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Die Cappins
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Die Cappins
Cover Band 400

Allgemeine Informationen

Hefte: 400 - 499 Erstveröffentlichung: Mai 1969 - April 1971 Handlungszeit: 3430 - 3438 Schauplätze: Milchstraße, Galaxis Gruelfin, Kleingalaxis Morschaztas, Olymp, Gevonia, Titan, Arsenalplanet TCR, Molakesch, Sikohat Völker: Accalauries, Cappins, Ganjasen, Takerer Hauptpersonen: Rhodan, Anson Argyris, Tipa Riordan, Ribald Corello, Geoffry A. Waringer, Kytoma, Alaska Saedelaere, Lord Zwiebus, Takvorian, Ovaron, Merceile, Balton Wyt, Edmond Pontonac Wissenschaft und Technik: Antitemporales Gezeitenfeld, Nullzeit-Deformator, Sonnensatellit, Pedotransferierung, Präbios, Urmutter, Sammler

Abstract:

Der Angriff der Antisolaren Koalition gegen Terra stößt nach Aktivierung des Antitemporalen Gezeitenfeldes ins Leere. Der Supermutant Ribald Corello bedroht das Solare Imperium. Accalauries, Wesen aus dem Antimaterie-Universum, sorgen für Unruhe in der Milchstraße und entdecken den Todessatelliten. Perry Rhodan reist mit dem Nullzeit-Deformator 200.000 Jahre in die Vergangenheit der Erde und stößt auf Takerer und Ganjasen, Völker der Cappin-Familie. Die Takerer führen genetische Experimente mit den damaligen Urmenschen durch. In der Gegenwart (3437 n.Chr.) dringt das Flaggschiff MARCO POLO mit Perry Rhodan und dem Ganjasen Ovaron an Bord in die Galaxis Gruelfin vor, der Heimat der Cappin-Völker. Ovaron kann nach 200.000 Jahren als rechtmäßiger Ganjo die Regierung über das Volk der Ganjasen übernehmen. Die Invasion der Takerer in die Milchstraße wird durch das Eingreifen der Urmutter gestoppt.

Handlung

Auf Terra und den Welten des Solaren Imperiums schreibt man das Jahr 3430. Durch die galaktische Expansion der Menschheit ist eine kritische Situation entstanden: Terra, die Mutterwelt, hat keine Möglichkeit mehr, die 5813 Sonnensysteme, die bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt besiedelt wurden, zu kontrollieren oder zu lenken. Neue Machtkonstellationen entstehen, neue galaktische Großmächte, die das Solare Imperium bekämpfen, von dem die Mehrzahl ihrer Bewohner abstammen.

Angriff der Antisolaren Koalition

Drei neue Sternenreiche verbünden sich, um dem Solaren Imperium den Todesstoß zu versetzen: der Carsualsche Bund, das Imperium Dabrifa und die Zentralgalaktische Union. Als deren Raumflotten das Sol-System angreifen, leiten terranische Wissenschaftler unter Geoffry Waringer das Projekt "Laurin" ein: Mit Hilfe des "Antitemporalen Gezeitenfeldes" (ATG) wird das Sol-System um fünf Minuten in die Relativzukunft versetzt. Da gleichzeitig Tausende unbemannter Transform-Plattformen zur Explosion gebracht werden, gewinnen die Angreifer den Eindruck, das Sol-System sei vernichtet worden.

Während die Terraner das Geheimnis des Sol-Systems unbedingt wahren wollen, kommt Handelsplaneten Olymp eine entscheidende Bedeutung zu. Über einen Container-Transmitter werden auf Olymp eintreffende Handelsgüter ins Sol-System weitergeleitet. Die Regierungsgewalt auf Olymp hat Anson Argyris inne, ein auf Siga erbauter Roboter vom Typ Vario-500, der in verschiedenen Masken auftreten kann.

Besuch aus dem Antimaterie-Universum

Im Jahre 3432 tauchen "UFOs" in der Milchstraße auf. Die Accalauries sind Lebewesen aus dem Antimaterie-Universum. Zunächst werden sie aufgrund ihrer Natur als Gefahr für die Bewohner der Milchstraße eingeschätzt. Ein ungefährlicher Kontakt mit ihnen wird erst möglich, als das Maverick-Cape entwickelt wird, ein Schutzüberzug aus Ynkelonium, das kein Anti-Element hat und so Gegenstände und Lebewesen vor dem Kontakt mit Antimaterie schützt. Die Accalauries entdecken bei ihren Forschungsflügen einen Todessatelliten in der Sonnenkorona von Sol und können die Menschheit vor dieser Gefahr warnen.

