sein, die Terraner von Alashan zu evakuieren, um in der Nachbargalaxis einen neuen Start zu versuchen. Doch dann bekommen sie einen merkwürdigen Besuch - die rätselhafte Stadt Sarkamanth wird entdeckt.

Auf Thorrim treibt die Superintelligenz Wechselbalg ihr Unwesen und verhindert die Flucht der Alashaner. Wechselbalg ist für die Galaxis Plantagoo und damit für die Galornen zuständig. Die Stadt Sarkamanth erweist sich als Terminale Enzyklopädie, und über sie hat die Superintelligenz Zugang zu allen gespeicherten Orten und Zeiten.

Offensichtlich interessieren sich geheimnisvolle Superintelligenzen und andere Entitäten für Alashan.

In der Galaxis DaGlausch bahnen sich große kosmische Zusammenhänge an. Die kleine Nation Alashan steht im Zentrum der Ereignisse. Es kommt zum Aufmarsch über Thorrim: Sechs Superintelligenzen finden sich ein. Das System wird für Millionen von Flüchtlingen zu einer sicheren Burg.

Bei den Superintelligenzen handelt es sich um kollektive Bewusstseine, um ein Gesamtpotential mit parallel ablaufenden Bewusstseinsprozessen. Ihr Aufenthaltsort ist der Hyperraum, ins Standarduniversum projezierte Gestalten und Erscheinungsformen unterliegen Transformsyndrom.

Die einzelnen Superintelligenzen sind:

Ein scheinbar aus dem Raum-Zeit-Kontinuum herausgeschnittener , pechschwarzer Würfel mit einer Kantenlänge von 14,5 Kilometern. Diese Entität gehört zum ersten Thoregon-Volk, den Gestaltern aus der Galaxis Karakhoum.

Wechselbalg, in der Gastalt der Stadt Sarkamanth, als Terminale Enzyklopädie, eine mittelalterliche Siedlung von 300 Metern Durchmesser mit einem Turm von 60 Metern Höhe und 22 Metern Durchmesser im Zentrum. Dieses Wesen repräsentiert das zweite Volk, die Galornen aus Plantagoo.

Ein Wesen in Gestalt des Zweigkanals des Äolentors, eine gleißend helle Lichtkugel von sieben Kilometern Durchmesser,zugehörig zum dritten Thoregon-Volk, den Baolin-Nda aus Shaogen-Himmelreich.

Der Stern von Baikolt, ein Gebilde aus 14 obeliskenartigen, schwarzen, jeweils 1050 Meter langen Objekten, die zur "Sporenkugel" angeordnet einen Durchmesser von 2100 Metern ergeben; die stumpfen Enden weisen nach innen, die spitzen nach außen, und im Zentrum gibt es ein gleißend helles Licht. Zu deren Mächtigkeitsballung gehört das vierte Volk, die Nonggo aus Gorhoon.

Nisaaru, ein vielfach verschlungener Knoten von fünf bis zehn Kilometern Durchmesser aus einem einzigen dicken Strang. Ist verantwortlich für das fünfte Thoregon-Volk, die Gharrer aus Chearth;

ES mit der Kunstwelt Wanderer in Form einer Scheibe von 4800 Kilometern Durchmesser. ES nennt das sechste Volk, die Terraner aus der Milchstraße, seine "Kinder".

Die sechs Superintelligenzen, die hinter dem Thoregon-Konzept stehen, planen den entscheidenden Augenblick für das Konstituierende Jahr; es ist der Vorstoß in den Kessel.

Im 5.000 Lichtjahre durchmessenden Kessel wird permanent hyperphysikalischer "Überdruck" produziert, dessen abfließende Hyperenergie dann in Gestalt der Kesselbeben freigesetzt wird. Energiequelle sind die beiden Galaxien Da Glausch und Salmenghest: Magnet- und Gravitationsfelder überlagern bei der Kollision, vereinzelt können sogar Einzelsterne aufeinanderprallen und zu Novae werden; auch die mit den Sonnen verbundenen hyperenergetischen Emissionen bilden ein Interferenzmuster mit typischen Bereichen von gegenseitiger Verstärkung und Abschächung.

Die Bewegung der Galaxien, ihr "Schmirgeln" in Verbindung mit den dabei freigesetzten konventionellen und übergeordneten Kräften, entspricht der "Brodeln" der normalen Raum-Zeit-Struktur, es kommt zu Deformationen und Verzerrungen, und die Überdruckentladung findet ihr Gegenstück in den Kesselbeben. Resonanzeffekte spielen eine Rolle: ein Mitschwingen der jeweils betroffenen Sonnen, sofern die vom Kessel ausgehenden Emissionen den Eigenschwingungen entsprechen. Im Extremfall führt es zum gegenseitigen Aufschaukeln, einer typischen Resonanzkatastrophe.

