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Die Ennox
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Die Ennox
Cover Band 1600

Allgemeine Informationen

Hefte: 1600 - 1649 Erstveröffentlichung: April 1992 - April 1993 Handlungszeit: 1199 - 1202 NGZ Schauplätze: Milchstraße, Sol-System, Arkon-System, Kugelsternhaufen M 3, Galaxis NGC 7793 (Heimat der Ennox), Mystery, NGC 6503 (Aemelonga, Heimat der Arcoana), Sheokor-System Völker: Arcoana, Ennox, Akonen, Arkoniden Hauptpersonen: Rhodan, Philip, Felix, Henna Zarphis, Mila und Nadja Vandemar, Gucky, Alaska Saedelaere, Icho Tolot, Lingam Tennar, Myles Kantor, Sato Ambush, Boris Siankow, Paunaro, Sinta, Colounshaba, Affraintancar, Qeyonderoubo, Sinta Wissenschaft und Technik: Tote Zonen, Hyperraumparese, Maciuunensor, XD-Transponder

Abstract:

Das Sol-System wird von der Hyperraumparese heimgesucht, wodurch alle technischen Geräte auf 5-D-Basis versagen. Die Zivilisation bricht zusammen. Humanoide Fremde, die Ennox tauchen auf, die durch die Tote Zone nicht in ihrer Bewegungsfreiheit behindert sind.

Ursprung der Hyperraumparese ist ein Hyperdim-Attraktor im Kugelsternhaufen M 3. Dort hat sich eine Raumzeitfalte manifestiert, in der eine mysteriöse Wesenheit namens Sinta, die von der "anderen Seite" stammt, agiert.

Vier Monate nach ihrer Entstehung verschwindet die Tote Zone so plötzlich, wie sie entstanden ist. Kurz darauf entsteht jedoch eine zweite Tote Zone im Raumsektor Arkon. Die latenten Spannungen zwischen Akonen und Arkoniden brechen wieder auf und drohen sich zu einem ernsthaften Konflikt zu entwickeln.

Die Akonen, vor allem die Geheimorganisation "Blaue Legion", versuchen, die Zwangslage der Arkoniden für ihre Zwecke auszunutzen.

ES läßt nach den "Spiegelgeborenen" suchen, die zwei Zellaktivatoren erhalten sollen. Es handelt sich dabei um die Vandemar-Zwillinge, die die Fähigkeit des Spiegelsehens haben.

Die Ennox entwickeln sich in der Milchstraße zu wahren Plagegeistern. Der Himmel ihres Ursprungsplaneten Mystery enthält eine 3-D-Projektion unseres Universums; die Ennox hatten das Universum kartographiert.

Die spinnenförmigen Arcona, die als 5-D-Mathematiker hyperdimensionale Zusammenhänge erkennen konnten, fühlten sich in der Vergangenheit von den Ennox belästigt, die aus unbekannten Gründen an ihren 5-D-Fähigkeiten interessiert waren. Sie bauten ein Gerät, den Maciuunensor, um sich die Plagegeister vom Hals zu halten.

Die Hyperraumparese mit den Toten Zonen in der Milchstraße war eine zufällige Begleiterscheinung der Tätigkeit des Maciuunensors.

Handlung

Silvester 1199 NGZ

Ende des Jahres 1199 blickt man in den Milchstraße auf ein Vierteljahrhundert friedlichen Aufbaus zurück. Die Silvesterfeiern stehen an. Die Raumstation CROMAGNON, ein fliegender Palast, ist im Orbit um Terra geparkt. Die Geburt des Universums und die Entwicklung der Milchstraße soll in einer gewaltigen Show simuliert werden.

