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Die Gänger des Netzes
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Die Gänger des Netzes
Cover Band 1300

Allgemeine Informationen

Hefte: 1300 - 1349 Erstveröffentlichung: Juli 1986 - Juli 1987 Handlungszeit: 445 - 447 NGZ Schauplätze: Milchstraße, Mächtigkeitsballung ESTARTU, Galaxis Siom Som, Galaxis Absantha-Gom, Galaxis Pinwheel (M 33) Völker: Querionen, Pterus, Kartanin, Nakken, Zataras, Ophaler Hauptpersonen: Rhodan, Eirene, Stygian, Tifflor, Nia Selegris, Nikki Frickel, Dao-Lin-H'ay, Oogh at Tarkan, Peregrin Wissenschaft und Technik: DORIFER, KLOTZ, Heraldische Tore, Gordischer Knoten, Striktor, Paratensoren, Psi-Taster, Paraflektor, Ctl-Roboter

Abstract:

Perry Rhodan andere bedeutende Galaktiker gelangen nach Sabhal, der Hauptwelt der Gänger des Netzes. Diese Organisation hatte sich einst zusammengeschlossen, um das Kosmonukleotid DORIFER zu bewachen und so das Funktionieren des Moralischen Codes zu gewährleisten. Die Netzgänger konnten das Psionische Netz benutzen, hyperenergetische Feldlinien, die das gesamte Universum durchziehen.

Die Gegenspieler zu den Gängern des Netzes sind die Ewigen Krieger, die mit kosmischen Wundern wie den Elysischen Ringen oder den Heraldischen Toren die Psionischen Felder stören wollen.

Der Ewige Krieger Stygian versucht, die Milchstraße zu kontrollieren. Er hat hier ein neues estartisches Wunder eingerichtet: den "Gordischen Knoten", mit dem er das Stygische Netz speist. Doch die Galaktiker wehren sich: das gibt es die Widerstandsorganisation GOI, und da sind die Haluter, die sich gegen das Regime erheben. Mit Hilfe der ophalischen Sänger können die Heraldischen Tore zerstört werden. Oogh at Tarkan, ein Kartanin, klärt die Galaktiker über die Irrlehre des Permanten Konflikts auf. Die Macht der Ewigen Krieger wird gebrochen.

ESTARTU war vor über 50.000 Jahren aus ihrer Mächtigkeitsballung verschwunden und setzte die Pterus als Verwalter ihres Reiches ein. Doch sie mißbrauchten ihre Macht und schufen den Kult um die Ewigen Krieger, um die Lehre des Permanenten Konflikts zu verbreiten.

Handlung

Das Psionische Netz

Auf Terra und in der Menschheitsgalaxis schreibt man das Jahr 445 NGZ.

In der Nähe der Doppelgalaxis Absantha-Gom / Absantha Shad befindet sich der vierdimensionale Abdruck, der "Footprint", des Kosmonukleotids DORIFER. Vor 50.000 Jahren wurde durch bislang unbekannte äußere Einflüsse auf DORIFER die Psi-Konstante in einem 50 Millionen Lichtjahre durchmessenden Bereich des Universums verändert; hierzu gehörten auch die Mächtigkeitsballungen von ES und ESTARTU. Dadurch konnten die psionischen Netzlinien in jener Region zur Fortbewegung genutzt werden. Die sogenannten Normstränge des Netzes ermöglichten den Enerpsi-Antrieb; die daneben existierenden Präferenzstränge erlaubten es bestimmten Wesen, mittels Geisteskraft nach Art der Absoluten Bewegung durch das Universum zu reisen. Diese Wesen schlossen sich zur Organisation der "Gänger des Netzes" zusammen und machten sich zur Aufgabe, das Kosmonukleotid DORIFER zu bewachen, um so das Funktionieren des Moralischen Codes zu gewährleisten. Sie wollten die Psi-Konstante dieses Teils des Kosmos wieder der universellen Psi-Konstante angleichen.

Über das Psionische Netz existieren zunächst nur Vermutungen. Es wird angenommen, daß es so alt wie das Universum ist. Das Psionische Netz ist ein Gewebe aus hyperenergetischen Feldlinien, daß das gesamte Universum durchzieht. Die Psi-Konstante ist eine universelle Konstante, die in der mathematischen Darstellung des Raum-Zeit-Strangeness-Gefüges des Hyperraums verwendet wird. Als DORIFER die Psi-Konstante erhöhte, veränderte es damit die Struktur des Hyperraums in seinem Bereich und damit auch die Struktur des untergeordneten Standarduniversums.

