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Die Cantaro
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Die Cantaro
Cover Band 1400

Allgemeine Informationen

Hefte: 1400 - 1499 Erstveröffentlichung: Juni 1988 - Mai 1990 Handlungszeit: 1143 - 1147 NGZ Schauplätze: Milchstraße, Galaxis Neyscuur (NGC 7331), Black Holes: Paura, Perseus, Siragusa Völker: Cantaro, Anoree, Amarena Hauptpersonen: Rhodan, Monos, Tifflor, Geoffry A. Waringer, Galbraith Deighton, Icho Tolot, Daarshol Wissenschaft und Technik: Chronopuls-Wall, Schwarze Sternenstraßen, Kontrollfunknetz, Superhochfrequenten Energie, Perle Moto, Juwel von Mimoto, Zeittafeln von Amringhar, Simusense-Netz

Abstract:

Der interuniverselle Transfer der Galaxis Hangay führt zur "Schließung" des Kosmonukleotids DORIFER. Die aus dem Universum Tarkan zurückkehrenden Galaktiker werden von den Wellen einer Schockfront 695 Jahre in einem Stasisfeld festgehalten. Als sie dieses wieder verlassen, haben sich in der Lokalen Gruppe gewaltige Veränderungen vollzogen. Katastrophen und Kriege bestimmten das Geschehen, die Milchstraße ist abgesperrt, eingehüllt in undurchdringliche Wälle. Der Teufel selbst soll in Terras Hallen regieren.

Perry Rhodan und seine Gefährten erkunden die nähere und weitere Umgebung der Heimatgalaxis. Die Cantaro, eine rätselhafte Rasse von Cyborgs, haben etwas mit der Abschottung der Milchstraße zu tun. Zudem erfahren die Terraner von der Existenz der Schwarzen Sternenstraßen, einem intergalaktischen Transportnetz, das über bestimmte Schwarze Löcher angeflogen und benutzt werden kann. Als eine kleine Flotte die Barriere durchbricht, bestätigen sich die schlimmen Erwartungen: Die Milchstraße ist ein Ort des Schreckens, die Völker leben in Unterdrückung und werden genetischen Experimenten ausgesetzt.. Viele Planeten, so auch Halut, wurden in Schlackehaufen verwandelt, und das Sol-System ist unerreichbar hinter einem Energiefeld verborgen. Zusätzlich stieht ein Unbekannter Zellaktivatoren.

Die Expeditionsflotte bekommt Kontakt zu der Widerstandsorganisation WIDDER und den Neuen Freihändlern. Der Untergrundkrieg gegen die Cantaro fordert viele Opfer. Der "Teufel in Terras Hallen" bekommt einen Namen: Monos. Er ist ein Kind von Gesil, erzeugt von einer unbekannten Macht. Monos ist ein Erzfeind Perry Rhodans, und er will die Milchstraßenvölker genetisch umformen.

Rhodan erfährt phantastische Hintergroße: Die Schwarzen Sternenstraßen wurden in ferner Vergangenheit von einem uralten Volk kontrolliert, den Amarena, später auch "Herren der Straßen", "Machraban" oder "Archäonten" genannt. Irgendwann suchten sie einen einsamen Ort, an den sie sich zurückziehen konnten, und fanden ihn 3.000 Lichtjahre vom Zentrumskern einer Spiralgalaxis entfernt, die von ihren Bewohnern Milchstraße genannt wurde. Die Amarena machten die Anoree, einem Volk aus der Galaxis NGC 7331, zu Verwaltern der Schwarzen Sternenstraßen und übergaben ihnen sämtliche Lizenzen, Daten und Codes. Die Amarena richteten sich unter dem Ereignishorizont des Black Hole Amagorta ein.

Der DORIFER-Schock führte zu geistigen Veränderungen in der geistigen Substanz der Amarena. Nach und nach wurden einzelne Mitglieder dieses Volkes verrückt. Als "Blitzer" brachten diese Wahnsinnigen, im Besitz der überlegenen Archäonten-Technik, unsägliches Elend über die Völker der Milchstraße und anderer Galaxien.

Um die Ausbreitung der Blitzer zu verhindern, riegelten die Amarena mit Hilfe mehrerer Wälle nach außen hin ab. Die Blitzer sollten keine Gelegenheit bekommen, ihre Barbarei in andere Sterneninseln der Lokalen Gruppe zu übertragen. Die Cantaro, ein Zweigvolk der Anoree, die von der Großen Katastrophe in die Milchstraße gelockt worden waren, sollten dafür sorgen, daß die Wälle wieder abgebaut wurden, sobald die Blitzer-Gefahr gebannt war.

Monos wurde ebenfalls durch die DORIFER-Katastrophe auf die Milchstraße aufmerksam und machte sich die Cantaro durch ein Kontrollfunknetz gefügt. Mit einem überlegenen technischen Potential übte er eine Schreckensherrschaft aus und nahm in verschiedenen Mimikry-Identitäten auch selbst am Geschehen teil. Nachdem die Terraner das Kontrollfunknetz neutralisiert haben, kann auch Monos ausgeschaltet werden.

Handlung

Die Horror-Galaxis

Als das letzte Viertel der Galaxis Hangay Ende Februar 448 NGZ im Standarduniversum in der Lokalen Gruppe materialisiert, bedeutet dies ebenfalls die Rückkehr der nach Tarkan gelangten Galaktiker um Perry Rhodan, Atlan und Reginald Bull. Als der aus 14 Raumschiffen bestehende galaktische Verband die Welt Narna verläßt und zum Raumsektor X-DOOR fliegt, geraten die Schiffe in den Einflußbereich von Strukturveränderungen, deren Ursprung im Kosmonukleotid DORIFER liegt.

Die Sterne verschwinden, das All verdunkelt sich, und Beneker Vling, ein Abgesandter der Superintelligenz ES, verschwindet auf dramatische Weise. Gleichzeitig sind die beiden DORIFER-Kapseln NARU und LEDA verschollen.

Der Pararealist Sato Ambush erkennt, daß sich ein starker hyperdimensionaler Energiefluß von DORIFER über diesen Abschnitt der Lokalen Gruppe ergießt und zu Erschütterungen des Raum-Zeit-Gefüges führt. Das Kosmonukleotid scheint überschüssige Energie abzustoßen und "dichtzumachen": es kapselt sich ab und zieht sich in die Tiefe zurück.

DORIFER, dessen Aufgabe es über Äonen war, das Standarduniversum gegen fremde Einflüsse zu schützen, ist der Experimentiererei mit großmaßstäblichen Massetransfers von einem Universum ins andere überdrüssig. Als das letzte Hangay-Viertel auftauchte, wurde die kritische Masse überschritten, und das Psionische Feld reagierte chaotisch.

Die Galaktiker begegnen den sogenannten IQ-Jägern, die dem Volk der Kartanin entstammen.

Die Schiffe des Tarkan-Verbandes finden sich in einem unbekannten System am Rande Hangays wieder. Der zweite Planet Chattu ist von degenerierten Hauri bewohnt, die sich selbst Khorra nennen und vierzehn himmliche Leuchtzeichen anbeten, die nun verschwunden sind. Die Galaktiker erkennen, daß die Leuchtzeichen mit ihren eigenen vierzehn Raumschiffen identisch waren.

Astronomische Beobachtungen ergeben, daß die Sterne der Galaxis Hangay sich auf ihren Bahnen ein wesentlich weiteres Stück bewegt hatten, als es den Borduhren nach der Fall hätte sein dürfen. Demnach schreibt man nun das Jahr 1143 NGZ; die Flotte war 695 Jahre in einem Stasisfeld gefangen.

Im Raumsektor X-DOOR finden die Tarkan-Heimkehrer 100.000 Raumschifftrümmer verschiedenster Art. Es handelt sich um Einzelteile der BASIS, die sich selbt zerlegt hatte. Ein kleiner Teil des Flugkörpers ist noch intakt und beherbergt die wahnsinnig gewordene Hamiller-Tube.

Die Galaktiker begegnen den sogenannten IQ-Jägern, die dem Volk der Kartanin entstammen. Diese jagen Humanoide, um sie als Sklaven zu verkaufen. Einer der IQ-Jäger teilt den Menschen die Koordinaten des Planeten Bugaklis mit, auf dem viele Intelligenzwesen gefangen sein sollen.

Auf der Sturmwelt Bugaklis haben sich Nachkommen einer Beibootcrew angesiedelt, die die BASIS vor der Zerlegung hatte verlassen können und dann von Hauri abgeschossen wurde. Die Terraner erfahren, daß aus der Milchstraße eine wahre Horror-Galaxis geworden ist, ein unheimlicher Ort, in den niemand hineingelangt und wo es Geisterschiffe und Gespenster, Raumfallen und Monster geben soll.

Die Tarkan-Heimkehrer beschließen, sich langsam an die Milchstraße heranzutasten. Ratber Tostan fliegt mit der TS-CORDOBA die Weltraumbanhöfe zwischen Andromeda und der Milchstraße an und findet heraus, daß vor mindesten 650 Jahren Midway-Station zerstört worden war. Bei den Mahhks heißt die Milchstraße seit jener Zeit "Geister-Galaxis". Tostan findet auf Lookout-Station einen leeren Kampfanzug des Haluters Icho Tolot, der sich angeblich auf der Suche nach Perry Rhodan befindet.