Als das seltsame Kugelwesen Harno wieder auftaucht, erhält Perry Rhodan einen Einblick in kosmische Zusammenhänge: Das Suprahet war Teil einer gewaltigen Energiewolke im Antimaterie-Universum der Accalauries. Die Energiewolke explodierte und wurde ins unser Universum geschleudert. Aus dem zurückbleibenden Teil entwickelten sich die Accalauries; auch Harno war ein materieller Bestandteil des ehemaligen Suprahets wie auch das von den Blues verwandte Molkex. Als das Molkex irgendwann wieder im Antimaterie-Universum verschwand, stellten die Accalauries Nachforschungen nach dem Herkunftsort des Molkex an und tauchten in der Milchstraße auf.

Die Accalauries verlassen schließlich wieder die Milchstraße, begleitet von Harno.

Ribald Corello, der Supermutant

Die greise "Hexe" Tipa Riordan, Anführerin der von Terranern abstammenden "Piraten", veranlaßt die Jagd auf einen mysteriösen Supermutanten, Ribald Corello. Dieser kann mit seinen Parafähigkeiten ganze Raumflotten lahmlegen und Planetenbevölkerungen unterjochen. Perry Rhodan folgt der Spur zum Planeten Astera, dessen 20 Millionen Einwohner Marionetten des Mutanten sind. Sie werden von der Fron befreit.

Die Aktionen Corellos wecken in Atlan Erinnerungen an die Second-Genesis-Krise im Jahre 2909. Damals wurden acht Mitglieder des alten Mutantenkorps, deren Fähigkeiten auf die Genveränderungen durch die Atombombenexplosionen von Hiroshima zurückzuführen waren, vom Wahnsinn befallen. Auf dem Saturnmond Mimas verloren sie vollends die Kontrolle über sich. Sie wurden durch ein fernaktivierbares Gift, das ihnen der Ertruser Nos Vigeland, einer de drei Diktatoren des Carsualschen Bundes, zuführte, ermordet. Vigeland wollte deren Zellaktivatoren erbeuten. Er behält einen Aktivator an sich, andere gehen an die Triumviratsmitglieder Terser Frascati und Runeme Shilter sowie den Imperator Dabrifa. Ein Gerät gelangt an Tipa Riordan.

Außer den Mutanten Kakuta, Noir, Sengu, Okura, Ishibashi, Yokida, Marten und Toufry sterben während der Krise John Marshall, die Woolver-Zwillinge sowie Allan D. Mercant.

Corello wurde einige Monate später als Sohn von Kitai Ishibashi und einem Anti-Mädchen, der Báalol-Priesterin Gevoreny Tatsun geboren. Verbrecherische Antis verankerten in ihm eine hypnosuggestive Blockade, durch die er zum erbitterten Feind der Menschheit wurde.

Der Doppelkopfmutant Iwan Iwanowitsch Goratschin stirbt im Kampf gegen einen Agenten Corellos. Dem Solaren Imperium verbleiben danach nur noch drei Mutanten: Gucky, der Teleporter Ras Tschubai sowie der Telepath und Orter Fellmer Lloyd.

Joak Cascal, ein Oberst der Solaren Flotte, fliegt nach Newton, dem Planeten der "Wissenschaftler". Die sogenannten Lapalisten haben eine Zeitreisemaschine, den Nullzeit-Deformator, entwickelt. Ein Kommando stößt damit in die Vergangenheit des Mondes Mimas vor, um die Existenz Corellos vor seiner Geburt zunichte zu machen. Das Vorhaben mißlingt.