Im Jahre 1187 hatte Perry Rhodan mit der ODIN eine längere Fernreise unternommen. In Truillau beobachtete er Machtkämpfe zwischen Normalwesen und den gentechnisch veränderten Intelligenzen. Die ODIN wurde aus dieser Galaxis verjagt und erreichte über die Transmitterstraße die zwölf ESTARTU-Galaxien. Die dortigen Völker lebten in friedlicher Koexistenz, doch den Terranern wurde der Zutritt auf Etustar verweigert. Schließlich suchten sie die Galaxis Norgan-Tur und den Dom Kesdschan auf, wo sie Jen Salik und Lethos-Terakdschan begegneten. Rhodan erfährt, daß die derzeitigen Entwicklungen auf die Lösung eines großen kosmischen Rätsels zutreiben, und daß die Bewohner der Mächtigkeitsballung von ES damit konfrontiert würden.

Im Jahre 1189 startete eine Expedition unter Reginald Bull zu den Galaxien des Fornax-Clusters, 70 Millionen Lichtjahre von der Lokalen Gruppe entfernt. Die Besatzungen sollten das für diesen Nachbarsektor zuständige Kosmonukleotid lokalisieren und seinen Einflußbereich vermessen.

Auf der Route lag die Sterneninsel NGC 1400 im Sektor Eridanus, 22 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt. Hier existierte eine seltsame Sternkonstellation: 73 Novae, die alle zur gleichen Zeit entstanden waren, waren in Form eines fünfzehneckigen Radnetzes angeordnet. In einer Zwerggalaxis im Vorfeld von NGC 1400 empfingen die Expeditionsteilnehmer Hyperfunksignale. Sie suchten den Ursprung dieser Signale und trafen auf terranische Siedler, die im Jahre 350 NGZ mit Hanse-Schiffen in die Tiefen des Weltraums aufgebrochen waren. Irgendwann hatten sie Kontakt zu den Arachnoiden bekommen, ein spinnenförmiges, technisch hochentwickeltes Volk, das den schönen Künsten zugeneigt war. Xenobiologen fanden zwei Leichen und ein Skelett der Arachnoiden.

Hyperraumparese

Boris Siankow, ein genialer Allroundwissenschaftler, verkündet eine Botschaft, nach der sich eine uralte Prophezeiung erfüllen wird: Nach dem Tod des letzten Ritters der Tiefe sollen alle Sterne erlöschen.

Siankow hatte eine Reihe unerklärliche hyperphysikalischer Störfälle statistisch erfaßt und war zu der Schlußfolgerung gelangt, daß sich im Hyperraum umwälzende Veränderungen abspielen, die sich nachhaltig auf des Standarduniversum auswirken. Ursache dieser Veränderungen waren Manipulationen an den Kräften des Hyperraums und gewagte hyperphysikalische Experimente auf Titan. Dadurch entstand eine "Trägheit" innerhalb der 5. Dimension, wodurch die Hypertechnologie nicht mehr funktionierte.

Auf dem Saturnmond Titan war ein terranisches Forschungszentrum unter der Leitung von Myles Kantor errichtet worden. Kantor untersuchte hier unter anderem seltsame Phänomene der letzten Zeit: gehäuft waren Transmitterunfälle und Störungen der Hyperfunkübertragung aufgetreten.

Auf dem Mars spielen Planetenforminganlagen verrückt und produzieren Alptraumlandschaften. Ein immer größer werdendes Monstrum droht den Roten Planeten zu verschlingen. Die Sonne weist kurzfristig andere Strahlungswerte auf und verschwindet für einige Sekunden aus dem optischen Bereich. Die Abweichung des Hyperspektrums von der Norm wirkte sich auf Konstanten wie die Gravitation und Strangeness aus. Die Lichtgeschwindigkeit senkt sich minimal.

Ein Raumschiff der Arachnoiden, das Bull von seiner Expedition mitgebracht hatte, wird untersucht. Ein Hyperfrequenzwandler enthält fünfdimensionale Schwingquarze, deren Schwingfolge und Dichte ungleich höher sind als die des Howalgonium. Dieses "n-Exagonium" soll einfließende Hyperenergien filtern und derart umwandeln, daß sie von den entsprechenden Geräten verarbeitet werden können.