Seit Jahrhunderttausenden wird das Psionische Netz von dem geheimnisvollen Volk der Querionen, zu dem auch Kytoma gehört, zur Fortbewegung benutzt. Nach der Manipulation DORIFERs vor 50.000 Jahren konnten die Feldlinien auch von Nicht-Querionen und Raumschiffen mit Enerpsi-Antrieb benutzt werden. Die Querionen gründeten zum Schutz DORIFERs die Organisation der "Gänger des Netzes", die ihr Hauptquartier auf dem Planet Sabhal im Kugelsternhaufen Parraku nahe der Galaxis Absanhta-Shad hat.

Die Gegenspieler der Gänger des Netzes sind die Ewigen Krieger, die mit kosmischen Wundern wie den Elysischen Ringen oder den Heraldischen Toren großen Schaden an den psionischen Feldern anrichteten. Sie wollen die Psi-Konstante erhöhen und DORIFER mutieren lassen.

Die drei Ritter der Tiefe Perry Rhodan, Atlan und Jen Salik schlossen sich nach der Verbannung durch die Kosmokraten mit ihren Freunden Gucky, Icho Tolot, Geoffry Waringer, Fellmer Lloyd und Ras Tschubai zusammen. Gemeinsam folgten sie mit dem letzten Virenschiff, der ZUGVOGEL III, dem Ruf eines alten Freundes. Der alte Freund entpuppt sich als Alaska Saedelaere, der als erster Terraner zu den Gängern des Netzes vorgestoßen war. Alaska war einst von Kytoma gerufen worden, und er bringt seine Freunde zu der Netzgängerwelt Sabhal, wo bereits Gesil seit längerer Zeit wartet.

Rhodan feiert ein Wiedersehen mit Gesil, die ihm eine Tochter, Eirene, geboren hat. Eirene hatte in ihren Kindheit eine Reihe verblüffender Anlagen entwickelt; in ihr schlummert das Erbe von diesseits und jenseits der Materiequellen...

Als sich Eirene auf einer Wanderung durch das psionische Netz befindet, spuckt DORIFER ein fremdartiges Objekt aus, den "KLOTZ". Dieses 80 Kilometer lange Gebilde scheint nicht aus unserem Universum zu stammen und verbreitet durch seine intensive psionische Strahlung Wahnsinn und Tod. Seit Kurs zielt auf das Zentrum der Galaxis Absantha-Shad hin.

Das Auftauchen des KLOTZes veranlaßt Waringer, wie besessen an der Entwicklung von vektorierbaren Grigoroff-Projektoren zu arbeiten, einem Antriebssystem, mit dem gezielt Reisen in andere Universen unternommen werden können.

Atlan führt gemeinsam mit Eirene eine Inspektionsreise im Kosmonukleotid DORIFER durch. Mit Hilfe der DORIFER-Kapsel NARU erkennt der Arkonide, daß es in dem Kosmonukleotid Millionen psionischer Informationsquanten (Psiqs) gibt, unter denen in buntem Reigen Informationsketten entstehen, die Gußformen für potentielle Zukünfte darstellen. In einer dieser Zukünfte wird durch die Ausweitung der Kalmenzonen die Raumzeit instabil, und der betreffende Abschnitt des Universum stürzt in sich zusammen. In einer anderen Zukunft taucht eine neue Galaxie in der Lokalen Gruppe auf. Während dieser Ereignisse enthüllt Eirene Fähigkeiten und Kenntnisse, die sich nur als kosmokratisches Erbe deuten lassen.

Die Heraldischen Tore und die Nakken

Eirene wird auf den Planeten Pailliar verschlagen, auf dem sich ein Heraldisches Tor, das Terraner-Tor, befindet. Sie wird zum Gefangenen des Kodexbewahrers Dokroed. Perry Rhodan ist seiner Tochter gefolgt, und durch das Terraner-Tor gelangen die beiden zum Yihan-Tor von Topelaz. Sie begegnen während dieser Ereignisse einer Kartanin und einem Nakken. Die Nakken sind schneckenähnliche Wesen, die als Hüter der Heraldischen Tore fungieren. Sie scheinen zwar physisch in unserem Universum zu leben, mit ihrem Bewußtsein gehören sie jedoch einem anderen Kontinuum an.

Die Nakken sind Experten auf dem Gebiet aller psionischen Phänomene, die sie intuitiv begreifen. Nur mit ihren Sprech-Sichtmasken können sie überhaupt wahrnehmen, was in der realen Welt um sie herum vorgeht. Sie sitzen nicht nur in den Heraldischen Toren, sondern an den Schaltstellen aller zwölf Wunder ESTARTUs.

