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Die Endlose Armada
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Die Endlose Armada
Cover Band 1100

Allgemeine Informationen

Hefte: 1100 - 1199 Erstveröffentlichung: September 1982 - August 1984 Handlungszeit: 426 - 427 NGZ Schauplätze: Milchstraße, Sektor Frostrubin, Galaxis M 82, Aitheran, Endlose Armada, Grauer Korridor, Virenimperium Völker: Cygriden, Armadaschmiede (Silberne), Parsynnen, Maahks, Roboterdynastie Schatt-Amarong Hauptpersonen: Rhodan, Ernst Ellert, Grek-336, Nachor von dem Loolandre, Chmekyr, Ordoban, Taurec, Vishna, Kazzenkatt, Seth Apophis, Heel Wissenschaft und Technik: Frostrubin, Endlose Armada, Wettness, Goon-Blöcke, Synchroniten, Verkünder der Parsynnen, Projektionserde, Zeitdamm, Psi-Trust, Roboterdynastie Schatt-Amarong, Grauer Korridor, Virotronische Vernetzung, Virochips, Dekalog der Elemente

Abstract:

Perry Rhodan stößt mit der Galaktischen Flotte auf den Frostrubin. Ein gigantischer Heerwurm von Raumschiffen, die Endlose Armada, taucht auf. Armada und Flotte stürzen in den Frostrubin und erreichen die Galaxis M 82, den Sitz der negativen Superintelligenz Seth Apophis. Es beginnt ein Wettlauf zwischen Terranern und Armadaschmieden um die Kontrolle der Endlosen Armada. Rhodan dringt in das Loolandre vor, in dem sich das Bewußtsein des Heerführers Ordoban befindet. Die Endlose Armada soll die Milchstraße durchqueren und die Chronofossilien aktivieren.

In der Milchstraße versucht die abtrünige Kosmokratin Vishna, die Menschheit mit Hilfe fürchterlicher Waffen zu versklaven. Die Erde gelangt in den Grauen Korridor und wird mit den sieben Plagen konfrontiert. Die Terraner werden mit dem Virenimperium virotronisch vernetzt, doch der Kosmokrat Taurec kann Vishna von ihrem Wahn befreien.

Kazzenkatt und das Dekalog der Elemente werden ebenfalls in der Milchstraße aktiv. Sie wirken im Auftrag eines Chaotarchen, dem Herrn der Elemente, und wollen die Aktivierung der Chronofossilien verhindern

Handlung

Man schreibt das Jahr 426 NGZ. Im Sol-System herrscht wieder Ruhe, die Porleyter haben sich nach M 3 zurückgezogen. Zahlreiche Hanse-Karawanen sind zu benachbarten Galaxien unterwegs, um Verbindungen mit anderen Völkern aufzunehmen mit dem Ziel, die Mächtigkeitsballung von ES gegen die destruktiven Aktionen von Seth Apophis stabilisieren.

Der Frostrubin

Perry Rhodan entscheidet sich zu einer Mission in den Bereich des Frostrubins, dessen Standort 30 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt liegt. Als sich die Galaktische Flotte, ein von der Kosmischen Hanse und den Völkern der GAVÖK zusammengestellter Verband von 20.000 Raumschiffen, diesem Raumsektor nähert, taucht dort ein gigantischer, lichtjahregroßer Heerwurm von Raumschiffen auf. Diese "Endlose Armada" besteht aus Millionen von Raumschiffen. An Bord der BASIS erscheint ein geheimnisvoller humanoider Fremder mit rostrotem Haar: Taurec. Dieser steht in irgendeinem Zusammenhang mit den Kosmokraten. Rhodan unternimmt mit ihm in dessen Kleinraumschiff SYZZEL einen Ausflug in den Frostrubin. Phantastische Welten offenbaren sich dem Terraner: Körperteile aller nur denkbaren Lebensformen gleiten scheinbar schwerelos durch die Lufthülle, mentale Stimmen melden sich. Alle Körperfragmente sind nur Projektionen, entworfen von den Bewußtseinssplittern der von Seth Apophis einfangenen Lebewesen. Die Bewußtseinssplitter bilden in ihrer Gesamtheit die Superintelligenz. Rhodan erkennt erstaunliche Zusammenhänge:

Der Frostrubin ist ein fünfdimensionales Gebilde, eine Art Miniatur-Universum. Dieses psionische Feld dient der Superintelligenz Seth Apophis als Bewußtseinsspeicher, als DEPOT.

Vor mehreren Millionen Jahren wurde dieses psionische Feld von Seth Apophis aufgespürt, es erschien ihr als ein mit psionischer Energie gefülltes Gebilde, das sich mit mehrmillionenfacher Lichtgeschwindigkeit durch den Raum bewegte. Die negative Superintelligenz, die zu jener Zeit bereits eine große Anzahl von Fremdbewußtseinen in sich integriert hatte, transferierte diese in das Innere dieses Feldes.

Daraufhin veränderte sich das Gebilde, nahm feste Form an und wurde zu einer Scheibe von 2.000 Lichtjahren Durchmesser und 100 Lichjahren Dicke. Von nun an bewegte es sich spontan und chaotisch durch den Weltraum. Die unberechenbare Sprünge waren für Seth Apophis kein Problem, denn sie konnte ihr Bewußtseinsdepot mit Hilfe des Jet-Strahls jederzeit erreichen.

Das Gebilde begann damit, jede erreichbare Art von Energie in sich aufzusaugen, entzog Sonnen ihre Wärme und verwandelte sich in erstarrte Schlackebrocken. Es absorbierte die Bewegungsenergie interstellarer Materie und ließ kosmische Staub- und Gaswolken als erfrorene, kristalline Substanz zurück, mit Temperaturen nahe dem Absoluten Nullpunkt. Das psionische Feld wurde zum "Frostrubin".

Wo immer der Frostrubin auftauchte, richtete er ungeheure Zerstörungen an. Die aufgesaugten Energiemengen entluden sich in Explosionen, bei welchen Energiemengen freigesetzt wurden, die denen von 100 Supernovae entsprachen. Etwa 20 bis 30 derartigen Explosionen fanden seit der Übernahme durch Seth Apophis statt, und jedesmal entstand unermeßlicher Schaden in den betroffenen Teilen des Universums. Während des Explosionsvorgangs emittierte der Frostrubin eine Flut intensiven roten Lichts, was ihm, zusammen mit der durchihn hervorgerufenen Kälteerstarrung heimgesuchter Objekte, seinen Namen eintrug.

