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Abruse
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Abruse
Cover Band 1700

Allgemeine Informationen

Hefte: 1700 - 1749 Erstveröffentlichung: März 1994 - Februar 1995 Handlungszeit: 1216 - 1218 NGZ Schauplätze: Arresum, Galaxis Barsador, Mars, Trokan, Coral, Herz der Abruse Völker: Ayindi, Barayen, Tanxtuunra.Corrax, Damurial Hauptpersonen: Rhodan, Moira, Kibb, Quidor von Tantuunra, Abruse, Hyzzak, Vandemar-Zwillinge, Dilja Mowak, Timmersson Gender Wissenschaft und Technik: Möbius, Parresum, Arresum, Abruse, Diamanten, Schneeflocken, Eventail, Kristallbrand, Sonnenschild, Sholunas Hammer

Abstract:

Das Universum hat eine möbius-isomorphe Struktur: "jenseits" des Möbiusseite befindet sich die "Minusseite" des Universums, "Arresum" genannt, während unsere Seite "Parresum" heißt. Dort, wo sich im Parresum die "Große Leere" befindet, existiert im Arresum eine Galaxienballung voller Sterne.

Herrschende Macht im Arresum ist die Kristallentität Abruse, die alles organische Lebens als Feind ansieht und in kristalline Formen transformieren will. Sie "schmirgelt" an der Trennwand zwischen den beiden Seiten des Universum, um in unserer Kontinuum vorzudringen.

Bereits vor zwei Millionen Jahren waren die Ayindi, deren Lebensraum im Arresum zunehmend durch die Abruse bedroht war, in das Einsteinuniversum vorgedrungen. Die Völker am Rand der Großen Leere schlugen die Ayindi allerdings zurück.

Durch Löcher in der Trennwand gelangen in der Gegenwart Kristallstrukturen auf den Mars, der eine Metamorphose zu einer Kristallwelt durchläuft. Alles Versuche, diesen Prozeß zu stoppen, scheitern. Schließlich wird er gegen Trokan, eine Archivwelt aus dem Arresum, ausgetauscht.

Mit Hilfe der Spindelwesen und durch Zündung der Samplerwelten wird der Übergang zum Arresum eröffnet. Die Galaktiker erhalten Rochenschiffe der Ayindi und müssen sich gegen Angriffe der Abruse und deren Ableger wehren. Mit Hilfe der Vandemar-Zwillinge kann das uralte Kristallwesen zerstört werden.

Das lebensfeindliche Arresum soll gemäß einem Langzeitplan von ES ein Universum voller Leben werden: mit Hilfe der Nocturnenschwärme werden Lebensinseln geschaffen, und die von ES im Jahre 3581 im Zuge des "Plans der Vollendung" aufgenommenen 20 Milliarden Menschen sollen das Arresum bevölkern und die Saat des Lebens verbreiten.

Handlung

Passage durch das Möbiusband

Die Sampler-Planeten sind Tansitpunkte, die durch die Spindelwesen den Weg in einen Bereich des Universums eröffnen, der bislang unbekannt war. Denn analog zu einem dreidimensionalen Möbiusstreifen besitzt das Universum eine Plus- und eine Minusseite, und über die Samplerwelten ist ein Übergang von einem in den anderen Bereich möglich. Diese Übergänge wurden vor zwei Millionen Jahren von den Wesen der Minus-Seite, genannt Arresum, benutzt, um hier im Parresum Schutz und Hilfe vor der Bedrohung in ihrem Bereich zu finden. Doch Fremenhaß und Mißverständnisse führten zu einem erbarmungslosen Krieg, den die Ayindi, die Völker von Moiras Rasse, gegen die Völker am Rand der Großen Leere führten. Die Entscheidungsschlacht ging deswegen verloren, weil einem Naturgesetz zufolge Wesen der einen Seite nur begrenzte Zeit auf der anderen Seite existieren können.

Die wenigen Übergänge zwischen Arresum und Parresum wurden daraufhin von den Ayindi versiegelt. Damit die Passagen aber wieder gangbar gemacht werden können, haben sie auf unserer Seite des Universums 21 Spindeln zurückgelassen, aus denen mit der entsprechenden Technologie machtvolle Geschöpfe, die Spindelwesen, erzeugt werden können.