Als Corello durch energetische Experimente des Hyperphysikers Waringer zum Planeten Last Hope gelockt wird, heften sich Terraner an seine Fersen. Er fliegt zum Planeten Gevonia, auf dem sich sein Hauptquartier, das Tapurium, befindet. Ein Stoßtrupp unter Atlan spürt Corello auf Gevonia auf. In der einzigen Stadt des Planeten, Tapura, entdeckt das Kommando eine geheimnisvolle Säule mit mysteriösen Figuren sowie rätselhafte Häuser. Legenden zufolge sollen die Wesen, die diese Häuser errichtet haben, identisch sein mit der Urrasse der humanoiden Völker des Universums. Das Mädchen Kytoma taucht in der Stadt auf.

Corello wird von der Gehirnblockade befreit und entwickelt sich zu einem wertvollen Helfer für die Menschheit.

Der Sonnensatellit und cappischen Genexperimente vor 200.000 Jahren

Bei Tiefseebohrungen im Tonga-Graben des Pazifischen Ozeans wird eine Station eines fremden Volkes entdeckt, die etwa 200.000 Jahre alt ist. In dieser Station wird ein im Tiefschlaf konservierter Neandertaler, Lord Zwiebus, gefunden. Der Urmensch wird geweckt, doch seine Erinnerungen sind zunächst blockiert. Doch die Wissenschaftler entdecken Spuren, die darauf hinweisen, daß vor 200.000 Jahren menschenähnliche Wesen auf der Erde landeten und Bio-Experimente durchführten.

Ein terranisches Raumschiff mit Lord Zwiebus an Bord startet zum Todessatelliten in der Sonnenkorona. Als die Mannschaft in den Einflußbereich des Satelliten gerät, wird sie wahnsinnig. Auch Lord Zwiebus dreht durch und wird zur Behandlung zum Medo-Center Tahun gebracht, wo er sich an die Vergangenheit erinnert:

Vor 200.000 Jahren lebten auf der Erde zwei humanoide Arten, die sich durch ihre Intelligenz von der Tierwelt abhoben: die Vorzeitmenschen oder Neandertaler und die Neuzeitmenschen oder Cro Magnons. Zu dieser Zeit landeten die erstaunlich menschenähnlichen Cappins auf der Erde. Sie konnten mittels Pedostrahlung Kontakt mit anderen Wesen aufnehmen und diese geistig übernehmen. Allerdings funktionierte diese Übernahme nur bei Wesen mit ähnlichen körperlichen und geistigen Merkmalen. Um die Eignung der damaligen Menschen noch zu verbessern, installierten sie den Sonnensatelliten, der die Sonnenstrahlung variabel gestaltete. Dadurch wurde die Erde mit starker radioaktiver Strahlung überschwemmt, als Folge entstanden eine Vielzahl von Mutationen bei den irdischen Organismen. Aus einigen Neandertalern entstanden grausige Ungeheuer, die Cro Magnons entwickelten sich allerdings positiv und überwanden ganze Evolutionsepochen innerhalb einer Generation. Es gab allerdings auch Cappins, die diese Genexperimente mißbilligten.

Der Sinn dieser biogenetischen Manipulationen blieb unklar. Es gab Gerüchte, daß die Cappins einen geistigen Zufluchtsort suchten, andere Hypothesen besagten, daß sie einer ungeheuerlichen Gefahr begegnen wollten, die in unserem Universum aufgetaucht war.

Ein weiterer Grund für den Bau des Todessatelliten war die Tatsache, daß die Cappins ihn mit Hilfe eines Pedostrahls anpeilen und somit ohne Raumschiff von ihrer Heimat zur Erde transferierten konnten. Aus Angst vor Entdeckung ihrer verbrecherischen Manipulationen installierten sie eine Todesschaltung im Sonnensatelliten, die dann ansprach, wenn sich Wesen hoher Intelligenz dem Satelliten näherte. Er konnte die Sonne in eine Nova verwandeln.

Aus diesen Erkenntnissen ließ sich auch ein seltsamer Zwischenfall erklären, der sich im Jahr 3428 abgespielt hatte. Als sich Alaska Saedelaere per Transmitter von Bontong nach Peruwall abstrahlen ließ, tauchte er erst vier Stunden später wieder auf und hatte ein strahlendes Gebilde in seinem Gesicht, das andere Lebewesen wahnsinnig werden ließ. Nur mit einer Plastikmaske konnte Alaska dies verhindern. Er war damals mit einem pedotransferierenden Cappins zusammengestoßen und einen Teil von dessen fremder Körpersubstanz zurückbehalten.