Ein Experiment mit den Hyperkräften schlägt fehl, überall fallen Hypergeräte aus. Fluktuationen des Hyperraums sind anzumessen, und am 10.01.1200 bricht die irdische Zivilisation zusammen. Rhodan sitzt mit der ODIN im freien Weltraum fest, überlichtschnelle Raumfahrt, Hyperfunk und Transmitter funktionieren nicht mehr: eine "Hyperraumparese" ist die Folge der strukturellen Veränderungen des Hyperraums.

Das Alltagsleben kommt fast zum Erliegen. Die Energieversorgung mittels Hypertrop-Zapfung ist lahmgelegt, syntronische Computer stellen ihren Dienst ein, und auch Roboter funktionieren nicht mehr.

Terra liegt im Zentrum einer "Hyperraumblase", deren Ursache unbekannt ist. Zum Zeitpunkt der Entstehung dieser "Toten Zone", in der keine Hypertechnik mehr funktioniert, befinden sich mehrere tausend Raumschiffe im Hyperraum.

Auf dem Planeten Rubin waren die Howalgonium-Vorräte mehrere Wochen lang dem Einfluß der Hyperraumparese ausgesetzt. Tests ergeben, daß die Kristalle nach Beendigung der Parese weiterhin als Schalt- und Konverterelemente bei 5-D-Prozessen verwendet werden können. Antis des Báalol-Kultes wollen mit Hilfe der Howalgoniumkristalle ihre paranormalen Fähigkeiten reaktivieren. Sie streben nach galaktischer Macht, aber die fünfdimensionale Strahlung des Howalgonium macht ihr Bewußtsein wahnsinnig, und sie vernichten sich selbst.

Ronald Tekener und Dao-Lin-H`ay versuchen in der Galaxis Hangay die dortigen Verhältnisse zu konsolidieren. Die Kansahariyya beginnt wieder zu funktionieren, und Tekener gewinnt immer mehr Einfluß in dieser Organisation. Es kommt zu Annäherungen zwischen den Kartanin aus Pinwheel und Hangay. Gerüchte sind im Umlauf, daß Teile von ESTARTU in die Benguel zurückkehren sollen.

Ein Blue-Wissenschaftler nimmt Messungen am Rand der Toten Zone vor und stellt Verlagerungen in einem bestimmten Bereich des Hyperraums fest. Die Naturkonstanten des 5-D-Kontinuums sind nicht wirklich universell, sondern variabel: der Hyperraum ist parzelliert, wobei jede Parzelle ein eigenen Kontigent an kompatiblen Naturkonstanten hat.

Perry Rhodan war kurz vor Eintritt der Katastrophe mit der ODIN gestartet und ist im Leerraum nahe Alpha Centauri gestrandet. An Bord des Raumschiffs tauchen Ennox auf, deren Bewegungsspielraum durch die Hyperraumparese scheinbar nicht eingeschränkt ist. Die Ennox können Nachrichten von außen in die Tote Zone bringen. Die Galaktiker nehmen die angebotene Hilfe dankend an, und bald schwärmen diese Wesen, die über einen schrägen Humor haben, über die Welten der Milchstraße aus. So wird ein Kontakt zwischen der ODIN und dem Handelsplanten Olymp hergestellt. Auch im Sol-System tauchen Ennox auf, wobei eines dieser Wesen namens Philip eine besondere Bedeutung zu haben scheint.

Atlan versucht mit Hilfe der arkonidischen Geheimorganisation GAFIF (Gruppe arkonidischer Forscher für Innovation und Fortschritt), dem Geheimnis der Ennox auf die Spur zu kommen. Außerdem startet er eine großangelegte Aktion, um das Ausmaß der Gebiete zu bestimmen, die von der Hyperraumparese betroffen sind. Dabei stellt sich heraus, daß das kugelförmige Feld der Hyperraumparese sich in Sprüngen westwärts in Richtung der galaktischen Peripherie bewegt. Am 15.05.1200 verschwindet das Feld vollends. Ob jemand in die Struktur des Multiversums eingegriffen hat, bleibt vorerst unklar.