Rhodan und Atlan besuchen die Hundertsonnenwelt. Die ursprünglichen Bewohner, die Posbis, haben dieses System trotz außerlicher Unversehrtheit verlassen, nun leben Gurrads dort. Diese bezeichnen sich als Sachverwalter der Posbis. Das Zentralplasma hat sich in seine Urheimat Andromeda zurückgezogen. Die positronisch-biologischen Roboter waren einem vierarmigen Propheten gefolgt, hinter dem der Haluter Icho Tolot verbarg.

Nach Auswertung der ersten Erkundungsmissionen fliegt die Tarkan-Flotte die Milchstraße an. Im Halo der Galaxis werden die Raumfahrer vom Wahnsinn befallen. Eine unbekannte Barriere, der "Chronopuls-Wall", verhindert den Einflug in die Milchstraße. Der Syntron-Verbund des Raumschiffs CIMARRON stellt in der Barriere eine Unregelmäßigkeit des Zeitablaufs fest. Mit Sonden werden die Grenzen der Wahnsinnsbarriere abgetastet.

Ein Funkspruch aus dem Kugelsternhaufen M 30 führt Gucky zum Planeten Satrang. Absender ist der "Eremit von Satrang", der eine düstere Botschaft verkündet: "Ich warne alle Raumfahrer, sich der Milchstraße zu nähern, denn eine dunkle Macht hat diese Sterneninsel fest im Griff. Sie zerstört alle an Geist und Körper, die versuchen, die Wälle zu durchbrechen. Der Teufel selbst wohnt in Terras Hallen..." Der Eremit spricht von Gleichgesinnten, die er um sich gesammelt hat und mit denen er gegen die Gewalt und Willkür der neuen Herrscher kämpfen will. Er teilt mit, daß er beraubt worden sei und nur noch kurze Zeit zu leben habe. In einem Akt der Verzweiflung aktiviert der Eremit die Selbstzerstörungsvorrichtung der von ihm auf Satrang geschaffenen Anlagen. Er will verhindern, daß sie dem Feind in die Hände fallen.

Der Eremit ist identisch mit dem Wissenschaftler Geoffry Waringer, dem die unheimlichen Fremden den ellaktivator geraubt hatten und der daraufhin stirbt.

Während dieser Ereignisse wird ein "Phantomschiff" beobachtet, das sich mit hoher Geschwindigkeit von Satrang entfernt und in Richtung Milchstraße fliegt. Das fremde Raumschiff ist nicht eindeutig identifizierbar, die Orter erfassen nur ein tanzendes Irrlicht, das eine genaue Positionsbestimmung unmöglich macht.

Die Menschen stellen unterdessen fest, daß aus der Milchstraße keine Hyperfunksignale kommen; die Wahnsinnsbarriere scheint diese zu absorbieren.

185 Lichtjahre von Satrang entfernt richten die Galaktiker im freien Raum einen Sammelplatz ein, der den Namen PHÖNIX-1 erhält.

Perry Rhodan fliegt mit der CIMARRON zum Kugelsternhaufen M 3, um Hilfe bei den Porleytern zu suchen. Die Fünf-Planeten-Anlage ist verlassen, doch ein Nakk erscheint und gibt an, von den Porleytern als Wächter eingesetzt worden zu sein. Rhodan erfährt von ihm, daß die Galaktiker einst die Porleyter um Hilfe baten, als ein ein überlegener Gegner in die Milchstraße eindrang. Die Galaktiker erhielten auch immer energiereichere Waffen; irgendwann ging den Porleytern jedoch die Geduld aus, und sie verweigerte weitere Hilfe. Daraufhin griff das Galaktikum Neu-Moragan-Pordh an, um sich die Waffen mit Gewalt zu verschaffen. Die Porleyter schlugen den Angriff zurück, vernichteten sämtliche Einrichtungen der Fünf-Planeten-Anlage und zogen sich in das Borea-System zurück, um dort in Abgeschiedenheit zu leben.

Als Rhodan dort die Porleyter findet, sind diese nicht bereit, ihn zu unterstützen. Während die Terraner das System wieder verlassen, verschwindet dieses aus dem Normalraum. Die auf dem Planeten Ghattom noch lebenden 1998 Porleyter gehen in eine andere Welt ein. Kurz vorher erhält Rhodan den Hinweis, den Ort aufzusuchen, an dem die Säulen der Vergangenheit aufragen und in den Zeittafeln von Amringhar zu lesen.

Nikki Frickel bricht mit der SARONG in Richtung Große Magellansche Wolke auf. Doch die Regierung der gurradschen Freihandelswelt Ayshran-Ho zeigt sich an Beziehungen zum Tarkan-Verband nicht interessiert. Auf Ayshran-Ho hält sich die Überzeugung, daß Rhodan schon seit Jahrhunderten tot ist. Nickki erfährt, daß kurz nach dem Auftauchen der gesamten Hangay-Galaxis die dort lebenden Völker erbitterte Kämpfe untereinander führten und bald darauf den Krieg auch in andere Bereiche er Lokalen Gruppe ausweiteten. Auch die beiden Magellanschen Wolken und die dort lebenden Gurrads wurden in Mitleidenschaft gezogen. Wieder ist vom Volk der Cantaro die Rede. Rhodan erfährt außerdem von den Gurrads, daß 650 Jahre vorher Stalker in der Großen Magellanschen Wolke aufgetaucht war.

Nikki Frickel wird von unheimlichen Fremden entführt, die Meister der Tarnung zu sein scheinen. Rhodan folgt mit der CIMARRON einer Spur, die zum Eisplaneten Issam-Yu in der Großen Magellanschen Wolke führt. Nikki kann befreit werden, und die Terraner treffen wieder auf die seltsamen Zatara-Pflanzenwesen. Ein Memo-Würfel enthält eine Nachricht Icho Tolots, der die Menschen auffordert, die Säulen der Vergangenheit zu suchen.

Atlan erforscht den Chronopuls-Wall und entdeckt die Hera-Bucht, eine Pore in der Haut der Wahnsinnsbarriere, durch die ein Phantomschiff einfliegt und verschwindet. Beim Versuch, mit der CORDOBA den Wall zu durchbrechen, stirbt Ratber Tostan.

Der Ophaler Salaam Siin und Gucky entdecken eine Spur des vierarmigen Propheten. Icho Tolot war einst nach M 87 aufgebrochen, um zu erfahren, was aus den Vorfahren seiner Art geworden ist.

Schwarze Sternenstraßen und Dunkle Jahrhunderte

Als die CIMARRON Ayshran-Ho verlassen will, taucht im Orbit ein fremdartig wirkendes Antennenschiff auf. Bemannt ist es mit den Bekassu, einem fledermausähnlichen Volk, das erst vor wenigen Jahrhunderten die interstellare Raumfahrt zu beherrschen lernte. Die Terraner folgen dem Schiff und erreichen den Planeten Kassuban nahe dem Zentrum der Großen Magellanschen Wolke. Die Bekassu sehen in Rhodan und seinen Gefährten "Götter", die ihnen einst das Geheimnis des interstellaren Raumflugs offenbart haben. Die Menschen dürfen an Bord des "Ewigkeitsschiffes" gehen. Dieses Robotfahrzeug ist mit hochentwickelter Technik ausgestattet und befindet sich auf dem Weg zur "Ewigkeit".

Die Terraner gelangen zum Paura-System, in dessen Nähe sich ein Schwarzes Loch befindet. Auf dem Raumhafen von Paura-II entdecken sie die HALUTA, Tolots ehemaliges Netzgängerschiff. Die HALUTA wird an das Ewigkeitsschiff gekoppelt. Als das Ewigkeitsschiff schließlich sein Ziel erreicht, stellt sich heraus, daß die "Ewigkeit" eine gigantische Raumstation ist, die unterhalb des Ereignishorizonts eines massiven Black Holes in einem eigenen Mikrokosmos schwebt.

Die Bekassu stehen im Dienst der Cantaro, die an den Fledermausähnlichen genetische Experimente durchführen. Aber der eigentliche Zweck der Anlage scheint ein ganz anderer zu sein. Der Anführer der Cantaro läßt angesichts der Bedrohung durch Gucky einen Großteil der Station vernichten.

Die Galaktiker gelangen mit der HALUTA zu den "Säulen der Vergangenheit". Diese Säulen sind hyperenergetische Gebilde, die eine Hälfte des Mikrokosmos gegenüber der anderen abschirmen. Mit Hilfe des Nakken Lakardón gelingt es der HALUTA, die Säulen zu durchdringen. Amringhar, ein Planetoid, wird gefunden, und dort, bei den vermeintlichen "Zeittafeln von Amringhar", die allem Anschein nach einer Katastrophe zum Opfer gefallen sind, stoßen die Terraner auf Icho Tolot.

Tolot berichtet den Terranern über seine Odyssee durch Raum und Zeit: Im Jahre 445 NGZ hielt sich Tolot mit seinem Netzgängerschiff HALUTA in der Nähe des KLOTZes auf. Auf mysteriöse Weise wurden Koordinaten in die Datenspeicher der HALUTA überspielt, die eine Region im Randbereich der Galaxis Absantha-Gom bezeichneten. Tolot fliegt dorthin; auf einem Planeten, der einen Weißen Zwerg umkreist, erfährt er von einem in einem Medo-Hibernations-Tank befindlichen Pelewon namens Potharuu Einzelheiten über die Entwicklung in M 87. Die dortigen Zivilisationen hatten sich mit Erfolg gegen Infiltrationsversuche durch die Ewigen Krieger gewehrt.