Perry Rhodan taucht wieder an der Großen Leere auf. Moira fungiert als Koordinatorin, und Voltago erkennt, daß er das fehlende 21. Spindelwesen ist. Die Monochrom-Welt, ein Planet ohne Farben, ist die Heimat von Voltago. Der Kyberklon hitzt sich von innen immer mehr auf. Eine fünfdimensionale Strukturhülle bändigt ungeheure Energien im Innern der Wasserstoff-5-Atome. Werden die Kern-Hüllfelder zerstört, entzünden sich die Atome.

Der Durchgang, der vor zwei Millionen Jahren schon einmal bestand, öffnet sich wieder. Die Energie zur Öffnung liefern die Spindelwesen, die Moira auf ihre Sampler-Welten verteilt hatte. Sie bringen auf den Sampler-Planeten sämtliches Wasserstoff-5 durch Resonanz zur Explosion. Moiras Aufgabe besteht darin, die Energien zu lenken und die betreffenden Korridore zu öffnen. Die entstehenden gigantischen Energien verwandeln die Samperplaneten und Passagewelten. Voltago verschwindet in der Feuersbrunst seines Planeten, danach die anderen Spindelwesen. Im Dimensionsgefüge der Großen Leere entsteht ein winziger Spalt, der mit jeder Explosion eines Samplerplaneten immer größer wird und sich zu einem Tunnel ausweitet.

Der ehemals sternenlose Hilfe über Charon füllt sich mit einem Firmament strahlender Punkte, ungezählte Galaxien tauchen aus dem Dunkel der Großen Leere auf. Im Orbit um Charon kreisen plötzlich 3.000 Raumschiffe, ähnlich wie Moiras STYX. Es sind Ayindi-Schiffe, aber Moira stößt bei ihrem Volk auf großes Mißtrauen.

Moira hatte einst das Hauptquartier des Ritters der Tiefe Quidor von Tanxtuunra gefunden. In dessen Fabrik in einem Weltraumfort wurde eine Wunderwaffe produziert, mit der die ayindischen Tarnfelder der Rochenschiffe aufgehoben wurden. Diese Fabrik enthielt auch ein Genlabor, geleitet von dem Genschmied Kibb. Kibb entwarf Klone für Tanxtuunra-Krieger, die sich für ungebegrenzte Zeit im Arresum aufhalten konnten. Diese künstlichen Lebewesen sahen aus wie Haarteile. Kibb und Moira gingen eine Symbiose ein, wodurch die Ayindi-Kriegerin unsterblich wurde und sich länger als 50 Tage im Parresum aufhalten konnte.

Die Terraner erfahren, daß das Universum zwei "Seiten" hat, wie ein Spiegel. Die Struktur des Universums gleicht einem Möbiusstreifen, ohne Anfang und ohne Ende. Durch das hyperdimensionale Möbiusband ist das Universum in das Parresum (der bekannte Einstein-Raum, in dem auch die Menschheit existiert) und das Arresum (in dem die Ayindi leben) unterteilt. Das Universum hat sich kurz nach der Geburt in zwei Hälften geteilt. Arresum und Parresum haben sich seither in verschiedene Richtungen entwickelt. Der Lebensfunke konnte sich nur im Parresum entzünden.

Durch die explodierenden Sampler-Welten werden Löcher in das Möbiusband gebrannt, durch die der Wechsel zur "anderen Seite" möglich wird. Brennpunkt des Geschehens ist Charon.

Die scheinbar fehlende Dunkle Materie, die nach Berechnungen der Kosmologen für ein pulsierendes Universum erforderlich ist, stammt auf dem Arresum. Das Quidor-Symbol stellt das Möbiusband dar.

Arresum

Eine rätselhafte Entität, Abruse, scheint die Geschicke des Arresums zu lenken. Sie wird auch "Seelenfresser" genannt, weil sie alles Leben aufzehrt und zerstört. Todeszonen geschaffen, Moira bezeichnet den Endzustand als "kristallinen Tod". Den Ayindi ist als Lebensraum ein Sektor geblieben, der nach einige Millionen Lichtjahre durchmißt, aber ständig kleiner wird. Eine weitere Lebensform im Arresum sind die Barayen, humanoide Wesen, die vor zwei Millionen Jahren Verbündete der Ayindi waren.