Vor 2,2 Millionen Jahren hatten die Porleyter den Kurs den Frostrubins auf statistischem Weg ermittelt und festgestellt, daß er als nächstes mit einer sterbenden, aus degenerierter Materie bestehenden Miniaturgalaxis kollidieren würde. Die Porleyter verliehen dieser Miniaturgalaxis einen erheblichen zusätzlichen Drall, so daß der Frostrubin bei Kontakt mit der sterbenden Galaxis ungeheure Mengen reiner Rotationsenergie in sich aufnahm. Diese Energiemenge erwies sich als "unverdaulich": bis an den Rand seiner Kapazität mit einer nicht verarbeitbaren Energieform gefüllt, wurde der Frostrubin verankert. Er befindet sich seitdem an einem Ort, der 30 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt liegt. Das Innere der Frostrubin-Scheibe ist von Rotationsenergie erfüllt, erscheint jedoch optisch als leerer Raum. Aufgrund dieser Eigenschaften wird er auch das "Rotierende Nichts" genannt. Er ist umgeben von den Überresten der Zwerggalaxis. Der Effekt, der ihn an seinen Standort bindet, wird als "Anker der Porleyter" bezeichnet.

Der Frostrubin stellt ein "Tor" von und nach M 82, der wichtigsten Galaxis der Mächtigkeitsballung von Seth Apophis, dar. Vor langer Zeit muß es in M 82 eine Lebensform gegeben haben, der es gelang, andere Bewußtseine zu kontrollieren, selbst über große Entfernungen. Diese Urzelle muß es auch heute noch in M 82 geben.

Die Endlose Armada

Die Galaktiker unternehmen erste Erkundungsflüge zur Endlosen Armada. Sie ist in Einheiten unterteilt, wobei eine Einheit aus mehreren Tausend Raumschiffen besteht, deren Besatzungen jeweils einer einzigen Spezies angehören. Der Heerwurm wird von einer zentralen Autorität gesteuert, dem "Armadaherzen".

Die Weidenburn-Anhänger rebellieren und verlassen die Galaktische Flotte. Sie gelangen zum Armadasiegelschiff, wo Eric Weidenburn eine Armadaflamme erhält.

Das geheimnisvolle Armadaherz verlangt die bedingungslose Unterwerfung und Einverleibung der Galaktischen Flotte, welche der Armada hoffnungslos unterlegen ist. Als der Ausbruch kriegerischer Auseinandersetzungen unmittelbar bevorsteht, bleibt den Galaktikern kein anderer Ausweg als die Flucht in den Frostrubin.

Die Endlose Armada folgt ihnen. Beide Verbände materialisieren in der Galaxis M 82. Die Einheiten der Galaktischen Flotte sind durch den Konfetti-Effekt wahllos über die gesamte Galaxis zerstreut. Die Endlose Armada hat zwar ihre Flugformation beibehalten, aber das Armadaherz meldet sich nicht mehr, und das Armadasiegelschiff gibt keine Armadaflammen mehr aus.

Die Galaktiker erforschen nun den Heerwurm. Die BASIS materialisiert im Gebiet einer "Energieweide", einer Zone gefährlicher Gravitation, in deren Zentrum sich ein Schwarzes Loch befindet. Die in dieses Black Hole stürzende Materie wird in Energie umgewandelt, die dann in quaderförmigen Goon-Blöcken gespeichert wird. Diese Blöcke dienen als Antriebsmittel für die Raumschiffe der Endlosen Armada. Überwacht wird diese Art der Energiegewinnung durch "Armadamonteure" genannte Roboter.

Perry Rhodan lernt Jercygehl An kennen, das Oberhaupt des Armadavolkes der Cygriden. Gemeinsam versuchen sie die Geheimnisse der "Kruste Magno" zu enthüllen, die ein versteinertes Organ des Führers der Endlosen Armada, Ordoban, darstellen soll.

Die Terraner begegnen erstmals den Armadaschmieden, humanoide Wesen mit silberner Hautfarbe, die die Macht über die Endlose Armada an sich reißen wollen und den Standort des Armadaherzens suchen.

Perry Rhodan bemüht sich um den Erwerb von Armadaflammen. Es handelt sich um Identitätssiegel, welche die Zugehörigkeit des Trägers zur Endlosen Armada dokumentieren und die jedem Armadisten nach der Geburt auf dem Armadasiegelschiff verliehen werden. Die Silbernen, die selbst als "Söhne Ordobans" bezeichnen, sehen nun Perry Rhodan als Konkurrenten an.

Rhodan erhält Hinweise auf die "Weißen Raben", die im Gefüge der Endlosen Armada eine wichtige Rolle spielen. Ein Weißer Rabe, der in der Nähe der BASIS erscheint, gibt ihm Hinweise auf den Standort einer Armadaschmiede. Die Terraner stoßen auf die Schmiede HORTEVON. Die Schmieden erinnern an riesige Werften, hier wird die überregionale Technik der Armada hergestellt. Als Energie- und Rohstoffreservoir dienen zum einen die Energieweiden, zum anderen zahlreiche Planeten, die von den Armadaflößen ausgebeutet werden. Geleitet werden die Schmieden von den Silbernen. Die Steuerung der Produktionsprozesse erfolgt mit Steuerkugeln, die mit Wettness, Mentalenergie, angefüllt sind. Diese Mentalenergie wird den Bewohnern der ausgebeuteten Planeten geraubt und den Armadaschmieden geliefert. Diese speichern die Wettness auch deswegen, um sie beim Kampf um die Führung der Armada gegen ihre Gegner einzusetzen.

Als Perry Rhodan auf einen Handel mit einem befleckten Weißen Raben eingeht, der ihm als Gegenleistung für das Auge Laires, den Ring der Kosmokraten und eine Probe seines Körpergewebes eine Armadaflamme besorgen will, entpuppt sich dieser als Verräter. Der Befleckte überbringt die drei Gaben einem Armadaschmied, der aus der Gewebsprobe einen Synchroniten, eine synthetische Kopie Rhodans, herstellen will. Rhodan kann jedoch das Synchrodrom, die Produktionsstätte der Synchroniten, zerstören.