Der Hyperraum-Attraktor von M 3

Myles Kantor und sein Team durchforschen systematisch den Hyperraum und entdecken dabei Strukturrisse um Hyperspektrum, die sich im Raumsektor M 3 bündeln. Dort hat sich ein bedrohlicher 5-D-Attraktor gebildet. Unregelmäßigkeiten im Raumzeit-Kontinuum und Strukturrisse im Dimensionsgefüge führen dazu, daß Kantor, Boris Siankow und andere Spezialisten losfliegen, um vor Ort zu forschen.

Der 5-D-Attraktor von M 3 verschlingt gewaltige Mengen an Hyperenergien und wächst stetig. Die Strukturrisse in der Milchstraße sind in Richtung der ehemaligen Porleyter-Anlage Neu-Moragan-Pordh polarisiert. Bei dem Lokalen Attraktor scheint es sich um einen Passivzustand einer neuen Toten Zone zu handeln. Der Attraktor existiert nicht mehr in Raum und Zeit, sondern in einem Vakuum, das keine Ausdehnung hat.

Das Gebiet des Attraktors war auch das Ziel des Pararealisten Sato Ambush. Um in das Innere des Hyperdim-Attraktors zu gelangen, hatte Ambush eine Raumzeitfalte erbaut und war zusammen mit dem Nakk Paunaro in sie eingedrungen. Die Haluter Icho Tolot und Lingam Tennar suchen nach den beiden. In der Raumzeitfalte hatte sich jedoch von der "anderen Seite" her eine Macht namens Sinta eingeschlichen, die die Absicht hat, ins Standarduniversum vorzudringen. Sintas Hilfstruppen, die Maanva, haben offenbar Schwierigkeiten, aus ihrem Universum in den Einsteinraum überzuwechseln.

Die Raumzeitfalte stellt eine Realitätsebene dar, die wenig innere Stabilität besitzt. So scheint sie zwischen zwei stabileren, benachbarten Ebenen bzw. Universen hin- und her zu pendeln. Paunaro, Ambush, Tolot und Tennar bleiben vorläufig im Dickicht der parallelen Wirklichkeiten verschollen. Der Attraktor spult eine ganze Kette von Wirklichkeitsebenen ab. Die gleitenden Wirklichkeiten hält der Nakk Paunaro für potentielle Zukünfte, die unter geeigneten Bedingungen Realität werden könnten. Eine wahre Irrfahrt durch parallele Realitäten beginnt, und in einer potentiellen Zukunft taucht das Volk der Corrax auf. Es handelt sich von Sinta auserkorene und konditionierte Kriegersklaven, mit denen der Sturm auf das Universum realisiert werden soll.

Sinta setzt eine Maschine ein, das Maleom, um unerwünschte Beobachter in den irreversiblen Wahnsinn zu treiben. Siankow baut mit Hilfe eines Frequenzmultiplikators, mit dem kurzwellige Hyperbarie in den ultrahochfrequenten Bereich transformiert wird, einen Psi-Generator, eine Psi-Bombe, um das Maleom zu vernichten.

Während dieser Ereignisse konzipiert Boris Siankow die Hypothese der kontralogischen Wirklichkeitsstrukturen. Die Sphäre, in der Sinta sich aufhält, ist von Naturgesetzen geprägt, die der herkömmlichen Logik zu widersprechen scheinen. Es ist ein Raum, in dem die Wirklichkeit eine andere Textur besitzt.

Der Lokale Attraktor scheint eine neue Tote Zone auszubrüten...

Die Suche nach den Spiegelgeborenen

Der Mausbiber Gucky und Alaska Saedelaere begeben sich auf Spurensuche im All. ES hält noch zwei Zellaktivatorchips zurück, bestimmt für zwei Wesen, die erst im Jahre 1174 das Licht der Welt erblickt hätten und gleichartig seien.

Ein Ei, das von Blues als Gottheit verehrt wird, enthält einen Hinweis auf den Yolschor-Sektor im Zentrumsbereich der Milchstraße. Dort waren vor kurzem verschiedene Spezies wie terranische Siedler, Unither und Blues dem Wahnsinn verfallen. Ein gewaltiger Psi-Sturm war die Ursache.