Die Besatzung des terranischen Raumschiffs ODIN flieht in einen Todesbezirk der Abruse und muß auf dem Planet Thyssan notlanden. In der Todeszone gibt es keine Bakterien, Pflanzen und Tiere. Seltsame Kristallstrukturen werden gesichtet, unter anderem ein raumschiffähnliches Gebilde, das wie eine überdimensionale Schneeflocke aussieht und in sechs Sektoren aufgeteilt ist. Als sich die ODIN dem Gebilde nähert, fallen alle technischem Systeme aus. Moira macht die Ausstrahlung der Abruse dafür verantwortlich.

Auf Thyssan liegt über den ayindischen Bunker- und Raumhafenanlagen eine Decke von Kristallen. Es gibt Kristallberge, -wurzeln, -wälder und -pflanzen. Gucky entdeckt magere, skelettartige Geschöpfe mit kristallinen Auswüchsen, die an verschiedene Körperteile erinnern. Diese Kristallwesen ergreifen bei Annäherung der Galaktiker die Flucht.

Die Überlebenden der ODIN kämpfen zwar auf mit aller Macht gegen ihr Schicksal, doch mit Ausnahme der Aktivatorträger Rhodan, Bull und Gucky finden alle den Tod. Nach Störungen des Zentralnervensystems fallen Sinnesorgane und inneren Organe aus, danach kommt es zum Versagen von Verdauung, Lungen- und Herzfunktion. Nach einem kurzen Koma sterben die Betroffenen.

Viren und Bakterien fallen als Todesursache aus, da der Planet steril ist. Ebenso kommt die negative Strangeness dafür in Frage. Schließlich stellt sich heraus, daß alle Lebewesen, die vom Parresum ins Arresum gelangen und umgekehrt, nach 50 Tagen sterben müssen. Die Strahlung des anderen Universums ist dafür verantwortlich. Die Galaktiker erfahren noch weitere Informationen:

Die korrespondierenden Orte der Passageplaneten im Arresum befinden sich in einem einzigen Sonnensystem, das der blauen Sonne Aeriam. Dieses System beherbergt 21 Planeten. Ursprünglich waren es 22 gewesen, der Asteroidengürtel wurde aus dem Planeten Oosinom gebildet. Der äußerste Planet Caarim ist Sitz der Koordinatorin Laguul.

Die Ayindi hatten vor langer Zeit entdeckt, daß ihr Universum Barrieren besaß, die von einer Macht erzeugt wurden, die alles Leben fraß und durch entartete kristalline Strukturen ersetzte. Diese Macht wurde "Abruse" genannt und besaß drei Erscheinungsformen: Raumschiffe von kristalliner Struktur, die Planeten besetzten und diese in kristalline Formen umstrukturierte. Dabei bildeten sich allenfalls kristalline Pseudolebenwesen heraus.

Die Planeten sind die zweite Form der Abruse. Beim dritten Erscheinungsbild handelt es sich um abstrakte und fiktive Abbilder des Unwirklichen, um Projektion, die überall auftreten können: es sind "Spion-Inseln".

Die Zellaktivatorträger erhalten von den Ayindi Rochenschiffe ausgehändigt. Die Schiffe CADRION, MANAGA und TYRONA haben die gleichen Abmessungen wie die STYX, 800 x 700 x 100 Meter. Es gibt in ihnen keine sichtbaren Geräte und Instrumente, Moira inszeniert Laser- und Formenergieshows. Die Dimension, durch welche die Schiffe mit Überlichtgeschwindigkeit fliegen, ist ein vielfarbiges Durcheinander von wallenden bizarren Formen und Strahlengebilden. Formenergie spielt eine große Rolle ebenso wie Sensorfelder.

Die Galaktiker stoßen mit diesen Schiffen in die Todeszone vor und geraten in den Bann der Abruse. Diamantschiffe tauchen auf, die in allen Farben des Spektrums leuchten und deren 5-D-Emissionen sich dauernd verändern. Die Diamant-Schiffe sind mit denselben Überlichttriebwerken wie die Schneeflocken-Schiffe. Kristalline Lebensformen werden entdeckt, ebenso der "Kristallbrand". Die Vandemar-Zwillinge, die die Fähigkeit des Struktursehens und Strukturformens besitzen, können die Kristallmoleküle neu gruppieren.