Bezüglich der Thoregon-Superintelligenzen sollen die Effekte beim Aufschaukeln in Bereiche ganz anderer Qualität umschlagen. Die Virtuellen Schiffe sollen eine energetische Manipulation vornehmen. Weiterhin soll der PULS entstehen, der für die Entstehung von Thoregon unabdingbar ist.

Der Puls und die Entstehung von Thoregon

Ein Verband aus sechs Superintelligenzen, achtzehn virtuellen Schiffen und der SOL hat den Weg in den hyperphysikalischen Schwerpunkt des Kessels von DaGlausch gefunden. Die 25 Objekte verteilten sich um ein riesenhaftes Gebilde, einen Pilzdom mit einer Höhe von 104 und einem Durchmesser von 23 Kilometern und einer 33 Kilometer breiten Pilzkrempe.

Die Galaktiker um Reginald Bull, Gucky, Fee Kellind, Viena Zakata und Blo Rakane befinden sich in einem 0.82 Lichtjahre durchmessenden Raum, dessen Mittelpunkt der Pilzdom darstellt. Die Raumkugel stellt ein absoutes Vakuum dar, eine physikalische Unmöglichkeit.

Überall im Universum entstehen und vergehen ständig die verschiedensten Quanten. Diese Fluktuation ist allumfassend. Die Gesetzmäßigkeiten dieser Fluktuationen werden durch die Heisenbergsche Unschärferelation festgelegt. Je energiereicher die Quanten sind, desto kürzer ihre Lebensdauer. Der Ultimate Stoff wird aus diesen Quantenfluktuationen gewonnen.

Virtuelle Quanten entstanden in der Zeit unmittelbar nach dem Urknall. Der Ultimate Stoff besteht möglicherweise aus Quanten, die nach dem Urknall, aber vor der Planck-Zeit (10-43 Sekunden nach dem Urknall), existierten. Diese pseudomateriellen Bestandteile des Ultimaten Stoffs verfügen über einen derart gewaltigen Energiegrundsatz, dass sie den Kern für theoretische Universen in sich tragen. Mit einer ausreichenden Menge Quanten des Ultimaten Stoffs verfügt man theoretisch über genügend Energie, um einen neuen Urknall auszulösen.

Die Kosmokraten versuchen, unserem Universum Virtuelle Quanten zu entnehmen, in einen Ultimaten Stoff umzuwandeln und hinter die Materiequellen zu transportieren. Damit verändern sie die Energiehaushalte der Einzeluniversen, die zum Multiversum gehören. Über diese Virtuellen Quanten können die Kosmokraten Zugriff auf den Kosmos nehmen.

Im Zentrum des Kessels gibt es keinerlei Quantenfluktuationen, es passiert buchstäblich nichts. Ein abgeschottetes Universum entsteht, eins das unabhängig vom Standardkosmos und jeglicher Zugriffsmöglichkeiten der Hohen Mächte entzogen ist. Auf lange Sicht scheint hier die Entstehung einer Dritten Kraft neben Kosmokraten und Chaotarchen zu drohen. Dieses Absolute Vakuum stellt die Vorbedingung zur Entstehung von Thoregon dar.

Die Superintelligenzen haben ihre geistigen Energien vereinigt und einen mentalen Impuls von extremer Stärke in den Mega-Dom geschickt.

Das Virtuelle Schiff mit Alaska Saedelaere nähert sich.

Lotho Keraete, der Bote von ES, sagt zu Rhodan: "Nur du kannst Terra vor dem Untergang bewahren, Rhodan. Die Milchstraße. Die Thoregon-Galaxien. Und vielleicht ... sogar dein gesamtes Universum." Er, Perry Rhodan, Zellaktivatorträger, Sternenprinz, Mensch im Brennpunkt kosmischer Ereignisse. Ein Geschöpf, dessen Wirken an den Grundfesten allen Seins rüttelte und von dem vielleicht das Schicksal ganzer Galaxien, wenn nicht sogar des Universums selbst abhing.

"Thoregon", sagte der Bote, "ist der Versuch von sechs Superintelligenzen, sich aus der kosmologischen Zweiteilung von Ordnung und Chaos zu lösen."