Nächste Station für Gucky ist die Dunkelwolke Provcon-Faust. Auf dem Planet Gäa begegnet er dem Ennox Felix, der sein Gedächtnis verloren hat. Er sucht nach seiner Heimatwelt, die er mit dem Begriff "Sculptor" verbindet.

Am Rand des Sol-Systems materialisiert plötzlich die Kunstwelt Wanderer, und Ernst Ellert überbringt eine Botschaft von ES. Zwei "Spiegelgeborene" sind als Empfänger der beiden verbliebenen Zellaktivatorchips auserwählt. Sie werden aufgefordert, sich innerhalb einer Frist von "zwei Pi" auf Wanderer einzufinden.

Ein Run auf Wanderer setzt ein, viele Glücksritter erhoffen sich im Sol-System von ES das ewige Leben.

Die Jäger der Unsterblichkeit riskieren den Sturm auf Wanderer. Auch die beiden akonischen "Zwillingsschwestern" Alnora Deponar und Henna Zarphis begeben sich ebenfalls auf den Kunstplaneten. Doch auch sie können die fremden Gesetze dieser Welt nicht verstehen; die Bedeutung und Funktion von Wanderer ist fundamentaler Natur. Alle müssen erfolglos das Sol-System wieder verlassen.

Die zwei Spiegelgeborenen, denen ES die Zellaktivatoren verleihen will, werden gefunden. Die Zwillinge Mila und Nadja Vandemar wurden im Jahr 1171 auf Zwottertracht geboren, zur gleichen Zeit, als Wanderer sich dort manifestierte.

Mystery, die Ursprungswelt der Ennox

Die Ennox tauchen scharenweise in der Milchstraße auf. Während einer Begegnung eines Ennox mit dem Kyberklon Voltago produziert letzterer in schneller Folge "Gesichter", und jeder kam dem anderen irgendwie "geistig verdreht" vor.

Gucky sucht mit dem Raumschiff XENOLITH die Heimat von Felix. Nach Abenteuern um ein verrücktes Gehirn eines Doktors erreicht er die Galaxis NGC 7793, 10,5 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt. Der Mausbiber teleportiert auf die Heimatwelt der Ennox, kehrt aber geistesabwesend wieder zurück.

Inzwischen kann Perry Rhodan mit der ODIN und in Begleitung des Medoschiffs PARACELSUS 250 gestrandete Ennox bergen und zur ihrer Heimatwelt transportieren. Die Ennox waren Teil einer planetenumspannenden Symbiose geworden. In NGC 7793 verschwinden die todkranken Ennox per Absoluter Bewegung aus ihren Medokammern und begeben sich zum Planeten Mystery. Am Himmel von Mystery befindet sich ein 3-D-Modell unseres Universums, das wahrscheinlich schon vor Millionen von Jahren von Wesen angeleget wurde, die das Universum vermessen hatten. In dem Modell befinden sich Löcher und eine Galaxis, die genau in der Mitte durchtrennt ist. Der Projektionsmittelpunkt ist der hypothetische Ort des Urknalls vor 20 Milliarden Jahren.

Arkon im Bann der Toten Zone 2

Unterdessen bahnt sich in der Milchstraße ein ernstzunehmender Konflikt zwischen Akonen und Arkoniden an. Eine geheimnisvolle Akonin, Henna Zarphis, tritt auf den Plan. Mitte Juli 1200 deutet alles darauf hin, daß der Galaxis aus M 3 eine neue Tote Zone droht. Die Zone materialisiert im Raumsektor Arkon. Der Planet Bolan im Pungin-System, 4.000 Lichtjahre von M 13 entfernt, entwickelte sich einem Krisenherd. Hier wollen die Akonen den Hebel ansetzen, um die Macht der Arkoniden zu brechen.

Der Kugelsternhaufen M 13 wird von erschreckenden Phänomenen heimgesucht. Auf Arkon II tauchen Kristallkolosse von 700 Meter Größe auf, in Abständen von knapp über 28 Stunden. Atlan durchforscht das Innere des immateriellen Gebildes und gelangt an einen Ort, an dem er die Anwesenheit eines übermächtigen Wesens zu spüren glaubt.