Die Hauptgalaxis im Reich der Ayindi heißt Barsador.

Einem Enterkommando der Beausoleils gelingt es, ein abrusisches Kristallschiff zu erobern und ein Wesen aus diesem Schiff zu entführen, einen "Kommandanten" der Abruse. Doch das Kristallwesen Cryzz gibt keine Geheimnisse preis.

Die Galaktiker stoßen auf die Lebensinsel der Barayen. Diese haben sich vor zwei Millionen Jahren im Nihhat-Nebel vor Abruse versteckt. Zunächst gelten die Galaktiker für die Barayen als Bote der Abruse, doch ein Konflikt zwischen beiden Völkern kann verhindert werden.

Die Terranern erhalten neue Daten und Koordinaten und starten zu einem Werftplaneten. Sie können wieder einen Kommandanten gefangennehmen. Der Wertplanet entpuppt sich als Produktionsort der Schneeflocken.

Doch der Kommandant der Abruse wird aktiv: der "Eising"-Attacke des Kristallkopfes entkommen die Terraner nur mit Mühe.

Abruse setzt nun die Wunderwaffe "Eventail" ein, einen sich schnell ausbreitenden Kristallfächer.

In den Archiven von Sprink stößt Perry Rhodan auf eine Spur, die vier Millionen Jahre alt ist. Avanata war damals eine Heerführerin der Ayindi; sie versuchte, mittels des Projektes "Sonnenschild", den Ansturm der Abruse an entscheidender Stelle zu stoppen. Dieser Ort war eine 17-Sonnen-Ballung. Die Distanz zwischen dieser Ballung und dem "Herz der Abruse" beträgt 10 Millionen Lichtjahre. Bei dem "Herz" handelt es sich um einen starken 5-D-Strahler aus über hundert Komponenten.

Bei der Durchkämmung der fraglichen Region entdecken die Terraner ein Doppelobjekt, bestehend aus zwei gigantischen Schwarzen Löchern in Zentrum einer Kleingalaxis.

Auf der weiteren Suche nach dem Herz der Abruse stoßen die Menschen auf den Planet Coral im Purpur-System, der Heimat der Corrax. Die Corrax sind von der Abruse manipuliert worden.

Auf ihrer Originalwelt verfügten sie über eine intakte Mikrofauna und -flora, die es ihnen ermöglichte, Meerestang auf bloßem Korallengestein anzubauen. Dabei wandelte ihr Drüsensekret den Korallentalk so um, daß er von Mikroorganismen in Nahrung für neue Pflanzen umgewandelt wurde.

Die derzeitige Form von Pseudoleben wurde vor 500 Jahren von Kristallschiffen ins Purpur-System gebracht. Die Abruse erschuf Millionen von Corrax und programmierte deren Chamäleon-Moleküle auf höchste Intelligenz. Diese manipulierten Corrax können nun jederzeit eine Kopie von einem Menschen oder Ayindi herstellen, das gleiche gilt für technische Objekte, Raumschiffe und Städte. Die Abruse hat mit Coral jedoch nicht nur einen vorgeschobenen Außenposten geschaffen, sondern die Pseudo-Corrax suchen in den Tiefen dieser Welt auch nach einem Geheimnis, einem Stützpunkt einer uralten Macht im Arresum.

Es stellt sich heraus, daß nicht das ganze Arresum von der Kristallstrahlung der Abruse erfüllt ist. Sinta ist der mentale Abdruck eines intensiven Wunsches der Abruse, die vervollkommnete Projektion der Kristallentität in einer potentiellen Zukunft.

Mars, die Kristallwelt

Zwischen beiden Seiten des Möbiusbandes existieren Löcher. Ein solches Loch befindet sich über dem Mars. Die biokinetische Alptraumlandschaft des Sheravyl-Areals war war eine Folge dieses Lochs.