Potharuu bat Tolot, in M 87 das System des Roten Riesen Yangar anzufliegen, um dort auf dem vierten Planeten Yanyok dem König Povarithrong über sein Schicksal zu berichten. Der Pelewon erwähnte dabei das "Juwel von Mimoto", das einen Schlüssel zur Macht darstellen soll.

Tolot flog nach M 87 und erfuhr von Gerüchten, nach denen der König von Yanyok die Herrschaft über die gesamte Galaxis anstrebte und angeblich im Besitz des "Juwels vom Mimoto" war, des Schlüssels zu den Schwarzen Sternenstraßen. Um die Zusammenhänge zu erfassen, suchte Tolot einen Magier auf; doch der Magier zerfiel zu Staub und wurde zu einem Obelisken, der keine Schatten warf. Der Magier war ein Cyno...

Tolot erreichte schließlich das Yangar-System und begegnete dort König Povarithrong. Von diesem erhielt er einen Hinweis auf einen Planeten, auf dem sich ein Objekt befand, das "Schwarzer Kubus" genannt wurde. Angeblich handelte es sich um einen Datenspeicher, mit dessen Hilfe sich die Karte eines uralten intergalaktischen Transportsystems rekonstruieren lassen sollte.

Tolot flog das Doppelstern-System Nuregg-Laddasch an, auf dessen Planet Tophtar der Schwarze Kubus versteckt war. Vor 70.000 Jahren hatte ein Walzenschiff der Bestien das Doppelsystem angeflogen und dort einen Memowürfel gefunden. Dieser war das Gegenstück zu einem anderen Objekt, das als "Juwel von Mimoto" bezeichnet wurde und Speicherdaten über die "Schwarzen Sternenstraßen" enthielt, die das Universum gleich einem Netz durchzogen. Kreuzungspunkte der Schwarzen Sternenstraßen waren Black Holes. Die Bestien wollten sich den Schwarzen Kubis aneignen, aber eine rätselhafte Macht hinderte sie daran.

Tolot konnte sowohl den Schwarzen Kubus als auch das Juwel von Mimoto in seinen Besitz bringen. Das Juwel enthielt die Koordinaten eines Black Holes, das den Kodenamen "Mimoto" trug und ein Tor zu den Schwarzen Sternenstraßen darstellen sollte. Diese Einstein-Rosen-Brücken existieren schon seit Äonen...

Als Meister der Schwarzen Sternenstraßen galten die Cantaro. Tolot wurde durch das Mimoto - Black Hole zum Siragusa - Black Hole transferiert, 324.000 Lichtjahre vom Sol-System entfernt. Tolot tauchte dort im Jahre 640 NGZ auf. In der Folgezeit ging der der Legende von Rhodans Freitod nach und begegnete den Posbis, Gurrads und Maahks. Jahre vergingen, aber irgendwann konnte Tolot beim Paura - Black Hole die Spur der Cantaro wieder aufnehmen und zu den Säulen der Vergangenheit vordringen.

Als die Terraner Amringhar wieder verlassen wollen, zeigt der Nakk Lakardón sein wahres Gesicht. Er verwehrt der HALUTA die Passage. Das Schiff kann die Säulen zwar durchdringen, jedoch nicht das Paura - Black Hole verlassen. Stattdessen stürzt das Raumschiff in die Singularität im Zentrum des Schwarzen Loches. Tolot erklärt, daß man sich nu auf einer Schwarzen Sternenstraße befindet, einer Verbindung zwischen zwei Black Holes. Die HALUTA wird durch ein Schwarzes Loch in den freien Weltraum entlassen - das Schiff befindet sich im Perseus-Sektor der Milchstraße, 6350 Lichtjahre von Terra entfernt. Doch die HALUTA wurde nicht nur im Raum, sondern auch in der Zeit versetzt: die Besatzung befindet sich in der Vergangenheit, im Jahr 490 NGZ.

Die Crew versucht, Informationen in dieser für sie fremden Zeit zu sammeln. Vanity Fair, eine junge Geschichtsforscherin, erinnert sich an die Ereignisse der jüngsten Vergangenheit:

Im Jahre 448 NGZ, als das letzte Hangay-Viertel im Standarduniversum materialisierte, wurde das Raum-Zeit-Gefüge in seinen Grundfesten erschüttert, Hyperschockbeben erfaßten die gesamte Lokale Gruppe. Gegen Ende des Jahres 448 wurden außerhalb der Milchstraße erste Beobachtungen von unbekannten Flugobjekten gemeldet. Amokläufer tauchten in der Milchstraße auf: es handelt sich um Hauri, die, aus Hangay kommend, alles niedermachten, was sich ihnen in den Weg stellte. Im Jahre 452 wurde im Raumsektor Gladors Stern eine Hauri-Flotte aufgerieben; die versprengten Schiffe sammelten sich über einer Kolonialwelt und richteten unter den Siedlern ein Blutbad an.

Die BASIS galt als verschollen, ebenso die Schiffe der Tarkan-Flotte.

455 NGZ wurde im Kugelsternhaufen M 13 ein von Arkoniden bevölkerter Planet von Fremden zerstört, die angeblich durch Hyperschockwellen während der Großen Katastrophe angelockt worden waren und als "Friedensstifter" in der Galaxis auftraten. Sie besaßen eine hochentwickelte Technik und vernichteten noch ein Dutzend anderer Planeten.

485 NGZ wurde der Raumsektor Haluta zur Sperrzone erklärt, die Haluter zogen sich in die Isolation zurück.

Perry Rhodan und seine Begleiter finden im Jahre 490 NGZ eine Alptraumwelt vor. Es ist eine düstere Zeit, die von Vorsicht und Mißtrauen geprägt ist und in der die Milchstraße einer Festung gleicht. Galbraith Deighton, der Kriegsminister Terras und des Galaktikums, besteht darauf, daß sich Gucky auf Tahun einer Behandlung unterzieht, um seine parapsychischen Fähigkeiten einzudämmen. Deighton wirkt sowohl körperlich als auch mental total verändert.

Rhodan will Terra einen Besuch abstatten, doch der lunare Rechner NATHAN, der zur Snytronik umstrukturiert wurde, untersagt dieses Vorhaben.

Auf Mardi-Gras, einem ehemaligen Handelskontor der Kosmischen Hanse, hat Homer G. Adams sein Quartier errichtet und schmiedet heimlich Pläne gegen die Cantaro. Der Planet wird auf unheimliche Weise zerstört. Zunächst entzieht ein blitzartiges Netz aus bläulicher Energie der Planetenoberfläche alle Wärme. Der Planet kühlt fast bis zum Absoluten Nullpunkt ab und hat nun einen enormen energetischen Nachholbedarf. Durch einen zweiten Blitzschlag wird Energie aus einem anderen, entropiereicheren Universum nach Mardi-Gras übergeleitet, wodurch sich der Planet in kürzester Zeit aufheizt.

Bei einer Konferenz zwischen Galaktikern und Cantaro rettet Gucky durch sein Eingreifen die Führungsspitze der Milchstraße: der Cantaro war eine lebende Bombe.

Rhodan und seine Begleiter sehen kaum noch Anhaltspunkte zu sinnvollem Handeln, und sie fliegen mit der HALUTA wieder zum Perseus - Black Hole. Das Schiff stürzt planmäßig in das Schwarze Loch hinein, wodurch das Gerücht um Rhodans Freitod eine plausible Grundlage erhält. Nach einem Transfer über eine Schwarze Sternenstraße verläßt die HALUTA das Paura - Black Hole; Messungen der Sternkonstellationen ergeben, daß man ins Jahr 1143 NGZ zurückgekehrt ist.

Der Chronopuls-Wall und die Anoree aus der Galaxis Neyscuur

Perry Rhodan ist entschlossen, die Rekonstruktion der in Einzelteile zerlegten BASIS in Angriff zu nehmen. Bei dieser Aktion machen die Soldaten des Kaisers von Karapon von sich reeden, die der Hamiller-Tube helfen. Das Imperium von Karapon ist ein kartanisches Diadochenreich, das sich nach Auflösung der Kansahariyya gebildet hat und von Phang-Troc angeführt wird.

Die Wissenschaftler der CIMARRON unter Sato Ambush haben einen Pulswandler entwickelt, mit dem der Wall um die Milchstraße durchbrochen werden soll. Der Wandler erzeugt eine hyperenergetische Wellenfront, die periodische Verzerrungen des Raum-Zeit-Gefüges bewirkt. Die Wellenfront soll mit dem gepulsten Feld des Chronopuls-Walls interferieren; dies Interferenz soll derart gesteuert werden, daß sich beide Effekte gegenseitig auslöschen.

Von der CIMARRON ausgeschleuste Sonden durchdringen zwar den Wall, explodieren aber 50 Lichtjahre hinter der Sperre. Ursache ist eine zweite Barriere, der "Viren-Wall": dieser besteht aus Computerviren, welche die Programme der Bordcomputer der Raumschiffe irritieren.