Cappins tauchen im Sonnensatelliten auf und verursachen aufgrund ihrer Fähigkeiten eine Panik im Sonnensystem. Den Terranern gelingt es, sie in den Satelliten zurückzudrängen, denn dort müssen sie, um zu überleben, den Mechanismus abschalten, der SOL zur Explosion bringen soll. Um die Gefahr durch den Todessatelliten zu bannen, wird ein Nullzeit-Deformator fertiggestellt, der 200.000 Jahre in die Vergangenheit vordringen soll. Die erste Expedition mißlingt, denn das Kommando gelangt nur in die Zeit vor 55.000 Jahren. Damals wurden die Lemurer von den "Präbios" bedroht. Es handelte sich um monströse Lebewesen wie Zentauren, Zyklopen und Pseudo-Neandertaler, die von den Cappins aus dem genetischen Rohmaterial der Gattung Homo gezüchtet worden waren.

Nach der Rückkehr der Zeitexpedition ins Jahr 3433 sterben die sich im Sonnensatelliten aufhaltenden Cappins durch die Automatik der Station, die eine Zwangspedotransferierung veranlaßt. Zuvor erfahren die Terraner noch von ihnen, daß die Ursache der Unterbrechung der Zeitreise in einem "Zeitläufer" lag, der sich auf dem Mond befindet. Dieses spindelförmige Gerät diente der Überwachung der Sextadimhalbspur, einem sechsdimensionalen Medium, in dem sich die Pedotransferierung vollzieht. Der Zeitläufer kann mit Hilfe eines Dakkar-Tastresonators neutralisiert werden, der Störschwankungen innerhalb der Sextadimhalbspur überwindet. Zur Herstellung dieses Gerätes ist allerdings Sextagonium notwendig; diese Substanz kann von Ribald Corello hergestellt werden.

Perry Rhodan testet dieses Gerät zunächst bei einer Zeitreise nach Atlantis und dringt dann mit dem Nullzeit-Deformator 200.000 Jahre in die Vergangenheit vor. Die terranische Expedition trifft in dieser Epoche auf die Cappins Ovaron und Merceile sowie auf den Pferdemutanten Takvorian, einem Zentaur, der als Movator Bewegungsabläufe temporal beeinflussen kann. Ovaron befindet sich auf der Erde, um die Genexperimente verbrecherischer Cappins zu unterbinden. Er ist ein vorzüglicher Pedotransferer und besitzt zwei Tryzome, wodurch er auf zwei Ebenen gleichzeitig denken kann. Rhodan schließt mit Ovaron ein Abkommen.

Die Zeitreisenden treten zusammen mit Ovaron die Rückkehr in die Realzeit in der Erkenntnis an, daß dem Todessatelliten mit herkömmlichen Mitteln nicht beizukommen ist. Eine erneute Zeitexpedition in die Vergangenheit wird ausgeschickt, diesmal zur Baustelle des Todessatelliten auf dem ehemaligen 5. Planeten Zeut zwischen Mars und Jupiter. Das Kommando muß sich bestienartiger Tiere erwehren, kann aber eine Sextadim-Zeitbombe in dem Satelliten installieren. Die Bombe zündet allerdings nicht.

Ein Hinweis Ovarons führt zu einer nochmaligen Zeitreise, diesmal zum Saturnmond Titan. Dort befindet sich in der Vergangenheit ein Geheimdepot Ovarons, in dem stabiles Sextagonium aufbewahrt ist. Mit dem Sextagonium ließe sich der Todessatellit vernichten. Auf Titan begegnet Ovaron sich selbst, und er erkannt, daß er der Führer ("Ganjo") des Cappin-Volkes der Ganjasen ist. Die verbrecherischen Cappins gehören dem Volk der Takerer an und führten die genetischen Experimente auf der Erde deswegen durch, um eine ganze Rasse brauchbarer Pedopeiler zu erschaffen, die man auf zahllosen Planeten innerhalb des cappinschen Siedlungsgebietes stationieren kann. Todessatelliten sollten einen Verkehr ohne jeden Zeitverlust zwischen den geheimen Stützpunktwelten zulassen. Ovaron erinnert sich auch an Wuthana, den ersten Ganjo des Ganjasischen Reiches, der eine Art Sagengestalt aus der Vorzeit aller Cappin-Völker ist. Es hieß, Wuthana hätte das Urvolk der Cappins zu seinem heutigen Siedlungsgebiet zwischen den Sternen geführt.