Die Kartanin und das Projekt LAO-SINH

Reginald Bull folgt mit dem Virenschiff EXPLORER geheimnisvollen Spuren: Raumschiffe der Kartanin wurden in verschiedenen Regionen der Mächtigkeitsballung ESTARTU gesichtet. Er gerät in die Gewalt von Elfahdern und muß sich auf dem Planet Bonfire mit der Geheimorganisation Hatuatano, dem "Haus der fünf Stufen", auseinandersetzen. Diese Organisation jagt Gorims; ein Nakk, der zu den Mitgliedern gehört, spricht rätselhafte Worte aus: "Es gibt kein Leben, außer in Meekorah, denn Tarkan, die Schrumpfende, bringt nur den Tod".

Bull sondiert zusammen mit Gucky die Lage im Nordsektor von Absantha-Gom, wo Kartanin-Schiffe aufgetaucht sind. Auf dem Planet Chanukah treiben Kartanin das Projekt LAO-SINH voran. Hier gibt es große Paratau-Vorräte, in ausgehöhlten Bergen werden Umbali-Schiffe umgebaut. Eine rätselhafte "Stimme" suggeriert den Hohen Frauen der Kartanin, mit Raumschiffen des Umbali-Typs die 40 Millionen Lichtjahre von Pinwheel in die Mächtigkeitsballung ESTARTU zu überbrücken.

Milchstraße: Widerstand gegen die Herrschaft des Ewigen Kriegers

In der Milchstraße hat Sotho Tyg Ian ein neues ESTARTU-Wunder eingerichtet: den Gordischen Knoten, das kosmische Leuchtfeuer, die Gume Shujaa. Dieses Leuchtfeuer wird von dem supermassiven Black Hole im Zentrum der Milchstraße gespeist. Und es ist die Quelle des "Stygischen Netzes", in das die Milchstraße eingesponnen ist. Durch die Abtrennung des Stygischen Netzes vom Psionischen Netz ist den Gängern des Netzes und Raumschiffen mit Enerpsi-Antrieb der Weg in die Milchstraße versperrt. Das Stygische Netz wird von Nakken gesteuert.

Stygian kommandiert eine Flotte von 100.000 Einheiten, die mit estartischer Technik ausgestattet sind. Er befehligt einen riesigen Troß von galaktischen Upanishad-Absolventen, denen die Kodex-Droge keine andere Möglichkeit läßt, als dem Sotho treu ergeben zu sein.

Reginald Bull hat, um seine neugewonnenen Erkenntnisse der Milchstraße zu übermitteln, ein EXPLORER-Segment unter Leitung seines Adjutanten Fazzy Slutch losgeschickt. Das EXPLORER-Segment kann sich zwar in das Stygische Netz einfädeln, wird aber an einem der Knotenpunkte durch Windaji Kutisha, den Schrecklichen Jäger des Sothos, überrascht. Nur 13 Vironauten können entkommen.

Diese treten in die Dienste der GOI (Group Organic Independence), einer von Julian Tifflor und Nia Selegris geleiteten Widerstandsorganisation gegen die Macht der Sothos. Die GOI setzt sich aus Mitgliedern aller galaktischen Völker zusammen und hat ihren Stützpunkt auf dem Planet Clark Flipper in der Eastside der Galaxis. Die Organisation verfügt über 23.000 Raumschiffe und 18 planetare Basen. Hinzu kommen einige "Geheimwaffen": Mit dem "Striktor" können Raumschiffe und Psi-Funk-Sendungen aus dem Stygischen Netz herausgequetscht werden, und die "Paratensoren" sind psi-begabte Wesen, die ihre latenten psionischen Fähigkeiten vorübergehend mit Paratau aktivieren können.

Die geretteten Vironauten transportieren im Auftrag des Springerpatriarchen Captain Ahab einige Kilogramm Paratau nach Terra. Ahab geht mit rigoroser Härte gegen die Truppen des Sothos vor; er wird von einem unbändigen Haß gegen Tyg Ian getrieben. Captain Ahab entpuppt sich als Stalker, der auf Tahun gerettet werden konnte, dabei aber körperlich verkrüppelt blieb.

Die GOI findet bei einem Einsatz im Tschomolungma-Gebiet auf dem Mount Everest, in Stygians Allerheiligstem, heraus, daß der Sotho Verstärkung aus der Mächtigkeitsballung ESTARTU angefordert hat und in Kürze mit einer Geheimwaffe gegen die standhaften Blues vorgehen will.