Rhodan verfolgt den Armadaschmied Schovkrodon und dringt mit einigen Begleitern in das "Vier-Sonnen-Reich" ein, das von den vogelähnlichen Sooldocks beherrscht wird, die Seth Apophis anbeten. Rhodan flieht vor den Sooldocks zur Ödwelt Marrschen, wo er einen Hyperfunkmechanismus aktivieren kann, mit dem er ein SOS-Signal abstrahlt. Das Signal wird von den in M 82 verstreuten Einheiten der Galaktischen Flotte empfangen, die sich im Vier-Sonnen-Reich sammeln.

Eine Expedition zum Armadasiegelschiff bringt Perry Rhodan zehn Armadaflammen ein. Erster Empfänger einer solchen Flamme ist Atlan. Dieser ist Kommandant der inzwischen wieder komplettierten SOL. Eine Kranenflotte unter dem Kommando vom Mallagan, Faddon und Scoutie war inzwischen in M 82 eingetroffen; das Flaggschiff dieser Flotte war die restaurierte SOL-Zelle-2. Die SZ-2 wird an die Rest-SOL wieder angekoppelt.

Atlan interveniert bei einer Auseinandersetzung zwischen zwei Armadavölkern und gibt sich gegenüber den Torkraten, die auch Armadabarbaren genannt werden, als Beauftragter des Armadaherzens aus. Die 50.000 Raumschiffe umfassende Flotte der Torkraten unterstellt sich dem Kommando Atlans. Gemeinsam suchen sie Ordoban, das Armadaherz. Von den Lukyoonen bekommt Atlan den Hinweis, daß nur der Armadaprinz den Standort des Armadaherzens kennt.

Rhodans Suche nach der Armadachronik, die umfassende Aufzeichnung der Geschichte der Endlosen Armada, ist zwar erfolgreich, die Datenspeicher können jedoch nicht ausgewertet werden. Die Schwarze Pyramide, in der sich die Chronik befindet, wird von Armadaschleppern mit unbekanntem Ziel abtransportiert. Rhodan erhält Hinweise auf den Standort des geheimnisvollen Armadapropheten. Dieser läßt dem Terraner drei Visionen zukommen:

  1. Die Macht der Armadaschmiede wird gebrochen werden.
  2. Die Galaktische Flotte wird die Armadaeinheit 1, das heißt den Sitz Ordobans, finden.
  3. Das Kommando über die Endlose Armada geht in terranische Hand über. Jedoch wird die Armada auf ihrem Weg zu ihrem Ziel die Milchstraße durchqueren müssen.

Die Terraner erfahren von der Existenz der Armadarebellen, die unter ihrem Anführer, dem Armadaprinz Nachor von dem Loolandre, die Armadaschmiede bekämpfen. Sie greifen die Armadaschmiede MOGODON an, die Attacke wird jedoch von den Silbernen abgewehrt. Gucky kann Nachor retten und zur BASIS bringen. Der Armadaprinz gibt Rhodan Informationen über das Loolandre, dem Standort des Armadaherzens.

Seth Apophis - Entstehungsgeschichte einer Superintelligenz

Unterdessen häufen sich in M 82 die Anzeichen, daß Seth Apophis wieder aktiv ist. Nach der Passage von Milliarden von Wesen und Millionen von Raumschiffen durch den Frostrubin war die Superintelligenz bewußtlos geworden. Monate später hat sie den Schock überwunden und wacht auf. Sie lockt die BASIS, das Flaggschiff der Galaktischen Flotte, zum Planeten Aitheran und unterjocht ihre Besatzung auf psionischem Wege. Perry Rhodan, der als Träger einer Armadaflamme gegen den psionischen Zwang gefeit ist, wird gefangengenommen und erfährt auf der Alptraumwelt Aitheran die Geschichte der Superintelligenz.

Vor 11 Millionen Jahren lebte in der Galaxis Ux-Förd-II das hochzivilisierte Volk der Parsynnen auf dem Planet Förderuxen. Die Parsynnen hatten als Philosophie das Konzept des "Uxförd" entwickelt und betrachteten es als ihre Lebensaufgabe, diese Lehre über das gesamte Universum zu verbreiten. Nachdem sie ihre Heimatgalaxis missioniert hatten, wollten sich auf fremden Galaxien die Weisheit des Uxförd bringen. Sie schickten eine Flotte intergalaktischer Fernraumschiffe, Missionare genannt, auf die Reise. Spezielle Maschinen, die "Verkünder", strahlten die Lehre mit mentalen, hypno-suggestiven Impulsen aus.

Doch nahezu alle Missionare havarierten oder mußten umkehren, lediglich die "Missionar I" erreichte eine Fremdgalaxis, M 82. Das Schiff wurde in einem Gravitationssturm wrack geschlagen und mußte sich aller nicht lebensnotwendiger Ladung, darunter auch der Verkünder, entledigen, um noch die Heimreise antreten zu können. Der Verkünder wurde auf einem Planeten abgesetzt, der später Aitheran genannt werden sollte. An Bord befand sie ein Heel, ein marderähnliches Wesen vom Planet Förderuxen.

Der Verkünder gebrauchte in der Folgezeit den Heel als Katalysator, um die Lehre des Uxförd weiter zu verbreiten. Doch der Marder entwickelte in Wechselwirkung mit dem Verkünder eigene Intelligenz.

Als eine Forschungsexpedition der spinnenförmigen Anximen von den hypnosuggestiven Impulsen des Verkünders auf den Planeten gelockt wurde, veranlaßte der Heel diese Wesen dazu, ihm einen synthetischen Körper von humanoider weiblicher Erscheinungsform zu verschaffen. Der Urspungskörper des Marders wurde indes verwahrt.