Auf Titan wird zur großen Überraschung Roi Danton entdeckt, der als tot galt. Als sich die Sonne Enemy zur Nova entwickelte, wurde er zu einer Zeitmaschine gebracht und in die Vergangenheit gerissen, wo er schließlich nach Titan gelangte und dort auf den Frequenzwandler Merkosh, den Gläsernen, traf. Die beiden reisen zusammen mit dem Zeitreiseteam in die Realzeit zurück, und Danton erhält den ellaktivator Goratschins.

Das aus der Vergangenheit mitgebrachte Sextagonium kann im Sonnensatelliten installiert werden. Der Satellit heizt die Sonne immer mehr auf, und der Planet Merkur muß geräumt werden. Rhodan zögert noch, die Sextagoniumbombe zu zünden, das Imperator Dabrifa mit einer Raumflotte das Gebiet anfliegt, an dem sich das Sol-System befinden müßte; nach Zerstörung des Todessatelliten würde dieses wahrscheinlich in die Realzeit zurückfallen, da das Antitemporale Gezeitenfeld dann zusammenbricht. Dabrifa besitzt angeblich einen Zeitfeld-Destroyer, mit dem er das ATG-Feld ausschalten kann. Doch der Imperator wird von einem Roboter getötet, und das Solare Imperium und die Sternenreiche der Terra-Abkömmlinge schließen Frieden. Dabrifas ellaktivator wird an Ovaron übergeben.

Der Todessatellit wird nun gesprengt, und das Sol-System stürzt in die Gegenwart zurück. Vor seiner Zerstörung strahlt der Satellit allerdings noch Impulse aus. Ovaron glaubt, daß die Takerer damit alarmiert werden und befürchtet eine gegen die Menschheit gerichtet Invasion dieses Cappin-Volkes aus Gruelfin, seiner Heimatgalaxis.

Vorstoß nach Gruelfin

Um sich Gewißheit zu verschaffen, startet Perry Rhodan im Jahr 3437 mit dem neuen Fernraumschiff MARCO POLO eine Expedition nach Gruelfin, der sogenannten Sombrero-Galaxis, die in terranischen Sternkatalogen unter der Bezeichnung NGC 4594 registriert ist. Die Verhältnisse in diesem Teil des Universums sind verworren, Tod und Zerstörung sind an der Tagesordnung. Auf den Planeten Geysselin und Lofsoog werden Cappin-Völker angetroffen, aber erst die Begegnung mit den Olkonoren bringt neue Erkenntnisse. Diese plündern von Takerern verwüstete Planeten aus und bereichern sich auf diese Weise.

Die MARCO POLO dringt weiter ins Zentrum der fremden Galaxis vor. Rhodan und seine Begleiter betreten eine Arenawelt, um mit den beiden "Bestien" Lord Zwiebus und Takvorian als Köder den Chef der takerischen Exekutionsflotte, Vavischen, zu kidnappen. Dieser wird zwar auf die MARCO POLO entführt, mittels Pedotransferierung gelingt es ihm jedoch, Alaska Saedelaere zu übernehmen und das terransiche Schiff zur Landung auf dem Arsenalplaneten TCR zu zwingen. Dort sind biosynthetisch gezüchtete Pseudokörper gelagert, in die führende Takerer bei drohender Gefahr flüchten können. Vavischen stirbt bei den folgenden Auseinandersetzungen, und die Terraner fliehen in den Weltraum.

Ein Funkspruch der Moritatoren führt die MARCO POLO zum Archivplaneten Molakesch, auf dem die Daten über die Ereignisse der letzten 200.000 Jahre gespeichert sind. Der Versuch, die Identität Ovarons mit dem von den Ganjasen als Befreier erwarteten Ganjo zu beweisen, schlägt fehl; kurz darauf wird der Planet von Takerern vernichtet.

Der Moritator Schekonu wäre in der Lage, Ovaron als rechtmäßigen Ganjo zu identifizieren, doch er muß zunächst vor der Takerern fliehen. Schließlich weist er den Terranern den Weg zum Planeten Oldon. Dort die wollen die Takerer den Völkern einen falschen Ganjo präsentieren., doch Siganesen vereiteln diesen Plan.