Virtuelle Materie stellt das wichtigste Trägermedium kosmokratischer Macht in diesem Universum dar. Doch manchmal bilden sich im Universum blinde Flecken, an denen keinerlei Materie entstehen kann. Diese Absoluten Vakua sind die einzigen Zonen im Universum, auf die weder die Mächte der Ordnung noch die des Chaos Zugriff haben. Eine solche Zone ist der Puls.

Der Puls ist nicht einzigartig. Ihm und den übrigen Zonen liegt dasselbe Prinzip zugrunde. Es handelt sich um extrauniversales Gebilde, in denen das Gesetz keine Gültigkeit hat und die auch von Kosmonukleotiden wie DORIFER nicht beeinflusst werden kann. Allerdings ist dieser Raum in ein übergeordnetes Medium mit einem höheren Energieniveau eingelagert. An den Schnittstellen zwischen den extrauniversalen Zonen und den Normalraum fliegt Energie aus jenem Medium in den Normalraum ab. Diese Energie, teils vier-, teils fünfdimensional kann sich auf normalem Weg nicht entladen. Es kommt zu spontanen 5-D-Potentialflüssen entlang dem Kessel.

Normalerweise lösen sich die extrauniversalen Zonen wieder auf. Es sei denn, sie werden von Mächten mit entsprechenden technologischen Mitteln stabilisiert. ES und die anderen Superintelligenzen können den Puls nicht nur aufrechterhalten, sondern können ihn im Verlauf von Jahrtausenden auch ausweiten. Dies würde die Macht der Kosmokraten erschüttern.

Die Kosmokraten müssen sich mit einer Vielzahl von Universen im Multiversum befassen. Thoregon ist für sie eine Gefahr, aber nur eine von vielleicht einer Million oder einer Milliarde, die gleichzeitig irgendwo im Multiversum akut werden.

Nicht ES und die fünf anderen Superintelligenzen haben die Brücke in die Unendlichkeit erbaut, sondern eine uralte Macht, die auch ES nicht bekannt ist. Der Weise von Wanderer und die anderen bedienen sich der Pilzdome lediglich, um Thoregon zu schaffen.

Die Helioten haben sich in den Dienst von Thoregon gestellt. Ihre wahre Herkunft, ihre wahren Motive kennt auch ES nicht.

Der Bote: "Ich weiß nur, dass Thoregon rund um die Brücke entstehen soll, und zwar heute. Die Anwesenheit der Kosmischen Fabriken über den sechs Thoregon-Zentralwelten hängt unmittelbar damit zusammen. Vor dem Kessel von DaGlausch ist der Kosmokrat Hismoom eingetroffen.

An der geschwungenen unsymmetrischen Hutkrempe des riesigen Pilzdoms waren Unmengen kleiner Aufbauten zu erkennen. Die bis zu einhundert Meter hohen Gebäude erinnerten Perry Rhodan an eine dicht besiedelte Großstadt. Sie wird Port Erevintage genannt.

Wie konnte die Existenz des Universums auf dem Spiel stehen ? Kosmokraten waren die ordnende Kraft im Universum. Sie erfüllten es durch die Materiequellen mit Leben, sie förderten mit Hilfe der Schwärme die Entstehung von Intelligenz. Das Universum war ihr Werk.

Die Diener der Materie stellten derzeit die vielleicht bedeutendsten Helfer der Kosmokraten in diesen Gefilden dar, ließen sich vielleicht mit den Sieben Mächtigen oder den Rittern der Tiefe vergleichen. Und dennoch benutzte der Kosmokrat Hismoom Körper der Spezies, aus denen sich diese Diener rekrutierten, als bloße Hüllen, um kurzfristig eine Existenz in diesen Regionen fristen zu können.

Kosmokraten haben keine Moral im menschlichen Sinn. Sie waren und blieben Entitäten, ja fast Konstrukte, deren Motive und Handlungen für Menschen nicht verständlich waren.

Perry Rhodan muss mit dem Kosmokraten Hismoom verhandeln und schließt einen Pakt mit dem Teufel:

Hismoom drohte für den Fall der Konstituierung Thoregons: "Dann werde ich die sechs Zentralwelten Thoregons, sämtliche Thoregon-Völker und selbst deren sechs Galaxien vernichten...Anschließend werden unsere Truppen überall im Universum Jagd auf die Diener Thoregons machen. Ich kann die Beendigung des Konstituierenden Jahrs vielleicht nicht verhindern, aber die Superintelligenzen werden alles verlieren, was für sie außerhalb des PULSES von Bedeutung ist. Ihre Mächtigkeitsballungen werden vergehen, als hätten sie nie existiert...