Seth Apophis, wie sich der Heel nun nannte, lockte, unterstüzt durch den Verkünder und das technische Wissen der Anximen, fremde Sternenvölker an. Zusammmen mit dem Anximen Simsin, entwickelte sie einen pionischen Jetstrahl, mit dem sie über große Entfernungen hinweg fremde Bewußtseine beeinflussen konnte. Im Laufe der Zeit legte sie sich einen Vorrat an entkörperlichten Bewußtseinen an. Schließlich entdeckte sie für diese Bewußtseine einen geeigneten Aufenthaltsort: das ziellos durch das Universum irrende psionische Feld des Frostrubins. Der Frostrubin wurde zum Bewußtseinsdepot für Seth Apophis; sie vereinigte sich mit den darin gespeicherten Bewußtseinssplittern auf psionischer Ebene und wurde dadurch zur Superintelligenz.

Nachdem der Frostrubin von den Porleytern verankert wurde, erkannte Seth Apophis, daß eine Erweiterung ihrer Machtsphäre erst dann möglich ist, wenn die benachbarte Superintelligenz ES ausgeschaltet ist. Sie richtete ihre Angriffe gegen die Hilfsvölker von ES, schleuste mit Hilfe des Jetstrahls Agenten unter die galaktischen Völker ein und erprobte durch die Offensive der Zeitweichen die Verteidigungsbereitschaft des Gegners.

Als jedoch sowohl der Heerwurm der Endlosen Armada als auch die Galaktische Flotte in M 82 materialisierten, versetzte das Auftauchen so vieler Bewußtseine in ihrer Nähe Seth Apophis einen Schock, der sie vorübergehend ohnmächtig werden ließ. Als sie aus der Bewußtlosigkeit erwachte, erkannte sie, daß mit der Galaktischen Flotte der größte Teil der Streitmacht ihres Gegners ES sich unmittelbar in ihrem Machtbereich befand, und sie schlug zu.

Der im Goldenen Palast auf Aitheran gefangene Perry Rhodan liefert sich mit Seth Apophis ein Duell auf psychischer Ebene. Unterstützt durch eine computergesteuerte Projektion von Simsin, macht sich Rhodan ein uraltes Trauma der Superintelligenz zunutze: die Erinnerung daran, daß sie aufgrund eines puren Zufalls aus einem unintelligenten Tier hervorgegangen ist. Seth Apophis unterliegt dem psychischen Druck, der von Rhodans Argumenten und Handlungen ausgeht, verläßt den inzwischen zur Mumie geschrumpften Synthokörper und kehrt in den seit 11 Millionen Jahren konservierten Körper des Heel zurück. Der Heel beginnt wieder zu leben und ist so unintelligent wie zu Beginn seines Daseins.

Unterdessen werden die Armadabarbaren unter Atlans Führung mit dem "Brennenden Heer", einer Waffe von Seth Apophis, konfrontiert. Dieses Heer besteht aus einer Serie paraphysischer Energiefelder, die optisch den Eindruck wild lodernder Brände vermitteln und alle Substanz, mit der sie in Berührung kommen, in molekulare Bestandteile auflöst. Gelenkt wird das Brennende Heer von einem sogenannten Steuermann, der "Bettler des Vakuums", ein von Seth Apophis mental beeinflußtes Mitglied eines Volkes, das im freien Weltraum überleben kann. Mit dem Tod von Seth Apophis löst sich das Brennende Heer auf.

Die letzte Waffe von Seth Apophis bedroht die Superintelligenz ES selbst: Das Aggregat des Verkünders, das den Jetstrahl produzierte, sendet eine Impulsfront aus, deren Energien auf EDEN II in Form possierlicher Tiere materialisieren, welche die Bewußtseine der Altmutanten unterwerfen. Die Kreaturen können umfangreiche Schäden anrichten und dringen sogar in das Gemeinschaftsbewußtsein von ES ein. Als sie zum entscheidenden Angriff übergehen, rebellieren die Bewußtseine der Altmutanten, und die Geschöpfe, die aus dem Todesimpuls hervorgingen, lösen sich auf.

ImVorhof des Loolandre

Die Galaktische Flotte erreicht die Pforten des Loolandre. Chmekyr, der Pförtner des Loolandre, ist ein Wesen energetischer Konsistenz, das beliebige pseudomaterielle Gestalt annehmen kann. Er verstrickt die Galaktiker in eine Reihe pararealer Komplikationen, in deren Verlauf vier Sinnsprüche von dem Armadaprinzen rekonstruiert werden, von denen jeder eine der vier Pforten des Loolandre öffnet. Diese Pforten sind Barrieren aus fünfdimensionaler Energie, die Unbefugte am Betreten des Loolandre hindern sollen.

Das erste parareale Ereignis, in das die Galaktiker verstrickt werden, ist das "Epikur-Syndrom", ein psionischer Zwang, der die Besatzungen der Galaktischen Flotte zu zügelloser Eß- und Trinklust drängt. Erst durch Eingreifen des Pararealisten Sato Ambush werden die Raumfahrer von dem Zwang befreit, und der Armadaprinz erinnert sich an den Sinnspruch: "Gier und Sattheit stehen der Einsicht im Wege".

Das zweite parareale Abenteuer ist der "Diadem-Kreuzzug". Einst sollten zwei mächtige Sternengeister, FREIHEIT und GERECHTIGKEIT, von ihren bösen Kindern, den Gardh-Brüdern, in ein Schwarzes Loch gestürzt werden. Die zwei Sternengeister besaßen jedoch einen mächtigen Schutz, die Diademe, die ihr Überleben gewährleisteten. Die Wirksamkeit der Diademe ließ jedoch nach, und so sollten die Geister durch einen Kreuzzug gerettet werden.

Die Galaktische Flotte nimmt unter psionischem Zwang an dem Kreuzzug teil, bei dem das Volk der Suwi die tonangebende Rolle spielt. FREIHEIT und GERECHTIGKEIT werden gerettet, die Gardh-Zwillinge vernichtet. Wieder erinnert sich der Armadaprinz an einen Sinnspruch: "Freiheit und Gerechtigkeit - sie sind in täglichem Bemühen neu zu erringen".

Bald wütet unter den Mannschaften der Schiffe der Galaktischen Flotte der "Induzierte Schuldkomplex": eine psionische Seuche, die jedes intelligente Wesen mit suggestivem Zwang dazu verleitet, sich an die Übeltaten der Vergangenheit zu erinnern und diese noch bösartiger nachzuvollziehen. An Bord der Schiffe bricht Gesetzlosigkeit aus, Roboter versuchen, die Lage zu bereinigen.