Auf dem Planeten Kyon entdeckt ein terranisches Kommando die "Bionten". Es handelt sich um Genkrüppel, Opfer von Gen-Experimenten. Diese "untauglichen" Produkte von Klonfabriken werden ausgesondert und auf Ghetto-Planeten wie Kyon gebracht. Viele Bionten, die zu "Ausschußware" erklärt wurden, sind jedoch parapsychisch begabte Geschöpfe.

Julian Tifflor steuert mit der PERSEUS den ehemaligen Hanse-Stützpunkt "Point Siragusa" an, der sich im Leerraum nahe eines Black Hole befindet. Die dortigen wissenschaftlichen Einrichtungen sind zerstört. Umweit des Schwarzen Lochs, um das die zerstörten Forschungsstationen kreisen, findet Tifflor ein Wrack, das sich als Fragment des uralten Riesenraumschiffs NARGA SANT entpuppt.

An Bord treffen die Menschen auf degenerierte Kartanin. Diese berichten, daß die Milchstraßenvölker mit einem mächtigen Feind zu kämpfen hatten. Im Zusammenhang mit der Bedrohung fällt der Name "Cantaro"; dabei soll es sich um mysteriöse Cyborgs handeln.

Die Kartanin hatten versucht, mit der NARGA SANT in die Milchstraße vorzudringen. Sie wollten über das Schwarzen Loch bei Point Siragusa unter Ausnutzung des Einstein-Rosen-Effekts in die Milchstraße gelangen. Kurz vor Erreichen des Ereignishorizonts brach das Riesenraumschiff auseinander. Ein Fünftel des Schiffs wurde in den Leerraum geschleudert, die restlichen vier Fünftel sind seither verschollen.

Julian Tifflor will mit der PERSEUS vom Siragusa - Black Hole aus über eine Schwarze Sternenstraße in die Milchstraße gelangen. Die Expedition wird jedoch in die 50 Millionen Lichtjahre entfernte Galaxis Neyscuur (NGC 7331) verschlagen. Dort leben diverse insektoide Völker wie die Aiscrou, Vaasuren, Cutenexer und Gimtras. Während die ersten drei Völker mit technischen Aspekten der Schwarzen Sternenstraßen vertraut sind, handelt es sich bei den Gimtras um ein Volk von Philosophen, die sich auf der Welt Mareesh der Erforschung kosmischer Zusammenhänge widmen. Sie sprechen von kosmischen Harmonien und der unermeßlichen Weisheit der "anorii".

Die vier Völker stellen verschiedene Erscheinungsformen ein und derselben Art dar: den Anoree. Diese humanoiden Wesen besitzen zwar eine hochentwickelte Zivilisation, sind jedoch nicht die Erbauer der Schwarzen Sternenstraßen, sondern nur Verwalter eines Erbes, das ihnen von den "Herren der Straßen" hinterlassen wurde.

Die Anoree sind seit Jahrtausenden auf der Suche nach diesen Herren, die auch "Machraban" oder "Archäonten" genannt werden. Nach alten Legenden haben sie sich einst an einen unbekannten Ort zurückgezogen.

Die Cantaro, die derzeit die Milchstraße beherrschen, sind ein Zweigvolk der Anoree. Sie haben sich vor langer Zeit von der Stammrasse abgespalten und sich auf genetisch-technischem Weg vervollkommnet. Eine starke Erschütterung des Raum-Zeit-Gefüges hatte sie in die Milchstraße geführt.

Auf dem Planeten Bugaklis wird die Akonin Iruna von Bass-Teth mit dem "Parallaxum" konfrontiert, einer psionischen Maschinerie mit einer fremdartigen ÜBSEF-Konstante. Sie gerät in einen Zerotraum und erkennt mysteriöse Zusammenhänge. In ferner Vergangenheit landeten Raumfahrer aus dem Volk der Cappins auf dieser Welt und führten biologische Experimente durch. Doch das manipulierte DNA-Material entartete, Mißbildungen entstanden.

Irgendwann landeten andere Cappins auf Bugaklis. Sie hatten es sich zur Aufgabe gemacht, das Erbe der Genetischen Allianz aufzuspüren und versuchten, die Entartungen rückgängig zu machen. Wie auf anderen Planeten, auf denen Ähnliches geschehen war, installierten sie ein Molekulargehirn mit einer positronischen und einer bionischen Komponente, das durch eine x-dimensionale Endlos-Schleife mit anderen Gehirnen zu einer einzigen Funktionseinheit verbunden waren. Dieses Gebilde wurde Parallaxum genannt.

Bugaklis gehörte einem Universum an, in dem eine mächtige Organisation, das Hexameron, etwas erzwingen wollte, was die Genetische Allianz im Kleinen versucht hatte. Durch Manipulation der Gravitationskonstante und anderer universeller Parameter versuchte sie, die Evolution ihres Universums zu steuern. Afu Metem und die Hauri versuchten, mit Hilfe psionischer Wirkfelder die biologische Entwicklung auf dem Planeten zu forcieren.

Nach Eintritt der kosmischen Katastrophe, nachdem Bugaklis ins Einsteinuniversum transferiert worden war, erlitt das Parallaxum durch die eintreffenden Hyperschockwellen einen Defekt. Die psionischen Impulse der Anlage verwirrten die Bewohner des Planeten.

Milchstraße: Der Widerstandskampf gegen die Cantaro

In der abgeriegelten Milchstraße geschehen dramatische Ereignisse. Im Orbit um den Planeten Lokvorth ist eine gigantische Raumstation entstanden, das Humanidrom. Initiiert wurde der Bau im Jahre 800 NGZ von der Mondsyntronik NATHAN, nach Plänen von Endehar Roff bzw. Simenon Myrrhen. An der technischen Vollendung waren Cantaro und Nakken beteiligt. Das Humanidrom ist ein gigantischer Komplex, eine Art vierdimensionales Labyrinth mit unzähligen Schlauchöffnungen. Es stellt zum Teil ein Museum dar, in dem die gesamte menschliche Geschichte dokumentiert ist.

Auf Aralon wird eine Klonfabrik entdeckt, in der die Herrscher der Galaxis neues Leben für die Milchstraße züchten wollen.

Atlan wird mit "Advok" konfrontiert, der niemand anders als Roi Danton ist und der die Organisation der neuen Freihändler anführt. Diese haben sich auf der Welt Phönix am Rande des Kugelsternhaufens M 30 angesiedelt und wollen die Befreiung der Milchstraße vorantreiben. Auch Ronald Tekener und Jennifer Thyron haben sich der Organisation angeschlossen. Eine Untergruppierung, die "Drakisten" unter Reno Yantill, zeichnet sich auf Phönix durch Querulantentum aus. Sie nehmen den Cantaro Daarshol gefangen.

Es handelt sich um ein syntronisch-biologisches Wesen. Das biologische Gehirn ist von einem syntronisch gesteuerten Energiefeld umgeben, ferner existieren syntronische Zusatzgehirne in verschiedenen Körperregionen. Daarshol besitzt eine "innere Uhr", die abläuft, wenn er nicht schnellstens in die Milchstraße zurückkehrt.

Trotz der nahezu umfassenden Macht des Schreckensregimes regt sich in der Milchstraße weiterer Widerstand. Die Organisation WIDDER agiert aus dem Untergrund, ihr Chef Homer G. Adams trägt den Decknamen "Romulus". Es kommt zum Kontakt mit dem Raumschiff CIMARRON, und Adams trifft wieder auf Perry Rhodan.

Auf dem im Halo der Milchstraße gelegenen Planeten Uulema wollen die Cantaro eine Operationsbasis einrichten. In einer Genfabrik sollen Hilfstruppen gezüchtet werden. Die WIDDER zerstören die Station, und Rhodan erhält von dem sterbenden Cantaro Veegran Hinweise auf die "Herren der Straßen". Der Terraner Pedrass Foch kann befreit werden. Er gehört der Organisation Drake an, einer Widerstandsorganisation der Freihändler, und war beim Durchbruch durch den Chronopuls-Wall mit Hilfe der Schiffe BLUEJAY und CIMARRON von den Tyrannen gefangengenommen worden. In dem erbeuteten Informationsmaterial auf Uulema wird "Anti-Paura" erwähnt, eine Station der Schwarzen Sternenstraßen. In dem Paura - Black Hole war der Nakk Lakardón mit genetischen und chronotopischen Experimenten beschäftigt. Anti-Paura war nach den bisherigen Erlebnissen der Terraner identisch mit dem Perseus - Black Hole, der Gegenstation des Paura - Black Hole.