Die GOI besitzt eine weitere Zentrale. Die BASIS - Tarnbezeichnung Großer Bruder - ist das größte fliegende Forschungslabor der galaktischen Geschichte. Einige bahnbrechende Erfindungen der Psi-Technik wurden hier gemacht: neben dem Striktor der "Psi-Taster", mit dem die Stränge des Stygischen Netzes aufgespürt werden können, sowie der "Paraflektor", der es ermöglicht, psionische Felder, vor allem die Stränge des Stygischen Netzes, zu verformen.

Mit Hilfe von zwei Paraflektoren wird eine gigantische Falle gebaut, in der sich der Ewige Krieger Pelyfor mit seiner Flotte verfängt: eine Möbius-Schleife im Psi-Raum.

Trotz der Neutralisierung der Flotte Pelyfors erreicht die aus der Mächtigkeitsballung ESTARTU kommende Fracht ihr Ziel. Bei der Fracht handelt es sich um die "Verlorenen Geschenke der Hesperiden von Muun", mit denen die Blues zu Anhängern des Permanenten Konflikts gemacht werden sollen. Die Hesperidengeschenke sind fliegende Reservoire psionischer Energie, die synthetische Intelligenz besitzen. Von Nakken gesteuert, landen sie auf von Blues besiedelten Welten und ziehen diese in ihren Bann. Die gespeicherte psionische Energie wirkt langsam auf das Bewußtsein der betroffenen Blues ein. Mit Hilfe eines Paddler-Jungen kann die GOI die Blues vor einem Sklavenschicksal bewahren.

Auch die Haluter werden aktiv. Sie erklären ihren Austritt aus dem Galaktikum. Eine schülerlose halutische Upanishad wird durch vier Haluter, die sich im Zustand der Drangwäsche befinden, demoliert. Tyg Ian nimmt dies zum Anlaß, Halut mit einer Invasionsarmee von 120.000 Gardisten anzugreifen. Doch die Haluter verfügen über ausreichende Mengen von Anti-KM-Serum, mit dem sie die Gardisten von ihrem durch Kodex-Gas induzierten Konfliktwahn befreien. Das Prestige Stygians ist damit angeschlagen.

Peregrin, eine Inkarnation von ES, hilft den Galaktikern in mehreren schier ausweglosen Situationen und klärt sie über das Geheimnis des Enerpsi-Antriebs auf: Der Normstrang des Psionischen Netzes ist ein fünfdimensionaler Schlauch, dem sich ein hyermagnetischer Effekt zuordnen läßt. Die Wirkung des Enerpsi-Antriebs beruht darauf, daß ein ultrahochfrequentes Hyperfeld erzeugt wird, dessen hypermagnetischer Effekt dieselbe Polarität besitzt wie der Normstrang. Beide Effekte stoßen sich gegenseitig ab, woraus eine beschleunigende oder bremsende Wirkung resultiert.

Kartanische Geheimnisse und die Galaxis Pinwheel

In Fornax und in Pinwheel ist die PIG ("Pinwheel Information Group") unter Nikki Frickel tätig, um das Geheimnis der Kartanin auszuspionieren. Die PIG entdeckt in M 33 auf mehreren Planeten Raumschiffwerften der Kartanin, auf denen die UMBALI-Fernraumschiffe gebaut werden. Nikki erfährt durch Zufall, daß in Kürze ein solches Raumschiff aus ESTARTU zurückerwartet wird. An Bord der SANAA befindet sich die kartanische Protektorin Dao-Lin-H`ay. Bei der Rückkehr der SANAA nach M 33 meldet sich die "Stimme von Ardustaar" bei Dao; es handelt sich um eine Gruppe von 18 uralten Kartanin, dem "Clan der Wissenden", die anscheinend hinter dem Projekt LAO-SINH stecken.

Die Kartanin wollen sich die Einmischungen der PIG nicht gefallen lassen und setzen ihre Gegner, die Maakar, auf das Hauptquartier dieser Organisation an. Schließlich nimmt der Clan der Wissenden den Kampf mit der PIG auf, und Nikki Frickel muß die Flucht ergreifen und in den Raknor-Nebel, eine Tabuzone der Kartanin, fliehen. Auf dem zweiten Planeten des Ctl-Systems entdeckt sie eine uralte Roboterzivilisation, die von den Kartanin erschaffen worden ist. Doch die Kartanin haben erst einige Jahrhunderte vorher die interstellare Raumfahrt entwickelt, und die Roboter sind Jahrzehntausende alt...