Mittlerweile wird Perry Rhodan von einem Fiktivwesen namens Lead Can schwer verwundet. Er liegt im Tiefschlaf und träumt von der Vergangenheit. Der dritte Weisheitsspruch lautet: "Weise ist, wer erkennt, daß die Vergangenheit die Zukunft bestimmt".

Rhodan erinnert sich an Kindheitserlebnisse aus dem Jahre 1948, als ein älterer Schulkamerad, Tin Cane, ihn in schmutzige Geschäfte zu verwickeln versucht. Rhodan rekonstruiert schließlich den letzten Sinnspruch, die vierte Weisheit: "Der letzte Schritt, wenn auch sorgsam durchdacht, bringt manchen in den Vorhof der Hölle".

Die Galaktische Flotte erreicht einen düsteren, unheimlichen Sektor, in dem das Licht der Sterne verschluckt wird: den Vorhof des Loolandre. Dieser Bezirk ist die Heimat der ersten einhundert Sternenvölker, die sich in grauer Vergangenheit der Endlosen Armada angeschlossen haben. Sie werden "Clans" genannt. Die oberste Autorität ist die Clansmutter, ein aus der genetischen Substanz des Volkes der Skop gezüchtetes unsterbliches Wesen, das zum ersten Mitarbeiter des Befehlshabers der Endlosen Armada, Ordoban, wurde.

Die Clans, allen voran die Völker der Fryer und Irtuff, wollen die Galaktiker am weiteren Vordringen hindern. Die Galaktiker können jedoch die Feindseligkeit der Clansvölker neutralisieren.

Ein Wettlauf zwischen Silbernen und Galaktikern zum Armadaherz, dem Loolandre, beginnt. Mit der Operation "Winzling" versuchen die Menschen, die Oberfläche des Loolandre zu erreichen. Während dieser Aktionen stirbt Clifton Callamon, und Alaska geht in die Welt Kytomas ein. Auch Carfesch bleibt verschollen.

Unterdessen berauben die Armadaschmiede dem STAC-Sucher Eric Weidenburn und seine Anhänger die Individualität und verwandeln sie in einen Gemeinschaftsorganismus. Dieser Symbiont soll als falscher Ordoban die Kontrolle über die Armadaeinheit 1 übernehmen. Weidenburn erlangt jedoch innerhalb des Symbionten die Individualität seines Bewußtseins wieder und lehnt sich gegen die Knechtung durch die Silbernen auf. Er zerstört die Projektoren der Wettness, derjenigen psionischen Energien, die die Armadaschmiede aus der Mentalenergie sterbender organischer Wesen stehlen. Damit sind die Silbernen ihrer wichtigsten Waffe beraubt, ihr Untergang ist eingeleitet. Die Armadaschmiede können jedoch Weidenburns Bewußtsein isolieren und den Aufsässigen vernichten.

Der Wächter des echten Ordoban, Saddreyu, erkennt Nachor von dem Loolandre als autorisierten Kommandanten der Endlosen Armada an. Damit fällt im Juni 427 NGZ die Lenkgewalt des Heerwurms an die Galaktiker.

Vishnas Kampf gegen Terra

In der Galaxis Norgan-Tur fügen Virenforscher in der Materiewolke Srakenduurn die Teilrekonstruktionen des Virenimperiums zusammen. Belice, eine geheimnisvolle Frau, taucht an verschiedenen Orten auf. Der Ufonaut Geredus überbringt kurz vor Abschluß der Arbeiten eine Anweisung der Kosmokraten, sämtliche Arbeiten sofort einzustellen.

Doch der Befehl kommt zu spät. Das Virenimperium vervollständigt sich von selbst und wird von Belice, die eine Inkarnation Vishnas ist, übernommen. Vishna ist eine abtrünige Kosmokratin. Sie droht, die Erde in Scheiben zu schneiden.

ES schickt Ernst Ellert zur Erde, um die Menschheit zu warnen. Initiiert von der Superintelligenz, läuft das "Projekt Zweiterde" an. Auf dem der Erde gegenüberliegenden Punkt der Sonnenumlaufbahn soll ein Duplikat des Erde-Mond-Systems entstehen, welche Vishna täuschen soll. Mit Hilfe von Spezialtransmittern projezieren die Menschen ihre mentale Ausstrahlung in die betreffende Zone. Mit Ernst Ellert als Katalysator und gestaltender Kräfte von ES werden aus der projezierten Mentalenergie Kopien von Erde und Mond erschaffen, wobei intelligentes Leben nicht dupliziert wird.

Durch den Psi-Trust, ein psionischer Verbund von zehntausend Menschen, wird die Krümmung des Raumzeitgefüges rings um die originale Erde und Mond geschlossen, so daß beide Himmelskörper hinter einem Zeitdamm aus dem Standarduniversum verschwinden. Vishna wird dadurch für kurze Zeit in die Irre geführt.

Aber die Kosmokratin ist nicht untätig. Sie gibt sich gegenüber den Roboterdynastien Klong und Parsf, die der Robotzivilisation Schatt-Amarong angehören, als angebliches Mitglied des Herrenvolkes aus. Die Dynastien beginnen eine Invasion des Sol-Systems und erschüttern mit ihren überlegenen Waffen mehrmals den Zeitdamm. Einige durch die Schwankungen des Zeitdamms geistesgeschädigten Mitglieder des Psi-Trusts werden plötzlich jedoch für die wahren Herren gehalten, gehen an Bord der Roboterfestungen Klongheim und Parsfon und übernehmen das Kommando über die Dynastien. Diese ziehen daraufhin ab.