Raumschiffe der WIDDER fliegen in das Perseus - Black Hole ein, und es gelingt, Lakardón gefangenzunehmen. Als keine weiteren Daten zu finden sind, wollen die Schiffe das Schwarze Loch wieder verlassen. Als sie, durch den Transfer-Impuls der Perseus-Station getrieben, über dem Ereignishorizont materialisieren, werden sie von einer Cantaro-Flotte erwartet. Aufgrund der technischen und zahlenmäßigen Überlegenheit des Gegners gibt Rhodan den Befehl zum sofortigen Rückzug. Drei Schiffe explodieren im feindlichen Feuer, die CIMARRON kann sich schwer angeschlagen in den Hyperraum retten. Sie materialisiert 1250 Lichtjahre vom Perseus - Black Hole entfernt im Normalraum und nimmt Kurs auf die nahegelegene rote Zwergsonne Megaira. Nach einer Notlandung auf dem sonnennächsten Planeten Sisyphos beginnen sofort die Reparaturarbeiten. Medikern gelingt es, einen Teil der Erinnerungen des Freihändlers Pedrass Foch freizulegen. Die Cantaro hatten über Uulema falsche Informationen geliefert, um die Terraner in eine Falle zu locken. Als sich Foch einer Mnemosektion unterzieht, zeigt sich Hologramm von Gesil, die im Jahr 447 NGZ die Netzgängerwelt Sabhal verlassen hat.

In einem alten Abwehrfort, das eine längst vergangene Zivilisation auf dem Südkontinent von Sisyphos errichtet hat, hat Perry Rhodan ein grausiges Erlebnis: In einer Vision sieht er Gesil in ein düsteres Gewand gekleidet, das Gesicht von Schmerz verzerrt und um Hilfe rufend. Jedoch finden sich Überreste eines holographisschen Projektors. Rhodan erhält eine Nachricht von einem unbekannten, scheinbar übermächtigen Intimfeind, der seinen Aufenthaltsort jederzeit zu kennen scheint. Eine Gewebsprobe aus dem Arm eines humanoiden Wesens demoralisisert den Terraner noch stärker: Eine Hälfte des Genoms stammt von Gesil; der Feind von Perry Rhodan scheint Gesils Kind zu sein. Doch wer ist der Erzeuger ?

Aufgrund der Tatsache, daß der Feind Rhodans Aufenthaltsort jederzeit zu kennen scheint, wird der WIDDER-Stützpunkt Arhena aufgegeben. Die Organisation verlegt ihre Operationsbasis ins Seriphos-System, 4,8 Lichtjahre vom Perseus - Black Hole entfernt.

Als Rhodan nach Sisyphos zurückkehren will, führt der Weg in der Nähe des Sol-Systems vorbei. Aus der Ferne wird er Augenzeuge, wie sich die Sonne optisch verdunkelt. Später können auch keine hypernergetischen Impulse mehr aus dem Sol-System empfangen werden.

Rhodan nimmt eine Einladung seines alten Freundes Galbraith Deighton an. Dieser behauptet, die Terraner seien die wahren Herrscher der Milchstraße. Sie hätten die Barrieren, die die große Sterneninsel umspannen - den Chronopuls-Wall, den Viren-Wall und die Hyperfunkschranke - eingerichtet, um sich gegen die Wirren des Hundertjährigen Krieges zu schützen. Sie hätten überdies vor kurzem das Sol-System hermetisch abgeriegelt, um sich ungestört der wissenschaftlichen und kulturellen Weiterentwicklung widmen zu können. Die Erde sei ein Paradies, Cantaro und Nakken stünden in Diensten der Terraner.

Doch Deightons Bericht entpuppt sich als Produkt eines suggestiv beeinflußten, syntronisch gesteuerten Bewußtseins. Deighton ist nur noch ein Droide. Er kann sich kurzfristig aus den Fesseln der syntronischen Steuerung befreien und teilt mit, die Herren der Straßen seien die wahren Herrscher der Milchstraße. Deighton empfängt den Todesimpuls, sein Körper explodiert.

Rhodan erfährt, daß Ernst Ellert den Auftrag erhalten hat, nach Gesil zu suchen. Das geheimnisvolle Wort AMAGORTA wird erwähnt. Gesil scheint von einer Macht entführt worden zu sein, deren technische und psionische Mittel jenseits des menschlichen Kenntnisstandes liegen. Angeblich hat Gesil im Jahre 447 NGZ auf Sabhal Besuch von einem Abgesandten der Kosmokraten erhalten. Der Abgesandte erschien als humanoider Schemen inmitten einer Zone aus Finsternis, einmal auf der Welt Toknu, ein andermal auf einem Fiktivplaneten im Innern von DORIFER.

Die Anoree

Julian Tifflors Heimkehr aus Neyscuur gestaltet sich dramatisch. Hinter dem Ereignishorizont des Siragusa - Black Holes wird aus dem Wrackteil der SORONG Nikki Frickel lebend geborgen. Ein Phantom erscheint, und Irmina Kotschistowas ellaktivator wird entwendet. Und schließlich dauert die Reise entlang der Schwarzen Sternenstraße vom Siragusa- zum Perseus - Black Hole ein ganzes Jahr.

Nach seiner Ankunft in der Milchstraße berichtet Tifflor Perry Rhodan über die Herkunft der Cantaro, die ein Zweigvolk der Anoree aus NGC 7331 sind. Ihre Körper sind durch genetische Optimierungen und Implantation syntronischer Elemente vervollkommnet. Die Cantaro hatten Neyscuur mit einer Flotte von mehreren Hundert Raumschiffen verlassen und die Lokale Gruppe angeflogen, um die Große Katastrophe zu beobachten.

Inzwischen werden die Anoree in der Milchstraße aktiv. Sie können nicht glauben, daß ihre Vettern, die Cantaro, sich innerhalb kurzer Zeit in brutale Barbaren verwandelt haben sollen.

Das Instrument der Anoree gegen die Cantaro ist der "Friedenssprecher", eine Zentraleinheit mit zwölf Hyperfunksatelliten. Er sendet Informationen über die gemeinsame Herkunft des anorischen und cantarischen Volkes und erinnert an die Maßstäbe der Ästhetik und Moral, an denen sich in der Vergangenheit beide Völker orientierten. Die drei Anoree Degruum, Gavval und Shyrbaat reagieren ekstatisch, als ihnen Sato Ambush eine Aufzeichnung des Speicherkristalls Perle Moto vorlegt, die in der Sprache der Archäonten die Worte enthält: "Das letzte Ziel ist Amagorta. Ruhe - Frieden - Verinnerlichung".

Das Kontrollfunknetz

Auf die Nachricht des Friedenssprechers reagiert ein cantarischer Generalfähnrich von der Brutwelt Sampson. Rhodan fliegt zu dieser Welt und erfährt, daß die Herren der Straßen einen Angriff auf die Freihändlerwelt Phönix planen. Er erhält auch weitere Informationen über die Cantaro. Der cantarische Nachwuchs kam aus der Retorte und wuchs in einer streng kontrollierten Umgebung heran. Auf Brutwelten konnten die Droiden ständig ihre Körperstruktur verbessern.

Für Monos war es in erster Linie wichtig, die Körperphysik der Cantaro so zu verändern, daß sie voll unter seiner Kontrolle standen. Zu diesem Zweck wurden in cantarischen Körpern organische und syntronische Module implantiert, die auf Kontrollfunksignale reagierten.

Sato Ambush kommt einem geheimnisvollen Kontrollfunknetz auf die Spur, das der Verbreitung dieser Signale dient. Er kann einen Satelliten dieses Netzes lokalisieren und untersuchen. Der Satellit enthält ein Modul, das einer fremdartigen Technik entstammt. Computer können jeden cantarischen Soldaten anhand seines Personalcodes identifizieren. Per Fernsteuerung können Todessignale ausgesendet werden, die unliebsame Cantaro liquidieren. Die Lebenserwartung der Cantaro ist reduziert worden, um eher die artspezifische Erinnerung zu löschen.

Ambush kann die Funktionsweise des Kontrollfunknetzes enträtseln. Er empfängt Impulsgruppen, die einer superhochfrequenten Hyperwelle aufmoduliert sind und in unregelmäßigen Abständen mit gleicher Intensität aus allen Richtungen kommen. Die Superhochfrequente (SHF-) Strahlung entstammt dem extrem kurzwelligen Ende des hyperenergetischen Spektrums.

Als Rhodan von einem geplanten Angriff der Cantaro auf die Freihandelswelt Phönix erfährt, leitet er Abwehr- und Evakuierungsmaßnahmen ein. Auf Phönix erscheint ein schemenhaftes Phantom und stiehlt den ellaktivator von Jennifer Thyron; auf ähnliche Weise waren die Aktivatoren von Waringer und Kotschistowa entwendet worden.

Auch die BASIS wird gestohlen und als fliegende Bombe präpariert. Die Cantaro hatten aus dem Hangartechniker Harold Nyman einen Klon gezüchtet, der die Kommandogewalt über das Schiff an sich riß. Die Gigantraumschiff kann jedoch von den Terranern mit Hilfe der Hamiller-Tube zurückerobert werden.

Icho Tolot und Domo Sokrat suchen in Andromeda nach Spuren ihres Volkes. Ihre Heimatwelt Halut ist durch die "Blitzer" verwüstet worden: die Atmosphäre ist verdampft, die Oberfläche in unvorstellbarer Glut geschmolzen, wiedererstarrt und wirkt nun wie glasiert. Die Haluter sind geflohen, im Innern leben einige versprengte Galaktiker in Kavernen.