Im Sol-System taucht ein geheimnisvoller Mann namens Timmersson Gender auf, der schon seit tausend Jahren tot sei soll. Auf der Mars werden die gefundenen Relikte, ein obeliskartiger Brocken mit dem Quidor-Symbol sowie ein übergroßes, in einen transparenten Block eingegossenes Skelett, untersucht. Während dieser Untersuchungen dringen, offenbar im Gefolge einer Schlacht im Arresum, Kristallsplitter durch die Dimensionsbarriere in den Bereich des Mars vor, die mit dem Aariam-System in Verbindung stehen. Gender beseitigt die tödliche Gefahr für den Mars.

Die Terraner finden auf dem Mars auch eine zwei Millionen Jahre alte Spur, die in die Magellanschen Wolken weist. Die oxtornische Hanse-Spezialistin Dilja Mowak bricht auf und findet dort einen Speicherkristall mit einem Datenträger für einen hochkomplizierten Bauplan, verfaßt in der Sprache der Sieben Mächtigen.

Die Porleyter hatten die Tanxtuunra unterstützt und Pläne zum Bau einer Kontra-Maschine entwickelt. Zwei Experimentalgebiete der Porleyter waren der Grund für die Entstehung des 5-D-Attraktors im Sektor Neu-Moragan-Pordh. Die Tatsache, daß die geschwächten Zonen bis heute existieren und daß der Maciuunensor der Arcoana auf sie angesprochen hat, erscheint den Galaktikern ebenso merkwürdig wie der Bericht des Ritters der Tiefe Permanoch von Tanxbeech, daß sein Orbiter Rhoubil nie mit der Maschine von GONDARA zurückgekehrt ist, weche das löchrige Möbiusband kitten sollte. Permanoch spielte einst den "Wächter von Rotsand", und Gerüchten zufolge befindet sich sein Schiff STORMON noch auf dem Roten Planeten.

Die Terraner versuchen, diese Maschine nach den gefundenen Bauplänen nachzubauen. Doch sie funktioniert nicht.

Im Januar 1217 entwickelt sich der Rote Planet zu einer Kristallwelt. Ein unheimlicher Metamorphoseprozeß beginnt, alles verwandelt sich in Kristallstrukturen. Zunächst behält der Planet noch Spuren seiner ursprünglichen Oberflächenbeschaffenheit. Kristalline Wälder und Felder erstrecken sich zwischen Quarzbergen und zu Kristallgebilden gewordenen Siedlungen. 120.000 Opfer sind zu beklagen.

Eine fremde Macht schickt ihre Illusionsinseln ins Sol-System: es sind Traumprojektionen des Geistwesens Sinta. Doch die Terraner lernen bald, Realität und Fiktivbild zu unterscheiden. Es stellt sich heraus, daß der Übergang der Illusionsinseln über dem Mars stattfindet und der zum Mars korrespondierende Passageplanet Oosinom heißt, die ehemals 22. Welt des Aariam-Systems.

Die Ayindi stellen den Terranern Sholunas Hammer zur Verfügung, eine Waffe, mit der der kristallisierte Mars entsorgt werden kann. Damit lassen sich abrusische Kristallstrukturen zertrümmern und zersetzen, so daß sie wirkungslos werden.

Mit der Kristallisation des Mars wächst auch die Reichweite der Todesstrahlung, die auch zu einer tödlichen Bedrohung für die Erde werden wird. Alle Versuche, diesen Prozeß aufzuhalten, scheitern. Als letzte Rettung tauschen die Ayindi den kristallisierten Mars gegen die uralte Archivwelt Trokan ausgetauscht.

Plan der Vollendung

Die Mondsyntronik NATHAN erstellt eine seltsame Totenliste, welche die Namen derjenigen Menschen und Mutanten enthält, die in den Jahren 3581 und 3587 in ES aufgegangen waren, um die Superintelligenz vor dem Schicksal zu bewahren, sich in eine Materiesenke zu verwandeln.

Die irdischen Syntrons spielen verrückt, und die Digitalgespenster erscheinen. Wanderer taucht über der Erde auf und holt jene zwanzig Milliarden Bewußtseine, die offensichtlich in NATHAN zwischengelagert waren, ab.