Während der Kämpfe messen die Terraner einen Impuls an, der darauf hindeutet, daß ein Objekt aus der Zukunft auf der Erde gelandet ist. Grek-336, ein Maahk aus der Zukunft, wird auf Terra verschlagen. Er stammt aus einer Zeit, in der die Maahks einen hohen Grad an Vergeistigung erreicht haben. Er will gegen die Vergeistigungstendenzen, die er auch bei den Terranern zu erkennen glaubt, vorgehen. Der Maahk greift das Hauptquartier der Hanse an und stört die Bemühungen zur Aufrechterhaltung des Zeitdamms, so daß Erde und Mond das Standarduniversum zurückstürzen. Seine Flucht führt ihn zum Weltraumbahnhof Lookout-Station, wo er die Vergeistigungstendenzen seines eigenen Volkes stoppen will. Doch er muß erkennen, daß seine Artgenossen bereits den ersten Schritt zu ihrer späteren Evolutionsstufe getan haben. Er überlebt diesen Schock nicht und stirbt.

Die Sieben Plagen

Ende des Jahres 426 NGZ beginnt der nächste Angriff Vishnas. Sie nimmt Erde und Mond in den "Grauen Korridor" auf, ein schlauchförmiges hyperenergetisches Gebilde, dessen Wandung sich mit den Mitteln terranischer Technik nicht durchbrechen läßt. Die Oberfläche der Erde wird von Kunstsonnen erwärmt. Vishna überfällt die Terraner mit den Sieben Plagen, die sich jeweils durch ein silbernes Leuchten an den Wänden des Grauen Korridors und durch einen auf mentaler Ebene wahrnehmbaren Ton ankündigen.

Die erste Plage ist das Babel-Syndrom, das zu einer Sprachverwirrung und zum Zusammenbruch der Kommunikation unter den Menschen und zwischen Mensch und Computer führt. Wichtige Industriezweige, der Verkehr, die Klimakontrolle und die Verständigung mit der lunaren Positronik NATHAN fallen aus.

Chthon, ein geheimnisvoller Fremder, taucht auf der Erde auf und warnt die Terraner vor weiteren Gefahren. Bald wird die Erde mit mit kuppelförmigen Strukturen überzogen, in deren Innern sich eine fremdartige organische Substanz befindet: die Parasitär-Enklaven. Aus den Kuppeln dringen Viren hervor, welche die Menschen befallen und sie in "Dordon" verwandeln: diese begreifen sich nicht mehr als Menschen und bekämpfen die Normalterraner. Ein Virologe erkennt, daß die Parasitär-Enklaven mit Röteln-Viren zerstört werden können. Chthon deponiert diese Viren mit Hilfe eines Siganesen in einer der Kuppeln; sie verbreiten sich rasch und vernichten alle Enklaven.

Ernst Ellert flieht durch eine Perforation in der Wand des Grauen Korridors und ersucht ES um Hilfe. Die Superintelligenz ist jedoch durch den Kampf mit Seth Apophis ausgelastet.

Die dritte Plage ist der "Herr der Toten". Le So Te, ein humanoides Wesen in Gestalt eines tibetanischen Wandermönchs, erweckt Tote wieder zum Leben. Die Wiederauferstandenen sind jedoch nur Simulacra, Androiden, die bald wieder zerfallen. Dabei verfällt ihre pseudokörperliche Substanz in Psychoquanten, welche die Bewußtseine der Menschen hypnosuggestiv beeinflussen. Als fast die gesamte Menschheit unter der Kontrolle der Psychoquanten steth, schafft Galbraith Deighton reaktivierte Hypnokristalle von Luna herbei, bei deren Anblick Le So Te allergisch reagiert. Der Mönch verschwindet, und auch der Einfluß der Quanten erlischt.

Erde und Mond rasen immer schneller durch den Grauen Korridor einem unbekannten Ziel entgegen. Die vierte Plage, das "Xenoforming", tritt auf: die Pflanzenwelt Terras stirbt plötzlich ab und wird durch eine ungeheuer wachstumsfreudige Vegetation ersetzt. Killerpflanzen bedrohen die Menschheit. Verursacht wird die Katastrophe durch die Xenos, die aufgrund von Vishnas Falschinformation die Terraner als unintelligentes, pflanzenschädigendes Leben betrachten. Erst als Deighton und eine Öko-Architektin die halluzinogen Säfte der Xeno-Pflanzen auf ihre Bewußtseine einwirken lassen, erkennen die Xenos ihren Irrtum und stoppen den Prozeß des Xenoformings.

Die fünfte Plage folgt in Gestalt der Fairy Queens, zwergenartigen Geschöpfen, deren hypnotische Ausstrahlung in den Menschen ein Gefühl intensiver Zuneigung erweckt. Die Terraner werden von den Zwergen abhängig und verschmelzen mit ihnen. Die so entstehenden Doppelbewußtseine streben der Heimatwelt der Zwerge entgegen. Die psychischen Ströme des Androiden Hirni verwirrt die Fairy Queens. Hirni ist ein Robot-Simulator mit syntho-organischem Gehirn, der Geisteskrankheiten vergangener Epochen nachahmt. Als Hirnis geistesgestörten Mentalimpulse mit Hilfe der psionischen Verstärker des Psi-Trusts über ganz Terra verbreitet werden, verlassen die Fairy Queens die Erde.

Bald nähern sich riesige Virenschwärme der Erde und befallen alles intelligente Leben. Die Betroffenen bekommen hohes Fieber und versinken in katatonischer Starre. Die Krankheit wird Vishna-Fieber genannt. Das Bewußtsein der Kranken wird umprogrammiert, und sie beginnen, immer größere Maschinen zu konstruieren. Bald wimmelt es überall von Monstermaschinen - diese sechste Plage wird technomanischer Effekt genannt.

Schließlich beginnt die siebte Plage. Milliarden kugelförmiger Gebilde mit azurfarbenem Leuchten senken sich auf die Erde. Gleichzeitig werden die durch den technomanischen Effekt gebauten Maschinen aktiviert, saugen die Energien terranischer Kraftwerke in sich auf und geben sechsdimensionale Impulse ab. Die bläulichen Kugeln, die "Einsteins Tränen" genannt werden, verwandeln sich unter dem Einfluß der Sextadim-Energien in Miniaturerden. Die Menschen schrumpfen bis auf die Größe von Viren, und jeder einzelne Mensch schwebt auf seine individuelle Miniaturerde zu, deren einziger Bewohner er ist.