Die Haluter hatten Haluta im Jahr 491 verlassen, ein Jahr später wurde der Planet zerstört. Etwa siebzig Jahre später ließ sich das Volk in der Zwerggalaxis IC 1613 auf den Planet Halutokoor nieder, geriet dort jedoch in eine tiefe psychologische Krise. Halutische Hyperphysiker registrierten ein eigenartiges Phänomen: in den Jahren 491 - 494 begann sich der Hyperäther der Milchstraße mit superhochfrequenten Geräuschen zu füllen, in die rätselhafte Signalgruppen eingebaut waren. Die Signale dienten der Steuerung der Blitzer und Cantaro. Die Haluter wollten nun das Kontrollfunknetz zerstören.

Ihr Ziel war es, eine eigene Quelle mit starker superhochfrequenter Strahlung einzusetzen. Das Zentralplasma sollte, gekoppelt mit entsprechenden Verstärkern, die Hypersignale erzeugen, mit denen man das Kontrollfunknetz neutralisieren konnte. Die Haluter entdeckten das Zentralplasma auf dem Planeten Dongan und siedelten sich auf der Nachbarwelt an, die sie Halpat nannten. Bald stellt sich heraus, daß die Nakken eine Änderung der psychophysischen Struktur des Zentralplasmas anstreben, um es als "Störsender" einzusetzen.

Die Geschichte der Amarena, der Herren der Straßen

Die WIDDER haben auf Helios ihr neues Hauptquartier eingerichtet. Sato Ambush initiiert hier eine aufwendige Versuchsreihe, um herauszufinden, wie Herren der Straßen den Todesimpuls über das Kontrollfunknetz verbreiten. Ein Cantaro wird hinter dreifach gestaffelte Fesselfelder gesperrt und explodiert trotzdem.

Der cantarische Generalfähnrich Shoudar reagiert auf den Begriff "Amagorta" wie elektrisiert. Auf der Stützpunktwelt Angermaddon will er Näheres über diesen Ort erfahren. Auf Angermaddon werden die Cantaro in diskothekenähnlichen Sälen mit hyperenergetischen Signalfolgen berieselt und in einen rauschähnlichen Zustand versetzt. Ein Stoßtrupp der WIDDER erfährt hier die Koordinaten von Amagorta.

Perry Rhodan fliegt diesen geheimnisvollen Ort an und erfährt die Geschichte der Archäonten.

In ferner Vergangenheit lebte in der Sterneninsel Maudaan das Volk der Viperter. Eines Tages bekamen diese Besuch von seltsamen Asteroidenstädten, die von den Eskuquel gesteuert wurden, die wie Nomaden das Universum durchwanderten. Zwischen beiden Völkern bestanden genetische Ähnlichkeiten, die darauf hinwiesen, daß sie demselben Urvolk, den V`Aupertir, entstammten.

Vertreter beider Völker schlossen sich zusammen und siedelten sich in der Galaxis N`Entyl an; von nun an trugen sie den Namen "Amarena". Die Asteroidenstädte wurden an verschiedenen Punkten im Kosmos stationiert, und rund um die Galaxis Maudaan wollten die Amarena eine Insel des Friedens errichten.

Bald beherrschten sie ein weites Netz von Schwarzen Sternenstraßen. Mit ihren Städten ließen sie sich unter den Ereignishorizont eines Black Holes fallen, erkundeten die dortigen Verhältnisse und suchten nach n-dimensionalen Verbindungen zum nächsten Schwarzen Loch. Bald wurde ihnen das Labyrinth unterhalb der Ereignishorizonte vertraut, und mit völliger Selbstverständlichkeit bereisten die Asteroidenstädte die Schwarzen Sternenstraßen.

Hundertausend Jahre später gehörten dreizehn Galaxien zur Friedensinsel der Amarena, das Netzwerk der Schwarzen Sternenstraßen hatte eine Ausdehnung von hundert Millionen Lichtjahren.

Doch aus der Friedensinsel entwickelte sich langsam eine Kriegsinsel. Die Amarena beschlossen, daß die Schwarzen Sternenstraßen nicht mehr wie vorher von niederen Völkern benutzt werden durften. Irgendwann kam es zu einer Begegnung mit den Hathor, die jedoch ohne Auswirkungen blieb. Die Amarena gingen eigene Wege und erreichten nach dem Zeitalter der Technik dasjenige des Geistes. Aber sie wollten nicht den Weg der Superintelligenzen gehen und behielten ihre Körper, wobei sie gleichzeitig aber eine starke Verinnerlichung erreichten.

Sie suchten einen einsamen Ort und fanden ihn 3.000 Lichtjahre vom Zentrumskern einer Spiralgalaxis, die von ihren Bewohnern Milchstraße genannt wurde. Hier, in Amagorta, wollten sie sich von der kosmischen Bühne zurückziehen. Sie benötigten jedoch eine Wächterrasse, die das Vermächtnis der Schwarzen Sternenstraßen verwaltete. Die humanoiden Anoree wurden für würdig empfunden.

Die Amarena, später auch "Herren der Straßen", "Machraban" oder "Archäonten" genannt, übergaben den Anoree sämtliche Lizenzen, Daten und Codes der Schwarzen Sternenstraßen. Dabei wurde jedoch ein bestimmter Bereich des Straßennetzes abgekoppelt und aus dem Datenwerk entfernt: die Sterneninsel, zu der Amagorta gehörte, mitsamt einer Gruppe umliegender Galaxien.

Die Amarena richteten sich unter dem Ereignishorizont des Black Hole Amagorta ein. Zwei Himmelskörper umkreisten die Singularität des Schwarzen Loches: "Welt", der der Entspannung und dem körperlichen Wohl zugedacht war, und "Ort", der der Psyche und der geistigen Entfaltung diente. Auf "Ort" stellten die Amarena die Weichen, die das Zeitalter des Geistes in jenes der Reife überleiteten. Irgendwann würde die Zeit der Reife in jene der Vollkommenheit münden.

Amagorta war ein Ort völliger Ruhe und Abgeschiedenheit, an dem die Amarena nach geistiger Vervollkommnung strebten. Sie kümmerten sich auch nicht um die Superintelligenz, in deren Mächtigkeitsballung sie sich niedergelassen hatten. Aber als hyperenergetische Schockfronten auf der Ebene der Kosmonukleotide geortet wurden, mußten sich die Amarena auch um die Niederungen außerhalb Amagortas kümmern.

Der DORIFER-Schock führte zu geistigen Veränderungen in der geistigen Substanz der Amarena. Nach und nach wurden einzelne Mitglieder dieses Volkes verrückt. Als "Blitzer" brachten diese Wahnsinnigen, im Besitz der überlegenen Archäonten-Technik, unsägliches Elend über die Völker der Milchstraße und anderer Galaxien.

Um die Ausbreitung der Blitzer zu verhindern, riegelten die Amarena mit Hilfe mehrerer Wälle nach außen hin ab. Die Blitzer sollten keine Gelegenheit bekommen, ihre Barbarei in andere Sterneninseln der Lokalen Gruppe zu übertragen. Die Cantaro, ein Zweigvolk der Anoree, die von der Großen Katastrophe in die Milchstraße gelockt worden waren, sollten dafür sorgen, daß die Wälle wieder abgebaut wurden, sobald die Blitzer-Gefahr gebannt war.

Die Amarena vernichteten alle High-Tech-Produkte im Innern des Amagorta - Black Hole und löschten sich dann selbst aus. Sie wollten verhindern, daß auch aus den noch gesunden Mitgliedern ihres Volkes eines Tages Blitzer wurden.

Gesil, die Perle Moto und die Nakken

Im Jahre 447 NGZ verschwand Gesil von der Netzgängerwelt Sabhal. Anfang 448, unmittelbar vor der Großen Katastrophe, erhielten Ellert und Testare von Kytoma den Auftrag, nach Gesil zu suchen. Im Jahre 491 begab sich Testare nach Conjonk in der Galaxis Hangay, wo er einen Unbekannten zu treffen hoffte, der Informationen über Gesils Verbleib besaß. Ellert folgte seinem Freund, geriet jedoch in Gefangenschaft von Hauri und später Karaponiden. Auf Karapon erfährt er Einzelheiten über ein geheimnisvolles Wesen namens Simed Myrrh, von dem wahre Wunderdinge erzählt werden. Dieser "Simed Myrrh von Lokvorth" bezeichnet sich selbst als Sohn einer Kosmokratin namens Khe-Zil.

Ellert will den Planeten Lokvorth aufsuchen, fällt jedoch der Piratin Aro To Morre in die Hände, die ihm am Rande von Hangay aufgelauert hatte. Die Piratin hatte zwar Testares Datenspeicher erbeutet, dieser hatte ihr jedoch die Zugriffsmechanismen nicht verraten. Nun hofft sie, diese von Ellert zu bekommen. Ellert taktiert; eine von Testare geschaffene Datei weist auf den Planet Nansar im Charif-System hin. Ellert kann der Piratin entkommen und stößt nach Nansar vor. Die dort lebenden Nakken sind degeneriert. In der Stadt Nakkaran trifft Ellert auf Testare und Gesil. Doch zusammen mit beiden ist er in einem Dimensionsgefängnis, einer künstlich geschaffenen Raum-Zeit-Falte, gefangen.