Der Bewußtseinspool von 20 Milliarden Menschen, die im Jahr 3581 in ES aufgegangen waren, stellt ein gigantisches Reservoir an Lebensenergie dar. Diese Menschen wurden in NATHAN für ihre große Aufgabe vorbereitet, den "Plan der Vollendung".

Abruse

An der Großen Leere stehen sich Ayindi und Damurial-Flotten gegenüber. Ein Thean bläst zum Großangriff. Die Vielvölkergemeinschaft der Damurial ist starrer Tradition und uralter Überlieferung verhaftet, es ist ein festgefahrenes Systems, das keine Neuerungen zuläßt. Der alte Raunach Pi-Poul versucht, die Mauern aufzureißen und wird zum Tabubrecher. Doch es kommt zum Blutbad, und Rhodan und seine Begleiter werden zum Gefangenen des Theans Darimus. Atlan startet zur Gegenoffensive, um seine Freunde zu retten.

Die Hamiller-Tube, der Kommandant der BASIS, wird wahnsinnig. Überraschend taucht Ernst Ellert an Bord des Riesenschiffs auf. Als Rhodan und seine Gefährten die BASIS wiederfinden, schildert ihnen Ernst Ellert, der Bote von ES, den Plan des Unsterblichen.

Die Dritte Ultimate Frage gleicht einem Räderwerk aus unzähligen Elementen, die alle ineinandergreifen. Jedes Rädchen ist ein eigener Baustein, eine eigene Regel, ein eigenes Gesetz, nur die Gesamtheit aller Rädchen bewirkt die Stabilität des Universums. Ein winziges Rädchen dieses dimensionslosen Räderwerks besteht in der Aussage, daß Arresum und Parresum niemals zusammengeführt werden dürfen. Das gesamte Räderwerk käme sonst in eine nicht vorhersehbare Unordnung. Die Naturgesetze könnten ungültig werden und die Grundbausteine der Materie andere Eigenschaften bekommen.

Abruse ist zu einer universellen Gefahr geworden, weil sie an der unsichtbaren Trennschicht zwischen Arresum und Parresum schmirgelt. Die physikalischen Unmöglichkeiten der Sampler-Planeten sind eine Auswirkung dieses Schmirgelns. Dadurch wird die Trennschicht porös, beide Seiten des Universums drohen miteinander zu verschmelzen.

Abruse muß vernichtet werden. Um der Kristallentität Paroli zu bieten, sollen in ihrem Herrschaftsbereich mit Hilfe der Zellaktivatorträger Lebensinseln errichtet werden, denn die einzig wirksame Waffe gegen die Abruse ist Lebensenergie. Die Skelletics oder Timmersson Gender sind Beispiele dafür. Lebensenergie ist der eigentliche Feind der Abruse und daher auch der Grund dafür, daß sie alles biologische Leben vernichtet und in ihresgleichen transformiert.

Im Arresum suchen die Galaktiker das Herz der Abruse, ein 5-D-Strahler aus 123 Komponenten. Es handelt sich um 123 Neutronensterne, die sich über 49 Millionen Lichtjahre hinwegbewegt haben. Hyzzak, eine Ausgeburt der Abruse, stellt sich den Galaktikern in den Weg.

Für Hyzzak ist der Feind kaum mehr als eine operative Größe im Zusammenhang mit elementaren Berechnungen und Operationen. Bekannt sind in diesen mathematisch-logischen Kalkülen die Ausgangslage sowie die Regeln der Logik und der Zahlentheorie. Außerdem steht, als absolutes und uneingeschränktes Axiom seiner ganzen Existenz, der Grundsatz zur Verfügung, daß seine Existenz um jeden Preis zu erhalten ist. Für die reine Qualität seines Daseins stellt sich der Kosmos als eine mathematische Matrix dar, ein ineinander verschachteltes und verknüpftes Muster aus Zahlen, die sich unaufhörlich ändern, miteinander in Wechselwirkung treten und neue Matrizen bilden. Den Sinn und Zweck seines Daseins sieht er darin, dieses filigrane Netz aus mathematischen Operationen in einem stabilen Gleichgewicht zu halten - nur so lassen sich die Kernparameter, die Daten seines eigenen Seins, dauerhaft im Universum etablieren.