Die Virotronische Vernetzung der Menschheit

Vishna lotst die Meta-Agenten, aus Virensubstanz bestehende Gebilde, auf die Erde. Sie können die atomare Struktur der Erde verändern und wandeln das Stadtgebiet Terranias in den Virenhorst um, der zum Hauptquartier der Kosmokratin auf Terra wird. Das Virenhorst erscheint als ein schloßähnliches Bauwerk mit zahlreichen Erkern, Türmen und Zinnen.

Vishna plant, durch die "Virotronische Vernetzung" die Menschheit in das Virenimperium zu integrieren, um so dessen informationsverarbeitenden Fähigkeiten zu verbessern. Grundelemente dieses Konzepts sind die "Virochips", jene von jeweils einem Menschen bewohnten Miniaturerden. Die Virochips sollem dem Virenimperium als Input-Output-Einheiten vorgeschaltet werden und so die Effizienz der Datenverabeitungsmechanismen erhöhen.

Je zwei- bis zehntausend Virochips unterstehen der Kontrolle eines "Ordensmannes". Die Bewohner der Miniaturerden erhalten den Namen "Sturmreiter"; sie sollen die auf der Oberfläche des Virochips pulsierenden Informationsströme regulieren.

Die Ordensmänner, pseudohumanoide Wesen aus Virensubstanz, bewohnen die Zeittürme, in deren Zeitschächten vergangene Epochen des Universums repräsentiert sind. Diese Zeitschächte dienen dem Virenimperium als externer Datenspeicher. Die als "Nullsohle" bezeichnete tiefste Ebene unter den Zeittürmen reicht 15 Milliarden Jahre in die Vergangenheit zurück, in die Zeit des Urknalls. Die Nullsohle dient Vishna zur Unterbringung wichtiger Gefangener; auch Ernst Ellert und Chthon sind dort gefangen.

Ernst Ellert befindet sich in dem Zeitturm, den der Ordensmann Stein Nachtlicht bewohnt. Ellert überredet ihn, einen Virochip zu besuchen. Der Terraner nutzt die Gelegenheit, unter den Sturmreitern eine Revolte zu entfachen, in deren Verlauf sich Tausende von Virochips aus der Virotronischen Vernetzung lösen. Auch Stein Nachtlicht gibt seine Loyalität gegenüber Vishna auf und verbündet sich mit den Terranern.

Es stellt sich heraus, daß Chthon ein Bewußtseinsteil Taurecs ist, der beim Übergang des Kosmokraten von Reich jenseits der Materiequellen in das Normaluniversum durch eine Manipulation von Vishna als vierdimensionaler "Schatten" abespalten wurde. Chthon wurde von Vishna bekämpft und auf der untersten Sohle des Virenhorst eingekerkert. Taurec entdeckt Chthon dort und vereinigt sich mit ihm, wodurch er seine Erinnerungen zurückgewinnt.

Es kommt zum Duell zwischen den Kosmokraten Taurec und Vishna. Taurec kann die abtrünige Kosmokratin von ihren paranoiden Rachegelüsten gegenüber der Menschheit befreien, so daß sie ihre Kräfte von nun an auf der Seite der Ordnungsmächte des Kosmos einsetzt. Das Virenhorst und die übrigen von den Meta-Agenten manipulierten Strukturen Terranias verwandeln sich in ihre ursprüngliche Gestalt zurück. Ordensmänner und Zeittürme lösen sich auf und schweben als Virenwolken davon. 20.000 dieser Wolken verteilen sich über die Erde und werden zu Virensäulen, die dem Menschen eine Verbindung zum Virenimperium ermöglichen. Ernst Ellerts Bewußtsein wird in einen synthetischen Körper transplantiert, der aus Virensubstanz besteht. Er wird nun "Metamorpher" genannt, da er seinen Körper auflösen und wieder zusammensetzen kann. Terra und Luna kehren aus dem Grauen Korridor zurück und nehmen ihren angestammten Platz im Solsytem wieder ein. Das Virenimperium formt sich zu einem das Sonnensystem umgebenden Ring. Die meisten Terraner erlangen wieder ihre ursprüngliche Größe und kehren auf die Erde zurück.

Vishna und das Virenimperium

Taurec gibt den Terranern Einblicke in die Vergangenheit. Vishna war einst eine Superintelligenz, die durch List in den Kreis der Kosmokraten aufgenommen wurde. Schon damals standen die Kosmokraten im Kampf gegen die Mächte des Chaos, und sie bedienten sich des Virenimperiums, um Antworten auf Fragen von universeller Bedeutung zu bekommen. Das Virenimperium war ein gigantischer Supercomputer, in dem Viren als Informationsmechanismen eingesetzt verwendet wurden. Viren bestehen aus DNA und RNA, und die Informationsverarbeitung und -speicherung wurde durch DNA- und RNA-Rekombinationsprozesse realisiert, wobei hyperenergetische Prozesse zusätzlich einwirkten.

Vishna wollte das Virenimperium beherrschen, um zu einer Wesenheit zu werden, die noch über den Kosmokraten stand. Um ihr Ziel zu erreichen, integrierte sie sich in das Virenimperium. Das Virenimperium besaß jedoch eine uralte Sicherheitsschaltung. Als Vishna eindrang, löste die Selbstzerstörung des Supercomputers aus: das Virenimperium verging in einer gewaltigen Explosion und löste sich in winzigste Partikel, die Viren, auf, welche sich über das gesamte Universums verstreuten.

Die Kosmokraten waren nun nicht mehr imstande, das Gleichgewicht zwischen den positiven und negativen Mächten des Universum aufrechtzuerhalten. Als der Einfluß der Chaosmächte immer größer wurde, entschlossen sie sich zu einer Rekonstruktion des Virenimperiums. Sie ließen überall im Universum Teilrekonstruktionen bauen, ohne zu ahnen, daß diesen die Vishnakomponente innewohnte, mentale Splitter der bei der Explosion des ursprünglichen Explosion des Virenimperiums in Myriaden Teilen aufgespaltenen negativen Kosmokratin Vishna. Durch die Zusammenfügung der Teilrekonstruktion konnte die zersplitterte Kosmokratin neu entstehen. Überall dort, wo Teile des Virenimperiums neu konstruiert wurden, entstanden Reinkarnationen von Vishna: zuerst Srimavo, dann Gesil, schließlich Belice.