Auf Ariga wird ein schemenhaftes Gebilde beobachtet, das dem Exoskelett eines Käfers ähnelt. Auf Accaro II ergründet Ronald Tekener eine Fata Morgana; im Zentrum der Erscheinung, auf einem Tafelberg, hat er die Empfindung, daß es unheuer Mächtiges in der Nähe ist.

Die "Tote Zone 2" ist eine Kugel mit einem Durchmesser von 5.000 Lichtjahren. Sie pulsiert in Abständen von 28 Stunden, 3 Minuten und 30 Sekunden. Forscher vermuten, daß es sich bei den beobachteten seltsamen Projektionen um 5-D-Spiegelungen weit entfernter Phänomene handelt.

In der Toten Zone von Arkon taucht abermals ein rätselhafter Kristall auf. Atlan sieht im Innern riesige Kristalltürme mit seltsamen Mustern. Der Arkonide bewegt sich in einem schier unendlich gekrümmten Raum und nimmt Schatten wahr, einem Spiegelkabinett ähnlich. Er kann ein Objekt festhalten, das die Form eines Pyramidenprismas mit 21 Flächen hat. Das Polygon ist hart wie Diamant und undurchsichtig.

Die Blaue Legion der Akonen

Eine akonische Geheimorganisation, die "Blaue Legion", wird sehr aktiv. Die Akonen haben eine neues Transmittersystem entwickelt, den XD-Transponder. Damit ist ihnen möglich, sich in fremde Transmittersendungen einzuschalten, diese abzuschalten oder einfach nur an einen fremden Empfänger umzuleiten. Ein solcher Transmitter ist als Waffe geeignet, denn damit lassen sich Objekte, die auf gegnerischen Transmitterstrecken transportiert werden, abfangen.

Die Organisation Blaue Legion wird von Henna Zarphis geführt, die unter dem Decknamen "Blaue Schlange" arbeitet. Henna Zarphis besitzt die gleiche Genstruktur wie Alnora Deponar, Mitglied des Großen Rates von Akon. Es stellt sich heraus, daß beide Frauen zusammen mit fünf anderen gentechnisch in einer Retorte auf dem Planeten Tourrad gezüchtet wurden. Als ES nach den "Spiegelgeborenen" sucht, halten sich Henna und Alnora für Auserwählte der Superintelligenz.

Unterdessen kommt im Humanidrom zum Eklat. Ein Blue will über die Machenschaften der Blauen Legion auspacken und bezahlt mit seinem Leben. Yart Fulgen, Chef des arkonidischen Geheimdienstes, stellt im Stouvan-System eine Falle für das Raumschiff MAGENTA. Die MAGENTA soll von Siga wichtige Teiles des XD-Transponders bezogen haben. Ein siganesischer Wissenschaftler strahlt 500 Tansponderchips zur MAGENTA ab. Mit Hilfe des Hytrap (Hyperdimtransmitter-Adapter) kann das Ziel des Raumschiffs ermittelt werden. Es handelt sich um einen Stützpunkt der Blauen Legion: die Paradieswelt Szal-Mien im Taarnor-System. Terraner können das Hauptquartier der Blauen Legion zerstören und die Chips sicherstellen, doch die MAGENTA kann fliehen. Das wahre Versteck der Organisation liegt im galaktischen Zentrum.

Ein geplanter Anschlag der Akonen bedroht die Existenz der Arkoniden. Der XD-Transponder soll auf die Transmitter der beiden Arkonwelten justiert werden und über diese stehende Verbindung hochgefährliche Viren auf diesen Planeten materialisieren lassen. Beigefügte Nukleonsprengsätze sollen anschließend die Transmitterkuppeln vernichten und die Virenwolke weit in die Atmosphäre verstreuen. Das Attentat kann mit Hilfe einer Hanse-Spezialistin, der Oxtornerin Dilja Mowak, vereitelt werden.