Aber in die Matrix seiner Umgebung ist eine fremdes Muster eingedrungen, eine Sammlung von Daten und Verknüpfungen, die sich von ihm stark unterscheiden. Die gesamte Struktur dieses Fremden beruht auf den Prinzipien Wechsel, Änderung, Wandel; nirgendwo sind Konstanten und fixe Größen zu erkennen, von denen aus andere Parameter zu steuern sind und an denen Hyzzak sich orientieren kann.

Alles steuert auf die Konfrontation zweier völlig verschiedener Konzepte hin. Rhodan und seine Gefährten werden zu Gefangenen eines Teufelskreises: sie gelangen in Endlosschleifen, in denen sie immer wieder Vergangenes durchleben. Die Vandemar-Zwillinge und Gucky können die Zellaktivatorträger aus diesem Teufelskreis abrusischer Kristalle befreien.

Atlan beobachtet mehrere Sonnensysteme im Raumsektor zwischen den Galaxien Maridur und Calldere. Über jeweils einem Planeten der verschiedenen Sonnensystem massieren sich Schneeflocken in großer Zahl. Die abrusischen Einheiten lösen sich im Orbit um die Planeten regelrecht auf, und die Kristallsubstanz der Kristallschiffe diffundiert auf die Oberfläche hinab.

Der Planet Harish, auf dem solche Schneeflocken niedergegangen sind, ist zwar völlig auskristallisiert. Spektralanalysen lassen jedoch erkennen, daß bestimmte Elemente und deren Verbindungen in ungewöhnlich hohem Maß vorhanden sind. Dabei handelt es sich vor allem um Silizium- und Kohlenstoffverbindungen. Auch bei der Auflösung des abrusischen Kommandanten Cryzz war man ebenfalls auf hohe Anteile von Silikaten und Karbonaten in der verbliebenen staubartigen Substanz gestoßen. Nach terranischen Maßstäben ist solche Substanz zwar "tote Materie", für die Existenz der abrusischen Lebensformen ist sie aber von großer Bedeutung.

Über Harish koordinieren drei Diamantschiffe den Ablauf der Geschehnisse. Sie regulieren die Verteilung der Schneeflocken und bestimmen den Zeitpunkt ihrer Einsätze. Die Schneeflockenschiffe formieren sich zu langen Ketten, die jeweils aus etlichen tausend Einheiten bestehen. Die Schiffe durchlaufen eine Metamorphose und formen sich dabei zu exakt vier verschiedenen Typen um. Die so entstandenen Gebilde nennt man Saatketten, sie erinnern an stark vereinfachte DNA-Stränge.

Typ 1 ist kristallin-schneeflockenartig. Typ 2 sieht aus wie ein Ballon; in seinem Innern befinden sich Gase in verschiedenen Verbindungen und Konzentrationen und unterschiedlichen Druckverhältnissen. Typ 3 ähnelt den Diamantschiffen; in diesen kantigen Körpern werden hohe Energien gestaut, die später zur Entladung kommen. Typ 4 gleicht einem wirbelnden Trichter, in dessen Innern Materie komprimiert und dabei ständig durcheinandergewirbelt wird.

Auf Anweisung der Diamantschiffe gehen die Saatketten auf einem festgelegten Planquadrat des Planeten nieder. Zuerst wirken die Komponenten des Typ 2: Durch die Kontraktion der Gase wird ein explosionsartiger Prozeß eingeleitet, der der Planetenoberfläche fast schlagartig alle Wärmeenergie entzieht. Das Planquadrat wird in kürzester Zeit auf den Absoluten Nullpunkt abgekühlt. Nun reagiert Typ 3 und entläßt ebenfalls die angestauten Energien. Damit wird der Planetenboden auf über 1.000 Grad angeheizt. In das so entstandene Reagenzglas von einigen Dutzend Kilometern Durchmesser und Höhe entladen sich die Kristalle des Typs 1 und der Staub von Typ 4. Damit entsteht eine "Nährflüssigkeit", in der fortan Schneeflocken und Diamantschiffe gedeihen. Der Prozeß setzt sich selbständig fort.