Das Dekalog der Elemente

Nach dem Ende ihres Kampfes wollen Taurec und Vishna der Endlosen Armada einen Wegweiser schaffen. Gorgengol, ein von den Kosmokraten zur Koordinierung des Moralischen Codes konstruierter Planet im Halo der Milchstraße, wird als Leuchtfeuer aktiviert, indem eine den Armadaflammen ähnliche energetische Struktur, die Signalflamme, erzeugt wird.

Die Existenz dieser Signalflamme bleibt den Mächten des Chaos nicht lange verborgen. Die Chaosmächte sind die Gegenspieler der Kosmokraten, sie wollen den Entropiezuwachs im Universum fördern. Ausführendes Organ dieser Mächte ist der Dekalog der Elemente, der aus zehn Teilen besteht, die jeweils mit besonderen Kräften ausgestattet sind.

Das "Element der Kälte" wird eingesetzt, um die Signalflamme zu zerstören. Kältezonen entstehen; alles, was in den Einflußbereich dieser Zonen gerät, wird in die Minuswelt versetzt, ein anderes Kontinuum, welches einen tieferen Absoluten Nullpunkt hat als das Standarduniversum. Taurec sieht sich gezwungen, Gorgengol zu zünden und die Signalflamme in Bewegung zu setzen, um sie aus dem Einflußbereich des Dekalogs zu entfernen. Sie bewegt sich auf den Rand der Milchstraße in Richtung Eastside zu. Die Flamme gibt Sextadimimpulse ab, die Verfaltungen des Raumzeitgefüges erzeugen und einen zehn Lichtjahre weiten Sternentunnel schaffen, durch den die Endlose Armada in die Milchstraße einfliegen wird. Taurec erklärt, daß das Verth-System der Gataser eines der sogenannten Chronofossilien ist, die die Endlose Armada anfliegen und aktivieren muß.

Während das Element der Kälte sich im intergalaktischen Leerraum ausbreitet und in zunehmendem Maß die Raumfahrt gefährdet, werden die Gataser mit dem Element des Krieges konfrontiert. Dessen Mitglieder sind synthetische Geschöpfe, die mit Hilfe von Psi-Generatoren ihren Opfern auf hypnosuggestivem Wege Haß und Feindseligkeit einimpfen.

Dann greift das Element der Lenkung ein, das identisch mit Kazzenkatt ist. Kazzenkatt kann im Zustand des Zerotraums, einer psi-aktiven Starre, hypnosuggestive Fähigkeiten von solcher Intensität entwickeln, daß er die Elemente des Dekalogs über interstellare Entfernungen hin zu steuern vermag. Kazzenkatt, der Letzte aus dem Volk der Sarlengort, untersteht als Leiter des Dekalogs unmittelbar dem "Herr der Elemente", der in der Negasphäre, einer düsteren Zone des Universums, beheimatet ist.

Die Signalflamme erreicht Verth-System in der galaktischen Eastside, die Heimat der Gataser aus dem Volk der Blues. Um den geplanten Flug der Endlosen Armada zu verhindern, setzt Kazzenkatt das gesamte Dekalog der Elemente ein. Der Kampf um Gatas entbrennt. Unheimliche Gegner treten auf den Plan:

Das Element der Maske besteht aus Mitgliedern des Volkes der Marganen, die die Fähigkeit des Mimikry haben und andere Individuen imitieren können.

Das Element des Raumes setzt sich aus synthetischen Geschöpfen, den Gruuthe, zusammen, die Energie abgeben und auch speichern können und raumflugtauglich sind.

Das Element des Geistes, körperlose Intelligenzen aus dem Volk der Tjan, kann in unbelebter Materie aufgehen und deren Molekularstruktur umformen.

Das Element des Krieges hat seinen Ursprung im Volk der Anin-An, die ihre Bewußtseine einst in Cyborg-Körper verpflanzten.

Das Element der Transzendenz ist durch halbintelligente Kreaturen aus der Randzone der Negasphäre präsentiert, welche Intelligenzwesen in andere Energiesphären versetzen können und ihnen die Vorstellung suggerieren, in eine Art Paradies geraten zu sein.

Das Element der Zeit kann Bereiche seiner Umgebung in eine andere Zeitebene versetzen. Zu diesem Zweck erzeugen "Chronimale" genannte Wesen, die aus der Randzone der Negsphäre stammen, metachrone Energiefelder.

Das Element der Finsternis ist ein archetypisches Relikt aus frühen, chaotischen Tagen des Universums, in dessen Einflußbereich alle Strahlung konventioneller und hyperphysikalischer Natur erlischt.

In einer riesigen Station namens BRÜTER werden die nicht aus lebenden Wesen bestehenden Elemente, wie das des Krieges und des Raumes, in Massenproduktion hergestellt.

Kazzenkatt benutzt als Stützpunkt der Schlacht um Gatas ein Pulsar-System, in dem an gewissen Orten, den "Blinden Flecken", der Raum zu erstarren scheint und pseudomaterielle Form annimmt. Die Blinden Flecken setzen seinem Raumschiff, der "Primat der Vernunft", ernsthaft zu. Kazzenkatt muß sich zurückziehen, und die GAVÖK gewinnt die Schlacht um das Verth-System.

Kazzenkatt startet danach eine Offensive auf die Hundertsonnenwelt der Posbis. Mit Hilfe eines Sextadim-Aktivkodierers bewirkt er im Organplasma der Posbis eine Reaktivierung der sogenannten Haßschaltung. Die Posbis werden wieder zu Feinden allen organischen Lebens, die Hundertsonnenwelt geht vorübergehend an den Dekalog der Elemente verloren.

Auch die Kleingalaxis Andro-Beta wird zum Krisenherd, als sich Tefroder und Maahks zu bekämpfen beginnen. Das Element der Maske erzeugt mit seinen Mimikry-Fähigkeiten Mißtrauen und Haß zwischen beiden Völkern. Aber sie durchschauen das verbrecherische Spiel und schließen Frieden. Auch die von Kazzenkatt erschaffenen Duplos der beiden Meister der Insel Mirona Thetin und Proyht Meyhet können kein Unheil anrichten.

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© Crest-Datei - Autor(en): Dr. Robert Hector - Erstellt: 24.07.1999 - Letztes Update: 24.07.1999