Die MARCO POLO muß wieder fliehen und wird von gegnerischen Flottenverbänden immer mehr eingekreist. Als das Schiff zwecks Auffüllung der Wasservorräte den Planeten Leffa anfliegt, entpuppt sich dieser als Industerie- und Forschungswelt der Takerer. Dort werden unter anderem Pedopeiler produziert, eine technische Apparatur zur Unterstützung der Pedotransferierung über gewaltige Entfernungen. Durch Ovarons Einsatz kann die MARCO POLO Leffa wieder verlassen und den Planeten First Love anfliegen. Dort unterzieht der geheimnisvolle ALTE die Terraner einigen Prüfungen. Es handelt sich um einen Roboter ganjasischer Fertigung, einen Vasall, der Ovarons Identität überprüft.

Der Taschkar, der Regierungschef des Takerischen Reiches und Herrscher über Gruelfin, spürt Sextadim-Impulsen nach, die von First Love ausgehen. Rhodan und seine Begleiter geraten in Gefangenschaft, werden jedoch durch das Eingreifen einer seltsamen Wesenheit nach Takera, der Hauptwelt des Takerischen Reiches, versetzt. Auf der Valosar-Insel, auf der sich ein uraltes Heiligtum der Takerer und der Regierungssitz des Taschkar befindet, kann Rhodan im Zweikampf den Diktator töten.

Neuer Taschkar wird der bisherige Chef der takerischen Geheimpolizei Marsav, Ginkorasch. Dieser startet eine Säuberungsaktion, setzt Suggestivprojektoren gegen die Leibwache seines Vorgängers ein und beginnt eine Schreckensherrschaft.

Unterdessen gelangen die Terraner nach dem Tod des alten Taschkars in das Innere eines "Sammlers", eines großen Vasallen. Es handelt sich ebenfalls um eine Robotkonstruktion der Ganjasen, die im Auftrag der "Urmutter" erbaut wurde. Ein Schiff der Moritatoren bringt die Menschen zur MARCO POLO zurück.

In der Milchstraße wurde 200.000 Jahre vor der Jetztzeit auf dem Planeten Techma auf Anweisung Ovarons eine Automatenstadt als ganjasischer Geheimstützpunkt errichtet, der dazu diente, die zu dieser Zeit auf Terra von den Takerern mißbrauchten Urmenschen in Sicherheit zu bringen. Im Jahre 3117 wurde der Terraner Balton Wyt durch eine Havarie eines Raumschiffs gezwungen, auf Techma zu leben. Mit Hilfe der dortigen technischen Anlagen wurde er in Tiefschlaf versetzt und überlebte 300 Jahre, ohne zu altern. In dieser Zeit entwickelte er telekinetische Fähigkeiten. Als im Jahre 3438 ein takerischer Pedopeiler auf dem Planeten landet, sendet Wyt einen Notruf an die Solare Flotte aus. Er wird gerettet, Techma wird durch eine Selbstzerstörungsschaltung vernichtet.

Kurze Zeit später überfallen takerische Pedotransferer den Freihandelsplaneten Olymp, um der Wirtschaft des Solaren Imperiums einen vernichtenden Schlag zu versetzen. Der Supermutant Ribald Corello kann durch Zerstörung eines Pedopeilers die Schlacht zugunsten der Terraner entscheiden.

Ovaron, der Ganjo

Als in der Galaxis Gruelfin ein Sammler vom Planeten Cham, der Heimat des Ganjasen-Volkes der Chamyros, startet, nimmt die MARCO POLO die Verfolgung auf. Ein seltsamer Fremder, Florymonth, erscheint an Bord und verleibt sich wichtige Geräte und technische Ausrüstungsgegengstände ein. Florymonth ist die Hauptprogrammierungseinheit eines Riesenroboters, den Ovaron kurz vor seinem Aufbruch aus Gruelfin vor 200.000 Jahren erbauen ließ. Er soll den Ganjo bei seiner Rückkehr identifizieren.