Der "General" Hyzzak ist ein Geschöpf aus der Nährlösung von AKADEMIE, einer relativ jungen Kristallwelt. Erst seit kurzer Zeit werden im Meer der Nährlösung abrusische Kommandanten vom Typ Cryzz oder Smezz gezüchtet. Sie wachsen hier gemeinsam mit ihren 60 Meter durchmessenden Kommandokuppeln und ihren robotartigen Gehilfen.

Hyzzak besteht aus den Chamäleon-Molekülen des Pseudolebens und verfügt über schier unbegrenzte Mimikry-Fähigkeiten. Er kann beliebige Lebewesen ohne direkten Kontakt abtasten, ja regelrecht scannen, und dann exakte Duplikate davon bilden.

Hazzak kann durch die Lebensenergie des Wesen von Fornax ausgeschaltet werden.

Abruse rüstet sich zur letzten Schlacht im Zentrum ihrer Macht. Dieses Zentrum ist ein Planet in einer Dunkelwolke der Sternenballung. Die Kruste des Planeten ist von einem Netz abrusischer Kristallstrukturen durchsetzt: ein filigranes Gespinst aus armdicken Strängen, unzähligen sich verzweigenden Adern und Myriaden von feinsten Fäden.

In einem surrealistischen Geschehen können Mila und Nadja Vandemar die Kristalle in kurzer Folge umstrukturieren. Die Kreuzungspunkte des Kristallnetzes werden entzündet, und durch eine Kettenreaktion wird ein Kristallbrand entfacht. Abruse stirbt.

In ihrem Todeskampf enthüllt sich ihre Geschichte. Abruse entstand einst aus kosmischer Urmaterie, die irgendwann zu Energie wurde. Als energetisches Gebilde verleibte sie alles organische Leben dieses Planeten in sich ein. Nachdem sie den ganzen Planeten beherrschte, griff sie in Weltall hinaus und manifestierte sich im Staub des umgebenden Weltraums. Sie begann, den Staub an sich zu ziehen, zu verdichten und zu formen. Sie erschuf kristalline Strukturen und schickte sie zu anderen, bewohnten Welten, um das dortige Leben zu "schlucken": Organisches Leben wurde in Kristallstrukturen umgewandelt. Bald war sie die mächtigste und höchstentwickelte Entität im bekannten Universum.

Irgendwann erfuhr sie, daß eine "anderen Seite" des Universums existierte, das Parresum, das überreich an Leben war. Also begann sie an der Trennschicht zwischen beiden Universen zu schmirgeln, bis diese Schicht porös war. Sie konnte organisches Leben täuschend echt nachahmen und erlernte, immer größere Himmelskörper einzufangen. Sie erbaute einen Schutzwall aus 123 Neutronensternen und erschuf darin einen Körper aus kosmischem Staub, von ihr beseelt. Mittels gewaltiger Hypersprünge konnte sie mit dem Schutzwall und dem Staub durch ihr kristallines Universum wandern. Als sie kurz vor dem Übergang ins Lebensparadies des Parresum stand, stellte sich ihre eine Allianz aus der Superintelligenz ES, Nocturnenstöcken und menschlichen Zellaktivatorträgern entgegen und vernichtete sie.

Die 20 Milliarden Menschen aus der Aphilie-Ära, die einst in ES aufgegangen waren, sind dazu ausersehen, das Arresum zu bevölkern und die Saat des Lebens in einem lebensfeindlichen Kosmos zu verbreiten. ES bringt sie ins Arresum, aber vorher müssen die Lebensinseln vorbereitet werden. Drei Nocturnenschwärme einschließlich des Weisen und des Narren von Fornax müssen ins Arresum transportiert und auf drei Orte verteilt werden. Die Ayindi helfen bei dieser Aufgabe.

Das Leben im Arresum war deswegen so karg gesät, weil dieser Kosmos nie von Sporenschiffen besucht worden war. Nun übernehmen die neuen Menschen mit ihrer Lebensenergie diese Aufgabe. Die Übergänge zwischen Arresum und Parresum werden verschlossen. Beide Seiten des Universums müssen für immer getrennt sein, um die Stabilität des Kosmos zu gewährleisten und die Dritte Ultimate Frage zu erfüllen...

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© Crest-Datei - Autor(en): Dr. Robert Hector - Erstellt: 24.07.1999 - Letztes Update: 24.07.1999