Rätselhaft bleiben die Zeittafeln von Amringhar, die Ellert und Testare im Jahre 448 im Innern des Paura - Black Hole entdeckt hatten. Es handelte sich ursprünglich um 20 Meter hohe Kristallsäulen mit fünfeckiger Grundfläche, die an der Basis einen Durchmesser von anderthalb Meter haben, sich nach oben verjüngen und in einer nadelfeinen Spitze enden. An der Spitze einer jeden Säule sitzt eine Amimotuo, ein leuchtend blauer, straußeneiförmiger Kristall, in dem Abstrakte des Dateninhalts der jeweiligen Säule gespeichert sind. Die Perle Moto und der Juwel von Mimoto stellen solche Amimotuos dar.

Von Kytoma stammt die Information, daß in den Zeittafeln von Amringhar nicht nur die Geschichte der Superintelligenz ES, sondern auch zahlreiche potentielle Zukünfte gespeichert seien. Die Zeittafeln werden von dem Chronisten von ES geführt.

In der Gegenwart sind die Zeittafeln zu Staub zerfallen. Unbekannt bleibt, für wen ES dieses Geschichtswerk geschaffen hat und ob vielleicht mehrere Kopien oder sogar das Original davon existieren.

Unterdessen erreicht Alaska Saedelaere mit Hilfe des Nakken Eladeru vom Hangay-Planeten Conjonk aus die Welt Uxbataan. Uxbaatan befindet sich hinter einer Raum-Zeit-Falte in einem fremden Universum. Hier sind Gesil, Ellert und Testare gefangen. Eladeru verhilft ihnen zur Flucht, und sie gelangen auf die Erde, ins Amazonasgebiet. Sie nehmen Kontakt mit den Rossisten auf, die sich als Traumhelfer bezeichnen und ihren Namen von dem Naturphilosophen Rousseau ableiten. Ellert und Testare existieren in einem sterblichen Barkonidenkörper. Sie müssen die wahren Zeittafeln von Amringhar finden, um den Zustand der Körperlösigkeit wiederzuerlangen. Der Nakk Paunaro ermöglicht ihnen die Flucht von der Erde.

Sato Ambush kann die Perle Moto soweit entschlüsseln, daß Ellerts Erlebnisbericht zutage kommt. Der Pararealist fliegt daraufhin zusammen mit Dao-Lin-H`ay, Jennifer Thyron und Irmina Kotschistowa nach Lokvorth. Dort erfahren sie, welche Funktion das Humanidrom in Wirklichkeit hat: es ist ein Forschungszentrum der Nakken. Während Ambush und die Kartanin nach Heleios zurückkehren, bleiben Jennifer und Irmina auf Lokvorth zurück. In der Wildnis des Planeten wollen die beiden ohne ellaktivator alternden Terranerinnen ihre letzten Tage ungestört verbringen.

Die Kartanin Dao-Lin-H`ay kann das Restfragment der NARGA SANT mit Hilfstriebwerken ausstatten und nach M 33 zurückkehren. Unterwegs wird das Schiff von Hangay-Kartanin aus dem Diadochen-Reich der Karaponiden angegriffen, die nach der Perle Moto suchen. Ein Bruchstück befindet sich in den Händen des Kaisers von Karapon. Dao-Lin-H`ay kann dieses Bruchstück entwenden erkennt, daß es sich um einen Datenspeicher handelt. Einige der Dateien enthalten erstaunliche Informationen: NATHAN hatte einst den Befehl zur Zerlegung der BASIS gegeben, weil Terra und die Menschheit in Gefahr waren. Und auch über Ernst Ellert sind Daten gespeichert: Er hielt sich auf der NARGA SANT auf, als der Raumschiffgigant den Ereignishorizont des Siragusa - Black Holes durchdringen wollte. Ellert verließ das Schiff rechtzeitig, die Perle Moto brach durch den mörderischen Gravitationsgradienten in der Nähe des Schwarzen Loches auseinander. Ellert floh mit dem Teil der Perle Moto, der später in den Besitz des Kaisers von Karapon gelangte. Die Perle Moto wird als "Abstraktspeicher" klassifiziert.

Dao-Lin-H`ay entdeckt auf dem Planeten Kartan das zweite Bruchstück der Perle Moto und fügt beide Teile zusammen. Die Perle Moto ist in ihrer äußeren Erscheinung mit dem Juwel von Mimoto identisch.

Ambush begibt sich erneut nach Lokvorth, um die Nakken im Humanidrom zur Mithilfe zu bewegen. Den Terranern ist es gelungen, die für die Cantaro tödliche Falle von Todes- und Lebensimpuls zu analysieren und hoffen, abtrünigen Cantaro helfen zu können. Die von den WIDDERN ausgehende Flüsterpropaganda läßt Unruhe unter den Droiden entstehen.

Die Nakken betreiben im Humanidrom geheimnisvolle Experimente, die Raumstation wird "Werkstatt der Sucher" genannt. Es gibt zwei Varianten von Nakken: die Nachfahren derer, die vor 50.000 Jahren mit dem KLOTZ aus Tarkan kamen, und die Blau-Nakken, die auf Nansar gezüchtet wurden und erst mitsamt der Galaxis Hangay in das Standarduniversum transferiert wurden.

Die Nakken sind auf der Suche nach dem "Unerklärlichen", und diese Suche hat verschiedene Strömungen der nakkischen Gesellschaft herausgebildet. Eine Geheimloge entstand, die mit zweifelhaften Methoden diese Suche betrieb.

Offensive der WIDDER gegen die Herrscher der Milchstraße

Die Vermessung des Kontrollfunknetzes macht Fortschritte. Es besitzt eine Gitterstruktur mit etwa 50 Millionen Kontrollfunk-Satelliten. Durch Störung einiger Satelliten kann der cantarische Stratege Drenshoor zur Explosion gebracht werden; Drenshoor trug ein seltsames Organ in sich, den Ortonator. Die Wirksamkeit des Störfunks ist allerdings von dem Zentralplasma und der technischen Unterstützung durch die Nakken abhängig.

Die WIDDER versuchen, das Zentralplasma durch ein Loch im Chronopuls-Wall in die Milchstraße zu transportieren. Dieser Wall wird von Raumforts im Halo der Milchstraße aus gesteuert. Das cantarische Raumfort CHOKTASH wird geentert; aus den erbeuteten Daten lassen sich die Koordinaten weiterer Raumforts errechnen. Das wichtigste Gerät eines Raumforts ist der Chrono-Monitor. Wenn dieser vernichtet wird, staut sich die Energie, die das Fort aus einem Kontinuum anderer Entropie bezieht, an und erreicht schließlich einen kritischen Wert, der zur Explosion führt. Die Hypertrop-Zapfung der Cantaro arbeitet quasi-kontinuierlich, aber mit geringerer Leistung als die der terranischen Raumschiffe, weswegen die Forts bisher schwer ortbar waren.

Während auf Heleios die Angriffsplanung auf die Gewaltherrscher der Milchstraße auf Hochtouren läuft, bleibt der Gegner ebenfalls nicht untätig. Auf dem Planeten Aptulat im Heimatsystem der Antis kommt es zu einer Rebellion in einer Gen-Fabrik. Der cantarische Stratege Peeroush und seine Ara-Spezialisten züchten dort aus dem Erbgut der Antis Báalol-Klone, psionisch begabte Mördermaschinen. Im Geistesverbund produzieren sie Wahnsinnsimpulse, mit dem sie ganze Raumschiffbesatzungen in den Irrsinn treiben können. Darüberhinaus haben sie als "Zünder" die Fähigkeit, andere Organismen durch Zellexplosion zu töten. Ager Catomen erscheint auf Aptulat; die Psi-Klone werden anschließend auf cantarische Kampfschiffe verfrachtet.

Der Cantaro Daarshol will im Humanidrom mehr über die Nakken erfahren. Bei den Ermittlungen lernt er Dorian Waiken, einen der Herren der Straßen, kennen. Zusammen mit Peeroush verschafft sich Daarshol Zutritt zum Sol-System. Als beide das Geheimnis der Herren erfahren, erteilt sie der Todesimpuls.

Terraner im Reich der Träume

Perry Rhodan wagt den Vorstoß ins Sol-System. Das Heimatsystem der Menschheit wird durch das "Deftra-Feld" von der Außenwelt abgeschirmt; das Feld ist ein Deflektorschirm mit Fiktivtransmittereffekt. Mit dem Raumschiff CUEGGEL gelingt der Durchbruch. Die Nakken auf dem Schiff erklären ihm, daß alle Vorgänge im Sol-System von der Lenkzentrale auf dem Saturnmond Titan aus gesteuert werden.

Rhodan wird ins "Simusense"-System eingeklinkt und erkennt die schreckliche Wahrheit. Terra ist zu einer Welt der Narren geworden, fast alle Menschen sind an das Simusense-Netz angeschlossen und leben in einer Scheinwelt. Ihr Geist befindet sich in einer paradiesisch erscheinenden Traumwelt, die sie als solche nicht erkennen und für die Wirklichkeit halten. In Realität liegen ihre Körper in schmutzigen Kammern und werden von den Roboter mit dem Lebensnotwendigsten versorgt. Jeder Terraner trägt einen Chip am linken Handgelenk und läßt seine Träume vom nächstgelegenen Simusense-Computer steuern. Der Träumende hat die Möglichkeit, mit dem Traumgenerator rückzukoppeln und kann sich dementsprechend bestimmte Ereignisse wünschen, die auch prompt erfüllt werden. Der Chip am Handgelenk dient als Empfänger und Umsetzer, der die Sendung des Computers in Mentalimpulse umsetzt und sie direkt ins Gehirn weiterleitet.