Florymonth nimmt Perry Rhodan und Atlan, in deren Körper Ovaron und Merceile pedotransferierten, aus der MARCO POLO mit, gerät aber in die Gewalt von Pedolotsen. Diese verhelfen unter Ausnutzung von Ovaron einem falschen Ganjo zur Macht. Rhodan/Ovaron und Atlan/Merceile können sich mit Hilfe der Perdaschisten, den Gegenspielern der Pedolotsen, ihren Verfolgern entziehen und in den Weltraum fliehen. Dabei stellen sie fest, daß sie sich in der im Hyperraum eingebetteten Kleingalaxis Morschaztas befinden, in der sich die Ganjasen vor den Nachstellungen der Takerer verborgen halten.

Auf dem Planeten Erysgan kann Rhodan mit Hilfe der Farrogs, ganjasischer Mutanten, die Ganjatoren befreien. Diese sind Regenten der Ganjasen, die durch die Urmutter ausgewählt wurden. Rhodan nimmt Kontakt mit der MARCO POLO auf. Diese befindet sich noch immer im Normalraum im Gebiet der Terrosch-Rotwolke. Diese Gaswolke verbirgt den Pedo-Zugang zur Kleingalaxis Morschaztas, einen speziellen Transmitter. Außerdem befinden sich dort Trafidimstationen zur Aufrechterhaltung von Sextadimschirmen, die Morschaztas vom Normaluniversum abriegeln. Die MARCO POLO kann in die Arriva-Zone der Hyperraumgalaxis eindringen. Der Befehlshaber der ganjasischen Flotte ergreift für Ovaron Partei, und immer mehr Ganjasen erfahren vom verräterischen Spiel der Pedolotsen.

Ovaron kann nach 200.000 Jahren als rechtmäßiger Ganjo die Regierung über das Volk der Ganjasen übernehmen. Die Pedolotsen werden durch Ovarons Doppelgänger erschossen. Allerdings kann Guvalesch, der Chef der Pedolotsen, entkommen. Mit Hilfe des Komadukgerätes gelangt er von Morschaztas aus unbeschadet in die Terrosch-Rotwolke und nimmt Kontakt mit dem Taschkar auf. Er kann mit dem Komadukgerät die Urmutter und ihre Roboteinheiten, die Sammler, beeinflussen und sie zum Kampf gegen Ovaron führen. Die Trafidimstationen der Terrosch-Rotwolke werden zerstört, und Morschaztas fällt in den Normalraum zurück. Gucky erbeutet das Komadukgerät, Guvalesch stirbt und die ganjasische Flotte entscheidet die Kämpfe für sich.

Die Urmutter

Die Terraner erkennen die Zusammenhänge: Die Urmutter ist ein Spezialroboter, der vor 200.000 Jahren von Ovaron vor seinem Abflug zur Erde in Auftrag gegeben und programmiert wurde. Ursprünglich sollte er die bedrohten Ganjasen vor den Takerern schützen. Die Urzelle befand sich auf dem Planeten Sikohat, der später ARRIVANUM genannt wurde und zur Kleingalaxas Morschaztas gehörte. Die Grundelemente der Urmutter waren tief unterhalb der planetarischen Oberfläche stationiert worden. Admiral Farro, ein treuer Verbündeter Ovarons, nahm weitere Veränderungen an der Urmutter vor, so daß das Robotgehirn riesige Ausmaße erreichte fähig war, sich selbständig auszubauen. Farro sorgte auch dafür, daß die Kleingalaxis Morschaztas durch das Eingreifen der Urmutter in den Hyperraum versetzt wurde, wo die von den Takerern verfolgten Ganjasen eine sichere Zuflucht fanden.

Der Zugang zu der Urmutter erfolgte durch einen gewaltigen Obelisken, den OVARASCH, der durch zahlreiche Robotkontrollen, insbesondere die "Ankunftsschaltung" abgesichert war. Diese Schaltung sprach nur auf die Individualstrahlungen Ovarons, der Träger zweier Tryzomkörperchen war, an. So erwartete die Urmutter die Rückkehr Ovarons, um ihm die Befehlsgewalt zurückzugeben.