Frickel wird durch einen von ihr aus dem Tiefschlaf geweckten Roboter gefangengenommen und auf die NARGA SANT gebracht, ein riesiges Raumschiff, das äußerlich die Form eines Asteroiden hat. In der "Gruft der Erleuchtung" erfährt sie Einzelheiten aus der Geschichte der Kartanin:

Die Katzenmenschen lebten einst in der Galaxis Absantha-Gom in der Mächtigkeitsballung ESTARTU. Sie bildeten eine Lebensgemeinschaft mit den Nakken und besaßen ein Hilfsvolk, die Zataras. Als ESTARTU verschwand, erhob sich das Volk der Pterus über die Bewohner der Mächtigkeitsballung und auch über die Kartanin. Der damalige Herrscher der Kartanin, Oogh at Tarkan, wurde zum Vermittler zwischen den Pterus und den übrigen Völkern.

Doch die Kartanin wurden zu Gejagten. Die Einheit zwischen ihnen und den Nakken zerbrach, die Schneckenwesen ordneten sich zum Schein dem Kult der Ewigen Krieger unter. Die Kartanin flohen mit dem riesigen Raumschiff NARGA SANT nach Ardustaar, einem der Milchstraße und Andromeda benachbarten Sternennebel. Um sich vor den in den Nachbargalaxien wütenden Kriegen zu schützen, erschufen die Kartanin die Ctl-Roboter. Doch die Roboter machten sich selbständig, die Kartanin degenerierten und fielen in die Barbarei zurück.

Es dauerte Jahrzehntausende, bis sich das Volk wieder erholte. Als in der Nähe der Sonne N`jala eine Materie auftauchte, mit deren Hilfe die Psi-Fähigkeiten der Kartanin gesteigert werden konnten, nahm auch die Raumfahrt einen Aufschwung. Fernexpeditionen wurden ausgerüstet, um mehr von dieser Substanz, "Paratau" genannt, herbeizuschaffen. Oogh at Tarkan hatte den Kartanin den Begriff LAO-SINH hinterlassen, der eine Art Paradies symbolisierte, in das die Katzenwesen eines Tages zurückkehren sollten. LAO-SINH stellte das Tarkanium dar, das alte Reich der Kartanin in der Galaxis Absantha-Gom.

Die Wissenden waren in der NARGA-SANT zurückgeblieben und lenkten als "Stimme von Ardustaar" die Entwicklung des kartanischen Volkes. Unter dem Einfluß dieser "Stimme" forcierten die Hohen Frauen die Raumfahrtforschung und die Beschaffung von Paratau. Das Paratau wurde angeblich im Tarkanium benötigt, um dem Kriegerkult Einhalt zu gebieten und das alte Kartanin-Reich wieder zu errichten.

Die Kartanin nennen unsere Milchstraße SAYAARON - den fernen Nebel - und kennen auch den Namen für das ganze Universum: MEEKORAH - das große, auswärts Strebende. Einst tat der Attar Panish Panisha Oogh at Tarkan den Ausspruch: "Es gibt kein Leben außer in Meekorah, denn Tarkan, die Schrumpfende, birgt nur den Tod".

Oogh at Tarkan wird in der NARGA SANT wiedererweckt, und er hält auf hypnosuggestiver Basis eine Ansprache, die in allen Upanishada der Milchstraße und den ESTARTU-Galaxien empfangen wird. Die in jeder Upanishad befindlichen Standbilder verbreiten Ooghs Botschaft; als Attar Panish Panisha ist er der oberste Lehrer dieser Schulen. Er berichtet über die Lehre ESTARTUs, aus der er die Philosophie des Dritten Weges entwickelt hatte. Und er sprach von der Pervertierung dieser Lehre durch den Kriegerkult, der daraus den verderblichen Kult um den Permanenten Konflikt gemacht hatte.

Oogh at Tarkans Ansprache läßt die Organisation der Upanishada in sich zusammenfallen.

In einem letzten Verzweiflungsakt versucht Tyg Ian, die Milchstraße in eine Materiesenke zu verwandeln, indem er das zentralgalaktische Schwarze Loch manipuliert. Der Plan wird durch die Nakken vereitelt, und Stalker tötet Tyg Ian. Die Nakken lenken die vom Sotho entfesselten Kräfte um, so daß der Gordische Knoten in sich zusammenfließt.

Ijarkor schlägt sich auf die Seite der Terraner und versucht, mit den anderen Kriegern Kontakt aufzunehmen, um sie für den Widerstandskampf gegen die Animateure zu gewinnen.