Terraner und Blues schließen sich zu einem Kommandounternehmen zusammen und beginnen ein Psychospiel auf Akon. Akonische Fanatiker rüsten zum Angriff. Sie wollen das Hauptquartier der arkonidischen Antiterror-Spezialisten, den Asteroiden Jimmerin, zerstören. Die Bedrohung wird jedoch abgewehrt.

Die Arcoana und die Ennox

Reginald Bull durchforstet in den aus NGC 1400 mitgebrachten Unterlagen die Geschichte der scheinbar aaausgestorbenen Arachnoiden, in der Wesen eine bedeutende Rolle spielen, die derBeschreibung zufolge den Ennox sehr ähneln. Er fliegt mit einer kleinen Flotte in die 13,2 Millionen Lichtjahre entfernte Galaxis NGC 6503, Aemelonga. Im Sheokor-System treffen die Galaktiker auf das Volk der Arcoana. Ein bewaffneter Konflikt kann in letzter Minute verhindert werden, und neue Erkenntnisse werden gewonnen. Die Terraner erfahren die Geschichte der spinnenartigen Arcoana, die vor etwa 10 Millionen Jahren den Funken der Intelligenz erhalten hatten.

Einst webte Beauloshair ein historisches Netz, in dem die grausame Frühgeschichte seines Volkes dokumentiert wurde. Die Urheimat befand sich in der Galaxis Noheyrasa auf dem Planeten Bourasha, der zusammen mit dem Gasriesen Ghaww die rote Sonne Skal umkreiste. Pioniere dieses Volkes waren Grel, Gruk und Wirad.

Das Volk, das sich selbst Roach nannte, begann mit der Eroberung des Weltraums. Durch Planetenforming wurden andere Welten umgestaltet, die Heimat dagegen wurde nach und nach zerstört.

Im Laufe der Zeit veränderten sich die nur auf Zerstörung und egoistischen Genuß ausgerichteten Roach, aus ihnen entstanden die Arcoana, ein Volk von Philosophen und Denkern. Forscher wie Heleomesharan führten fünfdimensionale Berechnungen durch, um die Strukturen des Kosmos zu enträtseln. Das "Arcoa", nach dem sich die Arcoana benannt hatte, war das "Ewige" und "Unendliche". Das Trachten dieses Volkes zielte in die Unendlichkeit, in die vielfältigen Netze und Gespinste eines Kosmischen Netzknotens und in die Fäden jenes spiralig gewundenen Stranges, der das Multiversum durchzieht. Ihre Erfahrungen sollten Eingang in die Morphogenetischen Felder finden, in denen das Wissen und die Substanz aller Lebewesen enthalten sind und die der Moralische Code steuert.

Irgendwann tauchten die Sriin auf, eine junge, wißbegierige Rasse. Sie wurden für die Arcoana zu wahren Plagegeistern. Bedeutende Arcoana, unter ihnen Jaobourama, wollten sich dem Zugriff dieser Wesen entziehen und planten ein gewaltiges Projekt. Sie zündeten 73 Sonnen ihres Sternenreiches, ließen sie zu Novae entwickeln und schufen so eine riesige Transmitteranlage, durch die das Volk der Arcoana über eine Strecke von 35 Millionen Lichtjahren in eine andere Galaxis transportiert wurde. Sie hofften, nun vor den Sriin in Sicherheit zu sein.

Die neue Heimatgalaxis wurde Aemelonga genannt. In einem Doppelsternsystem mit 67 Planeten siedelten sie sich an; zur Zentralwelt wurde der siebte Planet Dadusharne, weitere Planeten wurden für die Besiedlung präpariert. Eine wesentliche Rolle spielte dabei der Planeteningenieur und Saatmeister Affraitancar.