In der nun folgenden langen Wartezeit entwickelte die Urmutter Eigenaktivitäten und produzierte Ableger wie die Vasallen und Sammler. Nach Ovarons Verschwinden in der Zeit und dem Zusammenbruch des ganjasischen Reiches wandelt der Kult der Ganjopriester den Planeten in ein Heiligtum um. Das ARRIVANUM entwickelt sich zu einer Welt, auf der die Heimkehr des Ganjo Ovaron verkündet wird. Pilgerscharen von Ganjasen strömen dorthin, um der Verkündung der Pedolotsen zu lauschen. Die Pedolotsen waren in Wahrheit jedoch nur an ihrer eigenen Macht interessiert und setzten im Jahr 3438 den Ganjasen einen falschen Ganjo vor.

Invasion der Takerer

Ovaron und die Terraner wollen nun endlich die Zentrale des Gegners erreichen. Sie gelangen zu den Geheimwelten der friedliebenden Wesakenos und per Transmitter sogar nach Takera. Roi Danton und der Paladin werden von Vascalo, dem neuen Chef der Geheimpolizei Marsav, gefangengenommen. Takera wird von den von Ovaron angeführten Ganjasen zerstört. Vascalo bringt jedoch mittels der "Final-Blockschaltung" eine riesige Flotte von Sammlern in seine Gewalt und transferiert damit in die Nähe des Wega-Systems. Von dort aus versucht er den Durchbruch ins Sol-System.

Die Solare Flotte unter Julian Tifflor und Reginald Bull kämpft verbissen gegen die Invasoren. Auf dem Saturnmond Titan, auf dem sich eine Station der Cappins befindet, wird Vascalo von Ovaron ausgeschaltet. Ovaron war nach Alarmierung durch das Robotgehirn von Titan ins Sol-System transferiert. Die Invasion der Takerer wird abgewehrt, wobei 60.000 Sammler vernichtet oder in die Flucht geschlagen werden. Ovaron erfährt von Vascalo von der Existenz eines gigantischen Pedopeilers auf einem Mond des Sonnensystems Mory-Moryma in Gruelfin. Von diesem Pedopeiler aus transferieren Millionen Cappins zur Milchstraße und in die verschiedenen spindelförmigen Empfangsstationen. Der Mond wird zerstört, und die Takerer sind vom Nachschub abgeschnitten.

Unterdessen greift in Gruelfin eine neue Macht in die Auseinandersetzung zwischen dem Ganjo und dem Taschkar ein: die Juclas, Ganjasenabkömmlinge, deren Lebenserwartung durch erbbiologische Eingriffe der Takerer auf knapp 20 Jahre sank. Als die Juclas von diesem Verbrechen der Takerer erfahren, rebellieren sie gegen den Taschkar Ginkorasch, der bei dem Aufstand getötet wird.

In der Milchstraße rückt Vascalo mit Zehntausenden von Sammlern und Hunderttausenden von Vasallen immer näher an das Sol-System heran. Bull, Tifflor und Deighton verteidigen die Erde, während Oberst Edmond Pontonac andere galaktische Völker um Hilfe für die Menschheit ersucht. Vascalo versucht eine Invasion über den Saturnmond Titan. Dieses Unternehmen scheitert jedoch durch den Einsatz des Cappin-Mädchens Merceile, das den Angriff einer Armee von Pedotransferern abwehren kann.

Als die Flotten der Takerer und Terraner aufeinanderprallen, löst sich die Urmutter pötzlich in ihre Bestandteile auf, dringt in die Milchstraße ein und entscheidet den Kampf zugunsten von Terranern und Ganjasen. Die Urmutter erkennt, daß sie entgegen ihrer Urprogrammierung zu einem erdrückenden Machtfaktor geworden ist. Entsprechend ihrer Fundamentalprogrammierung leitet sie die Selbstvernichtung ein. Alle vorhandenen Sammler und Vasallen finden sich in der Höhe der Plutobahn zu einem stählernen Planeten von 49.000 Kilometern Durchmesser zusammen und verglühen von innen heraus. Dabei wurd der sehr nahe stehende Planet Pluto ebenfalls zerstört.

In Gruelfin kehrt wieder Ruhe ein. Für Perry Rhodan und die Mannschaft der MARCO POLO ist die Zeit des Abschieds von Ovaron und Merceile gekommen. Ende Juli 3438 startet das Fernraumschiff in Richtung Milchstraße...

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© Crest-Datei - Autor(en): Dr. Robert Hector - Erstellt: 24.07.1999 - Letztes Update: 24.07.1999