Der Dunkle Himmel

Alaska Saedelaere fliegt den Planeten Eklitt im Bereich des Dunklen Himmels in der Überlappungszone von Absantha-Gom und Absantha-Shad an. Mit Kytomas Hilfe war Alaska von seinem Cappin-Fragment befreit worden, das nun seinerseits als Cappin namens Testare ein eigenständiges Leben führte. Alaska bekommt Kontakt zur Geheimorganisation Hatuatano, deren Anführer Lainish ist.

Mit diesem fliegt Saedelaere den Mond Majsunta an, den Sitz der Hermaphroditischen Prägnostiker der ESTARTU. Dort existieren Hybriden, Zwitterwesen aus parapsychisch begabten Pflanzen und intelligenten Geschöpfen, die eine männliche und eine weibliche Komponente in sich vereinen. Die Hybriden können in die Zukunft blicken. Eine dieser Hybriden besitzt Komponenten der Vironauten Jennifer Thyron (der Frau Ronald Tekeners) und Demeter (der Frau Roi Dantons).

Lainish will Tekener und Danton, die in die Orphischen Labyrinthe von Yaguzzan verbannt wurden, gefangennehmen, um der Hybride die fehlenden männlichen Komponenten hinzuzufügen. Die Basis des Labyrinths ist ein Planetengigant vom Jupitertyp, der aus der Stammwirklichkeit herausgerissen und in eine parallele Realität versetzt wurde.

Wesen, die sich bei den Ewigen Kriegern unbeliebt gemacht haben, werden in die Orphischen Labyrinthe versetzt, wobei sie vorher einer Transmutation durch drei fliegende Heraldische Tore unterzogen werden. Durch Soge an Verknotungen des Psionischen Netzes werden Lebewesen als auch Energien in die Labyrinthe gezogen, deren Hauptzweck die Zerstörung des Psionischen Netzes ist.

Tekener und Danton werden mit Hilfe Saedelaeres, Srimavos und des Gegensothos Veth Leburian befreit.

Tekener und Danton werden auserwählt, zu Ehren des Kriegers Ijarkor das nächste Spiel des Lebens zu organisieren, das auf der Welt Som stattfinden soll. Dort existiert das Königstor. Die beiden Terraner verfolgen einen großen Plan:

Das Volk der Ophaler, deren Heimat Mardakaan ist, bewohnt ein kleines Sonnenreich in der östlichen Hemisphäre von Siom Som. Die Ophaler haben die Fähigkeit, Musik mit einer psionischen Komponente zu komponieren; diese Musik übt auf die Zuhörer eine hypnosuggestive Wirkung aus.

1,3 Millionen Sänger unter Leitung von Salaam Siin sollen die psionische Musik für das Spiel des Lebens machen. Je 150.000 Sänger werden auf die Welten Pailliar und Lombok abgezweigt, wo sich das Terraner-Tor und das Helden-Tor befinden. Die restlichen eine Million Ophaler stimmen auf dem Mond Ijarkor nahe Som einen Para-Gesang an, dessen Psi-Energie mit den psionischen Steuer- und Kontrollmechanismen des Königstor auf Som in Wechselwirkung tritt. Das Königstor stürzt ein und löst eine psionische Schockwelle aus, welche die versprengten Gruppen der Ophaler auf Pailliar und Lombok erreicht. Diese stimmen nun ihrerseits ihren Gesang an, der die eintreffende Schockwelle verstärkt, die dortigen Heraldischen Tore ebenfalls zum Einsturz bringt und mittels eines Domino-Effekts auch alle übrigen Tore zerstört.

Im Rahmen dieser Ereignisse tauchen die Zataras auf. Diese Pflanzenwesen haben ähnlich den Hermaphroditischen Prägnostikern von Majsunta ebenfalls die Fähigkeit, die Zukunft zu erkennen.

Unterdessen bröckelt die Macht der Krieger auch in Absantha-Gom, dem Herrschaftsbereich des Ewigen Kriegers Granjcar.

Ernst Ellert und Testare ergründen mit Hilfe von Nakken das Geheimnis der Ephemeriden und bewahren die Völker Absantha-Goms vor dem Wahnsinn.

In der gleichen Galaxis folgt Reginald Bull der Fährte der LAO SINH. Er entdeckt das Tarkanium, das Imperium der Kartanin. Die drei Planeten Bansej, Kumai und Shallej bilden die Eckpunkte eines gleichseitigen Dreiecks, in dessen Mitte die Hauptwelt Hubei liegt. Die vier Welten liegen in einer Ebene; ein Lot, errichtet auf der Absantha-Shad zugewandten Seite des Dreiecks, weist genau in Richtung des Abdrucks des Kosmonukleotids DORIFER.