Und sollten ES und die anderen Superintelligenzen sich dann noch immer störrisch zeigen, werden wir Tarkan und euer Standard-Universum zusammenprallen lassen. Die Strahlung des sterbenden Universums wird zu einem Fanal explodieren, das im gesamten Multiversum zu sehen sein wird...

Doch was sind schon zwei Universen in der Fülle des Multiversums, in dem wir Kosmokraten angesiedelt und tätig sind?"

Doch die Kosmokraten hatten keinen Einfluss auf den PULS. Auf diese Sphäre von knapp einem Lichtjahr konnten sie nicht den geringsten Einfluss nehmen. Doch nicht dieser Zone galt die Besorgnis der Mächte jenseits der Materiequellen, sondern der Möglichkeit, dass eines Tages aus diesem einen Puls ein sehr großer oder aber viele werden konnten.

"Selbst der Zusammenstoß der beiden Universen würde den Puls nicht vernichten", hielt der Terraner entgegen, "denn er ist extrauniversal. ES und die anderen Superintelligenzen werden aus ihrer sicheren Position heraus weitere Thoregons erschaffen und damit in hundert oder meinetwegen auch tausend Millionen Jahren dann vielleicht sogar entscheidend in den Kampf zwischen Chaos und kosmischen Ordnungsmächten eingreifen."

Und dann der Kompromiss: Rhodan zu Hismoom: "Lasst dieses Universum und die Thoregon-Galaxien bestehen, übt keinen Einfluss mehr darauf aus, sei es durch Virtuelle Materie, DORIFER, Kosmische Fabriken, Diener der Materie, andere Helfer oder sonstwie, und der Rat von Thoregon verpflichtet sich, den Puls nicht auszuweiten und auch keine neuen Thoregons zu schaffen.

Am 30.04.1291 NGZ kommt es zur Zündung des Pulses.

Ein unbegreiflicher Sog in Richtung Puls reißt die VIRTUA/18 fast auseinander. Und im Netz wirbelten Myriaden von Galaxien vorbei, trafen aufeinander und zerbarsten und verspritzten ihre Materie, und sie wurden zu einer Ursuppe zerbröselt und zerkocht, die in den Ritzen der Schöpfung zerrann, die sich rings um das Virtuelle Schiff auftaten.

Ein Impuls kommt aus dem Dom zurück. Fünfdimensionale Energiemassen fließen mit Überlichtgeschwindigkeit durch den Strahl in den Dom. Und der Dom wiederum leitet die Energien durch ein unbekanntes Medium an ein ebenso unbekanntes Ziel ab.

Der Zapfstrahl aus dem Pilzschaft, der anfangs 32 Kilometer dick gewesen war, war auf einen Durchmesser von einem halben Kilometer geschrumpft, mündete aber nach wie vor in den Ereignishorizont der Raumkugel, auf die die Kosmokraten keinen Zugriff hatten.

Die Energie, die aus dem Kessel abgepumpt wurde, hat den Zugang zum Mega-Dom von Segafrendo geöffnet. Es wird die Bestimmung der SOL sein, durch den Dom zu fliegen und in der fernen Galaxis Segafrendo eine lebenswichtige Aufgabe zu erfüllen.

Ein Kokon enthält alle notwendigen Hinweise. Es handelt sich bei ihm um eine hyperenergetisch programmierte Plombe, die ihren Inhalt aber erst nach dem Transfer durch den Mega-Dom freigeben wird.

Keraete: Sollte es den Terranern nicht gelingen, die im Kokon enthaltenen Anweisungen im Zielgebiet Segafrendo umzusetzen, wird dies das unwiederrufliche Ende der Menschheit und der Koalition Thoregon zur Folge haben.

Hismoom prophezeit Perry Rhodan: "Nach dem Rückzug von Ordnung und Chaos aus den sechs Thoregon-Galaxien werden die Dinge dort schlimmer werden, als man jemals zu träumen wagte. Das Jahrtausend der Kriege wird beginnen."

Als der Puls zu schlagen beginnt, kommt Delorian zur Welt, das Kind von Mondra Diamond und Perry Rhodan. Bei der Geburt ist aus einer weit entfernten Quelle eine deutliche fühlbare Resonanz spürbar.

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© Crest-Datei - Autor(en): Dr. Robert Hector - Erstellt: 07.01.2000 - Letztes Update: 07.01.2000