Die arcoanische 5-D-Mathematikerin Colounshaba beschäftigte sich mit kosmischen Geheimnissen und entdeckte in der Nähe des Kugelsternhaufens Urnaxxor den vierdimensionalen Abdruck eines gigantischen fünfdimensionalen Objekts. Es war an fünfdimensionalen Kraftfeldlinien verankert, die gegenseitig verdreht waren und sich spiralartig durch den Supraraum erstreckten. In diesem Informationsträger sollten die kosmischen Gesetze fundamentiert sein. Die Wissenschaftlerin erfuhr auch von der Existenz höherer Entitäten, die in die Geschicke des Multiversums eingriffen.

Die Arcoana begegneten Genral Croosa, dem Oberbefehlshaber der Wachflotte Trixta, und den Llallanee, den "Einsamen des Universums", Roboter, die nach einem neuen Meister suchten. Schließlich mehrten sich die Hinweise, daß die Sriin die Arcoana wiederentdeckt hatten.

Die Weisen der Arcoana berieten, wie sie ihr 200-Milliarden-Volk vor der Sriin-Plage schützen konnten. Colounshaba suchte nach einer Waffe gegen die Sriin. Im "Tempel der 5. Dimension" erklärte ihr ein Wächter die dort enthaltenen 5-D-Plastiken. Die Kunstwerke symbolisierten phantastische Dinge: die komplette fünfdimensionale Struktur von Schwarzen Körpern, Wechselwirkungen kosmischer Energien, den Energieaustausch zwischen dem Supra-Raum und den Universen des Multiversums, und Formeln für die Erkennung von kosmischen Störfeldern.

Die Arcoana fanden heraus, daß die Sriin mit Hilfe eines in ihnen verankerten leuchtenden Organs in der Lage waren, die Rau-Zeit bis zum singulären Punkt zu krümmen, um so den "unendlichen Schritt" zu tun. Arcoanische Wissenschaftler konstruierten nun das "Asriineiin", ein Abwehr-Schutzschild gegen die Sriin. Das Projekt war zwar ein Fehlschlag, aber bald darauf wurde der "Maciuunensor" gebaut, der ein Schirmfeld errichtete, das die Sriin daran hinderte, die Raum-Zeit zum singulären Punkt zu krümmen.

Der unendliche Schritt der Sriin beruht auf der Tätigkeit eines Organs, des Fourusharoud. Dieses ist mit einer gallertartigen Substanz gefüllt, die intensive Strahlung im 5-D-Bereich abgibt. Mit diesem Organ können die Sriin die Krümmung des Raums derart verändern, daß der Zielpunkt ihrer Reise in unmittelbare Nähe des Ausgangspunks gerückt wird. Zwischen beiden Punkten liegt dann nur noch ein winziger Schritt, auch wenn sie in der vierdimensionalen Perspektive viele Millionen Lichtjahre voneinander entfernt sind. Dabei wird nicht die Krümmung des gesamten Raum-Zeit-Gefüges verbogen, sondern nur eine Spur, ein eindimensionaler String. Der unendliche Schritt führt also durch ein übergeordnetes Kontinuum.

Die Arcona konzipierten als Gegenmittel des Schrittmacher, den Maciuunensor. Bei Aktivierung des Fourusharoud baut dieser einen eigenen String auf, in den sich der Sriin einfädelt. Dieser vom Maciuunensor projezierte String ist eine Schleife, deren Zielpunkt mit dem Ausgangspunkt identisch ist.

Nach Einschalten des Schrittmachers werden auf allen Planeten des Sheokor-Systems hilflose Sriin aufgefunden. Wegen der Leiden der Sriin bekommen viele Arcoana Gewissensnöte. Qeyonderoubo fordert Colounshaba auf, den Maciuunensor abzuschalten, um den Sriin das Verlassen des Sheokor-Systems zu ermöglichen.

Qeyonderoubo wird neuer Großdenker der Arcoana und will das 20-Milliarden-Volk wieder an den Ereignissen des Kosmos teilhaben lassen.

Die Entstehung der Toten Zonen war also eine zufällige Begleiterscheinung der Tätigkeit des Schrittmachers.

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© Crest-Datei - Autor(en): Dr. Robert Hector - Erstellt: 24.07.1999 - Letztes Update: 24.07.1999