Infolge der Effekte durch die ständige Simusense-Berieselung haben die Terraner nur noch ein Viertel der ursprünglichen Lebenserwartung; die Menschheit droht allmählich auszusterben.

Aber Simusense hat auch seine Lücken. Es gibt Traumjäger, die sich in die Träume anderer einschalten können. Und es gibt Traumhelfer, die sich nach Belieben aus dem Netz lösen, aber auch in die Traumwelt versinken können. Ihr Ziel ist es, andere Menschen über die Vernetzung aufzuklären und durch Aufzeigen von logischen Widersprüchen im Traum zur Erkenntnis der Wirklichkeit zu bringen.

Neutralisierung des Kontrollfunknetzes und das Ende von Monos

Anfang 1147 NGZ starten die WIDDER eine Großoffensive. Halutische und Posbi-Raumschiffe tauchen im Wild-Man-Sektor auf und ziehen die cantarische Streitmacht auf sich. Die entscheidende Aktion erfolgt jedoch an anderer Stelle: im Perseus-Sektor beginnt der Angriff auf die dort stationierten Kontrollforts des Chronopuls-Walls. Im Wall wird ein riesiges Loch aufgerissen, Flotten der Posbis und Haluter materialisieren aus dem Hyperraum und dringen in die Milchstraße vor. Das Suprem-Kommando wird überrascht. Um die SHF-Störsender in Betrieb zu nehmen, muß das Zentralplasma auf die von Ambush errechneten Standorte verteilt werden.

Der Tag der großen Auseinandersetzung zwischen den WIDDER und den Cantaro und deren übergeordneten Mächten rückt näher. Der SHF-Störsender wird erprobt, der Signalgenerator ist das Zentralplasma. Zwei Nakken fungieren als Interface zwischen dem organischen Plasma und dem syntronisch gesteuerten Verstärker-Sender-Komplex. Enza Mansoor und Notkus Kantor veruschen, diejenige Signalfolge zu identifizieren, die bei den Cantaro Lethargie auslöst und sie als Kämpfer unbrauchbar macht.

Im Vorfeld des Sol-Systems stehen sich 20.000 cantarische Kampfschiffe, 10.000 Posbi-Fragmentschiffe, 2.000 halutische Raumschiffe und Einheiten der WIDDER gegenüber.

Die Cantaro setzten Octo-Klone ein, die mit ihrer psycho-destabilisierenden Strahlung die Mannschaften einiger WIDDER-Schiffe in den Wahnsinn treiben und bei den Halutern den Wunsch nach Drang-Wäsche erzeugen.

Als die Strahlung des SHF-Störsenders das gesamte Kontrollfunknetz blockiert, kommen die Signale der Herren der Straßen an die Cantaro nicht mehr durch, und diese reagieren apathisch. Eine zweite Geheimwaffe kommt ins Spiel: der Paratrans. Dieser wird von dem Planeten Menafor aus aktiviert und sendet einen hochenergetischen, scharfgebündelten Strahl gegen den Mantel des Deftra-Feldes. Das Feld wird destabilisiert und bricht zusammen. Die Raumschiffe der vereinten Invasionsflotten dringen ins Sol-System ein. Beim Vorstoß von WIDDER-Einheiten wird Perry Rhodan von dem gegenwärtig auf der Erde weilenden Herrn der Straßen, Ager Catomen, angesprochen. Catomen droht, das gesamte Sonnensystem zu vernichten und fordert Rhodan zu einer "Aussprache" auf dem Planeten Palkaru auf.

Dort zeigt Monos sein wahres Gesicht. Es gab in Wirklichkeit gar keine Herren der Straßen, sondern nur einen: Monos, der sich zu Rhodans Intimfeind erklärte und die Fähigkeit besaß, in acht verschiedenen Mimikry-Varianten aufzutreten, unter anderem als Ager Catomen und Dorian Waiken. Seine wahre Identität ist Pedrass Foch. Monos spricht von seinem Vater, dem Rhodan angeblich unglaubliches Unrecht zugefügt hat und der zu den Mächten des Kosmos gehört.

Atlan läßt Rhodan nicht ungeschützt der Auseinandersetzung mit Monos entgegengehen. Der DAVIP (Dabrifa-Viren-Pulser) enthält eine Viren-Züchtung, die eine 5-D-Strahlung als Nährboden benötigen und die von Paratronschirmen magisch angezogen werden. Nach 64 Sekunden haben sie sich milliardenfach vermehrt, erreichen eine kritische Masse und explodieren mit großer Gewalt. Pedrass Foch stirbt zwar in seinem Hochenergie-Schirm, kann aber Rhodan kurz zuvor erschießen...

In Wahrheit aber war Rhodan vor dem Zusammentreffen betäubt und durch Anson-Argyris,d en Vario-500-Roboter von Olymp, ersetzt worden. Dieser opferte sich für den Terraner.

Nach dem Ende von Monos beginnt in der Milchstraße eine große Aufräumarbeit. Die 20 Millionen Cantaro müssen zwar den Todesimpuls nicht mehr befürchten, müssen aber alle 16 Monate den Lebensimpuls empfangen. Sedge Midmays findet heraus, wie der Ortonator aus den Körpern der Cantaro entfernt werden kann, so daß kein Lebensimpuls mehr notwendig ist.

Die Haluter versetzen durch Terraforming-Methoden ihre Heimat in den ursprünglichen Zustand zurück.

Das Deftra-Feld hat sich gänzlich aufgelöst, auch das Absorptionsfeld namens "Abstill", das sämtliche auf Hyperbasis arbeitenden High-Tech-Geräte zum absoluten Stillstand brachte, existiert nicht mehr.

Eine gewaltige Aufgabe stellt auch die Ausschaltung des Simusense-Netzes dar.

Einige Rätsel der vergangenen Jahre können aufgeklärt werden. Ein raffiniertes System von holographischen Einrichtungen in HQ-Hanse und in der Festung Titan hatten es Monos ermöglicht, die Existenz mehrerer Herren der Straßen gleichzeitig vorzutäuschen. Überraschenderweise aber bestritt Monos den Diebstahl der Zellaktivatoren...

Monos war schon lange vor der Abschottung der Milchstraße in der Maske mehrerer Hanse-Sprecher aktiv geworden. Als Deightons ellaktivator abhanden kam, verwandelte er diesen in einen Cyborg. Gleichzeitig bezog er die Cantaro in seine Pläne ein: sie hatten von den Archäonten den Auftrag bekommen, die Milchstraße zum Schutz vor den Blitzern zu isolieren. Monos baute das Kontrollfunknetz aus und beeinflußte die Cantaro dahingehend, sich durch Klonen und besondere Zusatzmodule (Ortonatoren) zu verstärken. Im Jahre 500 beherrschte Monos die Cyborgs und die gesamte Galaxis. Er begann damit, das Sol-System zu isolieren und die Festung Titan mit seiner High-Tech auszubauen und zur Nervenzentrale der Milchstraße zu machen. Terra und das gesamte Sol-System wurden mit Simusense vernetzt.

Aus NATHANs Sicht hatte sich die Entwicklung folgendermaßen vollzogen: Die Wirren in der Milchstraße, das Wirken der Hauri und vor allem der Blitzer veranlaßten die Verantwortlichen dazu, aus Angst vor einer Zerstörung NATHANs eine Kopie der Mondsyntronik auf Titan zu installieren. NATHAN wurde in der folgenden Zeit mehrmals abgeschaltet, und die Zahl der Hansesprecher auf neun reduziert: die acht Herren der Straßen und Galbraith Deighton.

NATHAN wurde mit falschen Informationen gefüttert und nahm an, die durch den Hangay-Transfer verursachten hyperphysikalischen Schockwellen hätten aus einer Raumkugel von 50 Millionen Lichtjahren Durchmesser eine Negasphäre gemacht. Keine Raumschiffe tauchten außerhalb des Chronopuls-Walls auf, nicht ein Hyperfunksignal von außerhalb der Milchstraße wurde empfangen. Nur in der Milchstraße blühte das Leben. Deighton ließ NATHAN das Projekt "Asen" entwerfen, das aus den Terranern das führende Geschlecht der Milchstraße machen sollte.

Atlan kann NATHAN durch die Loyalitätsschaltung von seiner Identität überzeugen und transferiert sämtliche Daten der Titan-Festung auf die Mondsyntronik. NATHAN erfährt die volle Wahrheit.

Eirene versucht, die Geheimnisse der Nakken zu ergründen. Duch deren Inaktivität zerfallen Chronopuls- und Viren-Wall langsam.

Rhodan, Atlan, Tifflor, Bull und Adams sehen wieder zuversichtlich in die Zukunft. Viele Fragen aber bleiben ungeklärt: Wer ist der Dieb der Zellaktivatoren ? Was ist das Geheimnis der Nakken, die sich als "Kreaturen der inneren Ebene" bezeichnen, die nach dem "Innersten" suchen ? Wo befinden sich die wahren Zeittafeln von Amringhar ? Und wer ist Monos` Vater ?

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© Crest-Datei - Autor(en): Dr. Robert Hector - Erstellt: 24.07.1999 - Letztes Update: 24.07.1999