Die ESTARTU-Saga

Den Terranern enthüllen sich die Zusammenhänge. Kartanin, Nakken und Zatara stammen aus dem fremden Universum Tarkan, das sich wieder kontrahiert und einer Singularität entgegenstrebt. Tarkan wird deswegen die "Schrumpfende" genannt.

Die am höchsten entwickelten Völker der dem Untergang geweihten Galaxis Hangay schlossen sich zusammen, um die gesamte Sterneninsel in ein anderes, expandierendes Universum zu transferieren und auf diese Weise Tausende von hochzivilisierten Völkern vor einem grauenhaften Schicksal zu bewahren. Bald sahen sie jedoch ein, daß sie aus eigener Kraft Hangay nicht retten konnten, und sie schickten verzweifelte Hilferufe aus. Irgendwann meldete sich eine Macht aus dem Universum Meekorah, die sich ESTARTU nannte und den Völkern Hangays Unterstützung zusagte.

ESTARTU ist unter ähnlichen Voraussetzungen und zur gleichen Zeit entstanden wie ES. 54 650 Jahre vor der Jetztzeit eröffnete ESTARTU ES, daß sie einem Hilferuf aus einer fernen Galaxis folgen will. Obwohl ES darauf hinwies, daß mit einer solchen Hilfsaktion die kosmische Ordnung gestört werden könnte, verfolgte ESTARTU ihre Pläne. Sie glaubte, daß die reine Polarisierung der kosmischen Kräfte nicht im Sinne des GESETZes sein und hielt eine dritte, neutrale Kraft zwischen Kosmokraten und Chaotarchen für notwendig.

ESTARTU begann, die Verhältnisse in ihrer Mächtigkeitsballung zu ordnen und wählte eines der von ihr protegierten Völker aus und setzte sie als Sachverwalter ein: die Pterus aus der Galaxis Muun. Sie stellte den Pterus einen Jungbrunnen zur Verfügung, an dem sie sich zellregenerierenden "Duschen" unterziehen konnten, um ihr Leben beliebig zu verlängern. Die Pterus sollten in der Tradition der Philosophie des Dritten Weges handeln. Für Krisenfälle stellte ESTARTU ihnen das Wissensgut von Etustar zur Verfügung: die Pflanzen dieser Welt waren Träger des ethischen und moralischen Gutes der Superintelligenz. Außerdem ließ sie auf Etustar eine gewaltige technische Anlage bauen, aus deren Fundus die Pterus nach Belieben schöpfen konnten. Die Diener in diesem "Garten" waren nach dem Ebenbild der Pterus geformte Klone.

Nachdem ESTARTU ihr Reich verlassen hatte, lernten die Pterus, mit dem technischen Erbe der Superintelligenz umzugehen und planten, jede der zwölf Galaxien der Mächtigkeitsballung mit einem "Wunder" zu schmücken, das stets an die Superintelligenz erinnerte. Um die Wunder jedoch zu verwirklichen, hätten sie sich der psionischen Felder bedienen müssen, was an einer viel zu niedrigen Psi-Konstante scheiterte. Die Singuva, ein Teilvolk der Pterus vom Planet Singu, schlugen vor, überall in den Zwölf Galaxien Schulen einzurichten, in denen die ESTARTU-Philosophie vom Dritten Weg gelehrt wurde.

Irgendwann schnellte die Psi-Konstante der Mächtigkeitsballung auf einen unglaublichen Wert hoch, ohne daß die Singuva Manipulationen vorgenommen hätten. Später tauchte ein gigantisches Raumschiff aus einem fremden Universum in diesem Raumsektor auf, und Oogh at Tarkan grüßte die Völker der Zwölf Galaxien.

Oogh erzählte, daß ESTARTU in der Galaxis Hangay eingetroffen sei, um den bedrohten Völkern zu helfen und die Galaxis in ein anderes Universum zu versetzen. Als Voraustrupp wurde das Riesenraumschiff NARGA SANT in das Universum Meekorah geschickt; an Bord waren Kartanin, Nakken, Zataras und andere Hangay-Völker. Beim Übergang des Schiffes nach Meekorah unterlag die Besatzung einem Strangeness-Schock, ferner veränderten sich die psionischen Kraftfeldlinien derart, daß das Kosmonukleotid DORIFER mit einer Veränderung der Psi-Konstante reagierte.

Oogh arbeitete mit den Singuva zusammen und wollte das ESTARTU-Ideengut weiter verbreiten. Er gründete das Tarkanium in einem System von vier Sonnen, wovon drei Sonnen die Spitzen eines gleichseitigen Dreiecks bildeten und die vierte im Mittelpunkt des Dreiecks stand. In den ESTARTU-Schulen wurden Statuen aufgestellt, in denen sich geklonte Gehirnzellen von Oogh befanden.

Als sich die Kartanin im Tarkanium eingerichtet hatten, begannen sie, diesen Raumsektor zu vermessen. Die Singuva bauten mit Unterstützung der Nakken, die mit ihren Parasinnen in höherdimensionale Bereiche vordringen konnten, Enerpsi-Triebwerke und auch die Kosmischen Wunder für die Zwölf Galaxien.

Als Oogh at Tarkan zu mächtig wurde, versuchten die Singuva, ihn zu eliminieren. Doch als Kommandos die NARGA SANT einnehmen wollten, war das Riesenschiff verschwunden. Die Singuva trafen stattdessen auf einen weiteren Gegner: die Gorims. Diese warnten davor, daß Manipulationen am Psionischen Netz den Moralischen Code gefährden konnten.

Die Singuva bauten ihre Macht aus. Mit Hilfe eines in den Vulkandämpfen ihres Heimatplaneten enthaltenen Gases unterjochten sie andere Wesen und machten sie hörig. Durch ein Genprogramm devolutionierten sie zu unscheinbaren Zwergen und traten als Animateure in Erscheinung. Ferner kürten sie Ewige Krieger, die sich regelmäßig Zellduschen unterwerfen mußten, um ihr Weiterleben zu sichern. Mit jeder Zelldusche war eine Gedächtnislöschung verbunden, so daß sie im Sinne der Singuva konditioniert werden konnten.

Die NARGA SANT war vor den Singuva in die Lokale Gruppe der Galaxien geflohen. In dem Fernen Nebel Sayaaron tobte ein furchtbarer Krieg zwischen Lemurern und Halutern. In der Kleingalaxis Fornax sonderten Nocturnenschwärme halbstoffliche Psi-Energie in Form leuchtender Tropfen ab, und in Ardustaar, auch Pinwheel genannt, siedelten sich die Kartanin an. Bald unterlagen sie jedoch einem Vergeßlichkeitssyndrom, das sich auf die unterschiedliche Strangeness dieses Universums zurückführen ließ.

In der Nocturnen-Galaxis brach eine gewaltige Katastrophe durch spontan deflagrierendes Paratau aus. Die Ursache lag in der Erhöhung der Psi-Konstante. Die Kartanin-Frauen erlangten dadurch parapsychische Fähigkeiten, und in Oogh at Tarkan entstand die Vision, große Mengen Paratau im Tarkanium zu zünden, um so die Trennwand zwischen den Galaxien niederzureißen und der Galaxis Hangay den Durchbruch nach Meekorah zu ermöglichen.

Im Raknor-Nebel von Ardustaar wurde mit Hilfe einer dort bereits existierenden Robotdynastie eine Robotanlage erbaut, die das gesamte technische Wissen der Kartanin speicherte. Auf der NARGA SANT versetzte Oogh zwölf Erleuchtete in Tiefschlaf. Der "Clan der Wissenden" entstand und war verantwortlich für das Projekt LAO-SINH, das darauf abzielte, riesige Mengen Paratau ins Tarkanium zu transportieren, um günstige Verhältnisse für einen Transfer Hangay herzustellen.

Die Kartanin und mit ihnen Angehörige von 21 Hangay-Völkern an Bord der NARGA SANT degenerierten. Erst Jahrzehntausende später entwickelten sie wieder eine Raumfahrt und transportierten riesige Mengen von Paratau ins Tarkanium.

Die Menetekelnden Ephemeriden von Absantha-Gom, pseudomaterielle Gebilde aus psionischer Energie, haben eine Affinität zu dem ebenfalls aus Psi-Energie bestehenden Paratau. Als Ephemeridenschwärme im Tarkanium auftauchen, werden vier Milliarden Paratau-Tropfen gezündet und vergehen in einer gewaltigen Deflagration. Das Epizentrum des psionischen Bebens liegt jedoch nicht im Tarkanium, sondern im Kosmonukleotid DORIFER. Es bildet sich ein Riß im Raum-Zeit-Gefüge, eine Dimensionsbrücke zu einem anderen Universum entsteht, und Milliarden Sonnenmassen einer fremden Galaxis driften in unser Universum. Man schreibt den 31.Januar 447 NGZ.

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© Crest-Datei - Autor(en): Dr. Robert Hector - Erstellt: 24.07.1999 - Letztes Update: 24.07.1999